Caro­la und die fünf Flücht­lin­ge

Das Flücht­lings­dra­ma beschäf­tigt der­zeit ganz Euro­pa – auch Euro­vi­si­ons­stars. So fin­det, wie der Prinz-Blog berich­tet, heu­te Abend im Stock­hol­mer Glo­ben eine gro­ße Gala unter dem Namen “Ganz Schwe­den sam­melt” statt, bei der mehr als 60 Künstler/innen kos­ten­los auf­tre­ten, um Geld für das Flücht­lings­hilfs­werk der Ver­ein­ten Natio­nen ein­zu­spie­len, dar­un­ter auch Grand-Prix-Reprä­sen­tan­t/in­nen des Lan­des wie bei­spiels­wei­se Lena Phi­lips­son (2004), Ola Salo (The Ark, 2007), Male­na Ern­man (2009) und San­na Niel­sen (2014) sowie zahl­rei­che Mel­lo-Stars. Die Show beginnt um 19 Uhr, also in weni­gen Minu­ten, und kann live im Netz ver­folgt wer­den. Auch ihre Hei­lig­keit, die Grand-Prix-Vete­ra­nin Caro­la Hägg­kvist (1983, 1991, 2006) gibt sich die Ehre. Die schwe­di­sche Schla­ger­le­gen­de enga­giert sich auch per­sön­lich: wie sie der Zei­tung Dagens Nyhe­ter anver­trau­te, flog sie vor zwei Wochen, auf­ge­rüt­telt durch das berüch­tig­te Foto des toten Flücht­lings­kin­des am tür­ki­schen Mit­tel­meer­strand, mit einer Ladung Klei­dung aus dem eige­nen Schrank auf die grie­chi­sche Insel Kos, um dort direkt zu hel­fen und sich ein eige­nes Bild zu ver­schaf­fen. “Ich konn­te ich nicht mehr still sit­zen und zuschau­en,” sag­te sie der Zei­tung.

Frem­de mit dunk­len Augen haben’s ihr schon immer ange­tan: Caro­la

So flog sie nach Kos, mie­te­te sich ein Fahr­rad, radel­te zum Strand und ver­teil­te ihre Sachen unter den Scha­ren der dort gestran­de­ten Flücht­lin­ge. “Es war ein­fach, in Kon­takt zu kom­men,” sagt Caro­la der DN. Es herrsch­te eine ruhi­ge und freund­li­che Atmo­sphä­re unter allen.” Sie erfuhr von teils bewe­gen­den und tra­gi­schen Erleb­nis­sen der Geflo­he­nen und von Ret­tun­gen in letz­ter Sekun­de. Sie sorg­te gemein­sam mit Freun­den dafür, dass ein paar Men­schen in Hotels unter­kom­men konn­ten. Und sie berich­tet von der posi­ti­ven Macht der Musik, die gera­de trau­ma­ti­sier­ten Men­schen hel­fen kön­ne: “Am ers­ten Abend spiel­ten drei Volks­mu­si­ker an einem Ort, wo vie­le Flücht­lin­ge sich ver­sam­mel­ten. Als die Musi­ker zu spie­len began­nen, klatsch­ten und summ­ten alle mit. Für einen Moment konn­ten sie sich freu­en, noch am Leben zu sein und ver­ges­sen, was sie durch­ge­macht hat­ten.” Fünf ira­ni­sche Flücht­lin­ge, die sie auf Kos ken­nen lern­te und die es mitt­ler­wei­le bis nach Stock­holm schaff­ten, nahm sie nun sogar vor­über­ge­hend zu Hau­se bei sich auf.

Auch sie gibt Flücht­lin­gen eine Stim­me: Male­na Ern­man

Auch mit ihrem Auf­tritt bei der heu­ti­gen Spen­den­ga­la möch­te sie etwas Gutes tun, wie sie sagt: “Als Künst­ler, Musi­ker, Sport­ler und Wirt­schafts­füh­rer haben wir es etwas ein­fa­cher, unse­re Bot­schaft zu ver­brei­ten. Ich den­ke, es ist ein gro­ßes Pri­vi­leg, dass wir unse­ren soge­nann­ten Ruhm nut­zen kön­nen, um Din­ge zum Bes­se­ren zu wen­den.” Beson­ders beein­druckt habe sie bei ihrer Rei­se “eine Sache, die mir auf­ge­fal­len ist: dass die Ärms­ten oft die Frei­gie­bigs­ten sind. Sie tei­len ihr letz­tes Reis­korn mit jeman­den, der in der glei­chen Situa­ti­on ist wie sie.” Nach den von gro­ßer Soli­da­ri­tät gepräg­ten Erfah­run­gen von Kos, wo noch vie­le ande­re Men­schen als Frei­wil­li­ge im Ein­satz sind, um den von den euro­päi­schen Insti­tu­tio­nen im Stich gelas­se­nen Flücht­lin­gen zu hel­fen, plä­diert die Sän­ge­rin für eine “Kul­tur des Gebens”. Wer sich ange­spro­chen fühlt: spen­den kann man direkt über die Home­page der UNO-Flücht­lings­hil­fe. Und die Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen vor Ort freu­en sich immer über Helfer/innen. In vie­len Städ­ten gibt es bereits Koor­di­na­ti­ons­stel­len wie z.B. Frank­furt hilft. Ich sage dan­ke!

23 Gedanken zu “Caro­la und die fünf Flücht­lin­ge

  1. Ich kann die Hal­tung der Slo­wa­kei, Polen und Tsche­chi­en durch­aus nach­voll­zie­hen. Da gibt’s kein Pfui, son­dern nur an die­je­ni­gen, die vor lau­ter Will­kom­mens­kul­tur­be­sof­fen­heit, jeg­li­chen Sinn für die Rea­li­tä­ten ver­lo­ren haben. Es gibt schon jetzt genü­gend Pro­ble­me mit den Flücht­lin­gen, das lässt einen für die Zukunft nicht gera­de opti­mis­tisch wer­den.

  2. Besof­fen bin ich nicht. Ich ver­su­che es aber unter dem Blick­win­kel der Mensch­lich­keit zu sehen. Men­schen mas­sen­haft im Mit­tel­meer ertrin­ken oder in Las­tern ersti­cken zu las­sen, fin­de ich unmensch­lich und unver­ant­wort­lich. Deutsch­land hat in sei­ner Geschich­te oft genug selbst für Flücht­lings­strö­me gesorgt, und als einer der füh­ren­den Waf­fen­lie­fe­ran­ten der Welt tra­gen wir für die Ursa­chen der Flucht Mit­ver­ant­wor­tung. Im Ver­gleich zu Län­dern wie der Tür­kei ist der Anteil an Flücht­lin­gen, die wir gera­de auf­neh­men, lächer­lich gering. Und auch das Geld, das uns die Unter­brin­gung und Inte­gra­ti­on der Flücht­lin­ge kos­tet, ist lächer­lich im Ver­gleich zu dem, was sich der Staat jähr­lich bewusst durch die Steu­er­hin­ter­zie­hung und Steu­er­flucht der Ein­kom­mens­star­ken kos­ten lässt. Die aktu­el­len Flücht­lings­strö­me sind eine Her­aus­for­de­rung, kei­ne Fra­ge, und das wird stel­len­wei­se schmer­zen und uns Geld kos­ten. Aber so zu tun, als könn­ten wir das igno­rie­ren und ein­fach höhe­re Zäu­ne bau­en, wird uns noch mehr mehr Geld kos­ten und noch mehr schmer­zen.

