Vier Todes­fäl­le und eine Hoch­zeit: der schlim­me Super­sams­tag

Fünf Natio­nen wähl­ten ges­tern gleich­zei­tig ihre Bei­trä­ge aus für den Euro­vi­si­on Song Con­test 2016 in Stock­holm an die­sem stres­sigs­ten aller Super­sams­ta­ge der lau­fen­den Sai­son. Als ers­te von ihnen star­te­te bereits um 18:40 Uhr MEZ die mol­da­wi­sche Vor­ent­schei­dung, wo wir erfuh­ren, dass die Zahl 16 (wie in 2016) dort “șaiș­pe” heißt, was sich nicht von unge­fähr wie “Schei­ße” anhört. Fol­ge­rich­tig griff das rumä­ni­sche Bru­der­land, wie fast alle ges­tern Abend aus­wäh­len­den Natio­nen, tief ins Klo bei ihrer Ent­schei­dung. Sehr, sehr tief. Das sah wohl sogar die Sie­ge­rin so, die man nach ihrer Akkla­ma­ti­on erst mal hek­tisch suchen muss­te (war sie eine rau­chen gegan­gen?). Und ich kann es noch nicht mal auf die kor­rup­te Jury schie­ben, denn es waren die mol­da­wi­schen Televoter/innen, die den dis­so­nant vor sich hin krei­schen­den Hexen­be­sen namens Lidia Isac mehr­heit­lich zu ihrer Ver­tre­te­rin bestimm­ten, mit einem (natür­lich von einem schwe­di­schen Team geschrie­be­nen) abso­lu­ten Nichts von einem Song. ‘Fal­ling Stars’ heißt der und dürf­te ver­mut­lich als Omen für die Punk­te­er­war­tung in Stock­holm ste­hen. Gut, ein paar Län­der müs­sen ja auch im Semi aus­schei­den, und in die­sem Fall schmerzt es wenigs­tens nicht.

Zwei Ven­ti­la­to­ren aus dem Bau­markt als Wind­ma­schi­ne: es sieht so bil­lig aus, wie der Song klingt (MD)

Schmerz­lich hin­ge­gen die Mas­sen an ver­pass­ten Chan­cen: sei es Valen­tin Uzun (6 Punk­te vom Publi­kum, nichts von der Jury), des­sen Anblick mir bereits im Semi­fi­na­le viel Freu­de berei­te­te und der sein wusche­li­ges schwar­zes Haupt­haar zwar zu einem schreck­lich ent­stel­len­den, Miroesken Mopp auf­tou­piert hat­te, aber wei­ter­hin die schöns­te Brust­be­haa­rung des gest­ri­gen Abends prä­sen­tier­te, plus eine bren­nen­de Trom­pe­te! Oder Maxim Zavi­dia (7 Punk­te von bei­den), der sei­nen Song­ti­tel ‘La la Love’ bei Ivi Ama­dou (CY 2012) klau­te, lei­der jedoch nicht auch den Song. Und der eine herr­lich über­trie­be­ne (wenn ver­mut­lich auch ernst gemein­te) Par­odie auf grot­ten­schlech­te Fern­seh­bal­let­te dar­bot, die man tat­säch­lich gese­hen haben muss, um sie in all ihrer schreck­li­chen Schön­heit zu wür­di­gen, und zu der er eine Rei­he von Chor­frau­en mit gigan­ti­schen Acht­zi­ger­jah­re-Fri­su­ren mit­brach­te. Oder die unver­wüst­li­che, seit der Stein­zeit regel­mä­ßig an der mol­da­wi­schen Vor­ent­schei­dung teil­neh­men­de Doi­nița Gher­man (jeweils 3 Punk­te von Jury und Publi­kum), die es nach all den fehl­ge­schla­ge­nen Ver­su­chen mit selbst­ge­schrie­be­nen Eth­nost­amp­fern dies­mal mit einem ein­ge­kauf­ten, sehr mäßi­gen Schwe­den­schla­ger ver­such­te, dies aber in Beglei­tung enthu­si­as­tisch tan­zen­der schwu­ler Robocops. Oder die Mit­tel­al­ter­ka­pel­le Che-MD (eine dicke fet­te Dop­pel­null), die mit Schwert und Rüs­tung die Büh­ne enter­ten und gekom­men waren, um zu rau­ben und zu brand­schat­zen, glück­li­cher­wei­se jedoch das Stu­dio heil lie­ßen.

Oh, seit wann färbt sich Miro (BG 2010) denn die Haa­re?

