The Wie­ner takes it all: Con­chi­ta Wurst gewinnt den ESC 2014!

Ich lie­be Dich, Euro­pa! Was ich in mei­nen kühns­ten Träu­men nicht zu hof­fen gewagt hät­te, erfüll­te sich in die­ser denk­wür­di­gen Sams­tag­nacht: die Men­schen die­ses Kon­ti­nents krön­ten eine bär­ti­ge öster­rei­chi­sche Drag­queen zu ihrer Köni­gin. Ent­ge­gen allen Befürch­tun­gen erhielt die fabel­haf­te Con­chi­ta Wurst, die eine wür­de­vol­le Show und eine auf den Punkt per­fek­te Gesangs­leis­tung lie­fer­te, aus so gut wie allen Län­dern Punk­te – auch aus denen jen­seits des ehe­ma­li­gen Eiser­nen Vor­hangs. Dabei zeig­ten sich sogar poli­tisch erz­kon­ser­va­ti­ve Staa­ten wie bei­spiels­wei­se Ungarn fort­schritt­li­cher als Deutsch­land, aus der Con­chi­ta – ein­zi­ger Wer­muts­trop­fen des Abends – ledig­lich sie­ben Punk­te bekam. Was wir unse­rer Jury ver­dan­ken, denn im Tele­vo­ting erreich­te die bär­ti­ge Sis­si bei uns natür­lich Platz 1. Bei unse­ren Juro­ren (Andre­as Bou­ra­ni, Sido, Made­li­ne Juno, Jen­ni­fer Ros­tock und Musik­ma­na­ger Kon­rad Som­mer­mey­er) lan­de­te sie hin­ge­gen auf Rang 11, was in der Gesamt­wer­tung nur für den beschä­men­den vier­ten Platz reich­te. Selbst­re­dend sind alle vier ver­ant­wort­li­chen Künst­ler ab sofort von mei­ner Musik­kauf­lis­te für immer gestri­chen! Doch abge­se­hen davon gab Euro­pa mit dem Sieg Con­chi­tas ein beein­dru­cken­des Zei­chen für Tole­ranz und Respekt. Ein his­to­ri­scher Tag, der mir wie­der ein Stück­chen Glau­ben an die Mensch­heit zurück­ge­ge­ben hat, wenn ich das mal so pathe­tisch for­mu­lie­ren darf. Und dafür dan­ke, Euro­pa!


Ein Sieg für die Tole­ranz: Con­chi­ta Wurst

21 Gedanken zu “The Wie­ner takes it all: Con­chi­ta Wurst gewinnt den ESC 2014!

  1. Herz­li­chen Glück­wunsch, Öster­reich! Herz­li­chen Glück­wunsch, Con­chi­ta! Herz­li­chen Glück­wunsch, Tom!

    Ich kann es immer noch nicht fas­sen, zum ers­ten Mal hat tat­säch­lich das Lied gewon­nen, für das ich auch ange­ru­fen habe. Unglaub­lich!!!!!

    Aber es konn­te nicht anders kom­men. Con­chi­ta hat­te bei ihrem Auf­tritt das berühm­te Sie­ger­lä­cheln. Die Hal­le war wie eupho­ri­siert. So etwas habe ich beim ESC noch nie erlebt! Und was soll nach Only Teard­rops auch fol­gen? Tie­fer als ins Tal der Trä­nen kann es gar nicht mehr gehen. Also: Rise like a Phoe­nix! Das stützt mei­ne Theo­rie, dass man Gewin­ner­lie­der auch am Titel erken­nen kann.

    Alles in allem ein gran­dio­ser Abend!

