Die Start­rei­hen­fol­ge fürs Fina­le 2014 steht fest

Unmit­tel­bar nach dem Ende des zwei­ten Semis und der Zulo­sung der dort ermit­tel­ten zehn Fina­lis­ten in die ers­te bzw. zwei­te Hälf­te der Show am Sams­tag knif­fel­te der däni­sche Rund­funk noch in der Nacht die Start­rei­hen­fol­ge der 26 Glück­li­chen aus, unter Berück­sich­ti­gung dra­ma­tur­gi­scher Gesichts­punk­te. Den Todes­s­lot (Start­platz 2) bekam Weiß­russ­lands sin­gen­der Käse­ku­chen, den Start­platz ganz am Ende erhielt die bri­ti­sche Power­hym­ne ‘Child­ren of the Uni­ver­se’, womit ein Top-Ten-Ergeb­nis für Mol­ly sicher ist. Elai­za müs­sen auf Posi­ti­on #12 genau zwi­schen der Con­test­fa­vo­ri­tin der Her­zen, Con­chi­ta Wurst, und der der Buch­ma­cher, San­na Niel­sen, ran, womit sich mei­ne Vor­her­sa­ge für den 26. Platz ver­fes­tigt (nicht, dass ich ‘Is it right’ nicht mag: der Titel hat nur nichts, für das irgend­je­mand außer­halb Deutsch­lands zwin­gend zum Hörer grei­fen wür­de). Mein per­sön­li­cher Her­zens­schö­ner Carl Espen sowie der eins­ti­ge Wett­quo­ten­kö­nig Aram LP müs­sen sich im vor­de­ren Star­ter­feld, also in der Zone des sofor­ti­gen Ver­ges­sens, stel­len und sind damit aus dem Ren­nen um die Kro­ne, um die sich nun­mehr wohl Ungarn (#21), Mal­ta (#22) und die Nie­der­lan­de (#24) strei­ten dürf­ten.


Geht es 2015 nach Buda­pest?

ESC Fina­le 2014

Euro­vi­si­on Song Con­test 2014 – Fina­le. Sams­tag, 10. Mai 2014, aus den B&W-Hallerne in Kopen­ha­gen, Däne­markt. 26 Teil­neh­mer, Mode­ra­ti­on: Lise Røn­ne, Niko­laj Kop­pel und Pilou Asbæk.
#LKInter­pretTitelPkt
gs
Pl
gs
Pkt
TV
Pl
TV
01UAMaria Yarem­chukTick Tock1130611208
02BYTeoChees­e­ca­ke0431605611
03AZDilarə Kazi­mo­vaStart a Fire0332202622
04ISPol­la­pönkNo Pre­ju­di­ce0581504612
05NOCarl Espen Thorb­jørn­senSilent Storm0880803916
06ROPau­la Seling + Ovi­diu Cernăuţea­nuMira­cle0721210309
07AMAram MP3Not alo­ne1740419303
08MESer­gej Ćet­ko­vićMoj Svi­jet0371903318
09PLDona­tan & CleoMy Sło­wia­nie0621416205
10GRFre­aky For­tu­ne + Ris­ky KiddRise up0352004314
11ATCon­chi­ta WurstRise like a Phoe­nix2900131101
12DEElai­zaIs it right?0391803120
13SESan­na Niel­senUndo2180319004
14FRTwin TwinMousta­che0022600126
15RUTol­ma­che­vy Sis­tersShi­ne0890713206
16ITEmma Mar­ro­neLa mia Città0332103219
17SITin­ka­ra KovačRound and round0092501525
18FISof­ten­gi­neSome­thing bet­ter0721103917
19ESRuth Loren­zoDan­cing in the Rain0741004115
20CHSebal­terHun­ter of Stars0641311407
21HUAndrás Kál­lay-Saun­dersRun­ning1430509810
22MTFire­lightCom­ing Home0322301724
23DKBasimCli­ché Love Song0740904313
24NLCom­mon Lin­netsCalm after the Storm2380222202
25SMValen­ti­na Monet­taMay­be0142401823
26UKMol­ly Smit­ten-Dow­nesChild­ren of the Uni­ver­se0401702921

Dein Tipp: wer siegt im Fina­le am Sams­tag?