Schön zu sehen, dass Dol­ly Par­ton immer noch die Men­schen inspi­riert! (MD)

Oder aber (ja, die Rei­he geht noch wei­ter!) das offen­sicht­lich patrio­tisch gestimm­te Duo And­rei Ioni­ța und Onoffrei (1 Mit­leids­pünkt­chen von den Juro­ren), die ver­mut­lich ein sehr wich­ti­ges Anlie­gen umtrieb und die als bar­fü­ßi­ge, von Stri­cken gegür­te­te Kung-Fu-Kämp­fer die Are­na betra­ten, um dann zu hüb­schen Bil­dern ihrer mol­da­wi­schen Hei­mat mit hei­li­gem Ernst eine Art poli­ti­scher Anspra­che zu hal­ten, gele­gent­lich unter­bro­chen von flüs­tern­dem, düs­ter klin­gen­dem Gesang. Ihr Titel lau­te­te ‘Lie’, und da sie in ihrer Mut­ter­spra­che san­gen und nicht auf schlech­tem Eng­lisch wie so vie­le ihrer Lands­leu­te, ver­mu­te ich, dass damit nicht die schänd­li­che Lüge gemeint war. Ja, ich muss geste­hen, dass ich man­gels aus­rei­chen­der Rumä­nisch­kennt­nis­se nicht den blas­ses­ten Schim­mer habe, was sie uns so Wich­ti­ges erzäh­len woll­ten, es muss aber von höchs­ter Dring­lich­keit gewe­sen sein. Immer­hin ver­brach­te, auch wenn das die Wenigs­ten mei­ner Leser/innen wis­sen wol­len, der schwu­le Fuß­fe­ti­schist in mir sehr ver­gnüg­li­che drei Minu­ten. Eine Erwäh­nung ehren­hal­ber ver­dient eben­falls die Dra­ma-Bal­la­desse Nadia Moș­neagu (1 Punkt vom Publi­kum), die einen in sei­ner sub­dis­ney­haf­ten Kit­schig­keit offen­bar aus Litau­en übrig geblie­be­nen, zähen Rie­men sang, der den Zuschau­er direkt in den Tief­schlaf wieg­te – bis sie uns mit einer unver­mit­telt daher­kom­men­den, krei­schend hohen Note unsanft wie­der auf­weck­te und plötz­lich Blut aus dem Ohr des Zuhö­rers tropf­te. Alles kei­ne ernst­haft euro­vi­si­ons­wür­di­gen Lie­der natür­lich, den­noch alle­samt bes­ser als das letzt­lich für Stock­holm Aus­ge­such­te. Eine wirk­li­che Schan­de jedoch die Zurück­wei­sung mei­nes Lieb­lings­bei­trags, der herr­lich eth­nob­unt geklei­de­ten Folk-Pop­per DoRe­Dos (6 Punk­te von der Jury, 10 vom Publi­kum), die sich zu fröh­li­chen Folk­klän­gen selbst beschei­nig­ten, ein ‘Fun­ny folk’ zu sein, die den Genüs­sen des Lebens beja­hend gegen­über­ste­hen, wie sie es in ihrer Hook­li­ne “More amo­re, Mari­juha­na” zum Aus­druck brach­ten. Sehr ger­ne!

Ein Sturz­helm, ein Knie­scho­ner und ein schwu­ler Cen­tau­ren­schild, und fer­tig ist das Kos­tüm! (MD)

Ich weiß nicht, was sie uns sagen wol­len, aber es scheint ernst zu sein! (MD)

Eine Stun­de nach Mol­da­wi­en, um 19:40 Uhr, star­te­te das Fina­le des unga­ri­schen A Dal. Dies­mal eine beson­ders schwie­ri­ge Ange­le­gen­heit, denn von den acht ver­blie­be­nen Songs hät­te ich ger­ne fünf in Stock­holm gese­hen und gehört. Wie es zu dem min­der­de­mo­kra­ti­schen Land passt, stimm­ten in der ers­ten Run­de aus­schließ­lich Juro­ren ab und sor­tier­ten vier Titel aus, dar­un­ter zwei mei­ner Lieb­lin­ge. Geden­ken wir an die­ser Stel­le also kurz Mus­hu, die mit ‘Uncle Tom’ eine ankla­gen­de Alle­go­rie auf den welt­weit fort­schrei­ten­den, in Ost­eu­ro­pa ganz beson­ders stark ver­brei­te­ten Bil­lig­lohn­sek­tor als neue Skla­ven­ar­beit ver­fass­ten, wofür sie – ver­mut­lich auf direk­te Wei­sung des unga­ri­schen Sem­idik­ta­tors Vic­tor Orbán, dem sol­che auf­klä­re­ri­schen Gesän­ge sicher nicht beha­gen – mit Zero Points abge­straft wur­den. Auch dran glau­ben muss­te die Zig­an­ka­pel­le Par­no Graszt. Man­gels Sprach­kennt­nis­sen ent­zieht sich mir, über was sie san­gen – aber die in den Augen der Front­frau schwim­men­den Trä­nen und der leicht melan­cho­li­sche Unter­ton ihres fröh­li­chen Eth­nost­amp­fers sagen mir, dass es etwas Trau­ri­ges gewe­sen sein muss. Auch sie kan­te­te die regie­rungs­treu min­der­hei­ten­feind­li­che Jury gna­den­los raus.