  3. Wow, das aber schon Ver­mie­ter in Stadt­woh­nun­gen gekün­digt wird, weil die betref­fen­de Stadt dort Flücht­lin­ge unter­brin­gen will, ist dir aber schon bewusst? Frei nach dem Mot­to, die Deut­schen kön­nen ja unter der Brü­cke woh­nen, die ach so armen Flücht­lin­ge brin­gen wir in den Woh­nun­gen unter? Es geht doch jetzt los, das die sich noch über die Unter­künf­te beschwe­ren, anstatt mal dank­bar zu sein. Und es gibt schon Gewalt unter den Flücht­lin­gen. Die EU muß die Außen­gren­ze bes­ser abrie­geln, sonst wird das noch ein böses Ende geben. Es kos­tet uns ganz schön viel Geld, und die Behör­den sind damit ein­fach über­las­tet. Und man soll­te auch die Ein­hei­mi­schen nicht ver­ges­sen. Kin­der kön­nen kein Sport­un­ter­richt machen, weil Turn­hal­len mit Flücht­lin­gen dau­er­be­legt sind, die Besit­zer von leer­ste­hen­den Gewer­be­ob­jek­ten wer­den ein­fach ent­eig­net, Kin­der­gar­ten­kin­der wer­den in Con­tai­ner ver­frach­tet, wäh­rend man Flücht­lin­ge in ihren Räu­men unter­bringt, all das was frü­her undenk­bar schien, ist jetzt auf ein­mal mög­lich. Dazu kommt noch, das die Kul­tur die­ser Flücht­lin­ge eine ganz ande­re ist. Die Wer­te natür­lich auch, ins­be­son­de­re was Tole­ranz gegen­über Homo­se­xu­el­len angeht, und die Gleich­stel­lung der Frau. Das wird noch sehr lus­tig hier in Deutsch­land. Die Mer­kel hat uns mit ihrem Ego­trip ganz schön in die Schei­ße gerit­ten und das nur, damit sie im Aus­land gut dar­steht. Ich kann ver­ste­hen, war­um sich die Slo­wa­kei, Polen und Ungarn das nicht antun wol­len. Ich habe sogar gehört, das die Mer­kel für den Frie­dens­no­bel­preis bekom­men soll. Toll, sie wird aus­ge­zeich­net, aber ande­re haben die Arbeit und die Pro­ble­me.

  4. Dan­ke für Dei­ne Ein­wän­de, arbei­ten wir sie eins nach dem ande­ren ab.

    Ers­tens: die Woh­nungs­kün­di­gun­gen. In fast allen Fäl­len han­delt es sich dabei um ehe­ma­li­ge Flücht­lings­hei­me oder -woh­nun­gen, die zwi­schen­zeit­lich ander­wei­tig ver­mie­tet wur­den und nun wie­der ihrem ursprüng­li­chen Zweck zuge­führt wer­den. In ande­ren Fäl­len geht es um Woh­nun­gen, die nach den gel­ten­den Bau­stan­dards eigent­lich nicht mehr als Woh­nun­gen genutzt wer­den dürf­ten, also abge­ris­sen wer­den müss­ten. Da Flücht­lings­un­ter­künf­te von den stren­ge­ren Auf­la­gen aus­ge­nom­men sind, ist die­se Nut­zung aber mög­lich. Und ja, in einem ein­zel­nen Fall wur­den städ­ti­sche Woh­nun­gen gekün­digt und als Flücht­lings­un­ter­künf­te genutzt, damit kei­ne Schul­turn­hal­len genutzt wer­den müs­sen, was Du ja selbst eben­falls beklagst. Ins­ge­samt geht es aber deutsch­land­weit um eine Hand­voll Woh­nun­gen. Die meis­ten rap­por­tier­ten Fäl­le sind tat­säch­lich erfun­den. Und dann gibt es noch die mie­ses­te Vari­an­te, wo geld­gie­ri­ge Pri­vat­ei­gen­tü­mer ihren Mie­tern kün­di­gen, um ihre Hüt­ten für teu­er Geld als Flücht­lings­un­ter­kunft an die Stadt zu ver­mie­ten. Da kön­nen aber die Flücht­lin­gen nix für, in die­sem Fall sind es wider­li­che, dre­cki­ge, ver­kom­me­ne, mie­se Spe­ku­lan­ten (ich habe gar nicht genug dras­ti­sche Wor­te für die), die dafür hof­fent­lich spä­ter in der Höl­le schmo­ren. In der Süd­deut­schen Zei­tung gibt es dazu einen guten Arti­kel.

    Zwei­tens: die Beschwer­den über die Sam­mel­un­ter­künf­te. Ich war in den letz­ten Wochen an ein paar Tagen als städ­ti­scher Hel­fer in einer Erst­auf­nah­me ein­ge­setzt. Ich habe die Flücht­lin­ge dort als extrem fried­lich, gedul­dig und dank­bar erlebt. Ich kann aber auch jeden ver­ste­hen, der sich beschwert. Stell Dir bit­te ein­mal vor (also wirk­lich, ver­setz Dich mal in die­se Lage), Du bist über Wochen mit meh­re­ren hun­dert frem­den Men­schen in so einer Hal­le unter­ge­bracht, Feld­bett an Feld­bett, null (!) Pri­vat­sphä­re, kei­ne Mög­lich­keit, Dei­ne Sachen ein­zu­schlie­ßen, lär­men­de Kin­der den gan­zen Tag, Men­schen aus ver­schie­de­nen Natio­nen mit völ­lig unter­schied­li­chem Hin­ter­grund und Sozi­al­ver­hal­ten. Du war­test tage­lang auf not­dürf­ti­ge ärzt­li­che Betreu­ung, selbst wenn Du aku­te Zahn­schmer­zen hast. Du stehst stän­dig an, für die Duschen, fürs Klo, für die Wasch­ma­schi­ne, fürs Essen, für Klei­dung, für alles. Und Du weißt nicht, wie es mit Dir wei­ter­geht, ob Du da blei­ben kannst, oder wo Du hin­ge­schickt wirst. Nie­mand kann Dir was genau­es sagen. Stän­dig gibt es neue, oft will­kür­lich erschei­nen­de Regeln. Hast Du mal erlebt, wie schnell Deut­sche aus­flip­pen, wenn sie mal im Super­markt fünf Minu­ten an der Kas­se anste­hen müs­sen? Bei unser­eins hät­te es schon längst Mas­sen­schlä­ge­rei­en gege­ben. Dass es in den Unter­künf­ten frü­her oder spä­ter zum Lager­kol­ler kommt, ist kein Wun­der. Das hat nicht das Gerings­te mit Undank­bar­keit zu tun. Wer so etwas sagt, war noch nicht in so einer Ein­rich­tung. (Und das rich­tet sich nicht gegen die Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen, die die­se Hal­len betrei­ben, die tun ihr Bes­tes.)