  • Öster­reich: Con­chi­ta Wurst – Rise like a Phoe­nix (38%, 65 Votes)
  • Ungarn: András Kál­lay-Saun­ders – Run­ning (19%, 32 Votes)
  • Schwe­den: San­na Niel­sen – Undo (13%, 22 Votes)
  • Nie­der­lan­de: Com­mon Lin­nets – Calm after the Storm (11%, 19 Votes)
  • Däne­mark: Basim – Cli­ché Love Song (2%, 4 Votes)
  • Groß­bri­tan­ni­en: Mol­ly Smit­ten-Dow­nes – Child­ren of the Uni­ver­se (2%, 4 Votes)
  • Nor­we­gen: Carl Espen Thorb­jørn­sen – Silent Storm (2%, 3 Votes)
  • Ita­li­en: Emma Mar­ro­ne – La mia Città (2%, 3 Votes)
  • San Mari­no: Valen­ti­na Monet­ta – May­be (2%, 3 Votes)
  • Deutsch­land: Elai­za – Is it right? (2%, 3 Votes)
  • Mal­ta: Fire­light – Com­ing home (1%, 2 Votes)
  • Schweiz: Sebal­ter – Hun­ter of Stars (1%, 2 Votes)
  • Spa­ni­en: Ruth Loren­zo – Dan­cing in the Rain (1%, 1 Votes)
  • Frank­reich: Twin Twin – Mousta­che (1%, 1 Votes)
  • Ukrai­ne: Maria Yarem­chuk – Tick Tock (1%, 1 Votes)
  • Island: Pol­la­pönk – No Pre­ju­di­ce (1%, 1 Votes)
  • Arme­ni­en: Aram MP3 – Not alo­ne (1%, 1 Votes)
  • Polen: Dona­tan & Cleo – My Sło­wia­nie (1%, 1 Votes)
  • Grie­chen­land: Fre­aky For­tu­ne + Ris­ky­Kidd – Rise up (1%, 1 Votes)
  • Finn­land: Sof­ten­gi­ne – Some­thing bet­ter (0%, 0 Votes)
  • Mon­te­ne­gro: Ser­gej Ćet­ko­vić – Moj Svi­jet (0%, 0 Votes)
  • Slo­we­ni­en: Tin­ka­ra Kovač – Round and round (0%, 0 Votes)
  • Rumä­ni­en: Pau­la Seling + Ovi­diu Cernăuţea­nu – Mira­cle (0%, 0 Votes)
  • Aser­bai­dschan: Dilarə Kazi­mo­va – Start a Fire (0%, 0 Votes)
  • Weiß­russ­land: Teo – Bela­rus (0%, 0 Votes)
  • Russ­land: Tol­ma­che­vy Sis­ters – Shi­ne (0%, 0 Votes)

Total Voters: 169

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18 Gedanken zu “Die Start­rei­hen­fol­ge fürs Fina­le 2014 steht fest

  1. Mal­ta? Start­platz hin oder her, was bit­te hat “Com­ing Home”, was auch nur ansatz­wei­se einen Sieg recht­fer­ti­gen wür­de?

    Ich fin­de es jeden­falls inter­es­sant, dass DR wirk­lich ALLE Start­plät­ze, von denen in den letz­ten zehn Jah­ren Sie­ger kamen, mit Songs besetzt hat, die nicht mal ansatz­wei­se im Ren­nen um die Kro­ne sind.

  2. Oh, und ich glau­be nicht, dass Deutsch­land Letz­ter wird. Wir haben Slo­we­ni­en, Weiß­russ­land, San Mari­no, Island, Finn­land, Polen und die Schweiz, die sich alle­samt mit uns um die Plät­ze in der unte­ren Hälf­te prü­geln kön­nen, von Frank­reich, Spa­ni­en und Ita­li­en gar nicht zu reden. (Ich ver­ste­he auch den Hype um Groß­bri­tan­ni­en so gar nicht; wenn die Frau live so schief singt wie in der Stu­dio­fas­sung, geht das Teil gna­den­los unter.)