Melan­cho­lisch schön (HU)

Im Super­fi­na­le durf­ten die Zuschau­er immer­hin mit­stim­men, und sie lagen, was den Sie­ger angeht, auf einer Linie mit der Jury. Viel falsch machen konn­ten sie nun ja auch nicht mehr: auf der Stre­cke blie­ben sowohl der fan­tas­ti­sche, hier bereits abge­fei­er­te Petrus­ka und sei­ne Man­nen als auch die Kal­láy Saun­ders Band, die mög­li­cher­wei­se über den bes­ten Titel ver­füg­te, deren namens­ge­ben­der Front­mann und Ver­tre­ter von 2014 jedoch so grau­en­er­re­gend schief sang, dass es bei­na­he an eine Selbst­par­odie grenz­te. Die ver­blie­be­ne Wahl erwies sich als die rich­ti­ge: es setz­te sich statt­des­sen der sehr hübsch anzu­schau­en­de, wie so vie­le sei­ner Euro­vi­si­ons­kol­le­gen aus einer Cas­ting­show (nein, dies­mal nicht The Voice, son­dern Rising Star) ent­sprun­ge­ne Gábor Alfréd Fehér­vá­ri mit der kraft­vol­len, hin­ge­bungs­voll hin­ge­ras­pel­ten Rock­hym­ne ‘Pioneer’ durch. Und wer sei­nen Namen weder aus­spre­chen noch abtip­pen mag, kann beru­higt sein: Freun­de nen­nen ihn Fred­die. Ein sehr ein­ge­schränkt demo­kra­ti­sches Ver­fah­ren ohne Min­der­hei­ten­schutz also, mit einem den­noch sehr guten Ergeb­nis in Ungarn – genau umge­kehrt lief es in mei­ner eins­ti­gen euro­vi­sio­nä­ren Lieb­lings­na­ti­on Finn­land. Dort stimm­ten das Publi­kum und eine aus zehn ver­schie­de­nen Seg­men­ten der fin­ni­schen Gesell­schaft, dar­un­ter eini­ge Min­der­hei­ten, zusam­men­ge­setz­te Jury ab. Dar­in fan­den sich Euro­vi­si­ons­fans, Musiker/innen, Medi­en­men­schen, You­tube-Stars, Finn­land­schwe­den, die Regen­bo­gen­frak­ti­on, Abge­ord­ne­te, Stra­ßen­bau­er, Kin­der und Nutzer/innen der sozia­len Medi­en.

Ach, die­ses herr­li­che Spiel der Augen­brau­en! (HU)

Und die­ses Panel über­stimm­te die Tel­e­vo­ter – mit ver­hee­ren­den Fol­gen. Denn obwohl das UMK-Fina­le vor fan­tas­ti­schen Bei­trä­gen nur so barst, ent­schied sich die Jury mit sehr deut­li­cher Mehr­heit für Sandhja Kui­va­lai­nen, eine 24jährige Sän­ge­rin mit fin­ni­schen und guya­ni­schen Wur­zeln, die im Tel­e­vo­ting ledig­lich auf dem drit­ten Platz lan­de­te. Auf­grund des gro­ßen Punk­te­vor­sprungs im Jury­vo­ting reich­te es für das schwung­voll-belie­bi­ge Pop­lied­chen ‘Sing it away’ für den Gesamt­sieg. Und dage­gen wäre auch gar nichts ein­zu­wen­den, hät­ten die Fin­nen nicht (übri­gens glei­cher­ma­ßen in bei­den Lagern) sol­che fan­tas­ti­schen Jahr­hun­dert-Song­per­len igno­riert wie das tief unter die Haut gehen­de schwu­le Lie­bes­lied ‘Love is blind’ von Cris­tal Snow oder die herz­zer­rei­ßen­de Pär­chen­bal­la­de ‘Good enough’ von Anni­ca Milán & Kim­mo Blom. Beim Publi­kum lag die auch von vie­len Fans favo­ri­sier­te Saa­ra Aal­to vor­ne, deren irgend­wie merk­wür­di­ger Bei­trag ‘No Fear’ sich aber nicht so rich­tig zwi­schen Pop­stamp­fer, Eth­no-Stück und hauch­zar­ter Bal­la­de ent­schei­den konn­te und in mei­nen Ohren ganz furcht­bar klingt, eben wie aus meh­re­ren her­um­lie­gen­den Ver­satz­stü­cken plan­los und will­kür­lich zusam­men­ge­schweißt.

