ESC 1. Semi 2012: Schamlippenlappen und Popos

Logo ESC 2012 erstes Semi
Das gerontische Jahr

Flammentürme. Immer und immer wieder diese Flammentürme! Der überdeutliche Wille der aserbaidschanischen Herrschersippe der Aliyews, ihren autokratisch regierten, postsowjetischen Kaukasusstaat anläßlich des in Baku auszutragenden Contests als modernes Land zu präsentieren, fand seinen ersten Niederschlag in den zwischen den Auftritten gezeigten Postkarten: wunderschön gemachte touristische Hochglanzbilder, die allerdings in ihrer starken Fokussierung auf die beeindruckenden Prachtbauten der Hauptstadt, darunter die besagten futuristischen – und noch nicht ganz fertiggestellten – gläsernen Drillingshochhäuser, auf Dauer doch ein wenig ermüdeten.

So, wie auch die Moderationen des deutschen Kommentators Peter Urban. Ausgewogen, fundiert und amüsant zwar – aber leider an allen drei Abenden die exakt gleichen Texte. Vielleicht wird es doch mal Zeit für eine Nachfolgeregelung: Tim Frühling bewies ja bereits 2009 schon, dass er es mindestens ebenso gut – und abwechslungsreicher – kann. Auch Vorjahressieger Eldar Gasimov (unter Fans auch bekannt als Elle) fügte sich in seiner Rolle des Moderators in die Spur des Immergleichen ein und variierte weder sein permanent künstliches Dauergrinsen noch seine ballerinahaft steife Körperhaltung auch nur um ein Jota, so als sei er eine der Frauen von Stepford. Gruselig. Aber kommen wir zum Wichtigen: zu den Songs! Der Losfee gefiel es in diesem Jahr, so ziemlich alle uptemporären Spaßnummern in das erste Semi zu sortieren (und die Balkanballaden geschlossen ins zweite), und so genossen wir am Dienstag ein buntes Potpourri fröhlicher Tanzflächenfüller. Und das Beste: sie kamen fast alle weiter, und die wenigen echt drögen Titel im Angebot flogen sogar größtenteils raus! Ach, könnte es doch immer so sein!


Für Eilige: alle 18 Titel im Schnelldurchlauf

Über die Einschaltquoten des von der ARD auf ihrem Digitalkanal Einsfestival versteckten ersten Semis ist mir bislang nichts bekannt, aber viele Zuschauer können es nicht gewesen sein. Und etliche dürften gleich beim ersten Act wieder ausgeschaltet haben. Funktionierte die anarchische Spaßnummer ‚Euro Neuro‘ des montenegrinischen Politpunks Rambo Amadeus auf Platte noch ganz gut, so ging sie auf der Bühne völlig in die Hose. Denn warum da ein offensichtlich verwirrter mittelalter Mann mit Schnittlauchlocken ständig irgendwas vor sich hin brabbelte, während im Hintergrund drei jugendlich-virile Breakdancer Spruchbänder mit Aufschriften wie „Heute habe Obotnica“ entrollten, erschloß sich einem nicht wirklich. Um so dankbarer angenommene Entspannung für Auge und Ohr boten die nachfolgenden Isländer, die den klassischen Balladenschmachtfetzen ‚Never forget‘ ins Rennen schickten, der mit dramatischen Streichern, einem kräftigen Backgroundchor (mit einem der prachtvollsten Exemplare der Gattung Bären: woof!) und einer vorschriftsmäßigen Rückung erfolgreich alle meine Eurovisionsknöpfe drückte. Wie natürlich auch mit dem Superschnuckel Jónsi (IS 2004), begleitet von Greta Salóme, der heimlichen Zwillingsschwester von Malena Ernman (SE 2009).


Die Hymne zum kommenden Ende des Euros? (ME)

Zwei zypriotische Sängerinnen in Bühnenfummeln, deren Röcke man ob ihrer beinahe kriminellen Kürze eher als Schamlippenlappen bezeichnen müsste; zwei mal von den Backings und Ghostsingern im Dunkel des Bühnenhintergrunds mehr schlecht als recht mitgetragene hauchdünne Stimmchen; zwei mal fabelhaft billige Schautänze mit viel Armgewedel und wild umhergeworfenem Haupthaar (die gute alte RuslanaSchule); zwei mal supereingängige mediterrane Tanzflächenfüller mit nicht all zu tiefgehendem textlichen Ballast: der zyperngriechische Frohsinnsangriff kam mit Ivi Adamou und Eleftheria Eleftheriou gleich im Doppelpack. Und das Beste: sowohl ‚La la Love‘ als auch ‚Aphrodisiac‘ schafften es ins Finale (wo sie sich dann allerdings gegenseitig die Stimmen wegnahmen). In meinem Hirnradio jedenfalls laufen die beiden Ohrwürmer seither in stetig wechselnder Dauerrotation. Leider gelegentlich unterbrochen von einem dritten, eher peinlichen: dem zwanzigsten Grand-Prix-Beitrag Ralph Siegels nämlich.


