Ouzo – für mei­ne guten Freun­de! (GR 2013)

Wenn das Ange­la Mer­kel erfährt: da spa­ren die chro­nisch klam­men Grie­chen für ihren Vor­ent­scheid zwar an der Men­ge der teil­neh­men­den Songs: wie schon im Vor­jahr nur vier Titel (für mehr als drei Stun­den Sen­dung). Flie­gen für das Pau­sen­pro­gramm aber Alex­an­der Rybak, Rus­la­na, Maria Šerif­o­vic und Dima Bilan ein, um sie dann ihren jewei­li­gen Sie­ger­song nur halb sin­gen zu las­sen! Und als ob das nicht der Ver­schwen­dung genug wäre, bestim­men sie auch noch den fröh­li­chen Buko­vina-Ska-Song ‘Alco­hol is free’ zu ihrem Sie­ger­ti­tel – die­ses Ver­spre­chen dürf­te sie in Mal­mö bei den gesal­ze­nen Ouzo-Prei­sen in den schwe­di­schen Sys­tembo­la­get-Alko­hol­mo­no­pol­lä­den noch teu­er zu ste­hen kom­men! Uns soll es aller­dings recht sein, sind Hete­ros doch besof­fen viel leich­ter rum­zu­krie­gen. Und ist doch nichts sexier als eine Hand­voll but­cher, bär­ti­ger Ker­le in Kilts (auch wenn Koza Mos­tra beim Euro­song ent­täu­schen­der­wei­se statt ihres opti­schen Mar­ken­zei­chens Shorts mit ein paar seit­lich über­ge­wor­fe­nen Geschirr­hand­tü­chern tru­gen)!


Mal schau­en, ob die EBU das so durch­winkt…

Das fand übri­gens auch Star­gast Alex­an­der Rybak, der sich bei den Gast­ge­bern mit der Mit­tei­lung “Stört mich nicht, dass Ihr arm seid – dafür habt ihr Herz und [seid] sexy” für erneu­te Ein­sät­ze ein­zu­schlei­men ver­such­te. Was aber nicht halb so pein­lich wirk­te wie der Gast­auf­tritt der auch als Juro­rin fun­gie­ren­den Vicky Lean­dros, wel­che die grie­chi­sche Ver­si­on von ‘Some­thing got­ten hold of my Heart’ zum Bes­ten gab – voll­play­back zu einem sehr deut­lich hör­bar min­des­tens vier­zig Jah­re alten Band! Play­back hät­te dann auch bes­ser Mal Niamh Kava­nagh gesun­gen, die zwar nicht als Star­gast gela­den war, sich aber unter dem Tarn­na­men Geor­gi­na ins Vor­ent­schei­dungs­feld ein­schlich. In ihrem alten Kleid aus Oslo und beglei­tet von vier mus­ku­lö­sen, halb­nack­ten Tän­zern, dafür aber ohne Stim­me. Womög­lich muss­te sie die beim Zoll abge­ben. Oder Frau Mer­kel hat sie als Pfand kas­siert.


Arm, aber sexy: das hat Athen mit Ber­lin gemein

Wie es gute Tra­di­ti­on ist beim grie­chi­schen Vor­ent­scheid, trug selbst­re­dend auch die zypri­sche Ver­tre­te­rin Despi­na Olym­piou ihren Euro­vi­si­ons­bei­trag ‘An me thi­ma­se’ vor. Als Höhe­punkt der schein­bar end­lo­sen Sen­dung erwies sich jedoch ein Mas­hup der bei­den (zypern-)griechischen Dance­knal­ler des Vor­jah­res. Wobei die groß gewach­se­ne und grau­en­haft zurecht­ge­mach­te, ja fast schon butch zu nen­nen­de Ivi Ada­mou in der direk­ten Gegen­über­stel­lung mit der eher zwer­gen­haft zier­li­chen Eleft­he­ria nicht nur optisch wie ein unge­schlach­ter King Kong daher­kam, son­dern deren im musi­ka­li­schen Direkt­ver­gleich bei­na­he schon fili­gran wir­ken­des ‘Aphro­di­siac’ mit dem deut­lich wuch­ti­ge­ren ‘La la Love’ prak­tisch platt stampf­te. Viel­leicht kann der NDR ja, nur so als klei­ne Anre­gung, beim nächs­ten deut­schen Vor­ent­scheid ein Mas­hup aus ‘Glo­rious’ und ‘Eupho­ria’ prä­sen­tie­ren?


Die Schö­ne und das Biest

Schafft es die­ses Sauf­lied ins Fina­le?

  • Klar, und zu Recht: das macht näm­lich rich­tig Spaß! (50%, 54 Votes)
  • Hal­lo? Wir reden von Grie­chen­land! Die kom­men mit ALLEM ins Fina­le! (35%, 38 Votes)
  • Cle­ver, die Zuschau­er zum Sau­fen anzu­re­gen: das erträgt man auch nur betrun­ken. Trotz­dem nein. (15%, 16 Votes)

Total Voters: 108

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15 Gedanken zu “Ouzo – für mei­ne guten Freun­de! (<span class="caps">GR</span> 2013)”

  1. Au weia. Die Grie­chen haben nicht nur kein Geld, son­dern außer­dem auch kei­nen Geschmack. Anders kann ich mir die ERgeb­nis­se nicht erklä­ren, wo die bei­den bes­se­ren Lie­der auf die unte­ren bei­den Rän­ge ver­wie­sen und der schlimms­te Bei­trag zum Sie­ger erho­ben wur­de. Das kennt man sonst in der Zuspit­zung eigent­lich nur von Schwe­den.
    Aber was lamen­tie­re ich. Wird bestimmt wie­der ein Top-10-Kan­di­dat.

