Auch Bulgarien und Kroatien kehren zum ESC zurück

Heute früh veröffentlichte die EBU zeitgleich mit dem seit 10 Uhr laufenden Vorverkauf für die Eintrittskarten die offizielle Teilnehmerliste für den 61. Eurovision Song Contest in Stockholm, Schweden. Erfreuliche Überraschung: neben den bereits bekannten 41 Nationen kehren auch Kroatien und Bulgarien, die in den letzten beiden Jahren mit Abwesenheit glänzten, zum Wettbewerb zurück. Für die professionelle Ausrichtung des diesjährigen Junior-ESCs in Sofia erntete der bulgarische Sender viel Lob – möglicherweise ein Ansporn, es auch wieder beim „richtigen“ Contest zu versuchen? Gerüchte besagen, dass das Land – wie schon die Balkan-Kollegen aus Bosnien und Mazedonien – eine/n vormalige/n Repräsentant/in schicken wolle, dabei fiel bereits mehrfach der Name Poli Genova (BG 2011), die vor einer Woche die Kinder-Edition moderierte. Ob sich das bewahrheitet oder es sich um Fan-Wunschdenken handelt, bleibt abzuwarten. Aus Kroatien gibt es noch nichts Näheres.

Wäre meine Wunschkandidatin für Bulgarien: Sofi Merinova (2012)

3 Gedanken zu “Auch Bulgarien und Kroatien kehren zum ESC zurück

  1. Wäre bei so vielen teilnehmern vieleicht mal ne überlegung wert, zwei halbfinals zu machen. Getrennt nach ost und west

  2. @Rainer Maier: Um diese vor allem in den Köpfen der Wessis (ich nehme mich da gar nicht aus, ist bei mir auch so) noch aus Zeiten des kalten Krieges feststeckende Unterteilung in „Ost“ (die da drüben) und „West“ (wir, die Guten) weiter zu zementieren? Die Kroaten und Bulgaren betrachten sich selbst, glaube ich, nicht als „Ost“- sondern als Mitteleuropäer. Außerdem sortiert die EBU doch bei der Aufteilung der Länder in die beiden Semis schon in sechs Regionaltöpfe vor, um das Nachbarschaftsvoting (ich vermute mal, darum geht es Dir) ein bisschen einzudämmen. Damit ist es dann aber auch gut, finde ich.

  3. Die Polen, die Ungarn und die Tschechen würden sich auch freuen, wenn sie mit Russland, Weißrussland, Ukraine und Konsorten in den Osteuropa-Topf geworfen werden. (Ich glaube allerdings, dass die Bulgaren sich durchaus als Osteuropäer sehen, das ist eine geografische Lage, die auch mit viel Fantasie nicht mehr als „Mitteleuropa“ durchgeht.) Und wohin gehören dann Israel, Zypern, Malta oder Finnland?

    Davon ab: „eine Überlegung wert, zwei Halbfinals zu machen“? Das mag nur ein bisschen verunglückt formuliert sein, aber wurde diese „Überlegung“ nicht schon 2008 in die Wirklichkeit umgesetzt? Und es ist ja nicht so, dass wir einen neuen Teilnehmerrekord hätten – 2016 wird genauso groß wie 2011 oder 2008.

    Ich bin jedenfalls angenehm überrascht, dass Kroatien und Bulgarien wieder dabei sind, und hoffe darauf, dass 2016 mehr Kreativität bei der Liedauswahl zeigt.

Oder was denkst Du?