Fin­ni­sche Frau­en­power: Sandhja

Was mich direkt zu den skan­di­na­vi­schen Kol­le­gen bringt, denn auch in Nor­we­gen sieg­te ein aus zwei über­haupt nicht zusam­men­pas­sen­den Musik­stü­cken zwangs­ver­hei­ra­te­tes Lied. ‘Ice­brea­ker’ heißt es, eben­falls ganz unpas­send, denn mein Eis bricht es nicht. Ganz im Gegen­teil: nichts has­se ich mehr als einen Tem­po­wech­sel in einem Song, beson­ders, wenn es hier­für über­haupt kei­nen erkenn­ba­ren Anlass gibt. Gesun­gen wird die ent­spre­chend schreck­li­che, elek­tro­las­ti­ge Num­mer von einer ein­zel­nen, streng drein­bli­cken­den, blon­den Frau in einem haut­engen wei­ßen Kleid. Und wer jetzt Mar­ga­ret Ber­ger (NO 2013) rief, liegt dane­ben: Agne­te Kris­tin John­sen nennt sich die haupt­be­ruf­lich in einer Rock­band behei­ma­te­te Sän­ge­rin, die für den Song Con­test auf ihren Nach­na­men ver­zich­tet. So wie ich auf jeg­li­chen Anruf für Nor­we­gen, im Mai die­sen Jah­res. Agne­te sieg­te im MGP-Super­fi­na­le sehr ein­deu­tig, mit der dop­pel­ten Stim­men­zahl des zweit­plat­zier­ten Song­pro­le­ten Fred­dy Kalas, der mit der reg­gae-ange­hauch­ten Come­dy­num­mer ‘Feel da Rush’ so etwas wie die Fort­set­zung des letzt­jäh­ri­gen ‘En godt Stekt Piz­za’ von Stays­man & Lazz dar­bot, also prak­tisch das lied­ge­wor­de­ne Äqui­va­lent zu einem Stück Piz­za Hawaii.

Eine Blu­se wie ein Sche­ren­schnitt: Agne­te (NO)

Das ver­steht man im Nor­den also unter dem Bacar­di-Fee­ling. Dan­ke, nein (NO)

Für (unfrei­wil­lig) hei­te­re Momen­te sorg­te auch die super­sü­ße, super­sym­pa­thi­sche schwar­ze Soul­sän­ge­rin (ja, das ist eine Bewer­bung als Alli­te­ra­ti­ons­tex­ter für Bau­er sucht Frau!) Make­da, die sich trotz einer etwas zur Fül­le nei­gen­den Figur dazu ent­schloss, ihre Run­dun­gen in ein trans­pa­ren­tes Ober­teil und in eng­an­lie­gen­de, hoch aus­ge­schnit­te­ne Hot Pants zu zwän­gen. Was mich unwill­kür­lich an die ein­schlä­gi­ge, hoch unter­halt­sa­me Web­site Peop­le of WalM­art den­ken ließ, die seit gerau­mer Zeit den muti­gen Out­fit­trä­gern Ame­ri­kas ein vir­tu­el­les Denk­mal setzt. Make­da schied eben­so bereits in der ers­ten Votin­grun­de des Melo­di Grand Prix aus wie, schänd­li­cher­wei­se, mei­ne per­sön­li­chen Favo­ri­tin­nen nicht nur die­ses Abends, son­dern des kom­plet­ten Jahr­gan­ges, wenn nicht gar die­ses Jahr­tau­sends: die fabel­haft lus­ti­gen Welt­raum­les­ben The Hungry Hearts und Lisa Dil­lan näm­lich, mit dem dis­co­t­as­ti­schen ‘Lai­ka’, das neben der muti­gen Ankün­di­gung, händ­chen­hal­tend durch Mos­kau lau­fen zu wol­len, auch die deut­sche Text­zei­le “Der Unter­gang ist jetzt, der Unter­gang ist hier” ent­hielt. Dass sie die­ses Glanz­stück ver­schmäh­ten, wer­de ich den Nor­we­gern nie­mals ver­zei­hen! Zumal die fabel­haf­ten MGP-Gast­ge­ber, Silya Nyo­men und Kåre Magnus Berg (nom nom!) den Abend mit einer sen­sa­tio­nel­len Come­dy-Num­mer eröff­ne­ten, in der sie zahl­rei­che Bei­trä­ge der letz­ten Jah­re durch den Kakao zogen (vor allem die Schwe­den beka­men nicht zu knapp ihr Fett weg) und das Rezept prä­sen­tier­ten, wie man die Euro­vi­si­on gewinnt.