  3. Ich kann Mal­ta ja auch nicht so viel abge­win­nen, fin­de, es stört zwar nicht, aber das war es dann auch. Aber offen­bar sehen man­che das ganz anders. mei­ne Frau fand das ges­tern beim ers­ten Hören (Ope­ner) super und hat dann auch bei der Bekannt­ga­be der Wei­ter­kom­mer bei mal­ta rich­tig geju­belt (wie auch bei der Schweiz) …

  4. Mal­ta war mich von Anfang an ein Kan­di­dat für einen Außen­sei­ter­sieg: gera­de in einem Jahr wie 2014, wo es kei­nen kla­ren Favo­ri­ten gibt, könn­te so ein kleins­ter gemein­sa­mer Nen­ner gewin­nen. Und Com­ing Home ist wun­der­bar harm­los, har­mo­nisch, warm, hand­ge­macht, fami­li­är: es wird bei den Jurys abräu­men und könn­te auch der Titel sein, auf den sich vie­le Zuschau­er euro­pa­weit ver­stän­di­gen kön­nen. Wobei ich glau­be, dass es tat­säch­lich Ungarn wird – aus poli­ti­scher Sicht lei­der nicht bes­ser als sei­ner­zeit Aser­bai­dschan…

  5. Mal­ta? Win­ner? No no never.

    Und Con­chi ist noch lan­ge nicht aus dem Ren­nen, die über­strahlt doch in Hälf­te 1 aus­nahms­los ALLES. Und San­na wird Platz 13 nicht hel­fen, die muss sich bis mor­gen DEUT­LICH stei­gern, wenn das was wer­den soll. Zumal Con­chi in den Wett­quo­ten gera­de angreift und ich jede Wet­te ein­ge­he, dass sie heu­te im Lau­fe des Tages noch die Füh­rung über­neh­men wird.

  6. Ein Sieg Con­chi­tas wür­de mich zum glück­lichs­ten Men­schen auf die­sem Erd­ball machen. Und nie­mand hät­te es so sehr ver­dient wie Frau Wurst, die so oder so mei­ne Hel­din ist. Aber bei aller Begeis­te­rung in der Hal­le und dem Momen­tum in den Medi­en: dafür ist Euro­pa doch zu homo­phob, fürch­te ich. Wir dür­fen auch nicht ver­ges­sen, dass am Sams­tag ein voll­stän­dig ande­res Publi­kum zuschaut und abstimmt als ges­tern. In den Semis und in der Hal­le sind wir dann doch eher “ent­re nous”, im Fina­le schaut die Mehr­heit zu – und die ist dann halt lei­der doch eher dumpf.

  7. Slo­we­ni­en hat die Flö­te, Island kas­siert die Spaß­frak­ti­ons­stim­me (gemein­sam mit Grie­chen­land), Finn­land die Stim­men der Rock­freun­de, Polen die der not­gei­len Hete­ro­män­ner (ich hab aber im Semi auch ein­mal dafür gevo­tet), Spa­ni­en sam­melt die Zwöl­fer der Jurys ein, die Schweiz hat eine infek­ti­ös gepfif­fe­ne Melo­die – das wird alles bes­ser abschnei­den als Deutsch­land. Alles! Und Groß­bri­tan­ni­en kommt mit die­sem Start­platz unter die ers­ten Fünf: ein Gos­pel­chor mit “Power to the Peop­le” als letz­te gesun­ge­ne Text­zei­le des Abends direkt vor der Abstim­mung: wie soll das schief gehen?