Verschuldete den Absturz der Facebook-Aktie: Valentina (SM)

Zwar weiß man beim ‚Social Network Song‘ überhaupt nicht, wo man mit dem Lamentieren anfangen soll: die unfassliche Thematik (Opa erzählt uns eins von diesem Internet)? Der zum Fremdschämen geeignete Text mit Zeilen wie „Do you wanna play Cybersex again“ oder „Are you really a Sex Machine or just a Beauty Queen“, den allerdings nicht Siegel selbst verbrach, sondern das spanische OGAE-Fanclubmitglied José Juan Santana Rodriguez, der darin vermutlich seine Erfahrungen auf einer anderen blauen Internetseite verarbeitete? Der kalkulierte Skandal um den ursprünglichen Songtitel ‚Facebook‘, mit der Siegel überhaupt erst Aufmerksamkeit für das Lied erregte? Die villagepeoplesken Verkleidungen von Valentina Monettas Begleittruppe und die unglaublich schlechte Choreografie? Allerdings muss man Ralph Siegel eines lassen: penetrante Schlagermelodien schreiben, die sich gegen den eigenen Willen im Gehörgang festkrallen, das kann er immer noch. Den besten Kommentar zu der ganzen Nummer gab dann aber die pornobezopfte Sängerin selbst ab, als sie im Green Room zu ihrem Verhältnis zum deutschen Grand-Prix-Geronten befragt wurde – und als Antwort nur ein tiefer, allessagender Stoßseufzer kam!


I was born in distant ’67, the year there was a Puppet on a String (LV)

Einen ‚Beautiful Song‘ versprach uns die leicht manisch wirkende lettische Anmary, die mit den großen Augen. Und um einen solchen handelte es sich auch bei dem metaironischen Titel über ihr großes Vorbild Johnny Logan und der Aussicht, nach einem Eurovisionssieg alle bisherigen Jobs hinwerfen sowie Jam-Session-Angebote von Mick Jagger ablehen zu können: „So sorry, Mick, I’ll call you back, one day I’ll call you back“. Mh, klar. Leider jedoch hatte ihre Performance auf dem Weg von Vilnius Riga nach Baku all das Übertriebene, Augenzwinkernde, Bunte, Alberne verloren, das den Song so groß machte. Stattdessen erschien sie als Mutter der Kompanie mit ihren Backings in blaßblauen Cocktailkleidchen aus der Ü60-Abteilung und vollführte ein paar krampfhaft wirkende, choreografierte Schrittchen. Schade drum! Ebenso wie um den israelischen Beitrag ‚Time‘, einer hübschen, swingenden Retronummer, die trotz der dalíesken Uhren im Bühnenhintergrund und den fröhlichen Backings von Izabo wohl an der etwas arroganten Ausstrahlung des Leadsängers Ran Shem Tov und seiner schlimmen Schamhaarfrisur scheiterte.


Füttert Dich mit Songs und Wein: Ran (IL)

Besonders leid tat es mir allerdings um die beiden österreichischen Bauerndiscoburschen Trackshittaz und ihr wunderbar vulgäres ‚Woki mit Deim Popo‘. Das Pech verfolgte die erstaunlich symphatischen Bollerheten in Baku: nicht nur durften sie ihre lustigen Schwarzlichtkostüme aus der Vorentscheidung dort nicht einsetzen, weil angeblich aus Sicherheitsgründen die Halle nicht so stark verdunkelt werden konnte (was dann allerdings bei Loreen und dem Heimact Sabina Babayeva kein Problem darstellte). Auch verletzte sich Rapper Manuel Hoffelner bei einer falschen Bewegung während des Auftritts am Knie. Dass er den Rest trotz Schmerzen noch tapfer durchstand, zahlte sich nicht aus: der Spaßbeitrag im Mühlvierteldialekt floppte komplett und landete abschlagen auf dem letzten Platz. Aus der erhofften kommerziellen Karriere in Deutschland dürfte also mangels Finalbeteiligung nichts werden. Die Schweizer Kollegen von SinPlus scheiterten mit ihrer lahmen Rocknummer ‚Unbreakable‘ hingegen verdient, wenn auch nur knapp. Es half auch nicht, dass Ivan Broggini (der gitarrespielende, gutaussehende der beiden Brüder) optisch ein wenig an den jungen Kai Pflaume erinnerte.


