Sie­gel: “ ‘Let’s get hap­py’ war für Anke Engel­ke”

Allei­ne bei der Vor­stel­lung fällt mir fast die Kaf­fee­tas­se aus der Hand: in einem Inter­view mit dem aus Deutsch­land stam­men­den mehr­fa­chen Schwei­zer Vor-Vor­ent­scheids-Teil­neh­mer Mave O’Rick (bekannt durch den Flum­mi­tech­no­re­mix von Anne-Marie Davids ‘Tu te recon­naî­tras’) für die Online­aus­ga­be des Schwu­len­ma­ga­zins Män­ner behaup­te­te der deut­sche Grand-Prix-Grand­sei­gneur ges­tern, er habe ‘Let’s get hap­py’ (DE 2003) ursprüng­lich nicht für Lou Hoff­ner, son­dern für Anke Engel­ke kom­po­niert. “Und fast hät­te sie den Song gesun­gen. Ich bin mir ziem­lich sicher, dass dann ein bes­se­rer Platz dabei her­aus gesprun­gen wäre,” so Sie­gel. Das lässt nun Raum für Spe­ku­la­tio­nen: schei­ter­te es wie wei­land 1997 am schnö­den Mam­mon, als der Mün­che­ner Song­schrei­ber sei­nen Titel ‘Zeit’ von der ursprüng­lich ange­frag­ten Esther Ofa­rim (CH 1963) auf­grund derer hohen Gagen­for­de­rung, die Sie­gel nicht erfül­len woll­te, an die Bie­le­fel­der Bank­kauf­frau Bian­ca Shom­burg wei­ter­rei­chen muss­te? Ver­lei­te­te ein ver­dutzt-höf­li­ches “Ich den­ke drü­ber nach” der genia­len Come­di­en­ne und spä­te­ren Euro­vi­si­ons­mo­de­ra­to­rin Sie­gel zur irri­gen Annah­me, sie zöge sein Ela­bo­rat ernst­haft in Betracht? Oder sind das doch die ers­ten Zei­chen einer begin­nen­den Alz­hei­mer?


Zu vie­le bun­te Glücks­pil­len genom­men? Laut Sie­gel soll­te Anke ursprüng­lich den Song sin­gen

Für letz­te­re The­se spricht auch, dass er sei­nen aktu­el­len san­ma­ri­ne­si­schen Euro­vi­si­ons­bei­trag, Valen­ti­na Monet­tas ‘May­be’, ernst­haft mit sei­nem größ­ten künst­le­ri­schen Erfolg, ‘Ein biss­chen Frie­den’ (DE 1982), auf eine Stu­fe stellt: “Ich hat­te in den letz­ten Wochen sehr emo­tio­na­le Erleb­nis­se mit die­sem Lied,” so der Kom­po­nist, der den bis­lang eher zöger­li­chen Zuspruch zu sei­ner letz­ten Schöp­fung damit begrün­det, dass man den Song eben nicht auf einem Han­dy oder Lap­top “ohne Bäs­se” hören dür­fe, wenn er sei­ne vol­le “Wär­me und Atmo­sphä­re” ent­fal­ten sol­le. Zumin­dest um eine ori­gi­nel­le Aus­re­de ist Sie­gel also nie ver­le­gen, das muss man dem Mann las­sen.


Also schön die Bäs­se auf­dre­hen, dann klappt’s auch mit dem Final­ein­zug!

4 Gedanken zu “Sie­gel: “ ‘Let’s get hap­py’ war für Anke Engel­ke”

  1. FÜR WEN ?!?!?!?!
    Gott sei Dank hat Anke Engel­ke die­ses Lied nicht gesun­gen. Ich weiß auch nicht ob sie wirk­lich damit glück­lich gewor­den wäre. Das wäre ihre per­sön­li­che Demon­ta­ge gewe­sen. Wenn ich mir so vor­stel­le, wie Anke Engel­kes Auf­tritt in Riga aus­ge­se­hen hät­te…

    Naja, so wur­de das Lied dann halt von einer pumucklar­ti­gen Gestalt gesun­gen, die drei Jah­re spä­ter ins Visier der Dro­gen­fahn­der geriet. Schön, dass du das nicht gemacht hast, Anke 😉

  2. Leu­te, heu­te ist der 1. Mai und nicht der 1. April.

    Oder ist das etwa doch kein Witz? Wenn nein: Weiß Anke das auch, dass sie das sin­gen soll­te?

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