Grie­chen­land 2014: Schmet­ter­lin­ge kön­nen nicht wei­nen

Die ers­te gute Nach­richt ist: trotz aller Que­re­len um das zwangs­auf­ge­lös­te grie­chi­sche Staats­fern­se­hen neh­men die Hel­le­nen am Euro­vi­si­on Song Con­test teil. Wie schon im Vor­jahr orga­ni­siert der pri­va­te Musik­sen­der Mad TV den Vor­ent­scheid. Heu­te stell­te der Sen­der die vier Acts für den Vor­ent­scheid am 11. März vor. Die zwei­te gute Nach­richt ist: Ili­as Kozas von Koza Mos­tra (GR 2013) schrieb einen den vier Titel. Die schlech­te Nach­richt ist: er singt ihn nicht selbst, son­dern über­lässt das Kos­tas Mar­ta­kis (Zweit­plat­zier­ter des grie­chi­schen Vor­ent­scheids 2008, Cas­ting­show­teil­neh­mer und Model). Und obschon ‘Kane­nas de me sta­ma­ta’ ganz ordent­lich rockt, scheint mir der schnö­se­li­ge Schön­ling Mar­ta­kis dafür irgend­wie fehl­be­setzt. Gegen ‘Alco­hol is free’ stinkt die Num­mer sowie­so ab – den­noch ist es der ein­zi­ge wirk­lich gute Bei­trag im Vie­rer­feld.


Bit­te, Kos­tas, lass’ Dir umge­hend einen ordent­li­chen Bart wach­sen!

Ganz inter­es­sant lässt sich auch noch der Dance-Song ‘Rise up’ von Fre­aky For­tu­ne + Ris­ky­Kidd (klingt irgend­wie unsafe, oder?) an. Jeden­falls in den ers­ten drei­ßig Sekun­den, wo ein milch­ge­sich­ti­ger Rap­per über vin­ta­gi­sier­te Eth­no-Trom­pe­ten sab­belt. Danach kippt die Num­mer lei­der in eine ziem­lich unter­durch­schnitt­li­che Strand­bar­be­schal­lung mit hef­ti­gem Auto­tu­ne-Ein­satz um. Immer­hin ver­hin­dern die auf­dring­lich bol­lern­den Beats, dass man vor Lan­ge­wei­le ein­schläft – anders als bei den bei­den rest­li­chen Titeln des Euro­song 2014 (A Mad Show), einer völ­lig unspa­ßi­gen ‘Dan­cing Night’ von Mark Ange­lo und Jose­phi­ne Wen­del, deren unter­ir­di­sche Lyrics bereits in den ers­ten zwan­zig Sekun­den für einen Hirn­in­farkt sor­gen, sowie einer seicht vor sich hin plät­schern­den Mid­tem­po­bal­la­de über die ‘Schmet­ter­lin­ge in Athen’ (kre­pie­ren die nicht in die­sem Dau­ersmog?) von Crystal­lia, einer kom­plett cha­ris­ma­frei­en Blon­di­ne. So lang­sam scheint die Geld­knapp­heit doch eine Krea­ti­vi­täts­ar­mut umzu­schla­gen.


Wie sie das wohl live anhört? Wobei: eigent­lich will ich das lie­ber nicht hören. 


Daria, bist Du das?


Flieg nicht so hoch, mein klei­ner Freund: crystal­lia

Was ist Dein Favo­rit beim grie­chi­schen Vor­ent­scheid?

  • Fre­aky For­tu­ne + Ris­ky­Kidd (31%, 17 Votes)
  • Kos­tas Mar­ta­kis (24%, 13 Votes)
  • Crystal­lia (24%, 13 Votes)
  • Kei­ner von denen. Alles öde. (17%, 9 Votes)
  • Marc Ange­lo + Jose­phi­ne Wen­del (4%, 2 Votes)

Total Voters: 54

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4 Gedanken zu “Grie­chen­land 2014: Schmet­ter­lin­ge kön­nen nicht wei­nen

  1. Also ich fin­de Krystal­lia klas­se, mal was ande­res. Und auf Grie­chisch, aber das ist ja in den letz­ten Jah­ren fast immer dabei gewe­sen.

  2. Mir gefal­len auch Crystal­lia und Fre­aky For­tu­ne + Ris­ky­Kidd am Bes­ten. Zumin­dest so lan­ge ich die Live-Ver­sio­nen noch nicht ken­ne. 😉
    Kos­tas’ Song ist ein­fach nur ein müder Auf­guss vom letz­ten Jahr, den kei­ner braucht und das ande­re Duo ist kom­plett öde.

  3. wow – 3 von 4 songs sind wirk­lich catchy – eine schö­ne aus­nah­me im lang­wei­li­gen einer­lei der bis­he­ri­gen bei­trä­ge. ein­zig die jose­fi­ne ist mir zu gewöhn­lich.
    ich drü­cke der crystal­li­na alle dau­men, dass sie es nach kopen­ha­gen schafft – dann hät­te ich weni­ges­tens mal einen favo­ri­ten…

Oder was denkst Du?