Pro Sieben: Kooperation am Geld gescheitert?

Recht erfolgreich, zumindest von den Ergebnissen beim Eurovision Song Contest und dem Interesse der Medien, verlief bekanntlich (nach leichten Anlaufschwierigkeiten) die Zusammenarbeit des NDR und des Privatsenders Pro Sieben beim deutschen Vorentscheid in den Jahren 2010 bis 2012. Dass man dieses Experiment nicht mehr weiterführte, hatte – neben der bei Unser Star für Baku deutlich erkennbaren Unlust des Showmachers Stefan Raab – wohl vor allem pekuniäre Gründe, wie Brainpool-Chef Jürgen Grabosch dieser Tage durchblicken ließ. So äußerte er sich nach DWDL-Angaben im Rahmen eines Werkstattgesprächs zum renommierten Grimme-Preis auf eine entsprechende Nachfrage dahingehend, dass seiner Ansicht die Kooperation noch heute bestünde, „aber nur, wenn ProSieben weiterhin sechs von acht Shows bezahlt und gesendet und der ARD den quotenträchtigsten Teil des Wettbewerbs, das Finale, überlassen hätte.“ Speziell 2012 bei Unser Star für Baku erreichten die auf Pro Sieben gesendeten, teilweise quälend langatmigen Vorrunden äußerst enttäuschende Quoten. Wer weniger der vielbeschworenen „nationalen Aufgabe“ verpflichtet sei als dem Shareholder Value, wie die P7S1-Gruppe, springe dann halt schnell wieder ab, so Grabosch.


Da war es noch eine „nationale Aufgabe“: Trailer für USFO

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