Roberto Bellarosas tödliche Liebe zum Jaulen (BE 2013)

Dreieinhalb Stunden für drei Titel: die Wallonen wissen, wie man etwas in die Länge zieht! In einer scheinbar endlosen, mit schrecklichster Eurovisionskaraoke durchsetzten Radioshow suchten die Landsleute des siebzehnjährigen Haarmoppträgers aus drei mehr oder minder gleich schlechten Angeboten den von Roberto Bellarosa nach eigener Aussage auch selbst präferierten Titel ‚Love kills‘ heraus. Der radiofreundliche Midtempopopsong wäre an sich auch gar nicht so übel, wenn der Castingshowsieger ihn nicht mit einem so deutlich vernehmbaren französischen Akzent sänge. Und wenn er bei den hohen Stimmpassagen – vor allem nach der wohl erst in letzter Sekunde eingefügten Rückung – nicht dergestalt jaulen würde wie ein junges Hündchen, dem jemand auf den Schwanz getreten hat. Nun gut, dank des frühen Auswahlverfahrens des frankophonen belgischen Senders hat er nun ein paar Monate, noch an seiner Präsentation zu feilen. Auf jeden Fall aber, soviel konnten wir der Liveübertragung im Internet schon entnehmen, sollten Kameraaufnahmen von unten unterbleiben: Robertos Kiste ist nämlich noch weniger präsentabel als seine Frisurkatastrophe!


„Give me somefink I can fill“? Non merci, Roberto!

Hat Belgien mit Roberto Bellarosas 'Love kills' Finalchancen?

  • Nein. Selbst wenn noch 20 Länder abspringen. (53%, 58 Votes)
  • Nicht, wenn der auch in Malmö so jault. Das ist ja schlimm! (35%, 38 Votes)
  • Ich denke doch. Hübscher Sänger, gefälliges Lied, das kommt an. (13%, 14 Votes)

Total Voters: 110

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8 Gedanken zu “Roberto Bellarosas tödliche Liebe zum Jaulen (BE 2013)

  1. Auch ohne die starke bosnisch-türkische Konkurrenz ist das Finale fraglich. Die englische Aussprache wird vielleicht noch ein bisschen verfeinert werden müssen, aber sie befindet sich trotzdem noch weit über dem weißrussischen Niveau.
    Solche Gefühlsausbrüche waren vielleicht vor 30 Jahren modern, aber in Malmö könnten sie ihn auf die schiefe Bahn bringen, falls Christer Björkman nicht so nett ist und ihn ans Ende setzt.

  2. Und „Love Kills – Over And Over“ hört sich genauso an wie „Cool Vibes – How did you kill me?“ (Schweiz 2005). ^^

  3. Ach könnte man Bosnien und die Türkei nicht doch noch überreden mitzumachen und dafür Belgien rausschmeißen und zwar wegen Geschmacksverirrung. Das ist ja schon Menscnenrechtsverletzung, was der Typ dort singt. Unerträgliches Gejaule. Was haben sich die Verantwortlichen nur dabei gedacht, als sie den ausgesucht haben. Furchtbar. Eindeutig bis jetzt der schwächste Beitrag. 

  4. Allerdings war Cool vibes um Meilen besser. Ganz andere Liga. Schade, dass es nicht Reste-toi geworden ist. Der Song hatte wenigstens etwas Charakter.

  5. An „Love kills“ hatte ich dank Freddie Mercury bislang immer gute musikalische Erinnerungen.
    Ob das nach dem ESC 2013 so bleibt ??

  6. Hehe, ich hab auch sofort an Freddie gedacht! 🙂 Spontan würde ich jetzt nicht unbedingt auf Robertos Finaleinzug wetten, aber beim ESC muss „harmlos“ ja nicht immer „erfolglos“ bedeuten (s.h. Romans Ergebnis in Baku) – und er hat ja noch Zeit, am Gesang zu arbeiten…

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