    Drit­tens: Gren­zen abrie­geln. Funk­tio­niert nicht. Die EU rie­gelt die Gren­zen seit Jah­ren ab, und wir sehen ja, zu was es führt. Men­schen ertrin­ken im Mit­tel­meer oder ersti­cken in Las­tern. Aber es kom­men des­we­gen nicht weni­ger. Die Leu­te haben nichts mehr zu ver­lie­ren. Die neh­men in Kauf, lie­ber auf der Flucht zu ster­ben als mit­ten im Krieg zu blei­ben. So hohe Zäu­ne kannst Du gar nicht bau­en, dass es die abhal­ten wür­de. Wir müs­sen die Ursa­chen der Flucht dort bekämp­fen, wo sie ent­ste­hen. Tat­säch­lich hat die UNO und die EU ihre Mit­tel für die Flücht­lings­camp im nahen Osten hal­biert. Kurz­sich­ti­ger geht es kaum. Und so, wie die Lage momen­tan ist, wer­den wir uns dar­auf ein­stel­len müs­sen, dass noch sehr viel mehr Flücht­lin­ge kom­men, ob wir wol­len oder nicht. Mir macht das auch Sor­ge, aber damit müs­sen wir umge­hen. Die Augen vor der Wirk­lich­keit zu ver­schlie­ßen, hilft nicht. Und ja, das wird Geld kos­ten. Aber wir sind eines der reichs­ten Län­der der Erde. Wir haben das Geld. Wir müs­sen nur end­lich die Rei­chen gerecht besteu­ern, dann kön­nen wir das sogar bezah­len, ohne dass dafür die Bevöl­ke­rung lei­den muss.

    Vier­tens: die Turn­hal­len. Du beklagst zu Recht, dass Kin­der kei­nen Sport­un­ter­richt mehr krie­gen, weil die Turn­hal­len mit Flücht­lin­gen belegt sind. Das ist nicht gut, da bin ich mit Dir einer Mei­nung. Gleich­zei­tig beklagst Du, dass Besit­zer leer­ste­hen­der Gewer­be­im­mo­bi­li­en, also Spe­ku­lan­ten, ent­eig­net wer­den. Da müss­test Du Dich bit­te mal für eins ent­schei­den. Die Unter­brin­gung in Turn­hal­len ist eine Not­maß­nah­me, weil besag­te Spe­ku­lan­ten ihre Immo­bi­li­en lie­ber leer­ste­hen las­sen, als sie den Kom­mu­nen als Flücht­lings­un­ter­künf­te zu ver­mie­ten. Das Pro­blem lässt sich nur lösen, in dem noch viel kon­se­quen­ter und viel schnel­ler als bis­lang ent­eig­net wird. Denn leer­ste­hen­de Immo­bi­len gibt es genug. Und im Grund­ge­setz steht, dass Eigen­tum ver­pflich­tet und das Gemein­wohl vor­geht. Dann kann man auch die Turn­hal­len wie­der an die Schul­kin­der zurück­ge­ben. Und im übri­gen muss der Staat auch end­lich wie­der viel mehr Sozi­al­woh­nun­gen bau­en, nicht nur für die Flücht­lin­ge, für alle. Da wer­den die Pro­gram­me aber seit Jahr­zehn­ten run­ter­ge­fah­ren. Das ist falsch und muss sich jetzt sofort ganz schnell ändern.

    Fünf­tens: die Wer­te. Ja, das stimmt. Die Flücht­lin­ge haben oft ande­re Wert­vor­stel­lun­gen als wir. Auch gegen­über Frau­en und Schwu­len. Ich will das nicht rela­ti­vie­ren, aber: vor zwei Gene­ra­tio­nen gal­ten vie­le die­ser heu­te archa­isch anmu­ten­den Wer­te auch bei uns noch. Ein eben­falls schwu­ler Groß­on­kel von mir ist im KZ gestor­ben. Und in man­chen länd­li­chen Regio­nen Bay­erns und Sach­sens erschei­nen mir die Deut­schen manch­mal auch heu­te noch nicht viel auf­ge­klär­ter als die Flücht­lin­ge (unter denen es übri­gens auch gro­ße Unter­schie­de gibt, denn ein paar kom­men auch aus groß­städ­ti­schen Regio­nen und sind moder­ner als man­che bei uns). Aber ja, das wird schwie­rig, und es wird Zeit brau­chen. Und Inves­ti­tio­nen in Bil­dung, Bil­dung und noch mal Bil­dung. Wir kön­nen die Men­schen aber des­we­gen nicht wei­ter­hin im Mit­tel­meer ertrin­ken las­sen.

    Und zuletzt: die Mer­kel. Ich hab die Frau nicht gewählt, ich mag sie nicht und ich wüss­te nicht, wofür sie einen Frie­dens­no­bel­preis bekom­men soll­te. Hier hat sie aber – nach dem Atom­aus­stieg – mal eine von exakt zwei rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen ihrer gesam­ten Kanz­le­rin­nen­schaft getrof­fen. Hier hat sie aus­nahms­wei­se ein­mal mensch­lich gehan­delt. Dafür zol­le ich ihr Respekt. Was mich ankotzt, sind die Brand­stif­ter und Scharf­ma­cher von der CSU oder der de Maziè­re, die jetzt wie­der ver­bal zün­deln und das Asyl­recht ver­schär­fen und damit erst die Pro­ble­me her­auf­be­schwö­ren, die dann als Vor­la­ge für die Stim­mungs­ma­che gegen die Flücht­lin­ge genutzt wer­den. Wie bei­spiels­wei­se, dass Flücht­lin­ge künf­tig bis zu sechs Mona­te in Erst­auf­nah­me­la­gern blei­ben sol­len. Damit schafft man erst die Grund­la­ge für die von Dir kri­ti­sier­te Gewalt unter Flücht­lin­gen. Wobei im übri­gen das eigent­li­che Pro­blem eher die Gewalt gegen Flücht­lin­ge ist, die bren­nen­den Flücht­lings­un­ter­künf­te etc. Denn das ist deut­lich häu­fi­ger. Und eine Schan­de für unser Land.

  5. @Aufrechtgehn: Wenn es die soge­nann­ten Scharf­ma­cher aus der CSU nicht geben wür­de, dann hät­ten wir noch nicht mal Grenz­kon­trol­len. Es muß ja schließ­lich noch Poli­ti­ker geben, die ihren Ver­stand ein­set­zen.

    Und ja es gibt den Fall oder Fäl­le, wo einer Mie­te­rin einer stadt­ei­ge­nen Woh­nung gekün­digt wor­den ist, damit die Stadt Flücht­lin­ge dort rein­set­zen kann. Ich habe nix dage­gen, wenn man in Abspra­che mit den Besit­zern, leer­ste­hen­de Gewer­be­ge­bäu­de oder Woh­nun­gen für die Flücht­lin­ge her­an­zieht, aber Mie­ter raus­set­zen geht gar nicht.

    Nicht jeder der Gewalt­fäl­le hat was mit den ein­ge­eng­ten Zustän­de in den Unter­künf­te zu tun. Son­dern es gibt Berich­te, das Mus­li­mi­sche Flücht­lin­ge, christ­li­che Flücht­lin­ge angrei­fen, es wer­den Frau­en und Kin­der sexu­ell beläs­tigt (reli­gi­ons unab­hän­gig). Der Prä­si­dent der Poli­zei­ge­werk­schaft Wendt sagt, das hin­ter den Gewalt­aus­brü­chen schon kri­mi­nel­le Struk­tu­ren dahin­ter­ste­cken und sich wohl was da zusam­men­braut.