Und die Kappe hätte es fast auch noch geschrägt (bei 1:24)! (AT)

Mit ungläubiger Freude erfüllte mich das Ausscheiden der beiden nachfolgenden Schnarchballaden aus Belgien und Finnland. Über Iris‚ Auftritt im schneeweißen Konfirmandinnenkleid lässt sich nun beim besten Willen nichts Interessantes berichten, Pernilla Karlsson unterhielt allenfalls durch ihr im Windmaschinensturm wehendes, mintgrünes Vokuhilakleid ein kleines bisschen. Wenn auch bei Weitem nicht genug für drei Minuten. Wie man es mit einem eigentlich schon abgeschriebenen Titel dennoch schafft, bewiesen hingegen die ungarischen Depeche-Mode-Fans Compact Disco, deren musikalisch durchaus okayes ‚Sound of our Hearts‘ mich bis zu diesem Auftritt aufgrund ihrer bisherigen, eher unterkühlt und abweisend wirkenden Performances nie erreichte – auch bei den Proben nicht. Beim Semi aber packte Leadsänger Csaba Walkó auf einmal richtig aus und gab erkennbar alles, vergaß trotz Lederkerloutfit endlich die Coolness und legte erstmals richtig Gefühl und Leidenschaft in seine Stimme. Die gerechte Belohnung: der Finaleinzug, wo die Ungarn allerdings mit Startplatz 2 die Arschkarte zogen.


Der Severine-Moment 2012 (HU)

Für großen Spaß sorgte der moldawische Colin Farell, Pasha Parfeny, der uns mit schlechtem Englisch, seiner Trompete und flottem Bukovinasound beglückte. Sowie einer Choreografie, für welche die englische Bezeichnung Over the Top erfunden wurde: angefangen vom Tuntenfäustchen über die Lampenschirmröcke seiner Tänzerinnen, die sicherlich Fördermittel durch das Ministry of Silly Walks beantragen könnten; über deren Benutzung als lebende Gondola durch den Sänger bis hin zur gehüpften Polonäse am Schluß. Toll! Als wahre Meister im Fach des Hüpfens erwiesen sich erneut die irischen Jedward-Buben, die zu ihrem diesjährigen Popsmasher ‚Waterline‘ passenderweise einen begehbaren Zimmerspringbrunnen mitbrachten. Und, natürlich: ganz am Ende ihres dreiminütigen Spring-und-Sing-Marathons legten die als Aliens Verkleideten die Mikros vor sich ab (der Gesang stammte ohnehin zu über 80% von den Backings mit den tollen Peggy-Bundy-Frisuren), spurteten zurück in den Brunnen und ließen sich naß machen. Ihre charakteristischen Turmfrisuren hingen allerdings vorher schon auf Halbmast: vergessen, das Haarviagra einzunehmen?


And how looks the Trumpet, Pasha? (MD)

Als Siegerinnen nicht nur der Herzen gingen die knuffigen udmurtischen Großmütterchen aus dieser Runde hervor, dicht gefolgt von meiner persönlichen Favoritin Rona Nishliu aus Albanien, genauer gesagt aus dem „Kotzovo“, wie Peter Urban es so eloquent formulierte. Die erwies sich mit ihrem aus Dreadlocks gedrehten Bienenkorb, der aus einer weiteren Filzhaarsträhne ins Dekolleté drapierten Brustschlange, dem extravaganten Laubsäge-Ohrring und dem unter anderem scheinbar aus Müllsäcken zusammengenähten Star-Trek-Kommandantinnen-Kleid nicht nur optisch als außergewöhnliche Erscheinung. Ihr äußerst leidenschaftlicher Schrei nach dem Tschai, rein von der gesanglichen Leistung her wohl das Anspruchsvollste, was beim Grand Prix jemals zu Gehör kam, teilte ob seiner Sperrigkeit die Fans in bedingungslose Hasser oder Anhänger des wahlweise bewegenden Klageliedes oder schrillen Geschreies der kleinen Frau mit der großen Stimme. Besondere Erwähnung verdient außerdem der Pausenact: eine Art aserbaidschanischer Riverdance, begleitet von einem örtlichen Pizzabäcker mit Haarausfall, der schon mal den Steinofen mit selbst geschrotetem Vollkornmehl bestäubte. Sowie der hübsche Regieeinfall, das Goldene Ticket (den letzten freien Startplatz fürs Finale) für die Grimes-Buben aufzusparen, die auf ihrem Weg zur Bühne für die Kameras noch mal ein paar extra schöne Räder schlagen konnten. Große Show!