  2. Ich bin vor dem Fern­se­her fast genau­so aus­ge­flippt wie beim Sieg von Lena. Und das obwohl ich als Hete­ro ja eigent­lich nicht zu einer sexu­el­len Grup­pe gehö­re, die um Tole­ranz kämp­fen muss. Aber – ich weiß ich hab es schon 2–3x geschrie­ben, aber ich wie­der­ho­le mich ger­ne – der Auf­tritt war gran­di­os, die Musik von “Rise Like A Phoe­nix” eben­so und der Text (“Once I’m trans­for­med, once I rewar­med”) ist das Aller­al­ler­bes­te dar­an.
    Und außer­dem ist Öster­reich ein Nach­bar­land, das unse­re Spra­che spricht. Abge­se­hen davon, dass das Land ein­fach mal wie­der dran war nach ACHT­UND­VIER­ZIG JAH­REN !!! Kein dies­jäh­ri­ger Fina­list muss­te län­ger auf einen Sieg war­ten und von allen Teil­neh­mern nur Por­tu­gal.

    Und Aser­bai­dschan nur auf Platz 22 ?! Für Dila­ra tut es mir sehr, sehr leid, denn die Zukunft wird wohl sehr schmerz­haft für sie in einem Land, das wirk­lich alles ver­sucht, den ESC Jahr für Jahr zu gewin­nen und sich ger­ne zur Ziel­schei­be für Bestechungs­vor­wür­fe macht. Für die Füh­rungs­leu­te emp­fin­de ich aller­dings… ähm ja… kei­ner­lei Mit­leid. Ich den­ke mal, das gan­ze homo­se­xu­el­le Lager wird sich vor von Genug­tu­ung erfüll­tem Lachen nicht mehr ein­ge­kriegt haben 😉

    All­ge­mein war der ESC 2014 ein Wett­be­werb der mich per­sön­lich sehr über­rascht zurück­lässt. Dass Öster­reich so deut­lich gewinnt, dass Hol­land so weit kommt und dass Aser­bai­dschan die mit Abstand aller­al­ler­größ­te Nie­der­la­ge sei­ner jun­gen ESC-Geschich­te kas­siert, hät­te ich echt nicht gedacht.
    Dass Isra­el nur auf dem vor­letz­ten Platz im Halb­fi­na­le gelan­det war fin­de ich sehr, sehr scha­de.

    Und die Tole­ranz­bot­schaft, die Con­chi­ta Wurst genau­so ver­mit­teln will, wie Dana Inter­na­tio­nal es immer getan hat, soll­te man sich bei der nächs­ten rus­si­schen Punk­te­ver­ga­be beson­ders zu Her­zen neh­men. Oder hat Alsou die Anti-Homo­se­xua­li­täts-Geset­ze mit ver­ab­schie­det? Dass man schon Alsou bei der Ver­kün­dung der rus­si­schen Wer­tung laut­stark aus­buht ist dann doch ein biss­chen zu viel.

  3. Bin ganz begeis­tert von Con­chi­tas Sieg – aber ganz ehr­lich, kam nicht sehr über­ra­schend für mich. Der Song ist Grand Prix-Bal­la­de pur, Con­chi­ta wur­de super in Sze­ne gesetzt, die Stim­me toll…was soll da noch schief­ge­hen? Der deut­sche Bei­trag ging lei­der unter, aber wenigs­tens konn­ten wir gegen­über dem letz­ten Jahr drei Plät­ze gut­ma­chen^^

  4. Was mich ja sehr freu­dig über­rascht war die rei­nen Voting-Ergeb­nis­se der angeb­lich so kon­ser­va­ti­ven Län­der wie Arme­ni­en, Russ­land, Aser­bai­dschan und Weiß­russ­land. Gin­ge es nach den tau­sen­den Anru­fern hät­te Con­chi­ta dort durch­gän­gig Platz 3–4 im Ran­king gemacht, nur die offen­bar erz­kon­ser­va­ti­ven Jurys der jewei­li­gen Län­der straf­ten Con­chi­ta mit Plät­zen zwi­schen 23 und 25 ab.

