Aserbaidschan: Courage-Preis für Khadija Ismayilova

Wie Martin Schmidtner vom EuroVisionen-Blog des vorwärts heute bloggte, wurde der aserbaidschanischen Journalistin Khadija Ismayilova vor wenigen Tagen der Ehrenpreis der International Women’s Media Foundation (IWMF) für ihre couragierte Berichterstattung verliehen. Die CBS-Moderatorin Lesley Stahl würdigte Ismayilova, der wir beispielsweise die Enthüllungen über die persönliche Bereicherung des Aliyew-Clans beim Bau der Baku Crystal Hall für den Eurovision Song Contest 2012 verdanken, für ihren herausragenden Mut und die Bereitschaft, trotz einer massiven Schmierenkampagne gegen sie weiterzumachen, bei der von heimlich in ihrer Wohnung installierten staatlichen Überwachungskameras gefilmte Sex-Bilder als Druckmittel verwendet und auch veröffentlicht wurden. Bereits im Mai 2012 hatte die Journalistin aus dem gleichen Grund den Förderpreis Freie Presse der Hamburger Zeit-Stiftung erhalten. Derweilen geht in Baku die Unterdrückung munter weiter: dort findet ab heute die Jahrestagung des internationalen Internet-Leitungsforums (IGF) statt, das unter dem Motto „für eine nachhaltige humane, ökonomische und soziale Weiterentwicklung“ steht. Und prompt beklagen regierungskritische Organisationen in einem offenen Brief, auf Druck der aserbaidschanischen Regierung bei der Registrierung, Bereitstellung von Informationsständen und dem Verteilen von Infomaterial vom IGF behindert worden zu sein. Da will man es sich mit dem Erdöllieferland wohl nicht verderben…


Lesley Stahls Laudatio auf Khadija Ismayilova

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