  8. Die Start­rei­hen­fol­ge ist eigent­lich ganz gut gelun­gen. Nur Polen und Grie­chen­land direkt hin­ter­ein­an­der? Zwei Songs mit Rapele­men­ten hät­te man viel­leicht ein biss­chen wei­ter aus­ein­an­der schie­ben kön­nen. Dass der letz­te Start­platz für Groß­bri­tan­ni­en so toll sein soll, kann ich nicht ganz nach­voll­zie­hen. 26 Lie­der sind echt viel und dann muss man als letz­ter noch­mal rich­tig Gas geben…ich den­ke nicht, dass der Bei­trag so über­zeu­gend sein kann, um wirk­lich unter die Top 10 zu kom­men. Deutsch­land zwi­schen zwei Bal­la­den ist ja eigent­lich ganz gut, aber nach Öster­reich, das eine unglaub­li­che Unter­stüt­zung aus dem Publi­kum erfährt (zurecht! super Auf­tritt am Don­ners­tag!) und vor Schwe­den, das auch eigent­lich immer von den Fans gehypt wird, sehe ich ziem­lich schwarz für die drei Mädels.. Das Lied ist zu harm­los, die Kon­kur­renz zu stark. Hin­ten lan­den wer­den neben Deutsch­land noch San Mari­no, Finn­land, hof­fent­lich Mal­ta und Frank­reich. Wenn es nach mir gin­ge wür­de Weiß­russ­land den letz­ten Platz bele­gen, aber das ist prak­tisch unmög­lich, weil sich die Ex-Sowjet-Staa­ten ja alle so lieb haben und “den glei­chen Musik­ge­schmack” tei­len (ok, ich kann zwar nichts weiß­rus­si­sches oder sla­wi­sches an die­sem Titel erken­nen, aber was solls..). Mei­ne Hoff­nun­gen sind ein­fach, dass die Schweiz und ins­be­son­de­re die Nie­der­lan­de nicht unter­be­wer­tet wer­den! Ein Sieg von Ungarn wür­de mich am meis­ten freu­en, da Schwe­den und Arme­ni­en zu lang­wei­lig sind und ich die grie­chi­schen Jungs ein­fach nicht sym­pa­thisch fin­de, gutes Lied hin oder her..Wenn Ita­li­en einen guten Auf­tritt bie­tet, dann zäh­le ich sie auch zu den Favo­ri­ten.

  9. Was ich noch hin­zu­fü­gen woll­te: Im Moment beschäf­tigt mich die Fra­ge, was ist wenn die detail­lier­ten Ergeb­nis­se der Juries und des Publi­kums, die ja die­ses Jahr ver­öf­fent­licht wer­den sol­len, sich (viel­leicht sogar signi­fi­kant) von­ein­an­der unter­schei­den? Was wür­de das bedeu­ten?
    Das wür­de doch eigent­lich die “Kom­pe­tenz” der Jury wider­le­gen, denn die­se soll doch (mei­ner Auf­fas­sung nach) die Lie­der so bewer­ten, wie erfolg­reich sie in dem jewei­li­gen Land sein könn­ten, oder nicht? Wenn die Juries kom­plett ande­re Favo­ri­ten haben, dann bedeu­tet das doch, dass sie kei­ne Exper­ten sind, die Ahnung davon haben, wel­cher Bei­trag ein Erfolg sein wird…und das bedeu­tet wie­der­um, dass die Juries im Grun­de nutz­los sind und eigent­lich nur nor­ma­le Leu­te, die nach ihrem eige­nen Geschmack voten dür­fen. Dann könn­te man auch gleich jeman­den zufäl­lig aus dem Tele­fon­buch aus­wäh­len, der könn­te die­sen Job genau­so machen..
    Wenn dann auch noch die Ergeb­nis­se zwi­schen den ein­zel­nen Jury­mit­glie­dern extrem vari­ie­ren, dann soll­te doch wirk­lich jeder Zwei­fel besei­tigt sein, dass die Juries über­haupt kei­nen Nut­zen für die Fair­ness die­ses Wett­be­werbs haben..
    Ich erwar­te von den Juries, dass sie die Pro­fes­sio­na­li­tät, die Ori­gi­na­li­tät und die Erfolgs­chan­cen eines Bei­trags rich­tig abwä­gen und am Ende ein Ergeb­nis ent­steht, dass für jeden nach­voll­zieh­bar ist und unter jeden Umstän­den sich nicht wesent­lich von dem der Tele­vo­ter unter­schei­det! Ist dies nicht der Fall, sind die Juries ein­fach nur 5 Per­so­nen, die sagen, wen sie toll und schei­ße fin­den und mehr nicht! Wie gesagt, die­sen Job kann wirk­lich jeder über­neh­men, dazu müs­sen kei­ne “Exper­ten” her­an­ge­zo­gen wer­den..

