Vorentscheid-Nachlese: Cascada „so zeitgemäß wie Toast Hawaii“?

Schlechte Quoten erzielte der gestrige deutsche Vorentscheid Unser Song für Malmö (3,24 Millionen Zuschauer) Pressemeldungen zufolge. Und schlechte Presse gab es noch mehr: von einer „bizarren Wertung“ ist nicht nur bei Focus Online die Rede – gemeint ist der ominöse eine Punkt für die Publikumslieblinge LaBrassBanda (die übrigens Blut geleckt haben und sich 2014 erneut bewerben wollen). Die Münchener Abendzeitung verbreitet gar die abstruse Verschwörungstheorie, die Jury hätte absichtlich „die Notbremse gezogen“, weil vier der fünf Juroren bei Universal unter Vertrag sind, die Bayern aber beim Konkurrenten Sony. Was der NDR natürlich zurückweist: „Die Jury hat ihre Entscheidung getroffen, bevor sie die Radioergebnisse kannte,“ so Thomas Schreiber. Die fabelhafte Mary Roos wies übrigens nach Pöbeleien von LaBrassBanditas inzwischen auf Facebook darauf hin, dass sie den Bayern Punkte gegeben (und auch schon ihr Album gekauft) habe! Danke für diese Klarstellung und um mit Anke zu sprechen: „Ich liebe Dich, Mary“!


„Sieger der Herzen“: LaBrassBanda spielen ein bisschen zu frei

Überhaupt, das Radiovoting! „Ich würde Ihnen das Verfahren gerne erläutern, aber es ist so kompliziert: das verstehen Sie sowieso nicht,“ scherzte die fantastische Anke Engelke in der gestrigen Live-Sendung noch. So halb. Vor allem aber erwies sich die eigentlich gute Idee, die regionalen Radiostationen und „dieses Internet“ irgendwie mit einzubinden, in der durchgeführten Variante als wenig durchdachter Vollflop: wenn man mit derselben E-Mail-Adresse bei allen neun Popwellen abstimmen darf, muss man sich nicht wundern, wenn die ersten vier Plätze im Voting dann auch überall gleich aussehen. Da waren wohl die Fanclubs von LaBrassBanda, Cascada, Betty Dittrich und den Söhnen Mannheims besonders aktiv. Das kann so nicht bleiben.


Kastrierte Choroegrafie: kann bitte mal jemand den Regisseur erschießen?

Auch der Siegertitel ‚Glorious‘ (von Fans angesichts seiner musikalischen Nähe zu Loreens Siegersong bereits in ‚Eugloria‘ umgetauft) erntet Kritik: „Kirmes-Techno“ (n-tv), „finsterste Zeiten des Euro-Trash“ (Focus) – da wirkt das wohlwollende Diktum „massentaugliche Unterhaltung“ der FAZ beinahe schon als besonderes Lob. Selbiges kann ich übrigens keinesfalls der Bildregie aussprechen: vergleiche ich die größtenteils fantastischen Bühnenshows, die ich aus Reihe 8 in der Halle mitzuverfolgen das große Vergnügen hatte, mit der mehr als kläglichen, ja nachgerade lächerlichen Ausbeute der TV-Aufzeichnung, so muss ich meine alte Forderung nach einer gesetzlichen Regelung wiederholen, die es Fernsehsendern verbindlich vorschreibt, stark choreografierte Auftritte (wie z.B. den von Betty Dittrich) nur noch in einer starren Frontale abzufilmen und Weitwinkeltotale vom anderen Ende der Halle aus sowie Schnitte und Zooms, die das Beste herauslassen, ein für alle Mal verbieten!


Lecker Köttbullar: Natalie an der Pfanne

Was bliebe noch nachzutragen? Der Rat an das „Buletten bratende Vollweib“ (FAZ) Natalie Horler, sowohl die Glitzerkruste auf den Oberarmen nochmal zu überdenken als auch die NoAngels-Schleppe am Straßenmädchenmini, der in Verbindung mit dem silberglänzenden Brustpanzer nicht all zu schmeichelhaft wirkt. Und die dringende Empfehlung, wenigstens Betty Dittrichs famose Tänzer mit nach Malmö zu nehmen! Die Erkenntnis, dass hochtrabendes, prätentiöses Gesülze („Ein einziges Lied kann Mauern einreißen“) im Einspielfilm um so peinlicher wirkt, wenn dem Sänger hinterher beim Singen vor lauter Aufregung die Stimme versagt (schade, Ben Ivory!). A propos Einspielfilme: die Auszeichnung für den brechreizerregendsten Einsatz vorgeblicher Eigenironie als Marketingmittel geht an Mobilée, die damit für immer ihre Glaubwürdigkeit verloren haben.