    Ich fin­de man kann auch von Flücht­lin­gen ver­lan­gen, das sie auf Gewalt ver­zich­ten. Wer das nicht schafft, gehört abge­scho­ben und hat in die­sem Land sowie­so nix ver­lo­ren. Natür­lich ist das Anzün­den von Flücht­lings­hei­men zu ver­ur­tei­len. Für mich sind sol­che Leu­te genau­so als Ter­ro­ris­ten zu bezeich­nen, wie die isla­mis­ti­schen Ver­bre­cher.

  6. Noch was zur Ergän­zung: Ich fand die Ent­schei­dung von der Mer­kel, eine all­ge­mei­ne Ein­la­dung an die Flücht­lin­ge zu schi­cken, gegen­über unse­rem Land total ver­ant­wor­tungs­los. Da hat die Mut­ti wohl ver­ges­sen, wer sie gewählt hat und für wel­ches Land sie eigent­lich einen Eid geleis­tet hat. Sie hat ja die Pro­ble­me mit der Unter­kunft ja jetzt nicht, das haben die Kom­mu­nen und sie wird auch nicht aus ihrer Miet­woh­nung raus­ge­schmis­sen oder sie wird auch nicht ent­eig­net. Aber Haupt­sa­che ist, das sie sich im Aus­land als Mut­ter The­re­sia fei­ern las­sen kann.

  7. Ich fin­de es beschä­mend, dass es wie­der Grenz­kon­trol­len gibt. In Bay­ern wer­den jetzt sogar Bür­ger dafür fest­ge­nom­men und mit Gefäng­nis bedroht, die Flücht­lin­gen aus Mit­leid mit den men­schen­un­wür­di­gen Zustän­den in Ungarn mit über die Gren­ze genom­men haben (wäh­rend sie mit dem Zug pro­blem­los ein­rei­sen dür­fen). Das ist empö­rend und ekel­haft. Ich habe in den letz­ten Wochen, Mona­ten und Jah­ren aus den Rei­hen der CSU nicht eine ein­zi­ge Äuße­rung ver­nom­men, die mich schluss­fol­gern lie­ße, dass in die­ser Par­tei auch nur ein Poli­ti­ker wäre, der einen IQ besitzt, der den eines Toast­brots über­steigt. Ganz ehr­lich: mir wäre es mitt­ler­wei­le bei­na­he schon das Liebs­te, der “Frei­staat” wür­de die Bun­des­re­pu­blik ver­las­sen und mit Ungarn fusio­nie­ren, denn wer mit die­sem wider­li­chen Faschis­ten Orban pak­tiert, so wie die CSU-Füh­rung, stellt sich für mei­ne Begrif­fe außer­halb unse­rer frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Wer­te­ord­nung.

    D’accord, Mie­ter zu kün­di­gen, um Flücht­lin­ge rein­zu­set­zen, geht nicht. Da kön­nen aber die Flücht­lin­ge nichts dafür.

    Und die Rei­be­rei­en zwi­schen Flücht­lin­gen ver­schie­de­ner Volks­grup­pen haben natür­lich und aus­schließ­lich mit den beeng­ten Ver­hält­nis­sen in die­sen Mas­sen­un­ter­künf­ten zu tun. Das gilt auch für sexu­el­le Über­grif­fe. Noch­mal: die Men­schen haben dort null Pri­vat­sphä­re, kei­nen geschütz­ten Raum, noch nicht mal Ver­hei­ra­te­te haben Rück­zugs­räu­me für sich. Der Wendt von der GdP erzählt lei­der sehr viel Unsinn, wenn der Tag lang ist, das macht er bei ande­ren The­men wie Vor­rats­da­ten­spei­che­rung, Demons­tra­ti­ons­recht oder Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung auch. Dem geht es immer nur dar­um, mehr Stel­len für die Poli­zei zu bekom­men, des­we­gen malt der immer Bedro­hun­gen aus, wo kei­ne sind. Er hat aber inso­fern Recht, dass sich natür­lich “etwas zusam­men­braut”, wenn man Men­schen über meh­re­re Mona­te der­ar­tig zusam­men­pfercht. Das ist aber nicht deren Schuld, son­dern ein Orga­ni­sa­ti­ons­ver­sa­gen unse­rer­seits.

    Und natür­lich gel­ten für die Flücht­lin­ge die deut­schen Geset­ze genau so wie für uns, wer dage­gen ver­stößt, gehört nach den Buch­sta­ben des Geset­zes bestraft. Das bestrei­tet doch auch nie­mand. Abschie­bun­gen als Stra­fe sind aber schlicht­weg ver­fas­sungs­wid­rig, denn wenn jemand Anspruch auf Asyl hat, ist das ein Men­schen­recht. Dann kann er auch nicht mehr abge­scho­ben wer­den, son­dern gehört für sei­ne Tat halt genau so bestraft wie ein Deut­scher auch, nicht mehr und nicht weni­ger.

  8. Sexu­el­le Über­grif­fe, egal ob auf Kin­der oder auf Frau­en, haben nix mit den beeng­ten Zustän­den zu tun, son­dern hat was mit dem per­ver­sen Cha­rak­ter eines Men­schen zu tun. Für mich sind beeng­te Zustän­de, egal wo, kei­ne Recht­fer­ti­gung für sexu­el­le Über­grif­fe. Ich kann ja ver­ste­hen, das es in Asy­lan­ten­hei­me nicht wie in einem Luxus­ho­tel zugeht, trotz­dem soll­te man sich ein wenig im Griff haben.

    Außer­dem fin­de ich abso­lut rich­tig was die Bay­ri­sche Regie­rung macht, man kann doch nicht ein­fach Flücht­lin­ge die nicht regis­triert wor­den sind, ein­fach ille­gal über die Gren­ze schleu­ßen. Man weiß ja nicht, wen man da mit­nimmt. Ich fin­de das abso­lut kor­rekt.

    Ich glau­be die Hel­fer in den Asy­lan­ten­hei­men tun unmensch­li­ches. Und vor allen Din­gen ist die Mer­kel schuld, denn mit ihrer Ein­la­dung, hat sie die­se Situa­ti­on doch aus­ge­löst. Und zu den Abschie­bun­gen als Stra­fe kann man nur sagen, die Ver­fas­sung kann man auch ändern.

    Und der Wendt erzählt nur die Wahr­heit und die Wahr­heit tut auch manch­mal weh. Da wird so man­che Frie­de-Freu­de-Eier­ku­chen-Roman­tik von man­chem lei­der ein­stür­zen.

    Ich fin­de das die Bay­ri­schen Poli­ti­ker die ein­zi­gen sind, die mal wie­der etwas Rea­li­tät in die gan­ze Dis­kus­si­on mit ein­ge­bracht haben. Ich bin sonst weder See­ho­fer- noch CSU-Fan, aber da haben sie recht. Ob man dem Orban wirk­lich so den roten Tep­pisch aus­le­gen muss, wie sie es getan haben, dar­über kann man strei­ten. Aber sonst bin ich auf der Sei­te der CSU. Man hilft den Flücht­lin­gen und Deutsch­land nicht, wenn man den Ver­stand voll­kom­men außen vor lässt. Ich fin­de die Dis­kus­si­on ist wie­der mehr von Sach­lich­keit geprägt und nicht von über­trie­be­nen Mit­leid.

