Österreich sucht das „internationale Top-Niveau“

Am 13. März 2015 wird feststehen, wer für Österreich in die Fußstapfen von Conchita Wurst treten darf. Das gab der ORF heute bekannt. Vorausgehen soll eine dreiteilige Castingshow. „Derzeit suchen wir nach 20 Künstlerinnen und Künstlern, egal ob Solo-Acts oder Bands, die in der ersten Sendung auftreten werden“, so die bei uns nicht ganz so extrem bekannte, im Heimatland aber um so mehr gefeierte Singer-Songwriterin Anna F., die an der Spitze einer laut ORF aus „Musikern, Produzenten und Plattenbossen“ zusammengesetzten Jury steht. Deren Aufgabe ist es, in der ersten Show am 20. Februar aus den 20 zunächst sechs Acts auszuwählen, die in den folgenden Shows ihre Qualitäten unter Beweis stellen können. Kurioserweise sollen die ersten drei Sendungen Aufzeichnungen sein, nur das Finale am 13. März, in dem das Publikum zu 50% mitbestimmen darf, wird live ausgestrahlt. Mirjam Weichselbraun moderiert.

Ein bisschen Lena: Jurypräsidentin Anna F.

Den Schwerpunkt legt der ORF dabei eindeutig auf den Song und spart in seiner Ankündigung nicht mit entsprechenden Buzzwörtern. „In einem umfangreichen Kreativprozess werden international erfolgreiche Songwriter und Produzenten für dieses Projekt geholt, die gemeinsam mit den Musikern Songs für den ESC erarbeiten. Das Ziel ist musikalische und technische Qualität auf internationalem Topniveau“, so der Sender. Klingt ein bisschen nach dem Raab-Konzept von Unser Star für Oslo, und folgerichtig zählt unter anderem Julie Frost, die Autorin von Lena Meyer-Landruts ‚Satellite‘, zu den bereits eingekauften Komponisten mit Weltruf. Aber auch heimische Produzenten seien mit im Boot. Unterdessen kündigte ORF-Chef Alexander Wrabetz schon mal an, dass der Ticketvorverkauf Mitte November starte. Ein exaktes Datum stehe aber noch nicht fest, da die Bieterverfahren mit den möglichen Kartenanbietern derzeit noch liefen.

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