Neu­es Jahr, neu­es Glück: das ESC-Jahr 2016 beginnt

Ob sie es aber so ins Fina­le schaf­fen? Ich zweifle.Heute ist der 1. Sep­tem­ber 2015, für Euro­vi­si­ons­fans beginnt damit offi­zi­ell das neue Jahr. Denn ab heu­te dür­fen mög­li­che Bei­trä­ge zum 61. Euro­vi­si­on Song Con­test, der am 10. (ers­tes Semi), 12. (zwei­tes Semi) und 14. Mai 2016 (Fina­le) im Stock­hol­mer Glo­ben statt­fin­den wird, ver­öf­fent­licht wer­den. Måns Zelmerlöw ist daher ab die­sem Moment der letzt­jäh­ri­ge Gewin­ner (obwohl, das ist falsch: Il Volo sind die letzt­jäh­ri­gen Gewin­ner). Der dies­jäh­ri­ge Con­test, bereits der zwei­te in die­sem Jahr­tau­send, der im Schnel­len Brü­ter der schwe­di­schen Haupt­stadt statt­fin­det (und schon der fünf­te sechs­te, den die Schwe­den ins­ge­samt aus­rich­ten dür­fen), steu­ert auf einen mög­li­chen neu­en Teil­neh­mer­re­kord zu, wenn man den ers­ten Pres­se­mel­dun­gen Glau­ben schen­ken darf. Nicht nur, dass Tsche­chi­en trotz des ent­täu­schen­den Aus­schei­dens im Semi in Wien dabei blei­ben will (hur­ra!) und Grie­chen­land trotz aku­ter Finanz­mi­se­re bereits eine Vor­ent­schei­dung ange­kün­digt hat (hur­ra!). Auch die kriegs­ge­schüt­tel­te Ukrai­ne ver­sucht laut NDR, einen Bei­trag für Stock­holm auf die Bei­ne zu stel­len (hur­ra!). Und zu guter Letzt scheint die Rück­kehr der seit 2013 abtrün­ni­gen Tür­kei in den Schoss der Grand-Prix-Fami­lie mitt­ler­wei­le ziem­lich sicher zu sein. Herz­lich will­kom­men zurück, wir haben Euch schreck­lich ver­misst! Wenn jetzt auch noch Bos­ni­en und Bul­ga­ri­en wie­der mit­ma­chen, bin ich rich­tig, rich­tig glück­lich!

2000 für die Tür­kei im Glo­ben am Start: die fabel­haf­te Pinar Ayhan

Sogar der ers­te Vor­ent­schei­dungs­ter­min steht schon fest: die Schweiz zeigt sich hart­nä­ckig lern­re­sis­tent und beharrt stur auf ihrem so kom­pli­zier­ten wie erfolg­lo­sen Aus­wahl­kon­zept. Ab dem 28. Sep­tem­ber dür­fen die Müh­se­li­gen und Bela­de­nen aus aller Welt wie­der ihre musi­ka­li­schen Ergüs­se zum Zwe­cke der exqui­si­ten Belus­ti­gung von Trash-Gour­mets (wie dem Sei­ten­in­ha­ber) auf die Inter­net­platt­form des schwei­zer­deut­schen Fern­se­hens SRF hoch­la­den. Ab dem 26. Okto­ber sor­tiert dann eine Fach­ju­ry alles aus, was im Ent­fern­tes­ten unter­halt­sam oder ori­gi­nell sein könn­te, und die Internetuser/innen tun das Glei­che mit den Ein­sen­dun­gen von Nicht­schwei­zern. Der kläg­li­che Rest prä­sen­tiert sich dann, eben­so wie die hand­ver­le­se­nen Bei­trä­ge des fran­zö­sisch- und ita­lo­schwei­zer Fern­se­hens, einer Sen­der­ju­ry, die gan­ze sechs Titel für den Vor­ent­scheid in der Boden­see-Are­na zu Kreuz­lin­gen her­aus­pickt. Also alles wie immer. Ein­zi­ge Neue­rung: die Gro­ße Ent­schei­dungs­show ist dies­mal rela­tiv spät ter­mi­niert, am 13. Febru­ar 2016. Ob sie es so ins Fina­le schaf­fen? Ich zweif­le. Ande­rer­seits fin­det bekannt­lich auch ein blin­des Huhn ein­mal ein Korn, und den Hel­ve­ten wäre es zu gön­nen.

