Esma: ESC wurde „von Schwulen unterwandert“

Nun sind also die Schwulen schuld. Meinen jedenfalls die mazedonischen Vertreter Esma & Lozano, die mit ihrem aus zwei unzusammenhängenden Teilen hastig zusammengeklöppelten Rohrkrepierer ‚Pred da se razdeni‘ in der Qualifikationsrunde scheiterten. Wie Wiwibloggs unter Bezugnahme auf das Musikforum hitportal.com.mk berichtet, gab die 69jährige Esma Redžepova nach ihrer Rückkehr in heimatliche Gefilde empört zu Protokoll: „Diese Veranstaltung ist von denen unterwandert, die weltweite Schwulenparaden organisieren. Ich hörte vorher davon, aber jetzt habe ich es mit eigenen Augen gesehen. Kein Wunder, dass wir uns nicht qualifizieren konnten“. Tja, hätte sie besser mal auf die Grand-Prix-Fanseiten gehört, die ihr unisono rieten, bei dem aus politischen Gründen zurückgezogenen Song ‚Imperija‘ zu bleiben, mit dem ein Finaleinzug ziemlich sicher gewesen wäre. Aber die sind ja auch größtenteils gleichgeschlechtlich unterwandert. Leider scheint Homophobie auf dem Balkan kein Altersphänomen zu sein: auch Esmas Duettpartner, der 27jährige Lozano, fühlte sich in Malmö unwohl: „Ich konnte noch nicht mal das Hotel verlassen oder in den Euroclub gehen, ich wäre sofort am Arsch begrapscht worden“. Weil Schwule bekanntlich sofort über alles herfallen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Im Gegensatz zu Heteromännern, denen sexistisches oder übergriffiges Verhalten natürlich völlig fremd ist. Es scheint noch ein weiter Weg zu sein, bis die Fackel der Aufklärung auch die finstersten Winkel Europas beleuchtet.

Nachtrag: Esma bestreitet mittlerweile, diese Äußerungen jemals gemacht zu haben, sie seien erfunden.


Ein ziemlicher Arsch, aber nicht zum Anfassen: Lozano

8 Gedanken zu “Esma: ESC wurde „von Schwulen unterwandert“

  1. Was soll man dazu noch sagen, es gibt immer noch so viele Unwesen, die meinen ihren Arsch zu retten, da wir Schwule ja ständig mit allem was wir haben in die Kiste schieben und stecken wollen. Und das das rot eingewickelte weibliche dicke Teil ne pralle Hexe ist habe ich von Anfang an gesagt – Miststück!!!

  2. Ein bisschen Aufklärung wäre dann doch ganz gut. Obwohl ich hetero bin konnte ich die beiden Deppen noch nie leiden. Von mir aus hätten die sich ruhig hinter Lettland platzieren können.

  3. Die hätten mal einen Blick in die ESC-Party werfen sollen, auf der wir, also mein Mann und ich eingeladen waren:
    Wir 2 Schwule und 18 Hetenpaare!

  4. Da sollte sich die alte Schachtel als Mitglied einer Minderheit mal lieber gegenüber anderen Minderheiten zurückhalten. Aber das hat solche Großmäuler ja noch nie gestört.

    Zum Glück hat das restliche Hetero-Homo-Europa dieses grottige Gejodel, genannt Musik, nach dem Semi schleunigst wieder nach Hause geschickt. War unerträglich genug.

  5. Ich wäre da vorsichtig. Die Originalmeldung erschien im Boulevardblatt „Kurir“ … dieses ist bekannt dafür, dass es mal gerne irgenwas erfindet, oder aufbauscht.

    Esma hat schon auf einer lesbischen Hochzeit gesungen. Ganz abgesehen davon ist sie sehr stark sozial engagiert und war schon für den Friedensnobelpreis nominiert.

    Ich glaube diese Meldung des „Kurir“ keine Minute lang.

Oder was denkst Du?