Das Ende der Wurst für Alf Poier

Als “künst­lich hoch­ge­züch­te­tes Mons­ter”, mit des­sen “ver­schwul­ter Zump­ferl-Roman­tik” er nichts anfan­gen kön­ne und die “eher zum Psy­cho­the­ra­peu­ten” gehö­re als auf die Euro­vi­si­ons­büh­ne, wenn sie nicht wis­se, ob sie “ein Man­derl oder ein Wei­berl” sei, hat­te der öster­rei­chi­sche Come­di­an und Grand-Prix-Ver­tre­ter von 2003, Alf Poier, noch vor dem Song Con­test in einem Inter­view mit dem Blätt­chen Die neue Woche sei­ne dies­jäh­ri­ge Kol­le­gin Con­chi­ta Wurst titu­liert. Dies kos­tet ihn nun sein Manage­ment: wie Vien­na Online heu­te kol­por­tiert, will René Ber­to, der sowohl Poier als auch die Wurst unter Ver­trag habe, sich von dem Stey­rer tren­nen und sich “in ers­ter Linie um die Welt­kar­rie­re” Con­chi­tas küm­mern.


Geni­al: Poiers Auf­tritt 2003 in Riga

Poier hat­te sich nach dem Sieg der bär­ti­gen Frau bereits öffent­lich für sei­ne “pole­misch gemein­ten, aber zu hart rüber gekom­me­nen Wor­te” ent­schul­digt und kon­zi­diert: “Du bist doch viel mehr als nur ein künst­lich hoch­sti­li­sier­tes Tole­ranz­püpp­chen.” Der von mir ver­ehr­te Poier, der bei sei­ner Euro­vi­si­ons­teil­nah­me in Riga mit dem rockig-kin­der­lied­haf­ten ‘Weil der Mensch zählt’, einem mei­ner Lieb­lings­eu­ro­vi­si­ons­songs, eben­falls für Auf­se­hen und gar für Zen­sur­maß­nah­men sei­tens der EBU sorgte,1)Man ver­bot ihm, sich wäh­rend des Auf­tritts rock­sta­rhaft in den Schritt zu fassen. aber auch für eine der bes­ten Plat­zie­run­gen des Alpen­lan­des, ist für sei­ne beson­de­re, dada­is­tisch-ver­spon­ne­ne Form der Come­dy bekannt, bei der sich oft nicht ein­deu­tig erken­nen lässt, ob sei­ne Äuße­run­gen sati­risch oder ernst gemeint sein sol­len. René Ber­to, den der ORF-Mode­ra­tor Andi Knoll in Kopen­ha­gen laut Die Pres­se bereits als “Die Pel­le der Wurst” bezeich­ne­te, weil er der Kai­se­rin kein Schritt von der Sei­te wich, ent­schied sich nun offen­sicht­lich für die zwei­te Deu­tungs­va­ri­an­te und nann­te Poiers Äuße­run­gen “homo­phob, into­le­rant, vor allem aber respekt­los und illoy­al”. “Ich habe Alf Poier als Mensch und Künst­ler immer sehr geschätzt und respek­tiert, es ist aber ein Punkt erreicht, wo ich zutiefst ent­täuscht bin und den Schluss­strich unter die gemein­sa­me Arbeit zie­he,” zitiert ihn Vien­na online heu­te.


Aus die Maus für Kami-Kat­ze Poier

Con­chi­tas Mana­ger trennt sich von Alf Poier. Rich­tig so?

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Fußnote(n)   [ + ]

1. Man ver­bot ihm, sich wäh­rend des Auf­tritts rock­sta­rhaft in den Schritt zu fassen.

3 Gedanken zu “Das Ende der Wurst für Alf Poier

  1. Habe damals auch für Alf Poier ange­ru­fen und hät­te nicht gedacht, dass die­ser Mensch so homo­phob ist, kamen er und sei­ne Begleit­sän­ge­rin­nen doch schrill und flip­pig rüber. Bei mir ist der Typ ein für alle mal unten durch. Homo­pho­bie ist inak­zep­ta­bel, trotz nach­träg­li­cher Pseu­do-Ent­schul­di­gung und gar der lah­men Aus­re­de, das kön­ne auch “Sati­re” gewe­sen sein. Euphe­mis­ti­sches Schön­ge­re­de, wei­ter nichts.

  2. Apro­pos zur Über­schrift: “Das Ende der Wurst”: Ich habe heu­te einen echt wit­zi­gen Spruch zu Con­chi­ta gehört: “Alles hat ein Geschlecht, nur die Wurst hat zwei.” XD

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