Buranovskiye Babushka trägt Olympia-Flamme

2012 belegten die knuffigen Großmütterchen aus Buranow beim Eurovision Song Contest den zweiten Rang hinter Loreen. Grand-Prix-Fans schlossen das stets in udmurtischer Tracht auftretende Alterskollektiv indes bereits bei der russischen Vorentscheidung 2010 ins Herz. In Kürze starten nun bekanntlich die Olympischen Winterspiele im Sotschi, und wie es Tradition und Propaganda verlangen, wird zuvor eine brennende Fackel durchs Land geschickt, um für die auch wegen der homofeindlichen Politik Putins heftig umstrittene Veranstaltung zu werben. Heute ist die udmurtische Metropole Ischwesk an der Reihe, und dort gehört die 75jährige Galina Koneva, die als Teil der Buranovskiye Babushki auch in Baku auf der Bühne stand,  zu den Fackelträgerinnen.


Immer wieder herzerwärmend: die Babuski

Wie The Voice of Russia berichtet, habe sich Galina, die den Marsch auf Skiern absolviert, seit Monaten mit einer Diät und täglichem Training auf die ehrenvolle Aufgabe vorbereitet. Die Tour durch Ischwesk führt an den Sehenswürdigkeiten der 600.000-Einwohner-Stadt vorbei, wozu derzeit auch eine auf einem zentralen Platz aufgestellte Eisskulptur gehört, die unter anderem eine aus dem gefrorenen Wasser handgeschnitzte, drei Meter große Kalaschnikow  zeigt. Wie reizend! Doch selbstredend ist es mit dem Fackelschleppen alleine nicht getan: bei der anschließenden Aftershowparty tritt Galina gemeinsam mit dem Großmütterchenkollektiv natürlich auch noch auf. Da vergessen wir mal ganz kurz die Political Correctness und sagen: Respekt!

2 Gedanken zu “Buranovskiye Babushka trägt Olympia-Flamme

  1. Von dem Hype um die Omis war ich ganz und gar nicht ergriffen. Diese Mitleidstour und dann sammelten sie ja noch für eine Kirche (in der sie wahrscheinlich gegen die schlimmen Homos beten). Ärgerlich für die anderen Teilnehmer, die richtig singen konnten und gegen die ach so putzigen Pseudo-Schmuseomas ins Hintertreffen gerieten.

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