  10. Die Jurys haben nichts, aber auch gar nichts, mit dem poten­zi­el­len (Verkaufs-)Erfolg eines Songs zu tun. Sie sind dazu da, musi­ka­lisch “höher­wer­ti­ge” Bei­trä­ge hoch­zu­zie­hen, Sound-and-Fury-Kram wie die rus­si­schen Omas von 2012 run­ter­zu­wer­ten (bezie­hungs­wei­se auf einen ange­mes­se­ne­ren Platz zu set­zen) und den Effekt des Nach­bar- und Dia­spo­ra-Votings ein biss­chen zu mil­dern. Wenn sich ihre Stim­men nicht wesent­lich von denen der Tele­vo­ter unter­schie­den, wären sie abso­lut über­flüs­sig, und obwohl man­che das anders sehen mögen, soll­ten sie das mei­ner Mei­nung nach nicht sein.

    Und was soll bit­te die Fra­ge nach hypo­the­tisch mas­siv unter­schied­li­chen Wer­tun­gen? Sieh dir mal auf Wiki­pe­dia die auf­ge­schlüs­sel­ten Ergeb­nis­se der letz­ten fünf ESCs an, dann sieht man, dass die Wer­tun­gen von Tele­vo­tern und Jurys sich ger­ne mal dras­tisch unter­schei­den – sie­he bei­spiels­wei­se Frank­reich 2009, Bel­gi­en 2010, Ita­li­en 2011, Tür­kei und Russ­land 2012 oder Rumä­ni­en 2013. Die­se Unter­schie­de gibt es, und sie neh­men den Jurys in mei­nen Augen kein Stück ihrer Exis­tenz­be­rech­ti­gung – im Gegen­teil, sie sind der ein­zi­ge Grund, war­um die Jurys über­haupt mit­stim­men dür­fen.

  11. Sor­ry, aber nach der Logik hät­ten Elai­za nie­mals den deut­schen Vor­ent­scheid gewin­nen dür­fen, weil die bei­den auf­fäl­ligs­ten Acts ins Super­fi­na­le ein­ge­zo­gen wären (San­tia­no und Unhei­lig). Wer gegen den Fidd­ler ankommt, kann auch die Flö­te oder die Mup­fel schla­gen. Nicht vie­le ande­re viel­leicht, aber dass ein paar Gim­micks nicht vor einem letz­ten Platz schüt­zen, haben wir die letz­ten Jah­re immer wie­der gese­hen – frag mal Too­ji oder Ryan Dolan.

  12. Neben Polen/Griechenland gibt es noch einen wei­te­ren Clus­ter, den ich anders gesetzt hät­te: Niederlande/San Mari­no. DR wird sei­ne Grün­de gehabt haben, die bei­den ruhigs­ten Songs der zwei­ten Hälf­te direkt hin­ter­ein­an­der zu set­zen, aber ich kann das nicht so ganz nach­voll­zie­hen. Tau­sche Nie­der­lan­de gegen Ungarn, und die gan­ze Sache wirkt deut­lich abwechs­lungs­rei­cher. Viel­leicht woll­te sich DR nicht direkt mit einem der gro­ßen Favo­ri­ten mes­sen, aber da die Nie­der­lan­de und Mal­ta im Moment deut­lich im Auf­wind sind, kann man den Ver­such, direkt vor und hin­ter Basim kei­ne Sieg­kan­di­da­ten zu set­zen, als geschei­tert betrach­ten.

  13. OK, Dia­spo­ra und Nach­bar­schafts­vo­ting sind so weit wie mög­lich ein­zu­däm­men, das ist wohl jedem klar. Aber soll­te bzw. kann das die Jury über­neh­men? Und die Fra­ge nach “höher­wer­ti­gen” Lie­dern ist ja wohl ein Witz. Es ist nun mal so, dass jeder sei­ne eige­ne Mei­nung hat. Anzu­fan­gen Musik nach höher­wer­tig und nied­ri­ger ein­zu­stu­fen, hat eigent­lich kei­nen Sinn, denn das ist immer sub­jek­tiv.