Rührte leider nicht zu Tränen: Bens Lied

Und den Preis für den tatsächlich witzigsten Einspieler erhält die fabelhafte Mia Diekow – ihr unglücklicher letzter Platz ist wohl der Tatsache geschuldet, dass sie genau ein Lena-Klon zu viel war an diesem Abend. Oh, und, wo wir gerade dabei sind: bitte bitte, liebe ARD, zwingt die bedauernswerte Lena Meyer-Landrut doch bitte nie, nie wieder dazu, noch mal ‚Satellite‘ singen zu müssen. Dieser traurige und verstörende Auftritt gestern tat uns sicher genau so weh wie ihr. Ein dreifach donnerndes „Vergelt’s Gott“ geht schließlich an die Radio-Voter, die mit dafür sorgten, dass sowohl der Sakralpop der unsäglichen Priester (lustig übrigens die Mimik von Mojca Erdmann, die mich an einen Kugelfisch kurz vorm Aufblähen erinnerte) als auch der schlimm infektiöse Popera-Schleim von Nica & Joe stecken blieben. Hallelujah!


Wer sich selbst erhöht, der soll erniedrigt werden!

Und ein ganz dickes Bussi an die knuffige Loreen, die bei der Überbringung des goldenen Umschlags mit den Televotingstimmen an Anke Engelke trotz bereits gnadenlos überzogener Sendezeit besonders lange herumtrödelte, was Letzere zum Improvisieren zwang und zu voller Größe auflaufen ließ. Und so besonders schön zeigte, warum Anke ab sofort bitte jeden einzelnen noch folgenden deutschen Vorentscheid moderieren muss. Und den Eurovision Song Contest natürlich auch, sollten wir den mal wieder gewinnen (was natürlich 2013 nicht der Fall sein wird).

24 Gedanken zu “Vorentscheid-Nachlese: Cascada „so zeitgemäß wie Toast Hawaii“?

  1. Je mehr ich nachdenke, um so mehr komme ich dazu, mir folgende Änderung zu wünschen: 1. Abschaffung des Radio-Internet-Votings. Hierbei kann die Liveatmosphäre nicht beurteilt werden, und das skurrile Ergebnis gestern zeigte, dass Seehofer die Wertung wahrscheinlich als Rache für den Finanzausgleich manipuliert hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Mensch aus dem zivilisierten Teil Deutschlands für diese Eingeborenentänze angerufen hat. 2. Aufwertung der Jury auf 75%, damit der Pöbel zwar anruft und damit die Sendung mitfinanziert, aber keine Möglichkeit hat, die Meinung der Fachleute zu ändern.

  2. Wenn gestern jemand den Vorentscheid gewonnen hat, dann auf jeden Fall Anke Engelke mit ihrer Moderation! Fabelhaft war sie.

    Merci beaucoup, Madame…. oops, falsche Sprache! Danke, Anke!

  3. Noch schöner wäre ein zweistufiges Verfahren: Zuerst selektiert die Jury die ihrer Meinung nach 3 besten Stücke und trennt damit schon mal den Ramsch ab.
    Und wenn dann nur noch gute Titel zur Wahl stehen, und natürlich, um auch die verbleibende Subjektivität der einzelnen Jurymitglieder auszugleichen, darf dann unter diesen das Wahlvolk zu 100% auswählen.

  4. Stelle gerade fest, dass das gestrige Ergebnis so stabil ist, dass es sogar in diesem Fall vermutlich herausgekommen wäre:

    Die Jury hätte eingeschränkt auf Blitzkids, Saint Lu und Cascada, von denen das Wahlvolk sowohl per Telefon als auch im Radio einstimmig Cascada gewählt hätte.

    Also verstehe ich umso weniger, wieso sich alle aufregen. Außer einzelnen Gruppierungen von Fans wäre die Wahl wohl immer auf Cascada gefallen, nur ein reines Juryvoting hätte das verhindert.

