Jodeln wie Gott in Frank­reich

Euro­vi­si­ons­ge­rüch­te stim­men immer: seit gerau­mer Zeit in den sozia­len Netz­wer­ken gehan­delt, bestä­tig­te das fran­zö­si­sche Fern­se­hen heu­te, dass der 31jährige (ver­hei­ra­te­te *schluchz*) Sän­ger Amir Had­dad das Land der Gal­li­er in Stock­holm ver­tritt. Der Sohn jüdi­scher Eltern aus dem Mah­greb wuchs in Frank­reich auf, wan­der­te aber mit acht Jah­ren vor­über­ge­hend nach Isra­el aus. Wie so vie­le Grand-Prix-Kol­le­gen ver­fügt auch er über Cas­ting­show-Erfah­run­gen: er nahm an der fünf­ten Staf­fel von Kok­hav Nolad teil, der Show, die uns Harel Skaat (IL 2010) und Boaz Mau­da (IL 2008) brach­te. 2014 trat er dann im fran­zö­si­schen Able­ger von The Voice auf. Sein Song ‘J’ai cher­ché’ über­zeugt durch Tem­po und Ein­gän­gig­keit sowie das gelun­ge­ne Spiel mit fran­zö­si­scher Stro­phe und eng­li­schem Refrain. Die fröh­li­che Pop-Num­mer gefällt schon beim ers­ten Anhö­ren und gewinnt durch das Visu­el­le (Amir sieht hin­rei­ßend aus) noch hin­zu. Da sieht man selbst über das You-hu-hu-Jodeln gnä­dig hin­weg, das bei Robin Stjern­berg (SE 2013) noch so nerv­te. Mit Amir soll­te die Grand Nati­on seit län­ge­rer Zeit mal wie­der einen Top-Ten-Anwär­ter vor­zei­gen kön­nen.

Das Publi­kum ist völ­lig aus dem Häus­chen…

5 Gedanken zu “Jodeln wie Gott in Frank­reich”

  1. Sou­ve­rän! Der Typ hat’s einfach.Den Wech­sel zwi­schen Eng­lisch und Fran­zö­sisch fin­de ich jetzt nicht unbe­dingt zwin­gend – aber je nun. Auf jeden Fall eine Num­mer, für die man im Fina­le anru­fen wür­de.

  2. Das bis­her ein­gän­gigs­te Lied im Wett­be­werb mit Instant-Ohr­wurm-Cha­rak­ter. Ganz hei­ßer Sie­geskan­di­dat.
    Ich hof­fe nur, in Stock­holm wird die Num­mer dann auch bes­ser auf den Bild­schirm gebracht als in dem ein­ge­bet­te­ten Video. Die Bild­re­gie und der Schnitt sind ja grau­en­haft!

  3. Also ich kann die­sem Lied so gar nichts abge­win­nen. Der lie­fert das zwar sehr sou­ve­rän ab und ja, das Auge isst mit. Aber ansons­ten hat das für mich über­haupt kei­nen zwin­gen­den Refrain, der mir im Gedächt­nis bleibt. Und was das Gejau­le angeht: Der Ver­gleich zu Robin Stjern­berg drängt sich wirk­lich auf, nur fin­de ich das hier nicht min­der ner­vig.

  4. <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 x 2017

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