Schweden: nur ein Moderator für ESC 2013

Weg vom Gigantismus vergangener Jahre: nur ein einzelner Gastgeber wird den Eurovision Song Contest 2013 in Malmö moderieren, wie der verantwortliche schwedische Sender SVT heute bekannt gab. Wer das sein wird, ist allerdings noch offen. „Wir wollen die Präsentation stärker am Oscar ausrichten,“ sagte der ausführende Produzent der Show, Martin Österdahl, der schwedischen Tageszeitung Dagens Nyheter, wie escxtra kolportiert. SVT will, wie bereits berichtet, den Contest ohnehin einige Nummern kleiner fahren als in der Vergangenheit. Dazu zählt auch die Rückkehr von zuletzt drei auf nur noch einen Moderator: „Wir wollen die Teilnehmer stärker in den Vordergrund stellen. Aufgrund der Größe wirkte [die Show] zuletzt ein bisschen distanziert,“ meinte Österdahl. Zugleich sehe sich der Sender in einer „Tradition, die Zielmarken der Show in Produktion, Technik, Inhalt und Programm neu zu bestimmen,“ wie man es bislang nach jedem schwedischen Sieg getan habe. Österdahl nannte hier als Beispiel die Einführung von beweglichen LED-Bildschirmen, die erstmals beim ESC 2000 im Stockholmer Globen zum Einsatz kamen und der Show ein neues Gesicht verliehen hätten.


Könnte sie den ESC moderieren? Die großartige Sarah Dawn Finer

Und wo wir gerade bei Schweden sind: dort steht nach Therese Fredenwall seit heute die zweite Teilnehmerin des Melodifestivalen fest: die Singer-Songwriterin Elin Petersson gewann die Vorauswahl der Newcomer mit ihrem selbst komponierten Titel ‚Island‘. escxtra zitiert den künstlerischen Leiter des Melodifestivalen, Christer Björkman: „Die Jury ist von Elins Originalität total begeistert. Es gibt keinen Zweifel, dass sie den Publikumswettbewerb gewinnen wird.“ Theoretisch könnte der Sender den Song auch einem anderen Künstler anbieten, doch, so Björkman: „Da sie die eindeutige Juryfavoritin war, gibt es hierfür keinen Grund. Sie und der Song gehören zusammen“.  Mit der Bekanntgabe der restlichen Komponisten, Interpreten und Songtitel für die schwedische Vorentscheidung ist in den nächsten Tagen zu rechnen.

Nur noch ein Moderator für den ESC. Das ist...

View Results

Loading ... Loading ...

10 Gedanken zu “Schweden: nur ein Moderator für ESC 2013

  1. Ja, die Schweden, gegen die Jogis Vollidioten gestern im „Hetengebolze“ einen Vier-Tore-Vorsprung vergeben haben!!! Grrrrrr!!! Naja, diese Nachricht entwickelt in mir die Befürchtung, dass der ESC 2013 zu einer One-Woman-Show von Sarah Dawn Finer verkommen wird. Denn ich kann leider nicht die Begeisterung für diese Frau teilen. Wobei ich mich nur auf ihre Rolle als Linda Wodruff oder Wydroff (der Name fällt mir jetzt gerade nicht ein) beziehe. Vielleicht ist sie als „normaler Mensch“ ganz in Ordnung…

  2. Ist die Tante so debil oder tut die nur so? – Das ist ja zum Fremdschämen! – Wenn die den ESC 2013 in dieser Form moderiert, lasse ich die Glotze aus!

  3. Bitte nicht diese Tante. Die soll eine eigene Comedy-Show machen, aber mit ihrer drallen und schrillen Art den ESC-Acts ihr „eigenes Ding“ gegenüberstellen. 

  4. Sehr schön. Ich begrüße diese Entwicklung. Es war ja fast schon zu befürchten, dass in den kommenden Jahren 4 Moderatoren oder noch mehr auf der Bühne stehen. 