  2. Gut, dass LaBrass­Ban­da den deut­schen Vor­ent­scheid nicht gewon­nen haben, denn das Lied hier ist viel gei­ler.

  3. Stand eh nix Gutes zur Aus­wahl. More­na hat­te in 2008 das wesent­lich bes­se­re Sauf­lied­chen.

  4. So ein rich­ti­ges Sauf­lied ! Passt doch zu unse­rer blö­den Sauf­kul­tur! Des­halb haben doch so vie­le für LaBrass­Ban­da ange­ru­gen ! Des­halb trifft es doch den Geschmack die­ser Kao­ten ! Nach dem Mot­to: Scheis­sen wir doch auf den ESC und ab geht Post ! Sor­ry, aber so sieht es aus ! Übri­gens, die­se Grie­chi­sche Ver­an­stal­tung haben doch nicht wie­der wir mit unse­ren Steu­er­gel­dern finan­ziert ? Anschei­nend doch!

  5. Natür­lich Top 10, und das auch völ­lig zu Recht. Ein­fach weil das tau­send­mal spiel­freu­di­ger, spa­ßi­ger und sprit­zi­ger ist als der geküns­tel­te Mist, der bis­her mit­un­ter nach Mal­mö gewählt wur­de (Island, Ukrai­ne) und noch gewählt wird (Geor­gi­en, Spa­ni­en).

  6. Ich hab mir ja immer schon­mal “die Höh­ner” oder “Brings” zum ESC gewünscht. O.k. nun habe ich die “Brings”, zwar für Grie­chen­land statt Deutsch­land – aber immer­hin! Ich finds gut! Wenigs­tens in La Gräss krie­ge ich mei­nen Wunsch­ti­tel gelie­fert! Ich freu mich drauf!

  7. Was habt Ihr alle dage­gen? Par­ty For Every­bo­dy 2.0 !!! “Alco­hol Is Free” ist geil! Des­we­gen schaue ich den ESC!

    Yamas!
    (Yamas heißt doch auf Grie­chisch Prost, oder?)

  8. Wie haben noch gar nichts von unse­ren Steu­ern an die Grie­chen gezahlt, soviel Genau­ig­keit muss schon noch sein, wie sind hier ja nicht die BILD-Zei­tung. Erst­ma­lig in Haus­halt 2013 wur­den im Haus­halt hier­für Aus­ga­ben ein­ge­plant, bis­her waren das alles Kre­di­te. Und wie man sieht war das Geld gut ange­legt, der Bei­trag ist bes­ser als die letzt­jä­hi­gen.

  9. sind Hete­ros besof­fen viel leich­ter rum­zu­krie­gen”.

    Nur Hete­ros (smi­le)?

    sind Hete­ros doch besof­fen viel leich­ter rum­zu­krie­gen
    sind Hete­ros doch besof­fen viel leich­ter rum­zu­krie­gen
    sind Hete­ros doch besof­fen viel leich­ter rum­zu­krie­gen
    sind Hete­ros doch besof­fen viel leich­ter rum­zu­krie­gen

  10. Ergän­zend zu bio­ba­na­ne möch­te ich noch anmer­ken, dass der grie­chi­sche Vor­ent­scheid vom pri­va­ten Musik­sen­der MAD TV pro­du­ziert (und finan­ziert!) wur­de, der übri­gens auch die Kos­ten für die Rei­se nach Mal­mö über­nimmt. Also kei­ne Staats­kne­te für das Sauf­lied. Auch wenn ich das in die­sem Fall gut ange­leg­tes Geld fän­de.

  11. Bei aller Sym­pa­thie für LaBrass­Ban­da fin­de ich auch, dass die­ses Lied hör­bar bes­ser ist. Es ist auch mein per­sön­li­cher Geheim­fa­vo­rit. Alko­hol ist ja ohne­hin einer
    der kleins­ten gemein­sa­men Nen­ner, auf den sich die meis­ten eini­gen
    kön­nen. Und LaBrass­Ban­da soll­ten sich für den nächs­ten ESC-Vor­ent­scheid
    genau­er angu­cken, wie ‘Alco­hol Is Free’ musi­ka­lisch struk­tu­riert ist,
    dann klappt’s auch mit dem Ticket zum Fina­le. Ich hege ein­fach immer
    noch den Ver­dacht, dass sie grund­sätz­lich Schwie­rig­kei­ten hat­ten, sich
    auf drei Minu­ten zu kon­zen­trie­ren und alles, was in ein stim­mi­ges ESC-Lied
    ein­flie­ßen soll, in drei Minu­ten unter­zu­brin­gen.

  12. Mir scheint die Grie­chen wer­den die­ses Jahr unter­schätzt, auch bei den Wett­quo­ten lie­gen sie eher im Mit­tel­feld. Dabei haben sie mei­ner Mei­nung nach eines der stärks­ten Lie­der die­sen Jah­res, einen ech­ten Ohr­wurm! Nicht nur die Bal­la­den­las­tig­keit die­ses Jahr­gangs spielt ihnen in die Kar­ten – mit ihrem fet­zi­gen Buko­vina-Ska-Sound wer­den sie nicht nur die grie­chi­schen Dia­spo­ra­wäh­ler in ganz Euro­pa errei­chen, son­dern auch im Bal­kan und den ande­ren sla­wi­schen Län­dern eini­ge Punk­te sam­meln. Für mich ein Anwär­ter für eine Plat­zie­rung unter den ers­ten 3!

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