  5. Du hast wie­der alles geschrie­ben, was es zu schrei­ben gab – ein ganz tol­ler Abend und ich war wirk­lich über­rascht – 10 Punk­te aus Geor­gi­en, 12 aus Ungarn und sogar aus Russ­land 5 – fand es scha­de, dass aus­ge­rech­net wir kei­ne 12 Punk­te an Öster­reich geben (wobei ich den Nie­der­lan­den die 12 echt gön­ne), alles Län­der um uns her­um geben 12, aber dank der doo­fen Jury.…ach…nein ich reg mich nicht auf, ich freue mich für Öster­reich – ein tol­ler Abend – Vien­na 2015

  6. Woher kennst du jetzt schon die getrenn­ten Tele­vo­ting- und Jury-Ergeb­nis­se?

  7. HERZ­LI­CHEN GLÜCK­WUNSCH CON­CHI­TA! HERZ­LI­CHEN GLÜCK­WUNSCH, ÖSTER­REICH!!!

    Was für eine Stern­stun­de des ESC!

  8. Ja, es hat gro­ßen Spaß gemacht! “Con­chi­ta, die jun­ge Kai­se­rin”, schrieb der stern. Auch ich hul­di­ge ihr, seit Don­ners­tag war für mich klar, sie holt das Ding! Die deut­sche Jury künf­tig zu boy­kot­tie­ren fin­de ich rich­tig. Auch wenn ich mich jetzt unbe­liebt mache, das Sli­de-Gui­tar-Gejau­le aus den Nie­der­lan­den (“Das Leben ist ein ruhi­ger lan­ger Fluss”) geht mir der­art auf den Zei­ger und die Jodel­schnpfe aus Schwe­den auf Platz drei, fin­de ich total über­be­wer­tet. Da hät­te ich lie­ber Grie­chen­land und Ungarn auf dem “Sto­ckerl” gese­hen.

  9. Ich freu mich wie dol­le für Öster­reich – so eine tol­le und muti­ge Ent­schei­dung – und dann Punk­te von über­all her. Dann noch der 2. Platz für die Nie­der­lan­de. Ein wür­di­ger Sie­ger und eine tol­le abwechs­lungs­rei­che TOP 5. Das deut­sche Jury-Voting (hier das 1.Semi) kann ich nicht ganz nach­voll­zie­hen – muss ich aber wohl auch nicht… http://www.eurovision.tv/page/results?event=1873&voter=DE

  10. Ich bin mehr aus­ge­flippt als bei Lena. Trotz aller patrio­ti­schen Gefüh­le berührt mich der Sieg mei­nes per­sön­li­chen Favo­ri­ten näm­lich mehr als der des eige­nen Lan­des. 2010 fand ich Lena und ihren Song zwar auch sehr gut, den Spit­zen­land hat­te aller­dings ein ande­res Land inne. Toll waren aller­dings bei­de Ergeb­nis­se und Jah­re. 🙂

  11. Ich war noch nie so ner­vös bei einer ESC resul­tats­ver­kün­dung. Als mehr und mehr twel­ve points kamen hat­te ich die hoff­nunf dass es was wird, und gleich im hin­ter­kopf “da müs­sen noch vie­le abstim­men, das kann noch schief gehen”.

    Vor allem nach eini­gen kom­men­ta­ren ob man er oder sie sagen soll und ob er/sie ope­riert ist und eigent­lixh weiss was er/sie sein will hat­te ich im vor­feld doch ein biss­chen die hoff­nung ver­lo­ren. Und ich habe es immer gen­re erklärt, aber die meis­ten doch nicht kapiert.

    Umso schö­ner jetzt die­ser tri­umph, hät­te nicht gedacht dass ich ein­mal erle­be dass wir den ESC gewin­nen. Ich hof­fe er wird nächs­tes jahr in Wien sein, dann kann ich mir den ESC end­lich ein­mal live geben.