    Und ich fra­ge mich was die Flücht­lin­ge denn erwar­tet haben? Haben sie etwa erwar­tet, das sie gleich in 5-Ster­ne-Hotels unter­ge­bracht wer­den, wenn sie hier her kom­men? Nie­mand hat erwar­tet, das es die­se Flücht­lings­in­va­si­on kommt. Deutsch­land hat groß­ar­ti­ges geleis­tet. Vie­le ande­re Län­der haben bei wei­tem nicht das geleis­tet, was Deutsch­land geleis­tet hat. Ich fin­de das soll­te von den Flücht­lin­gen und vor allen Din­gen mal von den Lin­ken aner­kannt wer­den. Etwas mehr Dank­bar­keit gegen­über unse­rem Land wäre mal ganz schön.

  9. Noch was zur Ergän­zung: Das was die EU als Außen­gren­zen­ab­si­che­rung ver­steht, ist doch mehr als lächer­lich. Für mich bedeu­tet die Absi­che­rung der Außen­gren­zen, das man kei­nen mehr unkon­trol­liert auf EU-Gebiet lässt, nur müss­te man viel mehr Geld dafür ein­set­zen. Und zur Not muß man dann auch Leu­te wie­der zurück­schi­cken. So wie es jetzt läuft, kann es nicht mehr wei­ter­ge­hen. Natür­lich müs­sen sie auch ver­su­chen den Krieg in Syri­en zu been­den. Aber Deutsch­land kann nicht ewig 800.000 oder 1 Mil­li­on Flücht­lin­ge pro Jahr auf­neh­men. Die Kapa­zi­tätgren­zen sind erreicht, das weißt du bestimmt auch, wenn du in einem Flücht­lings­heim gear­bei­tet hast.

  10. Ich kann es nicht oft genug wie­der­ho­len: ich habe bei den Flücht­lin­gen hier in Frank­furt in der Unter­kunft eine gro­ße Dank­bar­keit und auch eine extrem gro­ße Geduld erlebt.

    Gleich­zei­tig sage ich aber auch, dass kein Mensch, auch nicht der Gedul­digs­te und Geset­zes­treu­es­te, die Zustän­de in den Auf­nah­me­la­gern über meh­re­re Wochen oder gar Mona­te aus­hält, ohne irgend­wann ein­mal so genervt zu sein, dass es zu Rei­be­rei­en kommt. Ich wür­de das nicht aus­hal­ten. Und Du wür­dest das auch nicht.

    Sexu­el­le Über­grif­fe sind natür­lich nicht zu recht­fer­ti­gen. Wir ver­schär­fen aber die Situa­ti­on, wenn wir die Men­schen über Mona­te so zusam­men­pfer­chen. Noch­mal: es gibt genü­gend leer­ste­hen­de, unge­nutz­te Gebäu­de, die sich rela­tiv fix in men­schen­wür­di­ge Unter­künf­te umbau­en las­sen. Dazu braucht es nur den Wil­len und das Geld.

    Von einer “Inva­si­on” zu reden, geht übri­gens fehl, wenn man mal ver­gleicht, wie wenig Flücht­lin­ge im Ver­gleich zu Län­dern wie der Tür­kei der­zeit bei uns sind. Wir kann­ten die Lage im Nahen Osten und erst recht die an der grie­chi­schen Außen­gren­ze seit Lan­gem. Dass die Flücht­lin­ge kom­men wer­den, war abzu­se­hen, die Poli­tik hat nur mut­wil­lig die Augen davor ver­schlos­sen. Selbst als die Trecks schon zu Fuß durch Ungarn unter­wegs waren, ist hier noch nichts ange­mes­sen vor­be­rei­tet wor­den.

    Gro­ßes geleis­tet haben vor allem die vie­len frei­wil­li­gen Hel­fer und auch die Orga­ni­sa­tio­nen. Der Staat hat aller­dings in vie­ler­lei Hin­sicht ver­sagt und tut dies auch wei­ter­hin. Seit Jah­ren heißt es, die Asyl­ver­fah­ren müs­sen beschleu­nigt wer­den, noch immer dau­ert es Mona­te, bis es über­haupt zur ers­ten Anhö­rung kommt. Die Men­schen sind oft trau­ma­ti­siert, erhal­ten aber kei­ner­lei psy­cho­lo­gi­sche Betreu­ung. Damit for­dert man Ver­hal­tens­auf­fäl­lig­kei­ten her­aus, und die legt man den Flücht­lin­gen dann wie­der zur Last.

    Die CSU­ler haben noch nicht einen ver­nünf­ti­gen Bei­trag zur Lösung der aku­ten Pro­ble­me geleis­tet, sie blo­ckie­ren, wo sie kön­nen, und het­zen gegen Flücht­lin­ge. Und Du gehst ihnen lei­der auf den Leim. Das ist scha­de. Ich ver­ste­he ja Dei­ne Besorg­nis, weil das ein gro­ße Her­aus­for­de­rung für uns ist und ja, wir etwas von unse­rem Wohl­stand abge­ben müs­sen. Mir ist auch manch­mal mul­mig. Ich kann aber nur appel­lie­ren, zu ver­su­chen, die Situa­ti­on mal aus der Lage der Flücht­lin­ge zu sehen.

    Wir müs­sen uns end­lich von der Illu­si­on lösen, wir könn­ten uns hier abschot­ten. Natür­lich kön­nen wir nicht unbe­grenzt alle auf­neh­men, das for­dert auch nie­mand. Aber wenn wir nicht über­rannt wer­den wol­len, müs­sen wir jetzt sofort und gleich­zei­tig
    a) alles tun, was wir kön­nen, um die Ursa­chen der Flucht (Krieg, Unter­drü­ckung, Armut, Wohl­stands­ge­fäl­le, Kor­rup­ti­on) zu bekämp­fen.
    b) die Län­der in der Regi­on mit unter­stüt­zen, wel­che die Mas­se an Flücht­lin­gen auf­neh­men, um die men­schen­wür­dig unter­brin­gen zu kön­nen (sonst flie­hen sie näm­lich, wie es der­zeit geschieht, wei­ter zu uns). Dafür müs­sen wir viel mehr Geld aus­ge­ben als zur­zeit. Jetzt!
    c) Grie­chen­land, Ungarn, Ita­li­en und die ande­ren EU-Län­der an den Außen­gren­zen nicht län­ger im Stich las­sen und für ein geord­ne­tes und men­schen­wür­di­ges Regis­trie­rungs- und Auf­nah­me­ver­fah­ren dort sor­gen. Mit finan­zi­el­ler und logis­ti­scher Unter­stüt­zung.
    d) auf eine gerech­te Ver­tei­lung inner­halb Euro­pas drin­gen, not­falls mit­hil­fe finan­zi­el­ler Kon­se­quen­zen.
    e) die mit Migra­ti­on befass­ten Ämter und Ein­rich­tun­gen hier per­so­nell und orga­ni­sa­to­risch so aus­stat­ten, dass sie schnell und effi­zi­ent arbei­ten kön­nen und die Ver­fah­ren schnell abge­schlos­sen wer­den kön­nen. Die Flücht­lin­ge müs­sen so schnell wie mög­lich raus aus den Mas­sen­un­ter­künf­ten und arbei­ten dür­fen. Sie brau­chen Deutsch­kur­se und ärzt­li­che und psy­cho­lo­gi­sche Betreu­ung. Jetzt sofort.
    f) die Kom­mu­nen und Län­der finan­zi­ell und orga­ni­sa­to­risch nicht wei­ter im Stich las­sen. Nehmt die Ein­nah­men aus dem Soli­da­ri­täts­zu­schlag und gebt sie für die zügi­ge Errich­tung men­schen­wür­di­ger Unter­künf­te und was sonst noch erfor­der­lich ist aus. Besteu­ert end­lich die Rei­chen ange­mes­sen.