  5. Da Links wohl nicht mehr hier veröffentlicht werden, meine Antwort ohne Link:

    Eingeborenentänze? Na wenn DAS Eingeborenentänze sind von LaBrassBanda dann bitte mehr davon. Sowohl beim Internetvoting als auch Televoting konnten alle aus ganz Deutschland mitmachen. Da haben LaBrassBanda immerhin 12 und 10 Punkte bekommen. Ich glaube die haben mehr Fans im Norden und Osten als du glaubst :).

    Und ‚Experten‘? Der Urban hat auf die Frage heute im Radio ob Cascada nicht sehr nach Loreen klingt geantwortet: ‚ Ach wissen sie, diese Dance-Songs ähneln sich doch heutzutage alle. Da muss man sich nur mal David Guetta anhören.‘ … ‚Ähnlich‘ ist gut ;).

    Naja…

  6. PS: zum Thema ‚ähnlich‘:
    w w w .radioeins. de/programm/sendungen/der_schoene_morgen/_/neue_plagiatsaffaere.h t m l

    Bitte Leerzeichen selbst entfernen ;).

  7. Solange anstatt der Castingopfer halbwegs – mehr oder weniger – etablierte Künstler eine Vorentscheidung bestreiten, wird sich das Problem mit den Fangesteuerten Votings nie erledigen. Gestern war es halt besonders blöde, weil letztlich so ein Billigkram gewählt wurde. Aber wo hätte die Jury denn noch überall drücken sollen? Und repräsentativ ist (sind?) Cascada schon – Geiz is geil!

  8. Die Scheiß Presse soll gefälligst ihre Blöde Klappe halten. Das war gestern eine sehr gute Sendung. Und wenn ich so ein Scheiß höre, wie Plagiatsaffäre. Die Moderatoren von Radio Eins haben wohl Grütze in den Ohren. Warum können wir Deutschen nicht mal hinter unserem Song stehen, Warum muß Cascada gleich wieder Knüppel zwischen die Beinen geworfen werden. Die Deutschen sind doch manchmal ein selten blödes Volk. Ist doch wahr.

  9. Du hast bei Mia Diekow noch vergessen zu erwähnen, dass es schon irgendwie blöd war, dass ihr Liedchen im Vorstellungsfilm um Klassen besser war als der Song, den sie dann auf der Bühne gesungen hat.

    Und was die gute Frau Horler jetzt tun muss (wo sie den Song ja nicht mehr ändern kann):
    1. Ihren Stylisten erschießen
    2. Die drei Tänzer von Betty Dittrich entführen. Für die ist doch noch Platz auf der Bühne.

  10. Links werden hier noch veröffentlicht, es kann aber passieren, dass der Kommentar erst mal in der Moderationswarteschleife hängen bleibt. Ich versuche, die so schnell abzuarbeiten, wie ich kann. Es kann halt aber auch mal einen Moment dauern. Sorry dafür!

  11. Leute, ich bin echt total angefressen. Und wisst Ihr warum? Weil ich ÜBERHAUPT KEIN Verständnis habe für diesen Shitstorm, der da gerade von allen Seiten über Cascada hereinbricht. Gestern abend hat aus meiner Sicht derjenige Act gewonnen, der das beste Gesamtpaket hatte: Die beste Bühnenpräsenz, die beste Stimme, den mitreißendsten Auftritt. Und von allen zwölfen ist das derjenige Act, mit dem wir in Malmö die besten Chancen haben! Den wollten wir doch finden, oder nicht?

    Und Kopie des Vorjahressiegers – HALLO? Cascada machen seit Jahren weltweit erfolgreiche Dancemucke, und das schon zu Zeiten, da hatte von Loreen noch keine Sau was gehört. Und auch wenn der Beat der gleiche ist, liegen zwischen Juckpulvria (das ich nach wie vor nicht leiden kann) und Glorious Welten. Gut, natürlich ist der Song „billig“, aber hätten wir lieber diese „Wir-sind-so-gute-Menschen-und-verbessern-die-Welt“-Scheiße von den Söhnen des Mülleimers haben wollen??? Und klar, outfit- und choreotechnisch muss bis Malmö noch so einiges passieren, aber Natalie (ein supersupersympathisches, bisschen prolliges Stampfliesel mit einer herrlich dreckigen Lache – und das mein ich alles liebevoll!!) hat ja in der PK schon angedeutet, dass sie da für alles offen ist und dass für Malmö diesbezüglich noch nix feststeht.

