Sehr gay: Laza­rev für Russ­land

Übli­cher­wei­se ernennt das rus­si­sche Fern­se­hen seine/n Eurovisionsvertreter/in ja am Tag der Dead­line oder nur unwe­sent­lich davor. Dies­mal nicht: wie im Rah­men der Rus­si­an Natio­nal Music Awards, wo der sehr erfolg­rei­che Pop­star den Pokal für den Sän­ger des Jah­res erhielt, bekannt gege­ben wur­de, ver­tritt Ser­gey Laza­rev 2016 das Putin’sche Reich beim Euro­vi­si­on Song Con­test. Phil­ipp Kir­ko­rov, der Vul­kan­aus­bruch-Mann von 1995, ver­kün­de­te die Nach­richt auf Twit­ter, was Ver­mu­tun­gen Nah­rung gibt, dass er Laza­revs Bei­trag schrei­ben könn­te. Der gro­ße alte Mann der Ost­ro­vi­si­on hat­te u.a. bereits 2014 bei den Tomal­che­vy-Zwil­lin­gen sei­ne Hän­de im Spiel. Laza­rov (32), der zur Freu­de der Fans ger­ne mit nack­tem Ober­kör­per posiert und auch auf­tritt, weist in sei­ner lang­jäh­ri­gen Kar­rie­re eini­ge Berüh­rungs­punk­te zum ESC auf: so star­te­te er bereits als 14jähriger in der Kin­der­band Nepo­se­di, gemein­sam mit Yulia Vol­ko­va und Lena Kati­na, die spä­ter das Fake-Les­ben-Duo t.A.T.u. (RU 2003) grün­de­ten. Als Teil der Boy­band Smash! (2001–2004) und solo ver­kauf­te Laza­rev Mil­lio­nen von Plat­ten, ern­te­te Aus­zeich­nun­gen und tour­te auch durch bri­ti­sche Clubs. 2008 bewarb er sich mit dem groß­ar­ti­gen Pop-Stamp­fer ‘Fly­er’ beim rus­si­schen Vor­ent­scheid, unter­lag jedoch einem gewis­sen Dima Bilan. Und nun viel Spaß bei der Bil­der­su­che!

Mit die­sem Titel klapp­te es 2008 lei­der nicht (war­um eigent­lich?). Mal schau­en, was er uns 2016 zu Gehör bringt: Ser­gey Laza­rev ver­tritt Russ­land

Ser­gey Laza­rev für Russ­land. Das ist…

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7 Gedanken zu “Sehr gay: Laza­rev für Russ­land

  1. Eins muss man den Leu­ten in Mos­kau las­sen: die wis­sen, wie man einen Schach­zug aus­führt. Der Prinz-Blog hat schon mit einem gro­ßen und detail­lier­ten Foto von Ser­gey oben ohne raus­ge­rückt und im Kom­men­tar­feld wird schon kon­tro­vers dis­ku­tiert. Russ­land scheint allei­ne aus opti­schen Grün­den der ers­te Favo­rit zu sein. Aber es wird auch von “Erfolg­ha­sche­rei” gespro­chen. Da hat man schon mal eine inter­es­san­te Wahl getrof­fen.

  2. Stim­me deut­sche­land zu: das rus­si­sche Fern­se­hen scheint genau zu wis­sen, wie der ESC funk­tio­niert und was bei der Ziel­grup­pe ankommt. Und was ist das ein­zi­ge, dass bei den “assem­bled gay­ers in the audi­ence” (Schla­ger­boys) noch bes­ser ein­schlägt als ein blon­der Hele­ne Fischer-Ver­schnitt mit Kitsch-Power­bal­la­de (“A Mil­li­on Voices”)? Genau – ein tes­to­ste­ron­strot­zen­der Ado­nis mit sexy Cho­reo!
    Abge­se­hen davon bin ich lang­sam etwas müde, jeden rus­si­schen Bei­trag aus mora­li­schen Grün­de per se kacke fin­den zu müs­sen. Wenn Kir­ko­rov jetzt noch mit ner kna­cki­gen Num­mer raus­rückt, war­um dann kein Top-Ergeb­nis? Ich fin­de nicht, dass man es den Rus­sen vor­hal­ten muss, ehr­gei­zig zu sein und den Sieg zu wol­len. Wür­de dem NDR viel­leicht auch mal ganz gut ste­hen.

  3. Solan­ge ein Top-Künst­ler nicht so kon­tro­ver­sen Dünn­pfiff von sich gibt wie unser auf­ge­zwun­ge­ner Seus­ler kann eine inter­ne Aus­wahl, wie in die­sem Fall, gold­rich­tig sein.

  4. @ Maxi:
    Lenas Sieg ist kei­ne 10 Jah­re her. Ich den­ke kaum, dass der NDR so schnell wie­der den teu­ren Sieg nach Deutsch­land holen will.

  5. Pfui Dei­bel, was für ein Schmier­lap­pen. Was für eine bil­li­ge Anbie­de­rung an das schwu­le Publi­kum. Aber so dumm wie Euro­pa ist, beloh­nen sie Russ­land genau­so wie­der, wie letz­tes Jahr. Der glei­che Typ Kerl, haben sie doch schon 2011 nach Düs­sel­dorf geschickt, ist der eigent­lich immer noch in Sibi­ri­en im Gulag, oder was ist aus dem Ekel­typ von damals gewor­den? Der ist ja für rus­si­sche Ver­hält­nis­se regel­recht abge­schmiert?

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