  12. An Con­chi­tas Gesangs­leis­tung und Per­for­mance gibt es abso­lut nichts aus­zu­set­zen, doch bin ich der Mei­nung, dass die­ses Lied, wenn es jemand anders gesun­gen hät­te (eine “rich­ti­ge” Frau oder auch nur eine Tran­se ohne Bart), nie im Leben gewon­nen hät­te. Es gab wesent­lich bes­se­re und zeit­ge­mä­ße­re Lie­der im Ange­bot, aber gewon­nen hat hier das auf­fäl­ligs­te Gesamt­pa­ket mit der auf­se­hen­er­re­gends­ten Sto­ry rund­um. Wer für Con­chi­ta gestimmt hat, tat dies nicht in ers­ter Linie des Lie­des wegen son­dern wegen des Bar­tes – um ein Zei­chen zu set­zen gegen Into­le­ranz und Homo­pho­bie (die Reak­tio­nen diver­ser – zumeist ost­eu­ro­päi­scher – Arsch­lö­cher auf Face­book zu lesen, ist glei­cher­ma­ßen trau­rig und lus­tig). Vom poli­ti­schen Stand­punkt her ist das natür­lich zu begrü­ßen und auch beacht­lich, aus wel­chen Län­dern die hohen Punkt­zah­len nach Öster­reich geflo­gen kamen, doch vom musi­ka­li­schen Stand­punkt ist es ein wenig ent­täu­schend, dass man mit solch einem simp­len Detail sons­ti­ge Bewer­tungs­punk­te über­trump­fen kann. Aber das ist beim ESC ja oft der Fall, dass die Effek­te um die Per­for­mance her­um wich­ti­ger sind als das eigent­li­che Lied.

    Was aller­dings das ach so tole­ran­te Euro­pa betrifft, so erstreck­te sich das nicht auf Russ­land. Sämt­li­che ver­kün­de­ten Punk­te für Russ­land wur­den aus­ge­buht, eben­so wie die Punk­te­an­sa­ge­rin. Dass Russ­land und Ukrai­ne sich gegen­sei­tig recht vie­le Punk­te gaben, ging im all­ge­mei­nen Buuh unter.

    Die Punk­te­schie­be­rei hielt sich dies­mal ziem­lich in Gren­zen und beschränk­te sich im wesent­li­chen auf Russ­land und sei­ne Pos­se. Ex-Jugo­sla­wi­en hat ja dies­mal größ­ten­teils nicht mit­ge­macht, des­we­gen gabs da auch nichts zu schie­ben. Beson­ders freut mich das mise­ra­ble Abschnei­den Aser­bai­dschans (sogar noch hin­ter uns!!!) – vor allem nach­dem die Punk­te­an­sa­ge­rin im Jury­fi­na­le sich stand­haft gewei­gert hat­te, fik­ti­ve 8 Punk­te an Arme­ni­en zu ver­kün­den.
    Ansons­ten bin ich mit den Plat­zie­run­gen im Gro­ßen und gan­zen recht zufrie­den, obwohl für mein Emp­fin­den Schwe­den, Russ­land, Ukrai­ne und Rumä­ni­en viel zu weit oben ste­hen, aber dafür Mon­te­ne­gro, Ita­li­en und Grie­chen­land viel zu weit unten.

  13. So, jetzt mal wie­der eine etwas län­ge­re Bespre­chung von mir:

    UKRAI­NE: Die Ukrai­ner und ihre Büh­nen­shows. Der Mann im Hams­ter­rad war aber wie­der sehr, sehr flei­ßig ges­tern. Platz 6 geht in Ord­nung. Haupt­sa­che kein ESC in Kiew. Allei­ne die Vor­stel­lung, dass wäh­rend dem ESC in einem Teil­neh­mer­land ein Krieg statt­fin­det…

    WEISS­RUSS­LAND: Coo­le Num­mer von den Weiß­rus­sen, die aber von den däni­schen Start­num­mer­ver­tei­lern schon vor­her run­ter­ge­zo­gen wur­de. Trotz­dem: Bit­te ger­ne im nächs­ten Jahr wie­der. Gefällt mir mehr als ver­krampf­te Sachen wie “Solayoh” letz­tes Jahr.

