Per­len der Vor­ent­schei­dung: ach Du hei­li­ge Schei­ße!

Kein Scherz: die Heils­ar­mee will bei der Schwei­zer Vor­ent­schei­dung antre­ten. Die evan­ge­li­ka­le Mis­si­ons­kir­che ent­sen­det eine sechs­köp­fi­ge Grup­pe uni­for­mier­ter Heils­sol­da­ten mit dem pro­fes­sio­nell pro­du­zier­ten Rock­schla­ger ‘You and me’. Und könn­te damit Lys Assia den Rang als euro­vi­sio­nä­re Alters­prä­si­den­tin strei­tig machen, denn das ältes­te Band­mit­glied kann mit stol­zen 94 Jah­ren auf­trump­fen. Musi­ka­lisch wirkt der christ­li­che Bei­trag, der sich irgend­wo zwi­schen A Fri­end in Lon­don, der Kel­ly Fami­ly und den Scor­pi­ons ver­or­ten lässt, im Direkt­ver­gleich mit Sie­gels ver­zwei­felt pseu­do­ju­gend­li­chem “Hel­lo, how is the Flow”-Murks sogar regel­recht authen­tisch und frisch. Und fürs Auge bie­ten die Frei­kirch­ler eben­falls was: mit Prinz Har­ry als Lead­sän­ger und David Beck­ham an der Rock­gi­tar­re dürf­te die Band bei der schwu­len Grand-Prix-Fan­ba­sis durch­aus für feuch­te Träu­me sor­gen. Doch die­se wer­den sich nicht erfül­len: wie alle bibel­treu­en Bekeh­rerkir­chen lehnt auch die Heils­ar­mee Homo­se­xua­li­tät strikt ab und ent­lässt quee­re Mitarbeiter/innen, sobald die­se sich outen. Ihre Heils­sol­da­ten müs­sen sich außer­dem zur Ent­halt­sam­keit vom Alko­hol und ande­ren Sub­stan­zen beken­nen: wird wohl nichts mit feucht­fröh­li­chen Fei­ern im Euro­club!


Nur schau­en, nicht anfas­sen: die bibel­treu­en Chris­ten rocken

Wen von den Heils­ar­mis­ten wür­dest Du ger­ne mal vom Pfad der Tugend abbrin­gen?

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3 Gedanken zu “Per­len der Vor­ent­schei­dung: ach Du hei­li­ge Schei­ße!

  1. hehe… tol­ler Blog .… aber mal ohne Quatsch: das hier gefällt mir der­zeit am Bes­ten in der Schweiz …
    You and me.… ich hat­te ja zunächst an ein Cover von India­na-Joan gedacht.… 

  2. Ich habe mir mal eben die Zeit genom­men, den Bei­trag der Heils­ar­mee anzu­hö­ren und bin begeis­tert. Ich habe zunächst gedacht, dass das ein Spaß­bei­trag sein wür­de (das wäre nicht der ers­te unter dem Titel “You And Me” gewe­sen), aber das Lied gefiel mir sofort und ist wirk­lich sehr authen­tisch und frisch. Von die­sen bei­den Merk­ma­len ist die Assia-Pein­lich­keit weit ent­fernt.

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