Offiziell: Deutscher Vorentscheid am 13. März 2014

Der Prinz-Blog vermeldete es bereits vor zwei Wochen, als durch ein technisches Versehen der Vorverkauf kurz freigeschaltet wurde. Nun bestätigte der NDR offiziell den 13. März 2014, wiederum einen Donnerstag, als Termin für den deutschen Vorentscheid. Titel der natürlich ab 20:15 im Ersten übertragenen, zweistündigen Show ist Eurovision Song Contest 2014 – Unser Song für Dänemark. Dass man von der sonst üblichen Verwendung des Austragungsortes des internationalen Finales im Sendetitel diesmal Abstand nimmt, dürfte vermutlich damit zusammenhängen, dass die Entscheidung für Kopenhagen und gegen Herning vor 14 Tagen noch nicht gefallen war. Ort des deutschen Vorentscheids ist die Kölnarena (Lanxess Arena) in Köln-Deutz: das Team von Stefan Raabs TV-Firma Brainpool, welche die Show wiederum in Koproduktion mit dem NDR auf die Beine stellt, hat es also diesmal nicht so weit.


Von der Welt gerüchtet: MC Fitti

Entgegen früherer Ankündigungen, die Show in Richtung eines mehrteiligen Melodifestivalen ausbauen zu wollen, bleibt es aber auch 2014 wohl bei einem Einzelfinale: mehr geben die Quoten derzeit nicht her. Das Springer-Blatt Welt am Sonntag vermeldete gestern den Berliner Hip-Hopper MC Fitti als USFD-Partizipanten, verwechselte dabei aber wohl den Vorentscheid mit Raabs Bundesvision Song Contest (so viel zum Thema „Qualitätsjournalismus“). Nach eigener Aussage sei Lou Bega (‚Mambo No. 5‘) von seinem Label angefragt worden und ziehe eine Teilnahme „in Betracht“. Auch die bislang eher unbekannten Acts Marla Blumenblatt und Alice Francis werden gerüchteweise gehandelt. Der NDR hält sich hinsichtlich der auftretenden Künstler und weiterer Details unterdessen noch bedeckt. Es sind auch noch nicht alle Plätze der rund 18.000 Zuschauer fassenden Kölnarena im Verkauf: laut Thomas Schreiber stünden derzeit die endgültigen Kamerapositionen (und damit die bestuhlbaren Bereiche) noch nicht fest. Außerdem gibt es wieder Sonderkontingente für die Fanclubs.

4 Gedanken zu “Offiziell: Deutscher Vorentscheid am 13. März 2014

  1. Alice Francis? Prima! Coole Electroswing Musik. Hört: Alice Francis – Shoot Him Down. Auch das Video ist klasse.

  2. Bist du dir mit der einen Show sicher? Der Titel der offiziellen Pressemitteilung lautet schießlich „Finale des deutschen Vorentscheids am 13. März in Köln. Und Thomas Schreiber lässt die Frage nach Semifinals in den Prinz-Blog-Kommentaren ganz bewusst aus. Ich gehe momentan von 2-3 Vorrunden in den Brainpool-Studios in Köln aus – sofern sie genügend Teilnehmer finden.

    Und das sollte gelingen, die Resonanz in der Musikbranche war – soweit ich das mitbekommen habe – äußerst positiv. Meine beiden Kandidatentips für die Vorrunden lauten übrigens Alice Francis und Anna Depenbusch. Da würde ich sogar ’nen Blumentopf drauf wetten. Nur bei Marla Blumblatt bin ich mir noch unschlüssig – wobei es toll wäre, FourMusic mit im Boot zu haben.

  3. Sehr interessant ist diesbezüglich auch Schreibers folgender Kommentar: „Auf jeden Fall werden wir uns – neben der Suche nach Künstlern und jungen Talenten – auf die Suche nach Songs konzentrieren, so wie ja auch bereits vor dem Finale in Malmö angekündigt.“

    Kann natürlich einfach nur heißen, dass man für die Finalshow nur tolle Lieder auswählen wird – oder, dass Komponisten und Produzenten direkt eingeladen werden. Vielleicht greift der NDR ja sogar das Finnen-Prinzip von 2006/07 auf, wo die Künstler im Vorfeld mehrere Songs präsentierten, wobei es jeweils nur ein Titel ins Finale schaffte.

  4. Im Prinz-Interview vom April sagte Schreiber aber ziemlich deutlich: „Drei solcher Abende wie Hannover sind wirtschaftlich nicht darstellbar“. Dass in der PM „Finale“ steht, hat meines Erachtens nichts zu sagen. Ich denke umgekehrt: gäbe es mehrere Vorrunden, hätte das der NDR bereits verkündet. Außerdem wären dann auch die Karten für alle Runden bereits im Vorverkauf.

    Die Äußerung „werden uns auf die Such nach Songs konzentrieren“, interpretiere ich mal dahin gehend, dass man bis dato keine etablierten Künstler wie eben die Säusler Mannheims oder Cascada hat und uns eher „junge“ (lies: unbekannte) Acts präsentiert und daher den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung stärker auf die Songs lenken will. Was keine verkehrte Strategie ist: denn es ist vor allem der Song, der überzeugen muss, ein etablierter Name ist keine Garantie.

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