    LaBrassBanda – ja, klar, das war lustig, das hat gestern richtig reingedonnert (nachdem ich ja nach dem Hören der bisherigen ESC-Version bitter enttäuscht war) und kam auch in der Halle gut an. Ich fand und finde die Jungs wirklich, wirklich, WIRKLICH toll. Aber bitte – was wäre hier und anderswo losgewesen, wenn das wirklich gewonnen hätte?!? Global.Kryner, anyone (und die hatten den weitaus besseren Song!)? Das funk-tio-niert nicht auf der ESC-Bühne! Zumal ich glaube, dass die Reaktionen in Resteuropa da irgendwo zwischen Hohngelächter und fassungslosem Kopfschütteln geschwankt hätten.

    Und Betty Dittrich? Die hatte zwar ein sehr ernsthaftes Problem mit der Kameraführung, aber wenn die Kamera dann mal bei ihr war, kam trotzdem nix rüber, und stimmlich war es dünn, dünn, dünn. Mit so wenig Bühnenpräsenz gehört man einfach nicht auf die ganz große Bühne, vor allem dann nicht, wenn man sonst nichts im Auftritt hat, womit man punkten kann, z.B. eine Hammerstimme oder ein Hammersong. Bei Betty war von Anfang an alles auf ihren unglaublichen Charme ausgelegt, den sie beim Auftritt aber überhaupt nicht wirken lassen konnte (und nein, das lag NICHT nur an der Kamera!)

    Die null Punkte von der Jury für Betty sind hart, aber 12, 10, 8 hatte sie auch nicht verdient. Da waren andere wesentlich besser. Dass eine fünfköpfige Expertenjury die Dinge möglicherweise aus einem etwas anderen Blickwinkel betrachtet als das gemeine Volk, wissen wir ja nun zur Genüge. Das Bashing finde ich in diesem Falle dennoch unangebracht. Mich treibt viel mehr um, was da eigentlich beim Radiovoting passiert ist. DAS hat für mich ein Geschmäckle!

    Und an alle die, die hier und anderswo immer schreiben, dass das aber jetzt der letzte ESC sei, den sie geschaut haben bzw. schauen würden, weil es ja alles so ein Mist ist: Ich hätte ja gerne für jedes Mal, wo ich sowas lese, einen Euro. So schnell und einfach werde ich bestimmt nie wieder reich.

    Was die Presse angeht: Lest mal das hier: http://www.spiegel.de/kultur/tv/unser-song-fuer-malmoe-cascada-gewinnt-esc-vorentscheid-a-883529.html.
    Wer gleich im ersten Absatz Anke Engelke einen mitgibt, den nehme ich sowieso nicht ernst. Anke war FANTASTISCH und muss das ab sofort auf Lebenszeit machen. Kann man einen besseren Moderator für diese Veranstaltung finden? Nö, oder?

    Alles Gute für Malmö, Cascada! Go for it!

  12. 100%ige Zustimmung zu definitiv allem!
    Und richtig süß fand ich das „supersupersypathische prollige Stampfliesel“. Das nenne ich liebevolle, humorige Kritik, die positiv absticht gegenüber dem wirklich fiesen und ungerechtfertigtem Bashing, das anderswo abläuft.

  13. Tamara, das kann ich so im Grunde nur unterschreiben! Auch wenn ich noch immer Trauer wegen Betty trage… Aber insgesamt betrachtet: You are so right!!!! Und Anke war ein Traum! Und die Sendung war echt gut, die Acts allesamt sehr abwechslungsreich und nicht dilettantisch – bei solch einer Range von Interpreten, Musikstilen und Auftritten war im Grunde klar, das sowas wie Cascada gewinnen muss.
    Auch wenn ich an dem Abend mehr als geschockt vom Juryvoting war – und das nicht wegen des einen Punkts für die Bandas – sondern wegen dem Nuller für Betty – das die den Auftritt von den Blitzkidz so hoch einstuften kann ich aus der TV-Zuschauerperspektive voll und ganz verstehen. Das war toll gemacht: Kostüme top, Bühnenbild top, Kameraführung (ausnahmsweise) top und der Song ist ja nun auch nicht gerade der Oberschund. Das am Ende dann Cascada vorne lag,war dann aber doch logisch, wenn man bei allen drei Abstimmrunden Top4 ist, oder? Das Volk hat gesprochen und trotz aller Unkenrufen meinerseits vorab hab ich mir Glorious schon wieder schön gehört, hoffe auf eine bessere Wahl des Outfits für den 18. Mai und freue mich, das endlich mal net so ein Hungerhaken auf der Bühne steht. „prollige Stampfliesel“: I like! :o)

