Ej Mižerja: Kroatien setzt 2014 aus

Betrübliche Nachrichten: wie das kroatische Nachrichtenportal Večernji List heute vermeldet, habe sich das kroatische Fernsehen HRT „in Anbetracht der schwierigen wirtschaftlichen Situation“ entschieden, aus finanziellen Gründen nicht am Eurovision Song Contest 2014 teilzunehmen. Gerade im Lichte der unbefriedigenden Ergebnisse der kroatischen Lieder – dem bis zur Jahrtausendwende recht erfolgsverwöhnten Land gelang zuletzt 2009 mit dem schnulzigen ‚Lijepa Tena‘ ein achtzehnter Platz im Finale (und das auch nur dank der Jury), seither scheiterten alle Beiträge bereits in den Qualifikationsrunden – sei im Hinblick auf die knappen Budgets eine Teilnahme derzeit nicht zu verantworten, so der Sender. Noch nicht entschieden sei, ob man dennoch das Eurovisionsfinale übertrage. Auch, wenn das Adrialand bei der Songauswahl zuletzt öfters mal ins Klo griff (‚Celebrate‘, 2011) und mir ziemlich konzeptlos erschien, was den Grand Prix anging: ich finde das höchst bedauerlich! Hoffen wir, dass HRT die Kreativpause nutzt, um zu alter Stärke zurückzufinden.


Macht jetzt deutschen Schlager: Daria Kinzer, Kroatiens Vertreterin 2011

Kroatien ist 2014 nicht dabei. Wie findest Du das?

  • Sehr, sehr schade! Die hatten oft schöne Beiträge. Kommt bald wieder, bitte! (50%, 54 Votes)
  • In jeder Krise liegt eine Chance: vielleicht finden die Kroaten mal wieder eine Linie. (31%, 33 Votes)
  • Kein Verlust. Da kamen ohnehin nur noch schlimme Schnulzen oder Billigdisco. (15%, 16 Votes)
  • Gut so: es sind derzeit ohnehin zu viele Länder dabei. (5%, 5 Votes)

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3 Gedanken zu “Ej Mižerja: Kroatien setzt 2014 aus

  1. Das werden ja immer weniger Teilnehmer. Da können wir nur hoffen dass wir Istanbuls Teilnehmerzahl in Kopenhagen nicht unterbieten. Ich hab Kroatiens Beiträge eigentlich immer gemocht, vor allem bei Klapa s Mora war ich doch sehr zuversichtlich. Traurigerweise ist die Absage deshalb mehr als nur verständlich.

  2. Naja, das ist die erste definitive Absage eines Landes, das in Malmö dabei war. So schlimm ist die Lage jetzt auch wieder nicht. Schade drum ist es trotzdem – Kroatien hat offenbar ein ähnliches Problem wie Lettland; wo man um die Jahrtausendwende eine Macht war (siehe die Ergebnisse 98 und 99), krebst man heutzutage am unteren Ende der Semis herum. Vielleicht hilft die Pause ja, sich wieder zu finden.

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