Ach was: Ryan Dolan ist schwul

Da muss selbst Captain Obvious gähnen: wie der irische Independant vermeldete, brachte der letztjährige Letztplatzierte Ryan Dolan gestern Vormittag in einer Radiosendung sein öffentliches Coming out hinter sich. Der 28jährige, der sich in Malmö von drei kernig durchtrainierten Tänzern mit nackten Oberkörpern auf der Bühne begleiten ließ, sprach in der Radioshow darüber, wie schwer es ihm als Jugendlichem gefallen sei, den Mut aufzubringen, sich seinen Eltern zu offenbaren: „Mein Vater war der Letzte, der es herausfand, weil ich Angst davor hatte, was er denken könnte. Dabei nahm er es besser auf als jeder, dem ich es sonst erzählte“. Unter dem Druck, seine Sexualität geheim zu halten, habe er sogar an Selbstmord gedacht. Heute bereue er, sich so lange Zeit mit seinem Coming Out gelassen zu haben: „Ich habe meine Jugend damit verschwendet, ständig verzweifelt zu sein. Wäre ich damals offener damit umgegangen, wäre ich glücklicher gewesen“.


All our Lives we’ve been afraid: Ryan Dolan

Dolan ermutigte in der Sendung Eltern, die die Vermutung hegen, ihr Kind könne homosexuell sein, es darauf anzusprechen und klar zu machen, dass es okay sei. So könnten sie ihren Kindern den Druck nehmen, sich selbst outen zu müssen. Anlass seines für wohl Niemanden wirklich überraschenden Geständnisses: Ryans neue Single ‚Start again‘, die am 7. März erscheint und in welcher der Ire seine Erfahrungen verarbeitete. Das dazugehörige Video erzählt die Geschichte zweier Schuljungen, „die wissen, das sie schwul sind,“ so Dolan. „Keiner sollte seine Gefühle verstecken, sondern sein Leben so leben, wie er wirklich ist. Ich denke, das ist eine gute Botschaft,“ meinte der Sänger. Und da hat er Recht!

6 Gedanken zu “Ach was: Ryan Dolan ist schwul

  1. Das glaub ich nicht – wäre er schwul – hätte er sich eindeutig geschmackvoller gekleidet!

  2. Oh, da ist gerade ein Sack Reis in China umgefallen. Kann übrigens bis heute nicht verstehen, warum er eigentlich letzter geworden ist im Finale. Da gab es weitaus schlechtere Auftritte als diesen.

  3. Das kann ich Dir sagen: Wegen dieses §(/&)(/§“()/&/(&-Rankings! Da hat jemand ganz massiv Pech gehabt, er war weder bei der Jury noch beim Televoting Letzter.Aber dadurch, dass pro Land nicht nur die Plätze 1-10, sondern das komplette Ranking berücksichtigt wurden, ist er nach unten durchgereicht worden. Wann wird die EBU endlich diesen ohne jede Not eingeführten wettbewerbsverzerrenden Schwachsinn wieder zurücknehmen?!?

  4. Wir wissen nicht, ob er nicht trotzdem letzter geworden wäre. Der Durchschnittsplatz von 14,62 im Televoting heißt nicht, dass er Punkte bekommen hat. Die Punkte hängen nämlich auch von der Streuung ab. Nehmen wir die als sehr gering an, sagen wir er schwankte in den einzelnen Ländern zwischen Platz 11 und Platz 17 im Gesamtranking und schon haben wir einen Nullpunkter. Das ist ja auch der Scheiß an den veröffentlichten Split-Ranking: Fast 0 Aussagekraft. Mich würde es nicht wundern, wenn nach Punkten im Televoting jemand anderer als Dänemark gewonnen hätte und die Rankingveröffentlichung das jetzt vertuscht.

  5. Ryan Dolan wurde beim ECGermany-Clubtreffen im November interviewt und beantwortete die Frage, ob er mal einen Mann geküsst hätte, mit „Vielleicht“ beantwortet. Die Fragen insgesamt haben mich schon denken lassen, dass er schwul ist. Mich überrascht eher, dass da erst jetzt die Meldung mit dem Coming-Out kam. Ich dachte, er hätte sich schon vor Längerem geoutet.

    http://blog.prinz.de/grand-prix/lieber-wellenreiten-als-fusball-oder-eiskunstlauf-interview-mit-ryan-dolan/

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