    Ich tue mir schwer damit, dass die Juries als “Exper­ten” ange­se­hen wer­den. Denn, wenn sie dazu da sind, Dia­spora­vo­ting und “min­der­wer­ti­ge­re” Bei­trä­ge aus­zuiseben, dann kann das auch jeder ande­re halb­wegs intel­li­gen­te Mensch machen. Und die Auf­ga­be Nach­bar­schafts­vo­ting zu ver­hin­dern, sehe ich nicht unbe­dingt ersicht­lich aus den letz­ten Ergeb­nis­sen. Die Ukrai­ne, die immer von Nach­bar­schaf­ten pro­fi­tiert, war im Jahr 2010 auf dem 10. Platz ins­ge­samt und bei den Tele­vo­tern nur auf Platz 13. 2011 war Däne­mark, das auf skan­di­na­vi­sche Hil­fe bau­en kann, bei den Tele­vo­tern auf 18 und bei der Jury auf 3. Wenn ich mich recht ent­sin­ne hät­te es 2012 sogar das vor­zei­ti­ge aus für die Ukrai­ne im Halb­fi­na­le gege­ben, wenn die Jury sie nicht noch geret­tet hät­ten…

    Wenn die Jury wirk­lich Dia­spo­ra und Nach­bar­schafts­vo­ting ver­hin­dern soll, dann müss­te sie jedes Jahr alle Ex-Sowjet-Staa­ten, alle Ex-jugo­sla­wi­schen Län­der und alle skan­di­na­vi­schen Län­der run­ter­vo­ten. Das pas­siert aber nicht und es wäre auch irgend­wie unfair, denn am Ende zählt halt immer noch das Lied und wenn das bes­te Lied even­tu­ell mal aus der Ukrai­ne kommt, dann darf man das nicht als Juror run­ter­vo­ten, nur weil es eben aus der Ukrai­ne kommt..

    Mein Gedan­ke hin­ter den Unter­schie­den zwi­schen Jury- und Tele­vo­ting ist eben ein­fach, 5 Leu­te mit tau­sen­den von Leu­ten zu ver­glei­chen ist auf sta­tis­ti­scher Ebe­ne nicht mach­bar. Auch wenn sich die Juro­ren Mühe geben so objek­tiv wie mög­lich an die Sache ran­zu­ge­hen, letzt­end­lich ist der eige­ne Geschmack immer noch die trei­ben­de Kraft und die hat eben jeder ein­zel­ne Mensch, von daher sehe ich die unum­gäng­li­che Not­wen­dig­keit der Juries nicht!

  14. Es fan­gen an: Ukrai­ne, Weiß­russ­land, Aser­bai­dschan. Poli­tisch oder poli­tisch? Aber wenigs­tens erst­mal nicht nach Baku im nächs­ten Jahr.
    “Calm After The Storm” passt direkt nach Däne­mark. Die Hal­le wird bren­nen.
    Valen­ti­na Monet­ta hat eine gute Posi­ti­on, Mol­ly eine zu gute.
    Schön, dass Elai­za nicht eröff­nen müs­sen.

  15. Nur weil jeder Mensch einen Geschmack hat, heißt das noch nicht, dass alle sich auf dem glei­chen Level bewe­gen. Natür­lich ist vie­les in der Musik sub­jek­tiv, aber eben längst nicht alles. Man kann sagen, dass einem “Par­ty for Every­bo­dy” bes­ser gefällt als “Suus”, aber die Aus­sa­ge, Bura­novs­ki­ye Babush­ki sei­en fähi­ge­re Sän­ge­rin­nen als Rona Nish­liu, wäre objek­tiv Unsinn. Sol­che Din­ge kann man objek­tiv bewer­ten, und dafür sind die Jurys da – um sich eben nicht von Büh­nen­shows blen­den zu las­sen, die mit Nied­lich­keit oder Feu­er­werk über die Sub­stanz­lo­sig­keit des Lie­des hin­weg­täu­schen. Und das kann ein Pro­fi, der selbst in der Musik­in­dus­trie tätig ist, bes­ser als Herr/Frau Mus­ter­mann von der Stra­ße.

    Sicher, man kann prin­zi­pi­ell gegen die Jurys sein – da bist du auf die­ser Sei­te defi­ni­tiv nicht allein. Ich für mei­nen Teil will nicht zurück in die Zei­ten des rei­nen Tele­vo­tings, egal wie lan­ge die Tür­kei dar­über jam­mert, wie toll das doch war.

    (Das ukrai­ni­sche Ergeb­nis von 2012 ist übri­gens als Bei­spiel ein biss­chen unglück­lich gewählt. Das Land wäre bei den Tele­vo­tern zum ers­ten Mal geschei­tert, als es erst­mals eine dun­kel­häu­ti­ge Sän­ge­rin geschickt hat – ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Und das sage ich als jemand, der “Be My Guest” nicht aus­ste­hen kann.)

