Kroa­ti­en 2016: noch ein The-Voice-Gewächs

Ist es ein Omen für die mor­gi­ge deut­sche Vor­ent­schei­dung? So lang­sam ver­fes­tigt sich der Ein­druck, man könn­te sich beim Euro­vi­si­on Song Con­test die gan­zen auf­wän­di­gen natio­na­len Aus­wahl­ver­fah­ren schen­ken und gleich die jeweils lan­des­ei­ge­ne Aus­ga­be der Cas­ting­show The Voice nut­zen. So ver­fährt jeden­falls das kroa­ti­sche Fern­se­hen HRT, das nach zwei­jäh­ri­ger Schmoll­pau­se 2016 zum euro­päi­schen Schausin­gen zurück­kehrt: wie heu­te bekannt wur­de, nomi­niert man dort die The-Voice-Sie­ge­rin Nina Kral­jić als Reprä­sen­tan­tin. Auf den Song müs­sen wir noch bis zum 9. März 2016 war­ten, er soll nach Anga­ben des kroa­ti­schen Dele­ga­ti­ons­lei­ters “sehr inter­es­sant und auf Ninas Stim­me maß­ge­schnei­dert” sein (das wäre dann ja mal ein völ­lig revo­lu­tio­nä­rer Ansatz!). Damit schei­den Uptem­po-Songs ten­den­zi­ell ver­mut­lich aus, bevor­zug­te die Sän­ge­rin – jeden­falls einer schnel­len You­tube-Sich­tung nach zu urtei­len – in der Cas­ting­show gene­rell eher sanf­te, melan­cho­li­sche Bal­la­den. Bleibt nur die stil­le Hoff­nung, dass Ninas Bei­trag den­noch deut­lich weni­ger drö­ge und schnar­chig aus­fal­len möge als der ihrer Vor­gän­ge­rin und Vor­na­mens­vet­te­rin Nina Badrić (HR 2012).

Schö­ne Stim­me, und jodeln kann sie auch: Nina Kral­jić (Reper­toire­bei­spiel)

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