Die Grie­chen schmei­ßen eine Lokal­run­de

Heu­te stell­te der grie­chi­sche Musik­sen­der MAD TV, der in die­sem Jahr für die Vor­ent­schei­dungs­bei­trä­ge des chro­nisch klam­men Lan­des ver­ant­wort­lich zeich­net, die vier Songs des für den 18. Febru­ar ter­mi­nier­ten Euro­song 2013 vor. Sym­pa­thisch: mein Lieb­lings­act unter den Vie­ren, die Buko­vin­a­band Koza Mos­tra, lässt sich von der aku­ten Finanz­kri­se schon mal nicht die Lau­ne ver­der­ben und skan­diert fröh­lich ‘Alco­hol is free’! Damit ihnen die­se frei­gie­bi­ge Losung im für sei­ne gepfef­fer­ten Brannt­wein­prei­se berüch­tig­ten Schwe­den nicht zu teu­er kommt, sin­gen sie aller­dings ein so undeut­li­ches Eng­lisch (im Refrain, der Rest des Tex­tes ist in Grie­chisch), dass man sie im Zwei­fel nicht auf eine Lokal­run­de fest­na­geln kann. So oder so hat die­se tem­po­rei­che Ska-Num­mer alles, was mir gefällt: ker­ni­ge Ker­le im Kilt, einen skur­ri­len Alten mit Pracht­schnau­zer und Man­do­li­ne Bouz­ou­ki Bag­la­ma sowie eine Titel­zei­le, die Ange­la Mer­kel zum Schäu­men brin­gen und im Fal­le des Sie­ges beim Vor­ent­scheid der EBU noch etli­che Kopf­schmer­zen berei­ten dürf­te. Die will ich in Mal­mö sehen!


Rocken im Rock: Koza Mos­tra

Die drei rest­li­chen Bei­trä­ge im Schnell­über­blick: Tho­mai Aper­gi (trotz des Namens kei­ne Tran­se, son­dern eine Bio­frau) bringt mit ‘One last kiss’ jaz­zi­gen Swing; Alex Leon und Geor­gi­na (nein, nicht das Dschun­gel-Sams) lie­fern Dram­a­pop (‘Angel’): bei­des nicht wei­ter der Rede wert. Dazu kommt als ein­zi­ger mit klas­sisch grie­chi­schen Euro­vi­si­ons­sounds auf­war­ten­der Bei­trag der Eth­no­pop­song ‘Chi­lies kai mia nich­t­es’ von Agge­li­ki Ilia­di (und da bin ich mir mit der Sän­ge­rin einig: ich mag auch kein all zu scharf gewürz­tes Essen). Jener könn­te mir auch noch gefal­len, kann aber natür­lich cool­ness­mä­ßig mit dem Sauf­lied der Mafia­ban­de nicht mit­hal­ten. Also, lie­be grie­chi­schen Freun­de: ihr wisst, was ihr zu tun habt!

Wer ist Dein Favo­rit unter den grie­chi­schen Vier?

  • Koza Mos­tra mit Aga­tho­nas: Alco­hol is free (45%, 19 Votes)
  • Alex Leon und Geor­gi­na: Angel (19%, 8 Votes)
  • Tho­mai Aper­gi: One last kiss (17%, 7 Votes)
  • Agge­li­ki Ilia­di: Chi­lies kai mia nich­t­es (14%, 6 Votes)
  • Kei­ner von denen. (5%, 2 Votes)

Total Voters: 42

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10 Gedanken zu “Die Grie­chen schmei­ßen eine Lokal­run­de

  1. Alle 4 Songs sind bes­ser als so man­ches, was Euro­pa bis jetzt schon für Mal­mö nomi­niert hat (ich ver­wei­se auf die­sen schreck­li­chen Rober­to Bel­laro­sa). Natür­lich hof­fe auch ich, dass zum ers­ten Mal seit 1998 Zypern UND Grie­chen­land wie­der gänz­lich auf Grie­chisch sin­gen, also natür­lich: Agge­li­ki Ilia­di. Zudem ist sie echt hübsch.

  2. Wat soll das ? Grie­chen­land soll­te lie­ber mal spa­ren als immer nur wei­ter unnüt­zes Geld für so etwas aus­zu­ge­ben !!! Der Song ist ein bla­bla-tam-tam-Song ! Sau­fen wir uns doch zu tode ! Für son schitt ist wohl immer noch Geld da, was ? Na denn Prost !

  3. Fast könn­te auch ich sagen, dass Grie­chen­land in die­sem Jahr eigent­lich nichts falsch machen kann. Aber dazu klingt mir Angel zu sehr nach expe­ri­men­tel­lem Flick­werk. Eine Möch­te­gern-Rona. Aber das Rest gefällt mir alles.

  4. Habe mir nur “Alco­hol Is Free” bis zum Ende ange­hört. Und das auch nur wegen der Ankün­di­gung einer Text­zei­le, die die Mer­kel zum Schäu­men bräch­te (die bringt so was nicht zum Schäu­men, die hat schon ganz ande­res igno­riert).
    Das Fazit für mich für alle 4 Songs: Letz­tes Jahr hat man den Vor­ent­scheid in einem Ein­kaufs­zen­trum abge­hal­ten. Es gibt bestimmt noch unwür­di­ge­re Orte als das – aber ange­sichts die­ser Aus­wahl wür­den die­se ohne wei­te­res pas­sen.

  5. Tja, so sind die Geschmä­cker eben ver­schie­den. Aber ich weiß ja, dass Jaz­zi­ges hier nicht so geschätzt wird. Nichts­des­to­we­ni­ger ist “One last Kiss” mein kla­rer Favo­rit.

    Not­falls kön­nen wir uns viel­leicht noch auf die 1001 Näch­te (die natür­lich nichts mit Chli­lies zu tun haben, aber ich gehe davon aus, dass die­se Poin­te absicht­lich gesetzt wor­den ist) eini­gen.

  6. Der letz­te Song klingt teil­wei­se 1:1 wie der bri­ti­sche Bei­trag 2005 (Javi­ne). Das gäbe wie­der ein schö­nes Pla­gi­at-Gate.

  7. Ganz gro­ße Klas­se! 🙂 Nach dem Mist des letz­ten Jah­res zeigt uns Grie­chen­land end­lich wie­der, wie man tra­di­tio­nel­le Klän­ge in anspre­chen­der Wei­se mit mas­sen­taug­li­cher (und leicht ver­dau­li­cher) Musik ver­bin­det – im Tel­e­vo­ting ist die Top 10 gebucht.

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