  16. Du hast natür­lich Recht, dass Rona eine fähi­ge­re Sän­ge­rin ist als die rus­si­schen Groß­müt­ter, aber ich sehe trotz­dem kei­nen Grund die Juries des­we­gen anzu­hal­ten das gesang­li­che Kön­nen oder sogar die Vita eines Sän­gers so stark mit ein­zu­be­zie­hen.

    Ich fin­de doch letzt­end­lich soll die Jury alles beach­ten, den Gesang, die Kom­po­si­ti­on, den Auf­tritt und eben auch das Poten­zi­al des Lie­des. Was hät­te ein Sie­ger davon, wenn sein Lied im Anschluss an den Con­test kei­nen kom­mer­zi­el­len Erfolg hat? Zum Bei­spiel Rapha­el Gual­az­zi: sicher­lich sein Lied war eine gute Kom­po­si­ti­on, aber es ist eben Fakt, dass die­se Art von Musik weni­ger erfolg­reich im Main­stream ist als der Sie­ger­song aus Aser­bai­dschan. Das heißt nicht, dass auch mal ein unge­wöhn­li­cher Song den Con­test gewin­nen kann, im Gegen­teil, so lan­ge es Publi­kum UND Jury gibt wird immer eher ein Kom­pro­miss­kan­di­dat sie­gen. Ich bin dabei viel­leicht zu naiv oder roman­tisch, aber ich glau­be immer noch, dass jedes Land mit einem guten Song und per­fek­ten Auf­tritt gewin­nen kann 😉

    Wie gesagt, das Pro­blem mit Dia­spo­ra und so ist nicht von der Hand zu wei­sen, aber viel­leicht gibt es auch alter­na­ti­ve Ide­en zu den Juries? Ich bin dar­in lei­der kein Exper­te, aber irgend­et­was lässt sich doch bestimmt fin­den, um die­ses Pro­blem so klein wie mög­lich zu machen. Wenn es dabei um Fra­gen zum Tele­fon­vo­ting geht, wie­so fragt man da nicht ein­fach mal bei der NSA nach. Die wis­sen ja immer­hin sehr viel, wenn es um Tele­fon­tech­nik geht und wür­den sich bestimmt über ein klei­nes Enga­ge­ment in Euro­pa freu­en xD 😉

    Zu dei­ner Anmer­kung über Gai­ta­na aus Ukrai­ne: Ich wuss­te, dass du die­ses “Gerücht” mit ihrer Haut­far­be anbrin­gen wirst 😉 Es mag sein, dass es noch Men­schen gibt, denen die Haut­far­be eines ande­ren nicht egal ist und in ihrem Halb­fi­na­le waren auch vie­le ost­eu­ro­päi­sche Staa­ten, aber ich den­ke nicht, dass sich die Behaup­tung bekräf­ti­gen lässt, dass sie geschei­tert wäre wegen ihrer Haut­far­be. Schon allei­ne die 12 Punk­te aus Weiß­russ­land zei­gen, dass es egal ist, wer für die Ukrai­ne antritt, Nach­bar ist Nach­bar (anschei­nend für Weiß­russ­land). Deutsch­land und die Nie­der­lan­de gaben hin­ge­gen gar kei­ne Punk­te und von die­sen bei­den Län­dern wür­de man ein Aus­blei­ben von Stim­men wegen der Haut­far­be den­ke ich nicht erwar­ten!

  17. Die Vita? Was hat das denn bit­te mit irgend­was zu tun, was ich gesagt habe?

    Bei Gai­ta­na kamen defi­ni­tiv meh­re­re Fak­to­ren zusam­men, um der Ukrai­ne ihr zweit­schlech­tes­tes Ergeb­nis zu besche­ren, und die­se Fak­to­ren las­sen sich kaum gegen­ein­an­der auf­rech­nen (unter ande­rem taug­te der Song ein­fach nichts – und dass die Ukrai­ne auch mit wei­ßen Künst­lern und rei­nem Tele­vo­ting kaputt gehen kann, hat ihr Heim­bei­trag von 2005 ein­deu­tig unter Beweis gestellt).