Ich freu mich schon auf neue hel­ve­ti­sche Vor­ent­scheid-Per­len wie die­se von 2011!

Zumal gera­de wir kei­nen Grund haben, auf dem hohen Ross zu sit­zen: von­sei­ten des NDR war bis­lang nicht zu ver­neh­men, ob das Null-Punk­te-Ergeb­nis für Ann-Sophie Dür­mey­er zu Ände­run­gen am eben­falls kom­pli­zier­ten und über­frach­te­ten ger­ma­ni­schen Vor­ent­schei­dungs­ver­fah­ren füh­ren soll. Ein­zig die Nach­richt, dass der bis­he­ri­ge deut­sche Dele­ga­ti­ons­lei­ter Tors­ten Ama­rell den NDR ver­lässt und zum Schla­ger­sen­der MDR wech­selt, erreich­te uns in der Som­mer­pau­se. Die Sau­re­gur­ken­zeit nutz­ten gleich zwei Künst­ler, um sich für eine Euro­vi­si­ons­teil­nah­me zu posi­tio­nie­ren: Trong Hieu Nguy­en, den die Grau­en Her­ren der Brain­pool-Jury letz­tes Jahr skan­da­lö­ser­wei­se nicht zum Club­kon­zert durch­lie­ßen, gewann zwi­schen­zeit­lich die viet­na­me­si­sche Aus­ga­be der Cas­ting­show Pop Idol (hier­zu­lan­de bekannt als DSDS) und brach­te sich flugs ins Gespräch für eine erneu­te Teil­nah­me am deut­schen Vor­ent­scheid, auch wenn er klug koket­tiert, dass er noch nicht wis­se, ob er die­ses Jahr schon wie­der möch­te oder erst nächs­tes. Die­ses, bit­te bit­te, lie­ber Trong! Und bit­te, lie­ber NDR, lasst Euch die Chan­ce nicht schon wie­der ent­ge­hen!

Flot­ter Song, tol­le Moves, gute Aus­strah­lung: genau so wün­sche ich mir den deut­schen Ver­tre­ter!

Und schließ­lich äußer­te Katia Avei­ro den Wunsch, für ihr Hei­mat­land Por­tu­gal in Stock­holm anzu­tre­ten. Frau Avei­ro ist vor allem bekannt für ihren pro­mi­nen­ten Bru­der, den Fuß­bal­ler Cris­tia­no Ronal­do. Den nutzt sie weid­lich für ihre Kar­rie­re­pla­nung: wie der NDR kol­por­tiert, star­te­te sie “ihre Lauf­bahn als Sän­ge­rin 2005 unter dem Namen Ronal­da”. Mitt­ler­wei­le tritt sie aber doch unter ihrem eige­nen Namen auf und prä­sen­tiert unter ande­rem som­mer­lich-luf­ti­ges, zeit­ge­mäß auf­ge­pimp­tes Son­ne- und-Strand-Gebol­ler. Was ja mal eine mehr als erfreu­li­che Abwechs­lung gegen­über den musi­ka­lisch super­drö­gen Rohr­kre­pie­rern wäre, die Por­tu­gal sonst schwer­punkt­mä­ßig schickt. 2014 habe Katie an einer Rea­li­ty­show teil­ge­nom­men und will nun ihre Durch­set­zungs­kraft auch beim lusi­ta­ni­schen Vor­ent­scheid unter Beweis stel­len. Glück auf, lie­be Katia und frisch hin­ein ins neue Jahr! End­lich geht es wie­der los!

Die Ven­ga­boys tref­fen Cas­ca­da: Ronal­dos Schwes­ter bringt den Strand zum Beben

3 Gedanken zu “Neu­es Jahr, neu­es Glück: das ESC-Jahr 2016 beginnt

  1. Naja, 2014 hat es für die Schwei­zer ja aus­nahms­wei­se mal ganz gut funk­tio­niert. Aber stimmt schon, von “Hun­ter of Stars” abge­se­hen haben die Eid­ge­nos­sen es die letz­ten Jah­re nicht eben groß geris­sen – zwei letz­te Plät­ze im Semi und einer im Fina­le spre­chen wohl für sich.

  2. *Bess­wiss-Modus on*

    Es ist übir­gens nach Stock­holm 75 und 2000, Mal­mö 92 und 13 und Göte­borg 85 der sechs­te Cont­esst, den die Schwe­den aus­rich­ten, nicht der fünf­te.

    *Bess­wiss-Modus off*

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