Heils­ar­mee muss Name und Out­fit ändern

Das geht ja Schlag auf Schlag heu­te: einer vor weni­gen Minu­ten ver­öf­fent­lich­ten Pres­se­mit­tei­lung des Schwei­zer Fern­se­hens ist zu ent­neh­men, dass nach offi­zi­el­ler Nach­fra­ge des Sen­ders bei der EBU hin­sicht­lich der zahl­reich geäu­ßer­ten Beden­ken gegen den Schwei­zer Act von dor­ti­ger Sei­te die Ent­schei­dung getrof­fen wur­de, dass der Song zwar nicht zu bean­stan­den sei, die Band aber nicht unter dem Namen und in den Uni­for­men der kirch­li­chen Orga­ni­sa­ti­on Heils­ar­mee antre­ten darf. Das Schwei­zer Fern­se­hen wei­ter: “Die Heils­ar­mee will mor­gen ent­schei­den, ob sie unter die­sen Umstän­den an der Teil­nah­me am Euro­vi­si­on Song Con­test 2013 in Mal­mö fest­hält”. Ob andern­falls auto­ma­tisch die Zweit­plat­zier­ten (und mei­ne Favo­ri­ten) der Gro­ßen Ent­schei­dungs­show, Car­rou­sel mit der wun­der­hüb­schen Akkor­de­on-Num­mer ‘J’avais Ren­dez­vous’ nach­rü­cken, dazu macht die Pres­se­mit­tei­lung kei­ne Anga­ben, man kann aber wohl davon aus­ge­hen.  Was für ein Vor­ent­schei­dungs­kri­mi!


Sehen wir even­tu­ell doch die­sen sym­pa­thi­sche­ren Act in Mal­mö?

12 Gedanken zu “Heils­ar­mee muss Name und Out­fit ändern

  1. Namens­vor­schlag: “Blut und Feu­er”? (Das habe nicht ich mir aus­ge­dacht, das ist tat­säch­lich das offi­zi­el­le Mot­to der Heils­ar­mee.)

  2. Ich bin zwar auch für Car­rou­sel, aber das Akkor­de­on hat schon Kun­kuis­kajat das Genick gebro­chen. Jurys sind … du weißt schon. 😉

    Aber war­ten wir mal ab, wie die Heils­ar­mee ent­schei­det. Schön jeden­falls, dass es für klei­ne Vor­ent­scheid-Skan­däl­chen nicht immer nur ein ost­eu­ro­päi­sches Land braucht.

  3. Dann wer­den sie wohl absa­gen… sehr scha­de! Ich fin­de, dass sich “You and Me” fast wie ein Gewin­ner­song anhör­te. Bei die­sem ESC ist echt der Wurm drin.

  4. Wie mar­tia­lisch! Solan­ge es nicht “Blut und Boden” ist… Der Name “Heils”-Armee hat ja beim ein oder ande­ren nicht deutsch­spra­chi­gen Fan auch schon für erho­be­ne Augen­brau­en gesorgt. Oder für Ver­wir­rung: “Hell’s Army? LOL!”… 🙂
    Ich zweif­le aber doch, ob die ohne Uni­form & Name über­haupt noch Inter­es­se haben. Das gan­ze war ja auch aus dem PR-Topf der Kir­che bezahlt, die wol­len ja auch was sehen für ihr Geld…

  5. Tja, nicht alles, was sich nach Nazi-Dik­ti­on anhört, kommt aus Deutschland…das Mot­to ist auch im Eng­li­schen “Blood and Fire”. Aber alter­na­tiv könn­te man ja das Mot­to der ers­ten Mis­si­on der Armee adap­tie­ren, “Soup, Soap and Sal­va­ti­on”. 🙂

  6. Tja… Army of lovers … wäre sicher­lich durch­ge­wun­ken … oder den­ken wir an die Sol­di­ers of love 🙂 … ach ja, schickt das Car­rou­sel, das hab ich ja von Anfang an … (ach ne, da war ja noch die Lys 😉 ) also kurz nach “von Anfang an” bevor­zugt. .… apro­pos Lys… könn­te die nicht das frei­ge­wor­den­de Ticket über­neh­men ?? …  ich bin ja schon still 😉
    Aber für mehr Auf­re­gung hät­te die Wild­card von Lys und Ralph auch nicht sor­gen kön­nen … hehe­he

  7. Was die Publi­ci­ty-Wir­kung angeht, wäre eine Namens­än­de­rung ja nicht all­zu schlimm – auch wenn sie nicht unter dem Namen Heils­ar­mee antre­ten, wür­de jeder ESC-Kom­men­tar trotz­dem auf den Hin­ter­grund des schwei­zer Bei­trags zu spre­chen kom­men.

  8. Falls die Heils­ar­mis­ten kei­nen Bock haben soll­ten, kann man sie immer noch durch die Sul­tan Häga­viks erset­zen.

  9. Es geht da ja weni­ger um (mili­tä­ri­sche) Kon­no­ta­ti­on als um die Orga­ni­sa­ti­on. Des­halb wür­de Army of Lovers nach Mal­mö dür­fen.

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