    ASER­BAI­DSCHAN: Ges­tern Abend ist mein ESC-Welt­bild kra­chend zusam­men­ge­bro­chen und Aser­bai­dschan ist ein Haupt­grund. Platz 22 von 26? Für Aser­bai­dschan?! Wie bereits gesagt tut es mir nur für Dila­ra leid. Und natür­lich auch für die Ande­re auf der Büh­ne. Das erfolg­reichs­te Land der letz­ten Jah­re wird nicht begeis­tert sein.

    ISLAND: Dies­mal ist anschei­nend kein Mikro­fon­stän­der umge­fal­len?! Platz 15 geht in Ord­nung ange­sichts der Tat­sa­che, dass der Final­ein­zug (zumin­dest für mich) ziem­lich über­ra­schend kam.

    NOR­WE­GEN: Also als Tür­ste­her ist der Mann bes­ser geeig­net. Aber er konn­te dafür vie­les mit Aus­strah­lung und Gefühl wie­der­gut­ma­chen. So geht Platz 8 dann doch noch in Ord­nung.

    RUMÄ­NI­EN: Die Rumä­nen schei­nen wohl im Mit­tel­feld rela­tiv gut fest­be­to­niert zu sein? Sie hat­ten zwar in den letz­ten Jah­ren Aus­rei­ßer nach unten und auch mal nach ganz oben, aber am Ende Platz 12? Ent­täu­schend, aber irgend­wie auch trotz­dem über­be­wer­tet, wenn man Cas­ca­da auf die 21 setzt.

    ARME­NI­EN: Aram MP3 hat extrem Ner­ven gezeigt und kann froh über Platz 4 sein.

    MON­TE­NE­GRO: Der Griff in die Lju­ba­vi-Kis­te hat den Zwei-Meter-Mann mit der Aus­strah­lung eines Pfar­rers wenigs­tens auf Rang 19 geführt. Man merkt, dass der Bal­kan gefehlt hat, sonst wäre es noch wei­ter hoch­ge­gan­gen.

    POLEN: Ich dach­te, das kommt weit, allei­ne schon wegen der Frau am Rand, die tief bli­cken ließ. Platz 14 über­rascht mich nega­tiv.

    GRIE­CHEN­LAND: Waaasss??? Platz 20? Die haben wirk­lich alles gege­ben und Stim­mung gemacht. Schön für den Sen­der, der nie von der Gast­ge­ber­rol­le bedroht war.

    ÖSTER­REICH: Da war ich wirk­lich baff!!! Dass es ein gran­dio­ser Auf­tritt war, stand außer Fra­ge. Aber dass wirk­lich Zuschau­er in ganz Euro­pa – auch in Russ­land, der Ukrai­ne und dem Kau­ka­sus – für die Wurst stim­men, war dann doch eine Rie­sen­sen­sa­ti­on. Kom­men­tar von Andi Knoll: “Ich sch… mich ein” 😀
    Auch wenn Con­chi­ta mehr durch ihre Extra­va­ganz als durch ihr Lied gewon­nen hat, geht der Sieg völ­lig in Ord­nung und end­lich hat der Sie­ger mal nicht im März fest­ge­stan­den.
    Und was hat der Herr Knoll gesagt? “In your face, haters!”

    DEUTSCH­LAND: Hmm.. ja, scha­de, dass es nur Platz 18 gewor­den ist, aber wenigs­tens nicht auf dem letz­ten Platz. Kei­ne Punk­te von den Nach­barn, aber dafür aus dem Osten: Acht von Polen und sogar sechs aus dem fer­nen Arme­ni­en. Elai­za waren aber trotz­dem gut.

    SCHWE­DEN: Jawoll!!! Kein Sieg für San­na Niel­sen!!! Puuhhh… am Anfang der Punk­te­ver­ga­be hat es ja kurz­zei­tig danach aus­ge­se­hen, was mich ein biss­chen ver­ängs­tig­te. Aber dann war sie doch zu weit ent­fernt. Platz 3 ist aber doch maß­los über­trie­ben.

