Mon­te­ne­gro 2015: Knez soll in Wien herr­schen

Ding ding ding: das Ren­nen um die frü­hes­te Bekannt­ga­be des Euro­vi­si­ons­kan­di­da­ten für den Song Con­test 2015 in Wien gewinnt Mon­te­ne­gro! Deren Sen­der RTCG nomi­nier­te heu­te Mit­tag in Pod­go­ri­ca den 46jährigen Pop­sän­ger Nen­ad Kneže­vić zum Reprä­sen­tan­ten des jüngs­ten Bal­kan­staa­tes. Mit Rück­sicht auf Men­schen, deren Com­pu­ter­tas­ta­tur ohne Son­der­zei­chen daher­kommt, hat sich Kneže­vić den Künst­ler­na­men Knez gege­ben, was im Sla­wi­schen, wie die Alles­wis­sen­de Müll­hal­de weiß, frei­lich auch für “Herr­scher” steht. Dem­entspre­chend unbe­schei­den trat der im Schwarz­ge­birgs­land gebo­re­ne, mitt­ler­wei­le aber in Bel­grad (Ser­bi­en) leben­de Künst­ler denn auch bei der heu­ti­gen Pres­se­kon­fe­renz auf, wie eurovision.tv berich­tet: “Die Ein­la­dung, Mon­te­ne­gro beim Euro­vi­si­on Song Con­test 2015 zu ver­tre­ten, kam für mich nicht son­der­lich über­ra­schend, schließ­lich weiß jeder, was für ein pas­sio­nier­ter Euro­vi­si­ons­fan ich bin”.

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Sei­nen ers­ten Solo­hit lan­de­te der davor bereits mit diver­sen Bands ört­lich erfolg­rei­che Knez im Jah­re 1992 mit dem im ori­gi­nal­ge­treu­en Euro­dance-Plas­tik­sound der spä­ten Acht­zi­ger daher­kom­men­den Song ‘Da l’ si ika­da mene vol­je­la’. Im dor­ti­gen Video prä­sen­tier­te er sich in schwar­zer Motor­rad­ro­cker-Leder­kluft und mit sexy Pfer­de­schwanz optisch als der freund­li­che Kiez­lu­de von neben­an. Ein Out­fit, dass er bei sei­ner Teil­nah­me am von stän­di­gen Kon­tro­ver­sen erschüt­ter­ten Euro­vi­si­ons­vor­ent­scheid Ser­bi­en-Mon­te­ne­gros im Jah­re 2004 mit dem Lati­no­sound-Easy-Lis­ten­ing-Titel ‘Navi­ka’ lei­der gegen kurz­ge­scho­re­ne Haa­re und eine Büh­nen­gar­de­ro­be von aus­ge­such­ter Häss­lich­keit ein­tausch­te. Wie sein dies­jäh­ri­ges Grand-Prix-Lied beschaf­fen sein wer­de, wis­se er zur Zeit noch nicht: “In den letz­ten Jah­ren schlu­gen sich Bal­la­den gut, ich schlie­ße aber nicht aus, dass es ein Uptem­po­song mit einer ein­gän­gi­gen Melo­die wird,” so der Sän­ger heu­te.

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Eine musi­ka­li­sche Kate­go­rie, auf die sich Knez ver­steht, wie auch sein Som­mer­hit 2014, ‘Don­na’, beweist: ein so boun­cen­der wie flie­ßen­der Pop­song, der bei mir allei­ne schon wegen des zur Klang­ver­zie­rung ein­ge­setz­ten Akkor­de­ons gewinnt. Was aller­dings ange­sichts der geschmacks­be­hin­der­ten Grand-Prix-Juro­ren, die Bei­trä­ge mit die­sem Stil­mit­tel ger­ne her­un­ter­wer­ten, ein gewis­ses Risi­ko dar­stellt. Las­sen wir uns über­ra­schen. Wäh­rend Mon­te­ne­gro damit die Ear­ly-Bird-Tro­phäe ein­heimst, spielt Bal­kan­bru­der Bos­ni­en schon wie­der das belieb­te Rein-Raus-Spiel: hieß es unlängst noch, Hari Mata Hari (BA 2006) wer­den erneut für das kri­sen­ge­schüt­tel­te Land antre­ten, hat der bos­ni­sche Sen­der BHRT laut esc­to­day heu­te bei der EBU eine Ver­län­ge­rung der Rück­tritts­frist bis zum 14. Novem­ber her­aus­ge­han­delt, weil die Finan­zie­rung der Teil­nah­me noch immer unsi­cher sei. Noch nie was von Crowd­fun­ding gehört, BHRT? Ich wür­de mich mit ein paar Euro betei­li­gen, und ich bin sicher, ande­re Euro­vi­si­ons­fans täten das auch!

Der gebo­re­ne Mover ist Knez wohl nicht…

1 Gedanke zu “Mon­te­ne­gro 2015: Knez soll in Wien herr­schen

  1. Na, dann hof­fe ich mal, dass sein Bei­trag so ähn­lich wie “Don­na” wird. Wobei die Sta­tik des Herr­schers im “Donna”-Video ein wenig stört.

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