Perlen der Vorentscheidung: die Ode an Viktoria

Dass die Litauer einen Hau weghaben, offenbart sich jedes Jahr aufs Neue in ihrer Eurovisionsvorentscheidung. So auch diesmal: die heute aufgezeichnete und morgen Abend zur Ausstrahlung kommende erste Vorrunde wartet bereits mit vielversprechenden Titeln wie ‚Hey Chaki-Mami‘, ‚Call to you Mum‘ oder ‚Kate’s Morning at 10:08‘ auf. Und auch eine 2010 begonnene, lustige Tradition führen die vom Grand-Prix-Erfolg nicht sonderlich verwöhnten Balten unbeirrt fort: die Ode an den aktuellen Eurovisionssieger. War es seinerzeit eine Jungschwuppe namens Ruslanas Kirilkinas, der das tragische Bekenntnis verkündete: ‚I love a Boy who’s in love with a Fairytale‘, so nimmt sich in diesem Jahr der Folkbarde Saulės Broliai mit seinen Kumpels der schwedischen Siegerin ‚Loreen‘ an und lässt die Popelfe wissen, er wäre gern ihr „Sohn“. Oder meint er „Song“? Oder gar „Sonne“? Ich verstehe es nicht so genau, finde es aber in jedem Fall leicht beängstigend. Acht Beiträge gehen in der ersten Vorrunde an den Start, drei davon kommen ins Finale am 20. Dezember. Welche das sind, erfahren wir aber erst am darauffolgenden Samstag, da dann erst das Jury-Ergebnis bekanntgegeben wird. Merkwürdiges Volk halt, diese Litauer.


Welche Drogen hat das Art-Garfunkel-Double nur genommen?

Ein Lied für den Vorjahressieger. Wie findest Du diese Idee?

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6 Gedanken zu “Perlen der Vorentscheidung: die Ode an Viktoria

  1. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass Siegel selbst wenn er es weiß, eine Lena-Ode schreiben würde. Ihm hat es sicher nicht geschmeckt, dass Deutschland nun auch ohne ihn siege(l)n kann.

  2. Nachtrag: ‚Loreen‘ hat die Zuschauerabstimmung der gestrigen Vorrunde (8 Songs in zwei Stunden, dazu nicht enden wollendes Jurygelaber und Werbung bis zum Abwinken: eine harte Geduldsprobe!) gewonnen und ist damit im litauischen Semi, falls sich die Jury nicht noch querlegt.

  3. Hat es nicht 🙂  Er behauptet ja, weiterhin der einzige deutsche Eurovisionssieger zu sein, da der ESC ein Komponistenwettbewerb ist und „Satellite“ nicht von einem/r Deutschen komponiert wurde. Der Witz daran ist, dass er weder der erste noch der einzige ist, da bei „Après toi“ ein gewisser Klaus Munro mitkomponiert hat…. Herrgott, wie profilneurotisch kann man werden?!
    (Sorry, wenn das nicht so ganz zum Thema passt, aber der Name dieses Herrn setzt bei mir immer den automatischen Lästerreflex in Gang… was willste machen 😉 )

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