    FRANK­REICH: Haupt­sa­che, sie hat­ten Spaß gehabt. Das Ergeb­nis ist hart, aber mir fällt auf der ande­ren Sei­te sonst nie­mand mehr ein, der Letz­ter wer­den soll­te. “TwinT­win” hat­ten nur zwei Punk­te, aber anschei­nend haben sie jetzt fünf, weil bei der Abstim­mung in Geor­gi­en irgend­was schief gegan­gen sein soll.

    RUSS­LAND: Also Freun­de wer­den die Zwil­lin­ge und das Hal­len­pu­bli­kum in die­sem Leben nicht mehr. Stimm­lich waren sie nicht sehr stark und haben stark vom Russ­land-Bonus pro­fi­tiert.

    ITA­LI­EN: Für mich die Ent­täu­schung des Abends. Wahr­schein­lich wegen der Klei­der­wahl. Auch des­we­gen ist mein ESC-Welt­bild zusam­men­ge­bro­chen. Weni­ger Punk­te gab es zunächst 1979. Auch wenn “nur” 15 ita­lie­ni­sche Bei­trä­ge dazwi­schen lie­gen ist das schon ganz star­ker Tobak. Und mit einer Plat­zie­rung 20+x wur­de Ita­li­en noch nie bestraft.

    SLO­WE­NI­EN: Ein star­kes Lied, aber nicht stark genug für das Teil­neh­mer­feld. Es muss­te halt jemand Vor­letz­ter wer­den und lei­der hat es Slo­we­ni­en getrof­fen. Aber auf dem ESC-Album ist es bes­ser als auf der ESC-Büh­ne.

    FINN­LAND: Wäh­rend dem Auf­tritt der Jungs hall­ten Stim­men mei­ner Mit­schü­le­rin­nen im Kopf, die sich in der Pau­se immer auf ihren Smart­pho­nes Bil­der von Jungs anschau­en und schwär­mend aus­ru­fen: “Ohh, der ist aber hübsch…”
    Der Front­sän­ger könn­te aus der Fami­lie Lep­land stam­men, aber gesang­lich ist er nicht so stark wie die est­ni­sche Whit­ney Hous­ton. Trotz­dem fin­de ich es schön, dass das tra­di­tio­nell unter­be­wer­te­te Finn­land Elf­ter gewor­den ist.

    SPA­NI­EN: Sie war mei­ne Favo­ri­tin! Und sie ist nur Zehn­te gewor­den?! Ihr hät­tet Ruth Loren­zo wenigs­tens vor San­na Niel­sen set­zen kön­nen. Aber schön, dass es doch noch geklappt hat mit dem ech­ten Was­ser.

    SCHWEIZ: Bei dem Fun­ken­re­gen dach­te ich schon an einen mög­li­chen Zwei­kampf Schweiz vs. Däne­mark, so ähn­lich wie 2001. Denn schon damals hat­te Däne­mark die Start­num­mer 23 und der spä­te­re Sie­ger Est­land die Start­num­mer 20 – genau­so wie die Schweiz ges­tern. Aber das wäre dann doch des Guten ein biss­chen zuviel gewor­den. Und trotz­dem die bes­te Schwei­zer Plat­zie­rung seit 2005. Glück­wunsch.

    UNGARN: Ein Hauch von Deen 2004. Nicht musi­ka­lisch, aber optisch. Denn Andras hat weni­ger Haut gezeigt. Viel­leicht hät­te das ein paar mehr schwu­le und hete­ro-weib­li­che Stim­men gebracht.

    MAL­TA: Dass es nur auf Platz 23 gelan­det ist, zeugt wohl davon, dass sich vie­le Zuschau­er gefragt haben: “Ähmmm… ist das nicht ‘Fly High’ von Gary Bar­low?”. Trotz­dem sym­pa­thisch vor­ge­tra­gen.