    Und Rapha­el Gual­az­zi war weni­ger erfolg­reich im Main­stream als Ell/Nikki? Die Ver­kaufs­zah­len der bei­den gaben sich nicht all­zu viel, soweit ich mich rich­tig erin­ne­re – “Run­ning Sca­red” war der erfolg­lo­ses­te Sie­ger­ti­tel der letz­ten fünf Jah­re (was auch sei­nen Punk­te­stand gut wider­spie­gel­te). In den Top 100 der deut­schen Sin­gle-Jah­res­charts für 2011 fin­det sich jeden­falls kei­ner der bei­den, was heißt, dass es nicht mal für 100.000 ver­kauf­te Ein­hei­ten hier­zu­lan­de gereicht hat.

    Was die Jurys hin­ge­gen ver­hin­dert haben, war ein Sieg für Lore­en mit nur elf Punk­ten Abstand (eine Abstim­mung aus Ost­eu­ro­pa mehr, und das rei­ne Tele­vo­ting hät­te wohl einen ande­ren Sie­ger gehabt), und “Eupho­ria” war nun nach jedem denk­ba­ren Maß­stab kom­mer­zi­ell erfolg­rei­cher als “Par­ty for Every­bo­dy” (oder irgend­ein ande­rer ESC-Song der letz­ten zwan­zig Jah­re). Was die Jurys ver­hin­dert haben, war ein sieb­zehn­ter Platz für die mei­ner Mei­nung nach bes­te ESC-Per­for­mance aller Zei­ten. Es geht eben nicht immer nur dar­um, was sich ver­kau­fen wür­de – und das soll­te es auch gar nicht.

  18. Ich den­ke wir soll­ten uns nicht strei­ten, wel­che Kri­te­ri­en die Juries nun her­an­zie­hen sol­len. Aber ich glau­be wir sind uns einig, wenn wir sagen, dass alle Juries die GLEI­CHEN Kri­te­ri­en berück­sich­ti­gen sol­len, oder? Das wäre ein Schritt zu einer etwas fai­re­rern Ent­schei­dung. Mein per­sön­li­cher Ein­druck ist es, dass dies nicht so ganz geschieht..

    Wenn ich lese, dass Aser­bai­dschan bei den Pro­ben zur Punk­te­ver­ga­be sich wei­gert vor­zu­le­sen, dass ihre 8 Punk­te nach Arme­ni­en gehen, dann fra­ge ich mich, ist es mög­lich jetzt in die­sem kon­kre­ten Fall, dass das Voting fair ist? Wir wis­sen alle, dass Aser­bai­dschan und Arme­ni­en Fein­de bis auf die Kno­chen sind, aber mei­ner Erach­tens nach ist das nicht mit dem ESC ver­ein­bar. Klar, es wird immer ein­zel­ne Leu­te geben, die prin­zi­pi­ell nicht für ein bestimm­tes Land anru­fen, war­um auch immer (viel­leicht schlech­te Erfah­run­gen im Urlaub gemacht? ;)), aber im Gro­ßen und Gan­zen ist eine so poli­tisch gewoll­te Feind­schaft nicht mit einem fai­ren Voting ver­ein­bar. Ich bin gespannt wie die Juro­ren aus den jewei­li­gen Län­dern für das ande­re Land abge­stimmt haben. Mal ganz ehr­lich, wenn die Juro­ren das jeweils ande­re Land auf den letz­ten Plät­zen füh­ren, dann heißt das (zumin­dest für mich), dass dies nicht auf­grund musi­ka­li­scher Kri­te­ri­en son­dern wegen der Poli­tik, viel­leicht auch wegen Angst vor der eige­nen Regie­rung, gesche­hen ist. Das wäre für mich ein aus­rei­chen­der Grund die­se bei­den Län­der nicht mehr teil­neh­men zu las­sen, solan­ge die­se enor­me Feind­schaft noch besteht. Das mag zwar scha­de sein, beson­ders für die ech­ten Fans, aber so etwas geht gar nicht!

    Bei den gan­zen Punk­ten, die ich in den Kom­men­ta­ren ange­führt habe, geht es mir eigent­lich nur dar­um ein biss­chen mehr über Fair­ness im Con­test zu dis­ku­tie­ren 🙂

Oder was denkst Du?