  14. „bei solch einer Range von Interpreten, Musikstilen und Auftritten war im Grunde klar, das sowas wie Cascada gewinnen muss“.
    Genau das ist der Punkt. Einzelne Fangruppen und Vertreter unterschiedlicher Geschmacksrichtungen neutralisieren sich eben und heraus kommt das, was auch im realen Leben die Mehrzahl an zuhörern findet. Und das ist nun mal nicht Avantgarde oder irgendwie experimentell/gewagt.

  15. Vielen, vielen Dank!
    Mir geht es ganz genau so. Ich lese Artikel um Artikel und verstehe die Schreiberlinge nicht…

    Zum Juryvoting habe ich eine Idee (die in Österreich schon umgesetzt wurde, wie ich gestern gesehen habt):
    DIE JURY SOLLTE VOR DEN VORENTSCHEID VOR DEM TV VERFOLGEN, NICHT LIVE IN DER HALLE. DER ESC IST EIN MEDIENEREIGNIS, KEIN KONZERT, DASS HINTERHER BEWERTET WIRD.
    Was meint ihr dazu? Hätte das etwas geändert am Juryvoting?

    Noch etwas dazu: Ich habe gelesen, dass für die Jury vorher schon klar war, das kein Lied das ähnlichkeit dem letztjährigen Siegertitel viele Punkte kriegen sollte und noch so etwas. Im Klartext: Die Jury ist mit Vorurteilen in den Abend gegangen! Und nicht offen und neutral… ?! What the Fuck ?!
    Das geht doch mal gar nicht, oder?

  16. Ist aber kein Wunder, dass irgendjemand immer meckert. Deutschland hat halt über 80 Millionen Einwohner und jeder hat seinen eigenen Geschmack. Oder meckern tatsächlich nur immer wieder dieselben Leute?

  17. Das ist doch sicher ein übles Gerücht. Dann hätten sie Cascada wohl kaum Punkte geben können.
    Oder meintest Du die österreichische Jury?

  18. Sehr gelungener Kommentar!! Ich musste bei LaBrassBanda im Hinblick auf eine mögliche Qualifikation auch dauernd an Global.Kryner denken. LBB gehen zwar auch ein bisschen Richtung Ska (und damit auch in die Richtung von Zdob si Zdub, die ja durchaus Achtungserfolge hatten bei ihren ESC-Teilnahmen), aber insgesamt wäre das zu wenig, um richtig gut abzuschneiden.
    Mit Cascada schicken wir einen unserer erfolgreichsten Acts, allein von der Signalwirkung her natürlich schon gut, sonst wird sich in den nächsten Jahren wieder niemand namhaftes am VE beteiligen. Das voraussichtliche Abschneiden ist m.M.n. leider trotzdem recht ungewiss. Fast alles ist denkbar, einer der letzten Plätze oder ein Top-5-Resultat, oder belanglos im Mittelfeld zu landen.
    Über die „Plagiatsaffäre“ müsste doch letztendlich die EBU entscheiden. Man wundert sich wie auch im Fall Heilsarmee, wieso so etwas nicht schon vor dem VE geklärt wird (wobei man bei der Heilsarmee eine PR-Aktion wie letztes Jahr San Marino vermuten könnte)?!
    Zum Voting: an sich fand ich den dreigeteilten Modus richtig. Das Internetvoting hat heutzutage prinzipiell durchaus seine Berechtigung, sollte allerdings nicht extra nach Sendern aufgeteilt werden wenn dann eh jeder überall voten kann. Da gewinnt dann allerdings wie gesehen der Act mit der größten Fanbase, und es kann noch mehr „manipuliert“ werden wie beim SMS-/Televoting, das ist natürlich der große Nachteil. Was die Jury angeht: solange es beim ESC auch Juries gibt, hat die Jury auch beim VE ne gewisse Daseinsberechtigung. Man muss ja mit dem Siegertitel auch den Geschmack der Juries in Malmö treffen…

Oder was denkst Du?