Con­chi­ta Wurst hat einen neu­en Fan

Wäh­rend die Medi­en noch immer die unsäg­li­chen Äuße­run­gen des arme­ni­schen Kon­kur­ren­ten Aram MP3 breit­tre­ten, der Ende März einen arm­se­li­gen homo­pho­ben Scherz dar­über mach­te, dass er sich in Kopen­ha­gen die Büh­ne mit einer bär­ti­gen Frau tei­len muss, ereilt die öster­rei­chi­sche Ver­tre­te­rin Con­chi­ta Wurst eine über­ra­schen­de Hom­mage aus dem eben­falls nicht gera­de als Hort des gesell­schaft­li­chen Fort­schritts bekann­ten Nach­bar­land Aser­bai­dschan. Deren letzt­jäh­ri­gem Reprä­sen­tan­ten und Zweit­plat­zier­ten Fərid Məm­mədov (‘Hold me’) näm­lich gefiel Con­chi­tas Song ‘Rise like a Phoe­nix’ so gut, dass er die Num­mer im hei­mi­schen Wohn­zim­mer nach­sang und Aus­schnit­te davon ins Netz stell­te. Da sehe ich doch vor mei­nem geis­ti­gen Auge bereits einen Über­ra­schungs­auf­tritt mit einem Duett der Bei­den beim nächs­ten Euro­vi­si­on in Con­cert! In Sachen Stim­me, Aus­se­hen und Bart­wuchs geben sich die Zwei ja schon mal nichts und die nöti­gen gro­ßen Ges­ten hat Fərid auch schon drauf. Nur an der eng­li­schen Aus­spra­che müss­te er noch fei­len. Aber da gibt ihm Frau Wurst sicher ger­ne Nach­hil­fe!


With a Wen­ge­an­ce: Farid gibt alles

Oh, und wo wir gera­de beim The­ma Über­ra­schungs­auf­tritt sind: einen sol­chen leg­te die deut­sche Grand-Prix-Sie­ge­rin Nico­le (DE 1982) hin, die ges­tern Abend im Kopen­ha­ge­ner Euro­ca­fé auf­tauch­te, als Höhe­punkt einer zwei­stün­di­gen Talk­show mit der deut­schen Kom­po­nis­ten­le­gen­de Ralph Sie­gel anläss­lich sei­nes vier­zig­jäh­ri­gen Euro­vi­si­ons­jub­liäums (1974 ent­sand­te er mit ‘Bye bye, I love you’ sei­nen ers­ten Grand-Prix-Titel zum Con­test). Die tref­fend-tra­gisch ‘I can’t live without Music’ beti­tel­te Ver­an­stal­tung bestand unter ande­rem aus dem Count­down der von Face­book-Usern gewähl­ten sechs belieb­tes­ten Sie­gel-Songs, an des­sen Spit­ze selbst­re­dend ‘Ein biss­chen Frie­den’ stand. Zu wel­chem die Inter­pre­tin wie aus dem Nichts auf der Büh­ne erschien und den Titel – gemein­sam mit den anwe­sen­den Fans – in allen Spra­chen Euro­pas zum Bes­ten gab, vom Kom­po­nis­ten auf dem Kla­vier beglei­tet. Zur offi­zi­el­len Fünf­zig­jahr­fei­er des Con­test, Congra­tu­la­ti­ons, die 2005 eben­falls in Kopen­ha­gen statt­fand, ließ sich die Sän­ge­rin sei­ner­zeit übri­gens noch ent­schul­di­gen. Mal sehen, ob sie nächs­tes Jahr in Ber­lin eben­falls mit Abwe­sen­heit glänzt, wo der NDR vor­aus­sicht­lich die Sech­zig­jahr­fei­er orga­ni­sie­ren will.


Zumin­dest die Schla­ger­boys mach­te Nico­le ges­tern glück­lich

1 Gedanke zu “Con­chi­ta Wurst hat einen neu­en Fan

  1. Farid und Con­chi­ta wären schon ein sexy Paar. Auf jeden Fall eine sehr net­te Über­ra­schung. 🙂

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