Der schwedische Sieg beim Eurovision Song Contest wiederholt sich nun auch in den Verkaufscharts. Wie der Branchendienst mediabiz berichtet, steigt Loreen in den am kommenden Freitag offiziell zu veröffentlichenden Top 100 Singlecharts direkt an der Spitze ein. Damit ist die euphorische Pop-Elfe die erste nichtdeutsche Eurovisionssiegerin seit Sandie Shaw (1967, ‘Puppet on a String’) Abba, der ein Nummer-Eins-Hit im zweitgrößten Popmarkt der EU gelingt (wozu heutzutage allerdings auch wesentlich weniger verkaufte Tonträger beziehungsweise bezahlte Downloads erforderlich sind als im vergangenen Jahrtausend). Selbst die Brotherhood of Men, die mit ‘Save your Kisses for me’ 1976 den kommerziell erfolgreichsten Siegertitel aller Zeiten hatten, mussten sich in Deutschland mit dem zweiten Chartrang begnügen. Auch in anderen europäischen Länder scheint ‘Euphoria’ richtig einzuschlagen. Bleibt noch abzuwarten, ob es sich um ein durch euphorisierte Grand-Prix-Fans ausgelöstes Strohfeuer handelt und Loreen nächste Woche wieder abschmiert oder sich der Titel tatsächlich zum veritablen Eurohit entwickelt. So oder so: ein derartig beeindruckendes Crossover vom Song Contest in den Popmainstream gab es lange nicht mehr. Toll!
Insgesamt, auch das ein ziemlich gutes Zeichen, schafften es acht Grand-Prix-Beiträge in die deutschen Verkaufscharts. ‘Standing Still’ von Roman Lob, den deutschen Beitrag, spülte es von der Vorwochenposition 39 noch mal hoch auf die 11. Kurz unterhalb der Top 40 stiegen Ivi Adamou (CY) und die Buranovskie Babushki (RU) ein. Ebenfalls ein paar Käufer fanden die Titel von Soluna Samay (DK), Jedward (IE) und Eleftheria Eleftheriou (GR). Gerade eben so auf Rang 92 schafften es die Rumänen von Mandinga in die offizielle Hitliste, deren Plattenfirma ‘Zaleilah’ derzeit offensiv als “den Sommerhit vom Eurovision Song Contest” vermarktet.
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