Rus­sen rasie­ren sich die Bär­te als Pro­test

Und damit es nicht immer nur um die Jurys geht, hier noch eine bun­te Mel­dung aus dem lus­ti­gen Reich der Hete­ro­se­xua­li­ät: wie der bri­ti­sche Blog Gay Star News berich­tet, rasie­ren sich eini­ge ver­wirr­te rus­si­sche Män­ner nun in einer bizar­ren Form des Pro­tes­tes gegen den Sieg Con­chi­ta Wursts den Bart ab: so habe der Rap­per Alex­an­der Ste­pa­nov ali­as ST sei­ne Fans auf­ge­for­dert, durch ein sol­ches Tun zu bewei­sen, dass sie nicht Con­chi­ta sei­en. Der Arti­kel zitiert einen Twit­ter-User, der dem Auf­ruf folg­te, mit den Wor­ten: “Sams­tag war der letz­te Tag, an dem ein Bart Dich männ­li­cher machen konn­te.” Zu den Pro­test­lern gehört dem Bericht zufol­ge auch Andrej Mala­kow, der 2009 die Semi­fi­nals des Euro­vi­si­on Song Con­tests in Mos­kau mode­rier­te. Nun wis­sen wir aus den Ein­spiel­fil­men des dies­jäh­ri­gen Wett­be­werbs, in dem der mit Voll­bart unwi­der­steh­lich sexy aus­se­hen­de Mode­ra­tor und Bor­gen-Star Pilou Asbæk bar­ge­sich­tig auf­trat, wie unvor­teil­haft eine Rasur wir­ken kann. Sich also nun als Pro­test gegen die Viel­falt selbst optisch zu ver­stüm­meln – auf so eine bescheu­er­te Idee kön­nen ein­fach nur Heten kom­men!


Ein Gesicht wie ein Brie: Bor­gen-Cutie Pilou, bart­los 

12 Gedanken zu “Rus­sen rasie­ren sich die Bär­te als Pro­test

  1. Heey… so lang­sam fühl ich mich als jemand, der kei­nen wirk­li­chen Bart­wuchs im Gesicht hat und sich somit kei­nen präch­ti­gen Drei­ta­ge­bart wach­sen las­sen kann dis­kri­mi­niert… :/ 😉

  2. …sei­ne Fans auf­ge­for­dert, durch ein sol­ches Tun zu bewei­sen, dass sie nicht Con­chi­ta sei­en.” -> Was? Was ist das für ein Argu­ment? Ich fin­de es irgend­wie krass, dass irgend­wel­che Ker­le sich so der­ma­ßen ange­grif­fen füh­len oder fast schon Angst haben, jetzt durch einen Sieg von Con­chi­ta ihre Männ­lich­keit zu ver­lie­ren… Was hat Con­chi­ta mit ande­ren Leu­ten zu tun, mit euch oder mir? Klar, sie hat eine Bot­schaft, dass Tole­ranz für anders­ar­ti­ge end­lich in ganz Euro­pa ein­zie­hen soll, aber was hat das mit dem Anse­hen von Hete­ro­se­xu­el­len zu tun? Ich den­ke immer, jemand muss die­sen Leu­ten hel­fen. Sie lei­den anschei­nend an Para­noia oder ande­ren Ängs­ten bzw. sie schei­nen ein so klei­nes Selbst­be­wusst­sein zu haben, dass sie sich schä­men einen Bart zu tra­gen, da sie ja mit Con­chi­ta ver­wech­selt wer­den könn­ten?! What the hell?!

  3. Ich fin­de das ein­fach nur gran­di­os. Män­ner, die sich den Bart abra­sie­ren, um nicht weib­lich zu wir­ken. Allein dafür hat sich doch schon Con­chi­tas Sieg gelohnt. 😀

  4. Man steht völ­lig fas­sungs­los davor, oder? Ich den­ke auch, wie abgrund­tief ver­un­si­chert muss jemand sein, um so einen absur­den Gedan­ken­kurz­schluss hin­zu­le­gen? Ich wäre ja fast geneigt, zu sagen, wie heil­froh ich bin, ein Homo zu sein, wenn das Kon­zept von Hete­ro­se­xua­li­tät anschei­nend der­ar­tig stark auf Angst basiert. Aber das täte den vie­len ent­spann­ten, reflek­tier­ten, selbst­be­wuss­ten Hete­ros, die ich ken­ne und mag, bit­ter Unrecht. 🙂

  5. Was haben die denn für Pro­ble­me?!? Gehts noch schlim­mer?!

    Übrigens,ich wür­de mir ja auch ger­ne einen Bart wach­sen las­sen, aber irgend­wie will das nicht klap­pen. Was nun? Bin ich jetzt unso­li­da­risch?!

  6. Ich habe noch nie begrif­fen, wovor die­se Leu­te genau Angst haben. Wie zer­brech­lich muss deren Männ­lich­keits- und Hete­ro­se­xua­li­täts­kon­zept sein, dass ein bär­ti­ger Trans­ves­tit es der­art beschä­di­gen kann? Inwie­fern sind Homo­se­xu­el­le für Hete­ro­se­xu­el­le über­haupt eine “Gefahr”? Okay, die­se Leu­te sind ja auch der Mei­nung, man kön­ne irgend­je­man­den zur Homo­se­xua­li­tät “erzie­hen” – das soll­te dann viel­leicht der Punkt sein, wo man als ver­nünf­tig den­ken­der Mensch die Debat­te abbricht und sich lang­sam ent­fernt, ohne den offen­kun­dig nicht voll­stän­dig geis­tig Anwe­sen­den aus den Augen zu ver­lie­ren…

    (Ja, viel­leicht bin ich “into­le­rant”, weil ich glau­be, sol­che Leu­te sei­en geis­tig nicht ganz da. Die­se Leu­te kön­nen von mir aus den­ken und glau­ben, was sie wol­len – es gibt auch Leu­te, die gern Blut­wurst essen oder die der Mei­nung sind, “Atten­ti­on” sei ein fan­tas­ti­scher Song, der völ­lig zu Unrecht im Semi hän­gen geblie­ben ist. Aber wenn die Mehr­heit anfängt, Angst vor Min­der­hei­ten zu schü­ren, fin­det mei­ne Tole­ranz ein ziem­lich abrup­tes Ende. Mea cul­pa.)

  7. Ich hof­fe sehr, Con­chi­ta mode­riert 2015 den Song Con­test wie schon ange­deu­tet. Die Tür­kei und wei­te­re Staa­ten wür­den dann mög­lich­wei­se (wei­ter­hin) fern­blei­ben, aber zumin­dest dürf­ten uns dann Buh-Kon­zer­te bei der Punk­te­ver­ga­be erspart blei­ben, beim Bar­te der Con­ci­ta!

  8. OH, MEIN GOTT! Wer einen Bart braucht um sich männ­lich zu füh­len.…!?!
    Jungs, macht es wie ich. Wenn ich mal ein biss­chen “Ego­po­li­tur” brau­che, gehe ich Tan­zen, Auf der Tanz­flä­che darf, nein soll der MANN MANN sein! Uuups, dafür braucht MAN(N) ja AUCH Selbst­be­wußt­sein!

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