Großes Leid: mit dem Schluchzer am Ende hat sie mich (AL)

ESC 1. Semifinale 2012

Eurovision Song Contest 2012 - Erstes Semifinale. Dienstag, 22. Mai 2012, aus der Crystal Hall in Baku, Aserbaidschan. 18 Teilnehmer, Moderation: Leyla Aliyev, Nargiz Berk-Petersen und Eldar Qasimov.
#LKInterpretTitelPkt
gs
Pl
gs
Pkt
TV
Pl
TV
01MERambo AmadeusEuro-Neuro0201502414
02ISGréta Salóme + JónsiNever forget0750807908
03GREleftheria EleftheriouAphrodisiac1160411005
04LVAnmaryBeautiful Song0171601815
05ALRona NishliuSuus1460213103
06ROMandingaZaleilah1200313202
07CHSinPlusUnbreakable0451104910
08BEIrisWould you0161700218
09FIPernilla KarlssonNär jag blundar0411203612
10ILIzaboTime0331301616
11SMValentina MonettaThe Social Network Song0311402513
12CYIvi AdamouLa la Love0910709906
13DKSoluna SamayShould've known better0630905309
14RUBuranovskie BabushkiParty for Everybody1520118901
15HUCompact DiscoSound of our Hearts0521003911
16ATTrackshittazWoki mit Deim Popo0081801517
17MDPasha ParfenyLăutar1000508507
18IEJedwardWaterline0920611604

7 Kommentare zu „ESC 1. Semi 2012: Schamlippenlappen und Popos

  1. Ach ja, das ewige Leid mit den Balten … Anmarys Auftritt hat es wohl kaum „von Vilnius nach Baku“ geschrägt – Vilnius ist die Hauptstadt von Litauen. Die hier gesuchte Stadt heißt wohl eher Riga. 😉

    Die Punkteverteilung in diesem Semi war wirklich fantastisch. Wie hat Rambo Amadeus es geschafft, nicht Letzter zu werden? Fürs Protokoll: Die zwanzig Punkte stammten aus exakt zwei Ländern, zwölf aus Albanien und acht aus San Marino. Jetzt wissen wir also auch, wo Europas Trashfans zuhause sind.

    Sehr schade, dass es zwei meiner Favoriten so knapp nicht geschafft haben. Ich hätte gern und ohne Zögern auf Dänemark und Zypern verzichtet und dafür die Schweiz und Finnland mitgenommen. Mal sehen, wie die Jury/Televoter-Verteilung dieses Mal aussieht, wir haben ja schon die Info, dass es je ein Land nur dank der Jurys bzw. der Televoter geschafft hat.

  2. Eigentlich bin ich mit den Ergebnissen dieses Jahr ja ganz zufrieden.  So stimmt es mich beispielsweise froh, dass die Ösis für ihre Trackshittaz den Gong bekommen haben. Welch ein Glück, dass sie sich letztes Jahr doch noch im letzten Moment für die großartige Nadine Beiler entschieden hatten, sonst säßen sie wahrscheinlich immer noch in der Schmollecke. Aber vielleicht haben wir dann nächstes Jahr Conchita Wurst, der eigentlich bereits heuer die bessere Wahl gewesen wäre.
    Superfroh wäre ich natürlich gewesen, wenn es Jedward geschrägt hätte. Ich muss zwar zugeben, dass ich den Song dieses Jahr tatsächlich gut finde Mit einem besseren Interpreten, z.B. der 2009 völlig unverdient im Semi ausgeschiedenen Formation Black Daisy, könnte mir das richtig gefallen. Aber so glauben die Bubis immer noch, dass sie echte Sänger seien. naja, wenigstens sind sie dann, wie glücklicher- und überraschenderweise auch die griechische Hupfdohle, im Finale recht weit unten gelandet.
    Die Ungarn hatten mich auch bei ihrem Auftritt positiv überrascht. Ihr Weiterkommen ist echt verdient gewesen.

