Tür­kei auch 2016 nicht dabei

Erwart­bar, den­noch trau­rig: nicht ein­mal zwei Tage, nach dem die reli­gi­ös-kon­ser­va­ti­ve Par­tei AKP des immer abso­lu­tis­ti­scher herr­schen­den tür­ki­schen Prä­si­den­ten Recep Tay­y­ip Erdoğan bei den vor­ge­zo­ge­nen Neu­wah­len die abso­lu­te Mehr­heit hol­te, sag­te das Staats­fern­se­hen TRT die Teil­nah­me am Euro­vi­si­on Song Con­test 2016 in Schwe­den ab. Man zür­ne in Istan­bul noch immer hin­sicht­lich der Wie­der­ein­füh­rung der Jury und der Big-Five-Rege­lung, die das zu Zei­ten rei­nen Tel­e­vo­tings erfolgs­ver­wöhn­te Land am Bos­po­rus unan­ge­mes­sen benach­tei­li­ge, so zitiert Euro­voix den Fan­club OGAE Tur­key. Aus näm­li­chem Grund war man 2013 aus­ge­stie­gen, seit­her gab es meh­re­re Anbah­nungs­ge­sprä­che zwi­schen der EBU und TRT, zwi­schen­zeit­lich stan­den die Zei­chen auf Tau­wet­ter. Frag­lich ist, ob das Wahl­er­geb­nis vom Sonn­tag und die nun zu erwar­ten­de wei­te­re kul­tu­rel­le Abwen­dung des Lan­des von Euro­pa nicht der eigent­li­che Aus­lö­ser für die erneu­te Absa­ge waren. Bedau­er­lich bleibt sie auf jeden Fall.

Nur einer von vie­len fan­tas­ti­schen tür­ki­schen Bei­trä­gen: Bana bana (1989)

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