Wien 2015: Sonntagsöffnung dank ESC?

Wie der ORF stolz verkündet, besichtigte Jan Ola Sand, Grand-Prix-Chef der EBU, gestern die Wiener Stadthalle, in welcher der Eurovision Song Contest 2015 stattfinden wird, und zeigte sich zufrieden: So weit ich das jetzt sehe, sind die Halle und die Lage perfekt,“ zitiert der Sender den norwegischen Oberaufseher. Insbesondere die zentrale Innenstadtlage und gute Erreichbarkeit der Stadthalle habe es Sand angetan, weil man sich so die Shuttlebusse sparen könne. Er sei „sehr froh, dass wir in Wien sind – eine europäische Metropole als Eurovisionsstadt“, und verknüpfte die Anziehungskraft der Weltmusikmetropole mit der Hoffnung auf wieder ansteigende Teilnehmerzahlen, zumal bereits einige Länder ihre Rückkehr angekündigt hätten. In Wien überlegt man derweil, während der Eurovisionswoche die Läden auch sonntags offen zu lassen. Man könne es sich nicht leisten, die internationalen Gäste vor verschlossenen Türen stehen zu lassen, findet die oppositionelle ÖVP. Aber auch die Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner (SPÖ) betonte am Mittwoch, dies gehöre zur professionellen Vorbereitung eines derartigen Großereignisses. Voraussetzung sei allerdings, dass sich „die Sozialpartner der Idee anschließen“, so Brauner. Da bissen die Stadtoberen bei den deutschen Gewerkschaften mit ihrer geradezu religiösen Ablehnung der Sonntagsöffnung auf Granit – in Wien habe man sich aber bereits 2008 anlässlich der Fußball-WM auf eine Ausnahme einigen können.


Bislang galt der Sonntag den Österreichern als Tag des Twistens, nicht des Shoppings

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