Jan Ola Sand: Dauerteilnahme Australiens „interessanter Gedanke“

Das dürfte nun wirklich niemanden überraschen: wie escxtra heute Mittag vermeldet, habe sich Jan Ola Sand von der EBU gegenüber dem schwedischen Fernsehen SVT offen für eine mögliche dauerhafte Teilnahme Australiens am Eurovision Song Contest gezeigt. Derzeit sei zwar „nichts entschieden“ und es handele sich lediglich um „Gedanken“, dennoch bezeichnete Sand die Idee als „interessant“. Schließlich habe Australien „bewiesen, dass es gute Sachen abliefern kann“ und das Interesse Down Under sei sehr groß, daher könne man über eine Erweiterung des Contests durchaus nachdenken. Der Wettbewerb solle aber auf jeden Fall immer in Europa stattfinden. Melodifestivalen-Chef Christer Björkman kritisierte escxtra zufolge die Idee, da der Zeitunterschied ein erhebliches Problem darstelle und erhöhte Kosten auf die Delegationen zukommen könnten.

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Sollte Australien dauerhaft am ESC teilnehmen dürfen?

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3 Gedanken zu “Jan Ola Sand: Dauerteilnahme Australiens „interessanter Gedanke“

  1. Kann auch nicht überraschen. Da muss man einfach nur ins Jahr 1993 zurückgehen, als die Osteuropäer in den ESC drängten. 1993 ließ man zunächst nur drei Länder reintröpfeln, die alle als Teile Jugoslawiens schon seit drei Jahrzehnten da waren. Ab 1994 durften sie dann uneingeschränkt mitmachen und wegen des aus diesem Grund zahlreichen Interesses wurde die Teilnahme abwechselnd von der Platzierung im Vorjahr oder der in den vergangenen fünf Jahren gesammelten Punkte abhängig, womit die jungen Länder des Ostens es nur durch ihre Anwesenheit geschafft haben, den ganzen ESC auf den Kopf zu stellen, bis man (nachdem man schon 1996 einen Versuch wagte) ab 2004 die Halbfinalrunde (ab 2008 zwei Halbfinalrunden) einführte. Und da die Osteuropäer engagierter waren als die Westeuropäer, waren dann die neuen Staaten erfolgreicher und statt nach London, Paris, Madrid und Rom ging es nach Tallinn, Riga, Kiew und Moskau.

    Mittlerweile kommt aus allen Ecken und Enden x-Beliebigkeit (Paradebeispiel 2015: Polen) und nun wollte man Australien ins Boot holen, weil es sonst kein anderes Land gibt, das die ESC-Begeisterung Schwedens erreichen kann.
    Und dann wird es mit den Nichteuropäern so ähnlich gehen, wie mit den Osteuropäern. Erst mal nur für ein Jahr und dann dauerhaft. Dann verändert man das Gesicht des ESC nur für Länder wie Australien, die dann doch mehr sein werden als nur Gäste.
    Und Interesse besteht nicht nur in Australien, sondern auch in China, Kasachstan und Katar. Und vielleicht kriegen die Brasilianer und Inder auch Lust. Und das Spiel ginge von vorne los.

    Die Eurovision ist tot, langlebe die Globalvision. Nicht, dass ein Globalvision Song Contest irgendwie uninteressant wäre, aber es wäre gerade aufgrund der Zeitverschiebung und nationaler Interessen im Hinblick auf die Prime-Time (großer Reibungspunkt bei Fußball-Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen) um ein Vielfaches schwerer zu organisieren.

    Man mag meine Ausführung für überzogen halten, aber sie war mir nur gerade so spontan eingefallen 😉

  2. Wenns jedes Jahr ein anderes Gastland aus Übersee gäbe, wäre das doch ganz nett. Und wenn außer Australien kein anderes Land will, dann machen die halt öfter mit. Was solls?

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