Spa­ni­ens Euro­vi­si­ons­stars gra­tu­lie­ren zur Homo-Ehe

Spa­ni­en gehört zu den fort­schritt­lichs­ten Län­dern in der recht­li­chen Gleich­stel­lung von Les­ben, Schwu­len und Trans*-Menschen. Seit 2005 steht Homo­se­xu­el­len dort die Ehe offen – und zwar, anders als in Deutsch­land, kei­ne “ein­ge­tra­ge­ne Lebens­part­ner­schaft” mit mehr Pflich­ten als Rech­ten, son­dern, ganz ein­fach und wie es sein soll­te: die Ehe. Inklu­si­ve Adop­ti­ons­recht. Und das, obwohl die der­zeit regie­ren­de, kon­ser­va­ti­ve Par­ti­do Popu­lar (PP) unter Pre­mier­mi­nis­ter Maria­no Rajoy, der die ein­ge­tra­ge­ne Lebens­part­ner­schaft befür­wor­tet, die Homo-Ehe aber ablehnt, dage­gen sogar vor das ibe­ri­sche Ver­fas­sungs­ge­richt zog (dort aber unter­lag). Nun aber hei­ra­te­te ges­tern der stell­ver­tre­ten­de Par­tei­se­kre­tär eben jener PP, Javier Maro­to, sei­nen lang­jäh­ri­gen Lebens­ge­fähr­ten Jose­ma Rodríguez. Bei­de übri­gens ech­te Euro­vi­si­ons­fans, und so über­rasch­ten ihre Freun­de sie mit den bes­ten Wün­schen einer gan­zen Rei­he von spa­ni­schen Grand-Prix-Teil­neh­mer/in­nen, von Kari­na (1971) über Azú­car More­no (1990) und Dani­el Diges (2010) bis hin zu Ruth Loren­zo (2014). Hach: schmilzt da nicht das Herz eines jeden Euro­vi­sio­nis­tas? Und Javiers Par­tei­chef, der Pre­mier? Nun, Maria­no Rajoy nahm, trotz vor­an­ge­gan­ge­ner erbit­ter­ter Debat­ten, als Gast an den Fest­lich­kei­ten teil, gemein­sam mit dem spa­ni­schen Gesund­heits­mi­nis­ter und wei­te­ren Par­tei­funk­tio­nä­ren, wie das öster­rei­chi­sche Por­tal GGG berich­tet. Womit sich mal wie­der zwei­er­lei beweist: das Pri­va­te ist poli­tisch – und am Ende gewinnt die Mensch­lich­keit. Wie schön!

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