Blue: Inzucht innerhalb der Band?

So richtig gut lief es für die britische ehemalige Boyband Blue in den letzten Jahren nicht: beim Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf, wo sie das Vereinigte Königreich vertraten, von den vergreisten Juroren unverschämterweise auf den elften Platz im Gesamtranking heruntermanipuliert, gelang ihnen mit ‚I can‘ zwar dennoch ein Top-Ten-Hit im deutschsprachigen Raum. Mit der Nachfolgesingle ‚Hurt Lovers‘ (2012) und dem Album ‚Roulette‘ (2013) konnten sie ebenfalls Erfolge erzielen. Dennoch musste vergangenes Jahr Sänger Duncan James Privatinsolvenz anmelden. Und auch Blueworld Ltd., die Holding der Band, ging pleite. Duncans Kollegen Lee Ryan (den Kleinen mit der hohen Stimme) trieb die Geldnot nun in die vor wenigen Tagen angelaufene neue Staffel von Celebrity Big Brother UK. Dort verriet Lee, dass auch er schon „Experimente“ mit Männern angestellt habe, wie die Daily Mail kolportierte.


Not the last to be reunited: geht da noch was zwischen Dunc und Lee?

Das deutsche Internet-Klatsch-Magazin Promiflash behauptet gar unter Bezug auf nebulöse Quellen, diese Sexperimente hätten mit nämlichem Blue-Bandkollegen Duncan James stattgefunden, der sich bereits vor einiger Zeit als bisexuell outete. Schade, dass es hiervon kein Video gibt, anders als von Lee solo, der vor seinem Containereinzug noch schnell Hand an sich legte – und das skypte. Im Big-Brother-Promiknast machte sich Lee nun hingegen durch serielles Knutschen mit mehreren weiblichen Mitinsassinnen beim Publikum unbeliebt und flog gestern Abend raus – nur, um von den Produzenten zurückgeschickt zu werden. Offensichtlich braucht man ihn als Zoten- und Quotenbringer noch ein wenig. Und wo wir uns gerade mit medialen Wiederaufbereitungsanlagen für abgebrannte Stars beschäftigen, kann ich gleich noch meinen Senf zu Daniel Küblböck nachreichen. Dessen, nunja, Prominenz basiert bekanntlich auf der Teilnahme in der jeweils ersten Staffel sowohl von Deutschland sucht den Superstar als auch von Ich bin ein Star – holt mich hier raus, wo er jeweils den dritten Platz belegte. 2005 stattete auch er dem Big-Brother-Container eine kurze Stippvisite ab.


Bei Minute 0:51: wo ist denn da Duncans Hand?

Um diese Quaktasche herrschte zuletzt zwar wohltuende Ruhe, und nach seiner Adoption durch eine äußerst betuchte Siebzigjährige im Jahre 2011 droht dem Eggenfeldener so schnell auch keine Privatinsolvenz. Dennoch scheint er sich gerade zu langweilen und beschloss daher, Deutschland beim Eurovision Song Contest 2014 vertreten zu wollen. Beim NDR blitzte er mit seiner neuen, selbstironisch betitelten Single ‚Be a Man‘ zu Recht ab, worüber er sich in der Bild gar bitterlich beklagte und das Video trotzig auf der NDR-Wildcard-Plattform für Unser Song für Dänemark hochlud, wo es ob der Bekanntheit des Interpreten und des medialen Wirbels innerhalb weniger Tage zu einem der meistgeklickten Beiträge mutierte. Kein Wunder: bei mittlerweile weit über tausend Videobewerbungen gelingt es allenfalls noch beschäftigungslosen Frührentnern oder unter Drogen gesetzten Brainpool-Praktikanten, einen auch nur annähernden Überblick über die Konkurrenz zu behalten. Wer, wie ich, neben der Beschäftigung mit dem Grand Prix noch einem Broterwerb nachgehen muss, kapitulierte schon längst vor der schieren Masse und wartet nur noch auf die Verkündung der Juryauswahl für die Nachwuchsrunde im Hamburger Edelfettwerk am 27. Februar.


„Einfach mal den Schwamm der Arbeit in die Ecke werfen und seinen Träumen nachgehen“ (Eigenbeschreibung Küblböck)

Dass Küblböck bei diesem Clubkonzert mit am Start sein könnte, steht unterdessen kaum zu befürchten: die Zeiten, in denen der Bild ein Startplatz in der deutschen Eurovisionsvorentscheidung aus Gewohnheitsrecht heraus zustand, sei es wegen der medialen Unterstützung oder aus Angst vor Rachekampagnen, sind seit der Demission von Jürgen Meier-Beer als deutschem Eurovisionsverantwortlichen vorüber. Es wäre zudem eine völlige Perversion der Ursprungsidee der Wildcard-Runde, bislang unentdeckten Nachwuchs zu fördern, nun ausgerechnet einem abgehalfterten, weitestgehend talentbefreiten Has-Been wie Küblböck damit das Comeback zu ermöglichen. Der NDR wird sich sein Konzept sicher nicht schon im ersten Durchgang kaputtmachen wollen. Und damit können wir uns beruhigt wieder wichtigeren Dingen zuwenden. Wie beispielsweise der Frage, wo das Lee-Ryan-Solo-Video zu finden ist!

Oder was denkst Du?