  3. Danke, korrigiert. Und ja, den Fehler werde ich immer und immer wieder machen, noch in hundert Jahren. Außer, eins der beiden „L“-Länder benennt sich endlich, endlich um. In irgendwas mit einem anderen Anfangsbuchstaben. Kann ja nicht so schwierig sein: Mettland. Schlittauen. Da, schon gelöst.

  4. Ich gebe meinen Senf mal an dieser Stelle dazu, weil Peter Urbans Lapsus „Kotzovo“ vielleicht die geegnete Stelle bietet, einzuhaken.  Wird uns auch 2013 weiterhin der NDR-Mann Urban nerven dürfen? Seine Kommentare werden von Jahr zu Jahr schaler und flacher. Er liest schlecht ab, betont falsch und spricht Namen unrichtig aus. Auch wiederholt er Texte bei Acts aus den Semis im Finale fast wortwörtlich, was nicht gerade für seine Begeisterung für die Sache spricht. Braucht er das Geld so dringend? Wer die ARD-Videos mit ihm (ESC-Song-Check) auf http://www.eurovison.de gesehen hat, weiß, welchen Musikgeschmack Herr Urban hat. Und seine Einlassungen zeugen deutlich von der Präferenz einer Musik, die wenig ESC-kompatibel scheint.
    Frage: Kannder Blogbetreiber und Auto eine Urban-Diskussion anstoßen?
    Der Urban-Hammer 2012 war, als er von „jüdischen Synagogen“ sprach. Der klassische „weiße Schimmel“.

  5. Sehr schade um die zwei Österreicher, wäre mal was neues gewesen. Ob sich ihr Scheitern nur mit der Sprachbarriere erklären lässt? Übrigens gibt es das Lied auch auf hochdeutsch, seltsamerweise in weitaus unflätigerem Vokabular als im Dialekt.
    Die hohe Wertung für Rumänien erschließt sich mir nicht ganz, war ein recht durchschnittliches, sprich langweiliges Sommerlied. Apropos Durchschnitt, den stellten für mich auch die Schweizer dar, dass sie und nicht die Österreicher nur knapp gescheitert sind wundert mich daher doch. Dafür die Ungarn im Finale, das hat mich als Freund des Pop-Rocks gefreut.
    Dass Belgien derart abgestraft wurde kam für mich überraschend, war für mich ein Kandidat fürs Finale. Siegels Witz/PR-Gag fruchtete (wohl zurecht) nicht, blieb aber doch als Anekdote dieses ESC in Erinnerung. Sehr skurril auch der Beitrag aus Montenegro – zum ESC zurückzukehren und dann eine reine Spaßnummer zu bringen. Oder dachte man, die Eurokrise ist omnipräsent genug in den Köpfen der Europäer um damit ins Finale einzuziehen?

  6. Rambo Amadeus: Oh mein Gott! Verdient ausgeschieden.Greta Salomé & Jonsi: Schön, dass sie weitergekommen sind. Aber warum nicht auf Isländisch???
    Eleftheria Eleftheriou: Kaum einen Ton getroffen. Ich hab da kurz an ihrem Finaleinzug gezweifelt.Anmary: Hab ich im Finale nicht vermisst. War zu selbstverliebt.Rona Nishliu: Ich war geschockt, als ihr Umschlag gezogen wurde. Ich mag das Gekreische nicht.Mandinga: Auf CD große Klasse, live verpatzt (aber da gab es ja diese technischen Probleme).Sinplus: Den entscheidenden Ton leider nicht getroffen, aber trotzdem schade, dass sie rausflogen.Iris: Zu unauffällig; das Ausscheiden war nicht überraschend.Pernilla: Dito.Izabo: Genauso wie Rumänien (aber diesmal weil der Sänger offensichtlich ein Kiffer ist).Valentina: War für mich ein Geheimfavorit fürs Finale, aber Uh-Oh-Oh geht gar nicht!Ivi Adamou: Kein Meisterwerk, aber verdient im Finale.Soluna Samay: Sie hat es sowieso verdient. Schöne Frau, schöne Stimme <3Buranovskiye Babushki: Zurecht auf Platz 1 im Semi. Erst da kam in Baku Stimmung auf.Compact Disco: Hatte ich nicht auf dem Zettel, aber der Finaleinzug ist nicht unverdient.Trackshittaz: Sie konnten nicht uneingeschränkt arbeiten; schade, dass sie es nicht geschafft haben.Pasha Parfeny: Wurde erst kurz vorher zu meinem Geheimfavoriten; Finaleinzug verdient.Jedward: Die Rückkehr zum ESC hätten sie sich ehrlich gesagt sparen können.

Oder was denkst Du?