Ser­bi­en schickt die Ret­tungs-Boja­na

Ich bin 2 Chiaras, A Sin­gle Ton of Fun, An even roun­der Girl: Ser­bi­en schickt mit Boja­na Sta­men­ov in die­sem Jahr eine Sän­ge­rin mit unüber­seh­ba­rer Lei­bes­fül­le zum Euro­vi­si­on Song Con­test. Und damit auch jeder die enor­men For­men der ihre stimm­li­chen Fähig­kei­ten leicht über­schät­zen­den Diva wahr­nimmt, steht sie zum Song­auf­takt im Halb­dun­kel der Büh­ne, wo LED-Licht­spie­le­rei­en in vol­ler Brei­te auf die Lein­wand pro­ji­ziert wer­den, die ihr rotes Zelt­kleid umspannt. Bedient sich die Prä­sen­ta­ti­on scham­los bei Sabi­na Babay­e­va (AZ 2012), so greift ihr Bei­trag ‘Ceo Svet je moj’ (‘Die Welt gehört mir’ – reiht sich naht­los in das dies­jäh­ri­ge ‘Krie­ge­rin­nen’-The­ma ein) Valen­ti­na Monet­tas ‘Cri­sali­de’ (SM 2013) auf: der Song beginnt als ver­hal­te­ne Bal­kan­bal­la­de, dreht im letz­ten Drit­tel aber noch mal auf und wird zur kraft­voll-krei­schig into­nier­ten Dis­co­hym­ne. Damit konn­te Boja­na sowohl die Jury als auch die Tele­vo­ter über­zeu­gen, die sie jeweils mit der Höchst­wer­tung belohn­ten.

Eine ech­te Heul­bo­je: Boja­na Sta­men­ov

Es war eine ver­hält­nis­mä­ßig kur­ze Vor­ent­schei­dung in Bel­grad: drei Titel stan­den zur Wahl, alle geschrie­ben von Vla­di­mir Graić, dem Kom­po­nis­ten des ser­bi­schen Sie­ger­songs von 2007, ‘Molit­va’, der natür­lich im Pau­sen­pro­gramm zur Auf­füh­rung kam, voka­lis­tisch ver­ge­wal­tigt von Moje 3 (RS 2013). Die bei­den Kon­kur­renz­ti­tel, eine rela­tiv blass blei­ben­de Bal­la­de und ein ziem­lich schwup­pi­ger Dance­klop­per (den ich mir den­noch gewünscht hät­te, denn bei der aktu­el­len Depri-Song-Flut wür­de ich für ein wenig Uptem­po in Wien mei­ne See­le ver­kau­fen), konn­ten der durch die ser­bi­sche Ver­si­on des Super­ta­lents bekannt gewor­de­nen Wucht­brum­me jedoch nicht das Was­ser rei­chen: auch die direkt an ihre Erst­auf­füh­rung anschlie­ßen­de Wie­der­ho­lung aller drei Songs inner­halb des 15minütigen Voting­fens­ters änder­te nichts an der Favo­ri­tin­nen­rol­le Boja­nas, die in den inter­na­tio­na­len Fan­fo­ren eben­falls für ent­zück­te Kom­men­ta­re sorg­te. Was viel­leicht auch mit den ker­ni­gen Begleit­tän­zern zu tun hat­te. Bleibt abzu­war­ten, ob das Bas­tard-Pop-Kon­zept auch auf der gro­ßen Euro­vi­si­ons­büh­ne zün­det.


Von wel­chen “Zip­per­lein” sang Alek­sa da?

Kann sich Boja­na für Ser­bi­en ins Fina­le krei­schen?

  • Ins Fina­le kommt die locker, zum Sieg reicht’s aber nicht. (64%, 45 Votes)
  • Aber hal­lo! Wenn das nicht sogar ein Anwär­ter auf den Grand Prix ist! (20%, 14 Votes)
  • Das ist für Valen­ti­na schon schief­ge­gan­gen, wird es wie­der. (16%, 11 Votes)

Total Voters: 70

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3 Gedanken zu “Ser­bi­en schickt die Ret­tungs-Boja­na

  1. Naja … nicht schlecht, aber eupho­risch bin ich auch nicht. Dank ihrer Lei­bes­fül­le, dürf­te sie vie­len im Gedächt­nis blei­ben und ein paar Sym­pa­thie­punk­te ein­heim­sen.

    Alek­sa Jelic hat­te übri­gens mal die Hym­ne zur “Para­da Pono­sa” ein­ge­sun­gen (2012, Ide­mo u grad [Wir gehen in die Stadt]). Also war Dein Rie­cher rich­tig ;-). Ein aus­ge­bil­de­ter Balett­tän­zer … er stammt aus der im ex-YU Musik­busi­ness recht bekann­ten Musi­ker­fa­mi­lie Jelic.

  2. Die Show mit den Tän­zern fin­de ich eher albern und über­flüs­sig. Aber Sän­ge­rin und Song sind top!

  3. Ich füh­le mich – nicht nur der Sta­tur der Dame wegen – frap­pie­rend an “Je ne sais quoi” erin­nert. Das hier könn­te etwas bes­ser abschnei­den, aber mit den Toprän­gen dürf­te es nicht viel zu tun haben.

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