    Und ja, es mag auch unter den Flücht­lin­gen den einen oder ande­ren bösen Buben geben. Genau so wie unter den Deut­schen. Die über­gro­ße Mehr­zahl sind aber Men­schen, die unvor­stell­bar Schreck­li­ches erlebt haben und hier nur in Frie­den und men­schen­wür­dig leben wol­len.

    Und noch mal: Asyl ist ein Grund­recht. Und die Grund­rech­te sind nicht ver­han­del­bar, auch nicht per Ver­fas­sungs­än­de­rung. Die gehö­ren zum geschütz­ten Kern der Ver­fas­sung. Wer so etwas for­dert, so leid es mir tut, das so hart sagen zu müs­sen, ist ein Ver­fas­sungs­feind.

  11. Ich will nicht das Grund­recht für Asyl abschaf­fen. Aber ich bin der Mei­nung, das es eine recht­li­che Mög­lich­keit geben soll­te, das man Flücht­lin­ge als Stra­fe wie­der abschie­ben kann, wenn die­se in Flücht­lings­hei­men Straf­ta­ten bege­hen. Soviel ich weiß sind sexu­el­le Über­grif­fe und Prü­ge­lei­en immer noch Straf­ta­ten. Denn deut­sche Gefäng­nis­se sehen die doch noch als Beloh­nung an, wenn man weiß, woher die kom­men.

  12. Ich habe wirk­lich Angst, das die gan­zen Fort­schrit­te, die Deutsch­land im Bereich Frau­en­rech­te und Schwu­len­rech­te, durch die gan­zen Flücht­lin­ge, die ja schließ­lich meis­tens Mos­lems sind, in Gefahr gera­ten. In der ara­bi­schen Welt gibt es eine solch schlim­me Homo­pho­bie, das selbst Russ­land dage­gen tole­rant wirkt. Das Gleich gilt für die Gleich­stel­lung von Frau­en. Es gab schon Vor­fäl­le, wo sich die mus­li­mi­schen Machos wei­ger­ten, mit Frau­en zu reden. Sowas ist nicht duld­bar. Wir müs­sen den Flücht­lin­gen aus mus­li­mi­schen Län­dern unmiss­ver­ständ­lich klar machen, das sie sich hier an unse­ren Wer­ten und unse­ren Regeln anzu­pas­sen haben, wenn sie hier auf Dau­er leben wol­len. Wenn nicht, die Gren­zen sind offen. Auch glau­be ich das der Israel­hass durch die Syri­schen Flücht­lin­gen wie­der grö­ßer wer­den wird, denn Syri­en war in der Ver­gan­gen­heit nicht als gro­ßer Israel­freund auf­ge­fal­len. Ich habe wirk­lich Angst um unse­re Demo­kra­tie. Aber wenn man sowas sagt, wird man ja gleich als Nazi von den Medi­en und ande­ren hin­ge­stellt. Oder die­se Pro­ble­me wer­den ver­nied­licht. Das soll­te man auch als Hel­fer sehen. Es ist schon eine Form von Gesin­nungs­dik­ta­tur ent­stan­den, die kei­ne kri­ti­schen Gedan­ken mehr zulässt.

  13. 1. Die Tür­kei ist ein bedeu­tend grö­ße­res Land wie Deutsch­land.
    2. Die kul­tu­rel­len Unter­schie­de zwi­schen Tür­ken und Ara­bern sind bei wei­tem nicht so groß wie zwi­schen Deut­schen und Ara­bern.

  14. Nein, eine sol­che Mög­lich­keit kann es nicht geben: Asyl erhält ja nur, wer glaub­haft dar­le­gen kann, im Hei­mat­land ver­folgt oder bedroht zu wer­den. Eine Abschie­bung wäre somit poten­ti­ell gleich­be­deu­tend mit der Todes­stra­fe, und die ist bei uns aus gutem Grund ver­bo­ten. Noch­mal: wer hier Straf­ta­ten begeht, muss nach deut­schem Recht bestraft wer­den, ggf. mit Gefäng­nis. Wenn er aber einen Asyl­an­spruch hat, darf er nicht mehr abge­scho­ben wer­den, das wäre ein Grund­rechts­ver­stoß. Und Grund­rech­te gel­ten auch für Straf­tä­ter.
    Im Übri­gen ken­ne ich Men­schen, die schon im Gefäng­nis saßen: wirk­lich nie­mand sieht das als “Beloh­nung” an.

  15. Ja, das ist nicht hilf­reich. Man kann Ängs­te nur über­win­den, wenn man sie äußern und dar­über auch reden kann. Und ich kann die­se Ängs­te ja ver­ste­hen. Mich betrübt das auch: wir haben die letz­ten vier­zig Jah­re für schwu­le Eman­zi­pa­ti­on gekämpft und rie­si­ge Fort­schrit­te gemacht, und jetzt sieht es so aus, dass wir wie­der bei Null anfan­gen müs­sen. Hab ich auch kei­nen Bock drauf.

    Wir dür­fen uns aber auch nicht von unse­ren Ängs­ten über­man­nen las­sen. Was die Flücht­lin­ge angeht, die ich hier kurz ken­nen­ge­lernt habe: davon sind bei Wei­tem nicht alle Mos­lems, es sind auch vie­le Chris­ten dar­un­ter. Und es gibt auch nur einen klei­nen Anteil stren­ger Fun­da­men­ta­lis­ten. Denn, wenn man mal genau­er schaut, sind es ja in allen Reli­gio­nen die beson­ders Rück­wärts­ge­wand­ten, die Fun­da­men­ta­lis­ten, die den gesell­schaft­li­chen Fort­schritt ableh­nen. Da ste­hen die Evan­ge­li­ka­len Chris­ten, die Abtrei­bung und Homo-Ehe bekämp­fen und Schwu­le “hei­len” möch­ten, den Mos­lem-Fun­dis in nichts nach. Und von sol­chen Extre­mis­ten gibt es sogar in der CDU/CSU wel­che.

    Um es auf den Punkt zu brin­gen: es ist nicht nur eine Reli­gi­on, die Pro­ble­me macht, es sind alle Reli­gio­nen – bzw. die zu strik­te, rück­wärts­ge­wand­te Aus­le­gung von zum Teil zwei­tau­send Jah­ren alten Regeln, durch einen Teil ihrer Anhän­ger. Da hilft nur Auf­klä­rung, Auf­klä­rung, Auf­klä­rung. Vor allem aber muss man den Men­schen eine Per­spek­ti­ve bie­ten. Vie­le wen­den sich ja dem Fun­da­men­ta­lis­mus zu, weil sie – nicht ganz zu Unrecht – von unse­rer moder­nen, tur­bo­ka­pi­ta­lis­ti­schen Gesell­schaft ent­täuscht sind. Wir haben lei­der im Zuge des Sie­ges­zugs des Neo­li­be­ra­lis­mus wich­ti­ge Grund­wer­te wie Soli­da­ri­tät und Gleich­heit ver­kauft, jetzt haben wir Men­schen, die Halt und Wer­te suchen, kaum noch etwas Über­zeu­gen­des mehr anzu­bie­ten. Das muss sich ändern.

