ESC 2015: Graz ist ver­grätzt

Sei­ne Empö­rung dar­über, dass sich “nicht Graz mit der tech­nisch bes­ten Hal­le oder Inns­bruck mit dem wohl bes­ten finan­zi­el­len Ange­bot durch­ge­setzt hat,” gab der Bür­ger­meis­ter von Graz, Sieg­fried Nagl (ÖVP) heu­te gegen­über der Nach­rich­ten­agen­tur APA zu Pro­to­koll, wie die Klei­ne Zei­tung berich­tet“Die­se Kon­zen­tra­ti­on auf Wien, wenn es um inter­na­tio­na­le Ver­an­stal­tun­gen geht, hat zwar lei­der bereits Tra­di­ti­on und kommt daher wenig über­ra­schend, ver­är­gert aber den­noch immer wie­der aufs Neue,” sekun­dier­te sei­ne Ver­tre­te­rin Mar­ti­na Schröck (SPÖ). Die Gra­zer ÖVP ver­lan­ge nun Ein­blick in die Ver­ga­be­un­ter­la­gen, um den Ver­dacht einer poli­ti­schen Kun­ge­lei zwi­schen ORF-Gene­ral­di­rek­tor Alex­an­der Wra­betz und dem Wie­ner Ober­bür­ger­meis­ter Micha­el Häupl (bei­de SPÖ) beim Pla­zet des Sen­ders zur Durch­füh­rung des Euro­vi­si­on Song Con­test 2015 in der Wie­ner Stadt­hal­le zu ent­kräf­ten (oder zu bele­gen). “Wenn man sagt, Wien war eine stra­te­gi­sche Ent­schei­dung, hät­te man sich die gan­ze Aus­schrei­bung erspa­ren kön­nen,” so der stei­ri­sche Tou­ris­mus­lan­des­rat Her­mann Schüt­zen­hö­fer (ÖVP) laut APA. Man erwar­te nun, mit in das Umfeld­pro­gramm ein­be­zo­gen zu wer­den oder vom ORF Ersatz­ver­an­stal­tun­gen zu erhal­ten, um die Aus­schrei­bungs­kos­ten und den ent­gan­ge­nen Tou­ris­mus­ge­winn zu kom­pen­sie­ren.


Mein Tipp: abre­gen und tan­zen gehen. Fin­det auch USFD-Vor­vor­ent­scheid­lieb­ling Asa Rand­und­band mit ihrem aktu­el­len Som­mer­hit ‘Dis­co der Ver­damm­ten’

Das exak­te Bud­get für den Jub­liäums­jahr­gang sol­le laut ORF im Okto­ber fest­ste­hen. Unter­des­sen gab der Wie­ner Stadt­rat Chris­ti­an Oxo­nitsch (SPÖ) bekannt, die Haupt­stadt über­neh­me Kos­ten in Höhe von 11,71 Mil­lio­nen Euro im Zusam­men­hang mit der Durch­füh­rung des Song Con­tests. Der Löwen­an­teil von knapp 9 Mil­lio­nen hier­von ent­fal­le auf die knapp zwei­mo­na­ti­ge Anmie­tung und den bedarfs­ge­rech­ten Umbau der vor­aus­sicht­lich 13.500 Zuschau­er fas­sen­den Wie­ner Stadt­hal­le, in der auch das Pres­se­zen­trum für die rund 1.500 zu akkre­di­tie­ren­den Schwur­na­lis­ten (die wäh­rend der Euro­vi­si­ons­wo­chen kos­ten­los die öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel nut­zen dür­fen) unter­ge­bracht wird. Das Euro­vi­si­on Vil­la­ge (die Fan­mei­le) möch­te die Stadt ger­ne auf der Kai­ser­wie­se beim Rie­sen­rad im Pra­ter sta­tio­nie­ren.  Auch der Ter­min für den fei­er­li­chen Eröff­nungs­emp­fang steht schon: der fin­det am 17. Mai 2015 im Fest­saal des Wie­ner Rat­hau­ses statt. Über Ticket­prei­se und Vor­ver­kaufs­start ist noch nichts bekannt, dafür gibt es ers­te Details zum öster­rei­chi­schen Vor­ent­scheid 2015: trotz des Erfolgs der Direkt­no­mi­nie­rung von Con­chi­ta Wurst soll nach einem ges­tern ver­öf­fent­lich­ten “Fahr­plan” zwi­schen Janu­ar und März 2015 ein wie auch immer gear­te­tes Aus­wahl­ver­fah­ren statt­fin­den, was auf eine mehr­tei­li­ge, groß­an­ge­leg­te Vor­ent­schei­dung mit meh­re­ren Teilnehmer/innen schlie­ßen lässt.

1 Gedanke zu “ESC 2015: Graz ist ver­grätzt

  1. USFD-Vor­vor­ent­scheid­lieb­ling” – fan­tas­tisch! Ich freu mich schon auf die dies­jäh­ri­ge Wild­card­run­de. Das wird ganz, ganz groß!

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