    DÄNE­MARK: Ein wenig ent­täu­schend das Gan­ze. Toll vor­ge­tra­gen von Bru­no M… äh… Basim, aber lei­der nur Platz 9. Wäh­rend ich das hier schrei­be, wird mir immer bewuss­ter wie über­be­wer­tet San­na Niel­sen war. Sie hat den drit­ten Platz ein­fach nicht ver­dient.

    NIE­DER­LAN­DE: Auch unse­re lie­ben “Käs­köpp” haben stark zum Zusam­men­bruch mei­nes ESC-Welt­bil­des bei­getra­gen. Vor zwei Jah­ren noch ewi­ger Halb­fi­nal-Ste­cken­blei­ber und jetzt schon die zwei­te Top-10-Plat­zie­rung hin­ter­ein­an­der? Aber Platz 2 geht in Ord­nung. Denn das belohnt die gefühl­vol­le Dar­bie­tung des Lie­des und hält die Hol­län­der im Wett­be­werb.

    SAN MARI­NO: Na, wenigs­tens war sie dabei. Viel­leicht wäre es sogar noch ein biss­chen bes­ser gelau­fen wenn Opa Ralph nicht die Zuschau­er erschreckt hät­te-

    GROSS­BRI­TAN­NI­EN: Bää­äämmmm!!! Die “Power To The People”-Nummer hat nicht gezo­gen! YES! Da konn­te der Asia­te im Hin­ter­grund noch so laut auf die Drums häm­mern!
    Schön, dass Mol­ly nicht gewon­nen hat, sonst wäre das ein Rück­schritt gewe­sen.

  14. Bit­te nicht ver­all­ge­mei­nern. Ich zum Bei­spiel hät­te nicht für Öster­reich ange­ru­fen, wenn Con­chi­ta ein ande­res Lied gesun­gen hät­te. Ihr “That’s what I am” im Vor­ent­scheid vor ein paar Jah­ren fand ich zum Bei­spiel schau­der-, weil zu LGBT-kli­schee­haft. Gut, James-Bond-Sound ist auch kli­schee­haft, aber immer­hin ein Kli­schee, dass ich lie­be. 😉

  15. Ja, ja, JA!!! Ein Traum! Und das Voting unse­rer fach­män­ni­schen Jury fin­de ich sehr … ähem … eigen­ar­tig.

  16. Okay, um das mal auf gleich­wer­ti­ge Art zu kon­tern: Ungarn kann ich ja noch nach­voll­zie­hen, aber Grie­chen­land? Ernst­haft? Die­ses repe­ti­ti­ve, mah­len­de, repe­ti­ti­ve, völ­lig melo­die­freie (bis auf das irri­tie­rend gute Intro) und vor allem repe­ti­ti­ve Gepol­ter? Das ist mit Platz 20 noch sehr gut bedient, wie ich fin­de.

  17. Frü­her konn­te man die Frau mit Bart nur im Zir­kus bewun­dern, aber sie muss­te nicht sin­gen kön­nen. In gewis­ser Wei­se ist der ESC auch ein Zir­kus und die Frau mit Bart kann immer noch nicht sin­gen.

  18. Mitt­ler­wei­le gibt es jede Men­ge Frau­en mit (Solidaritäts)Bart – ein­fach mal bei Face­book auf Con­chi­tas Sei­te gucken 😉 Ein­fach herr­lich! Und auch herr­lich, wie sich man­che Leu­te (über­wie­gend Män­ner) dar­über auf­re­gen – Frau­en sehen das wit­zi­ger­wei­se viel ent­spann­ter 😀

  19. In wel­chem Par­al­lel­uni­ver­sum kann Con­chi­ta Wurst bit­te nicht sin­gen? Da hat­ten wir aber schon ganz ande­re Kali­ber *hust­Da­naIn­ter­na­tio­nal­hust*…

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