  5. Laut Prinz-Blog wollen die Schweden unter dem Eindruck der umstrittenen „Selbstbeweihräucherung Aserbaidschans“ (Warum wird Nationalstolz so verachtet???) den Fokus auf die Teilnehmerländer und Interpreten legen. Ich persönlich habe immer mehr die Befürchtung, dass Frau Dawn Finer schlechte Witze über die Teilnehmer reißen wird (man kann es ihr zutrauen).

  6. Ist die Frage in der Klammer ernst gemeint? Was die Aseris mit ihren Postkarten abgezogen haben, hatte mit Nationalstolz nicht mehr viel zu tun – das war eine halb protzige, halb verzweifelte Präsentation der Stadt Baku (und nebenbei auch einiger anderer Gegenden Aserbaidschans), die mit dem Sinn der Postkarten – Vorstellung der Künstler wie des Gastgeberlandes – bestenfalls noch die zweite Hälfte gemeinsam hatte. Man vergleiche damit etwa die Postkarten aus Düsseldorf 2011 oder die Flashmob-Szenen aus Oslo 2010, dann sieht man den Unterschied.

    Außerdem sind wir hier in Deutschland. Auch wenn man hier gelegentlich über das Ziel hinausschießt, was den Kampf gegen Hurrapatriotismus und Nationalismus angeht, ist mir sowas immer noch lieber als das unkritische Abfeiern des eigenen Landes. Den Aseris – insbesondere ihrer Regierung – täte ein wenig Selbstironie und Kritikfähigkeit jedenfalls ganz gut, und ich vertraue darauf, dass die Schweden hier eine anständige Balance finden.

  7. Also, die Frage war schon in gewisser Weise ernst gemeint. Ich jedenfalls liebe mein Land, obwohl ich wahrlich keiner bin, der mit dem ausgestreckten rechten Arm durchs Leben geht und Ausländer, Homosexuelle, usw. attackiert. Mit solchen rechten Ideologien hatte und habe ich nichts zu tun und will auch nichts damit zu tun haben.

    Aber eine Kultur sollte sich meiner Meinung nach selbst präsentieren und vor allen Dingen feiern dürfen, so lange sie nicht den anderen zu nahe tritt. Das hat Aserbaidschan ohne Zweifel getan. Die Karabach-Postkarte vor Sabina Babayevas Auftritt war unnötig und einzig und allein Provokation.
    Aber was war an den anderen Postkarten so schlimm? Die Tourismus-Werbespots im Fernsehen sind nicht anders und es beschwert sich niemand darüber.
    Meiner Meinung nach sollte jede Kultur zeigen dürfen, was sie hat.

  8. Die aserbaidschanischen Postkarten waren nach meinem Empfinden pompös, humorfrei, dick auftragend, kitschig und peinlich. Am sträflichsten aber: sie waren langweilig, weil sich dieselben vier Motive (Crystal Hall, Flammenturm, Baku Skyline, Karabach-Pferde) wieder und wieder und wieder wiederholten. Bis zum Erbrechen. Sie haben mir das Land nicht sympathischer gemacht und damit ihren Zweck der Tourismuswerbung (den ich für völlig legitim halte) eher konterkariert.
    Wie man das richtig macht, haben die Finnen 2007 gezeigt: die haben sich in ihren Postkarten selbst auf die Schippe genommen und sich als skurriles und somit besonders liebenswertes Völkchen gezeigt. 1 Million Coolness- und Sympathiepunkte!
    Die deutschen Postkarten 2010 haben mich übrigens vor Nationalstolz fast platzen lassen, nicht nur, weil sie diesen fabelhaften Märklin-Look hatten, sondern weil sie Deutschland als multikulturellen europäischen Schmelztiegel präsentiert haben, in dem Menschen aus ganz Europa arbeiten, leben, lieben, Urlaub machen und herzlich willkommen sind. Und so liebe ich mein Land!

Oder was denkst Du?