    Und ja, ich gebe Dir Recht: wir müs­sen den hier Leben­den unse­re gesell­schaft­li­chen Regeln und Wer­te und deren Gül­tig­keit ver­mit­teln und auf deren Ein­hal­tung bestehen. Mei­ne Erfah­rung ist aber auch, dass die meis­ten Flücht­lin­ge das akzep­tie­ren, wenn man ihnen gleich­zei­tig eine Per­spek­ti­ve anbie­tet und sie in die Gesell­schaft auf­nimmt. Inte­gra­ti­on ist kei­ne Ein­bahn­stra­ße. Und man kann auch nicht erwar­ten, dass Men­schen bis­he­ri­ge Grund­über­zeu­gun­gen, die sie ein Leben lang beglei­ten, ein­fach so able­gen. Ange­nom­men, ich wür­de heu­te in die USA aus­wan­dern: dann wür­de ich den­noch mei­ne Über­zeu­gung bei­be­hal­ten, dass kaum gere­gel­ter Waf­fen­be­sitz und die Todes­stra­fe falsch sind und bekämpft wer­den müs­sen. Auch wenn die US-Ame­ri­ka­ner bei­des mehr­heit­lich wol­len. Und es gibt auch deut­sche Machos, die Frau­en schla­gen.

    Wir müs­sen aber ins­ge­samt, da hast Du völ­lig Recht, mehr auf die Ein­hal­tung und Durch­set­zung libe­ra­ler gesell­schaft­li­cher Wer­te ach­ten. Da spie­len mei­nes Erach­tens die Kin­der­gär­ten und Schu­len eine ent­schei­den­de Rol­le, hier wer­den die Wei­chen gestellt. Hier brau­chen wir viel mehr Per­so­nal, und hier muss genau­er hin­ge­schaut wer­den. Hier müs­sen auch die Jugend­äm­ter mehr Frei­raum bekom­men, in die Fami­li­en ein­grei­fen zu kön­nen, wenn es Defi­zi­te gibt. Es muss mehr gegen­ge­steu­ert wer­den, dazu braucht es viel mehr Sozi­al­ar­bei­ter, Jugend­häu­ser, Ange­bo­te, Inte­gra­ti­ons­kur­se, Deutsch­kur­se. Dafür müs­sen wir Geld aus­ge­ben.

    Aber noch mal: die Men­schen, die ich in der Erst­auf­nah­me ken­nen gelernt habe, machen mir kei­ne Angst. Vor denen müs­sen wir uns nicht fürch­ten. Die wol­len nur in Frie­den hier leben.

  16. Die Tür­kei nimmt auch im Ver­hält­nis zu ihrer Grö­ße und Ein­woh­ner­zahl ein Viel­fa­ches der Flücht­lin­ge auf als wir. Da könn­ten rein rech­ne­risch noch ein paar Mil­lio­nen kom­men, bis wir mit der Tür­kei pari wären.

    Was die Außen­gren­zen­ab­si­che­rung angeht, gebe ich Dir ja Recht: dort müss­te die EU mit ver­ein­ter Anstren­gung gro­ße, men­schen­wür­di­ge Erst­auf­nah­me­ein­rich­tun­gen bau­en, wo die Asyl­ver­fah­ren an Ort und Stel­le durch­ge­führt wer­den kön­nen. Natür­lich nur unter glei­chen rechts­staat­li­chen Stan­dards wie bei uns. Wenn es die schon geben wür­de und nicht die­se unmensch­li­chen Zustän­de dort herr­schen wür­den wie im Moment, hät­te Mer­kel auch nicht in einem Anfall von Mensch­lich­keit die Gren­ze auf­ma­chen müs­sen, damit die Lage dort nicht wei­ter eska­liert.

    Wir müs­sen uns aber auch mit dem Her­um­han­tie­ren mit sol­chen Zah­len hüten. Nein, wir kön­nen nicht auf ewig jedes Jahr 1 Mil­li­on Flücht­lin­ge auf­neh­men, rich­tig. Aber unse­re “Kapa­zi­täts­gren­zen” sind auch bei wei­tem noch nicht erreicht. Wir haben im Osten noch wei­te, men­schen­lee­re Land­stri­che (blöd nur, dass man da der­zeit kaum Flücht­lin­ge hin­schi­cken kann, wegen der gan­zen Nazis. Viel­leicht müss­ten wir die aus­wei­sen *Sar­kas­mus off*). Wir sind eines der reichs­ten Län­der der Welt. Wir kön­nen und wir müs­sen abge­ben. Wenn wir das nicht frei­wil­lig tun, wer­den wir über­rannt. Aber auch nur dann. Wenn wir den Druck auf die ande­ren euro­päi­schen Län­der erhö­hen, haben wir die Chan­ce, die Leid­tra­gen­den der Krie­ge (an denen wir, auch dass muss ich immer wie­der beto­nen, ja mit­ver­die­nen als eine der füh­ren­den Rüs­tungs­na­tio­nen der Welt) gerecht und soli­da­risch zu ver­tei­len.

    Wir kön­nen uns jetzt ent­schei­den, in was für einer Welt wir leben wol­len: eine vol­ler Sta­chel­draht­zäu­ne und Selbst­schuß­an­la­gen, vol­ler Angst und Hass, vol­ler Ver­tei­lungs­kämp­fe? Oder in einer der Hilfs­be­reit­schaft, Mit­mensch­lich­keit und Soli­da­ri­tät?

  17. So lan­ge sich die Flücht­lings­kri­se nicht direkt auf mein eige­nes Leben aus­wirkt, kön­nen die Flücht­lin­ge ger­ne blei­ben, so lan­ge sie sich unse­ren Geset­zen und unse­ren Wer­ten anpas­sen. Ich fürch­te nur, das das beschlag­nah­men von unge­nutz­tem Wohn­ei­gen­tum oder Kün­di­gen von Mie­tern nur der Anfang sein könn­te. Was pas­siert, wenn man Haus­be­sit­zern dazu zwingt Flücht­lin­ge auf­zu­neh­men, kann ich nicht abschät­zen. Ich den­ke das wäre nicht gut für die Stim­mung in Deutsch­land. Soll­te ich davon betrof­fen sein, ich wür­de jede juris­ti­sche Mög­lich­keit nut­zen um das zu ver­hin­dern.

  18. Wow… in Dei­ner Haut möch­te ich nicht ste­cken. Ich den­ke ja oft, dass ich ängst­lich und sicher­heits­fi­xiert bin, aber so schlimm ist bei mir dann doch nicht.

    Ich kann Dich ja sogar ver­ste­hen. Du möch­test nicht, dass sich irgend­et­was ändert, alles so so blei­ben, wie es ist. Das wäre schön. Wün­sche ich mir auch. Wird aber nicht pas­sie­ren. Leben ist Ver­än­de­rung, immer schon gewe­sen, wird es auch immer sein. Ob wir das wol­len oder nicht.

    Es ist lei­der eine Illu­si­on, zu glau­ben, wir könn­ten die­se Über­fluss­ge­sell­schaft, in der wir leben, auf Dau­er so fort­füh­ren. Wir ver­brau­chen und ver­nich­ten in immer schnel­le­rem Tem­po die Res­sour­cen der gesam­ten Erde, um immer schnel­ler kaputt gehen­den Kon­sum­krem­pel zu pro­du­zie­ren, den wir weg­wer­fen und neu kau­fen, weg­wer­fen und neu kau­fen. Wir schmei­ßen Lebens­mit­tel weg, die wir aus aller Welt haben ein­flie­gen las­sen, anders­wo ver­hun­gern Men­schen. Die neu­en Indus­trie­na­tio­nen wie Chi­na machen es uns jetzt nach, und ver­nich­ten für ihren Fleisch­hun­ger die Res­te des Regen­wal­des, die wir noch nicht haben abhol­zen las­sen, um bil­li­ges Palm­öl her­stel­len zu kön­nen oder Fut­ter für Rin­der zu zie­hen, die dann zu Bur­gern ver­ar­bei­tet wer­den. Wir sind immer noch fixiert auf “Wachs­tum” um jeden Preis, dabei bedeu­tet Wachs­tum in einer Welt mit end­li­chen Res­sour­cen, dass das, was wir mehr haben, anders­wo fehlt. Und, ich hof­fe, ich ver­ra­te da nichts Neu­es, Hun­ger und Armut sind die Haupt­ur­sa­chen von Ter­ro­ris­mus und Krieg. Da sind Flüchtlings“ströme” noch die harm­lo­se Vari­an­te.

    Aber, um dar­auf noch mal zurück zu kom­men: auch wenn da jetzt die­ses Jahr 800.000 kom­men soll­ten und nächs­tes Jahr auch, wir haben genug Geld, um die hier men­schen­wür­dig unter­brin­gen zu kön­nen, auch ohne Zwangs­ein­wei­sun­gen. Wenn aller­dings aus Spe­ku­la­ti­ons­grün­den leer ste­hen­der Wohn­raum beschlag­nahmt wer­den wür­de, fän­de ich das nur rich­tig. Das soll­te gene­rell und immer gemacht wer­den, denn es fehlt bezahl­ba­rer Wohn­raum nicht nur für Flücht­lin­ge. Und nicht erst seit Ges­tern. Des­we­gen muss jetzt der Staat die bewuss­ten Ver­säum­nis­se der letz­ten Jah­re aus­glei­chen und schnell und viel Sozi­al­woh­nun­gen bau­en las­sen. Und dafür braucht es halt end­lich eine gerech­te Besteue­rung, um das bezah­len zu kön­nen. Da ist der deut­sche Fis­kus näm­lich nicht viel bes­ser als der grie­chi­sche, auch hier zah­len die Ver­mö­gen­den viel, viel weni­ger als die Nor­mal- oder Wenig­ver­die­ner. Aller­dings habe ich unter einer CDU-Regie­rung wenig Hoff­nung, dass sich dar­an auf abseh­ba­re Zeit etwas ändert. Und dann wer­den doch wie­der Du und ich die Zeche zah­len. Dafür kön­nen aber die Flücht­lin­ge nichts.

    Ob natür­lich irgend­was davon zu Dir durch­kommt, ist die Fra­ge. Wer schließ­lich die gan­ze Zeit mit pro­phy­lak­ti­schem Schrei­en beschäf­tigt ist, kann nichts hören. Auch kei­nen Rat, wie man die Schmer­zen viel­leicht ver­mei­den könn­te. Scha­de.

    Ich wünsch Dir von Her­zen alles Gute.

  19. Der Ter­ro­ris­mus fin­det immer ne Recht­fer­ti­gung um unschul­di­ge Men­schen umzu­brin­gen. Das war bei der RAF so und das ist jetzt bei dem isla­mis­ti­schen Ter­ror­pack auch so. Wenn dir das Leben hier in Deutsch­land oder im Wes­ten so über ist, und du so ein schlech­tes Gewis­sen hast, wegen unse­rer angeb­li­chen Über­fluss­ge­sell­schaft, hast du schon mal dar­an gedacht in ein 3. Welt-Land zu gehen? Ich sehe nicht,das wir in einer Über­fluß­ge­sell­schaft leben. Ich glau­be kaum, das Hart­z4-Emp­fän­ger, arme Ren­ter und Fami­li­en die mit wenig Ein­kom­men aus­kom­men müs­sen im Über­fluß leben. Das Biß­chen was ich habe, habe ich mir hart erar­bei­tet. Bei dir dürf­te es nicht viel anders sein. Du müss­test doch mit der Mer­kel total glück­lich sein, sie ist doch die Mut­ter The­re­sia von der Ucker­mark was die Flücht­lin­ge angeht. Sie tut doch prak­tisch alles dafür, das der hal­be Nahe Osten nach Deutsch­land kommt und tut nix dage­gen um eine Über­frem­dung zu ver­mei­den. Also mit der Mer­kel müss­test du eigent­lich rich­tig zufrie­den sein.

    Ach ja, ist es wirk­lich so abwe­gig, wenn man nach­dem was in den letz­ten Mona­ten pas­siert ist, zu glau­ben, das die Behör­den doch tat­säch­lich Haus­be­sit­zer dazu zwin­gen, Flücht­lin­ge auf­zu­neh­men, wenn es schon Kün­di­gun­gen von Mie­tern gege­ben hat und Ent­eig­nung von Gewer­be­flä­chen? Da die Flücht­lings­in­va­si­on wei­ter­hin unver­min­dert anhält, ist das nicht so abwe­gig und hat mit Über­ängst­lich­keit gar nix zu tun. Son­dern mit Weit­blick. Es hat auch nix mit Über­ängst­lich­keit oder Angst vor Ver­än­de­run­gen zu tun, wenn die Ver­än­de­run­gen in die­sem Fall, alles ande­re als gut ist. Da der Islam eine Reli­gi­on ist, deren Hal­tung alles ande­re als demo­kra­tie­freund­lich ist, und ange­sichts des­sen, was in den letz­ten 14 Jah­ren pas­siert ist, ist es da ein Wun­der, das die Men­schen gewis­se Vor­be­hal­te gegen eine Inva­si­on von isla­mi­schen Flücht­lin­gen haben? Außer­dem bin ich mit mei­nen Sor­gen nicht allei­ne, immer­hin 51% der Deut­schen macht die Flücht­lings­flut Angst. Sind das alles Nazis? Die Lin­ken und die meis­ten Pro­mis machen es sich viel zu ein­fach. Beson­ders sol­che rei­chen Leu­te wie der Schwei­ger, Win­ter­scheidt, Grö­ne­mey­er und Kon­sor­ten, soll­te mal ein wenig von ihrem hohen Ross run­ter­kom­men und nicht Leu­te aus ihrem Elfen­bein­turm her­aus ver­ur­tei­len. Sie müs­sen ja die Aus­wir­kun­gen der Flücht­lings­kri­se am aller­we­nigs­ten aus­löf­feln.

Oder was denkst Du?