Als Drag­queens ver­klei­de­te Welt­raum-Les­ben: wie soll man die Hungry Hearts nicht lie­ben? (NO)

Und da sind sie noch mal, im Ope­ning Act des Melo­di Grand Prix (NO)

Die unter­halt­sa­me Euro­vi­si­ons­par­odie (und das ent­täu­schen­de End­ergeb­nis) teil­ten sich die Nor­we­ger am gest­ri­gen Sams­tag mit den Slo­we­nen. Dort war es der fabel­haf­te Come­di­an und EMA-Mode­ra­tor Kle­men Sla­jon­ka, der den Vor­ent­scheid mit einer wun­der­bar lus­ti­gen ‘Eupho­ria’-Par­odie eröff­ne­te. Sein Glanz­stück lie­fer­te er aller­dings in der Wer­tungs­pau­se ab, als er in die Rol­le des rus­si­schen Des­po­ten Vla­di­mir Putin schlüpf­te und, zusam­men­ge­hal­ten von einem knal­li­gen Pop­song, einen rasan­ten, vor zün­den­den Gags nur so sprü­hen­den Ritt durch alle The­men­ge­bie­te unter­nahm, die uns den Dik­ta­tor der Her­zen so ger­ne haben lässt. ‘Putin, put out’ hieß das Gan­ze, was nicht von unge­fähr an den ver­hin­der­ten geor­gi­schen Euro­vi­si­ons­bei­trag von 2009 erin­nert. Roy Del­a­ney vom bri­ti­schen Blog Euro­vi­si­on Apo­ca­lyp­se, dem ich die Ent­de­ckung die­ses Stücks ver­dan­ke (zu dem Zeit­punkt, als das in Slo­we­ni­en über den Stream ging, ver­weil­te ich längst in Nor­we­gen), mut­maß­te bereits, das Sla­jon­ka die herr­li­che Par­odie auf­grund der all­seits bekann­ten Humor­lo­sig­keit des Patri­ar­chen dem­nächst mit einem “radio­ak­ti­ven Früh­stück” bezah­len könn­te, und so soll­ten sich mei­ne geneig­ten Leser/innen nicht wun­dern, falls hier in naher Zukunft der vor­han­de­ne Inhalt über Nacht durch anti­sch­wu­le Pro­pa­gan­da aus­ge­tauscht wur­de. Oder Ähn­li­ches.

Sehr geehr­ter Herr Putin, selbst­ver­ständ­lich distan­zie­ren wir uns hier in aller Schär­fe von den Inhal­ten die­ses Clips, den wir mit Abscheu und Empö­rung zur Kennt­nis neh­men müs­sen! (SI)

More­na (MT 2008) hat ange­ru­fen und will ihren Act zurück: Nuša Deren­da (SI)

Dies kann jedoch nicht über mei­ne Ver­bit­te­rung hin­sicht­lich der in Ljublja­na für Stock­holm aus­ge­wähl­ten Inter­pre­tin hin­weg­täu­schen. Wenigs­tens kann ich hier mei­nen gesam­mel­ten, unge­fil­ter­ten, puren Hass in Rich­tung der ver­ma­le­dei­ten Jury kana­li­sie­ren, die bit­te dar­an ersti­cken möge! Denn, wie schon in vori­gen Jah­ren, ver­füg­te die EMA über das sinn­lo­ses­te Abstim­mungs­ver­fah­ren, das man sich vor­stel­len kann: zuerst durf­ten zehn hoff­nungs­vol­le Aspi­ran­ten sin­gen, dann wähl­te allei­ne die ledig­lich drei­köp­fi­ge Jury – ohne jeg­li­che Zuschau­er­be­tei­li­gung – zwei Titel für das Super­fi­na­le aus, unter denen die Slo­we­nen per SMS ent­schei­den muss­ten. War­um man nicht gleich nur die Zwei ein­lädt, die RTVS­LO will, erschließt sich mir nicht. Viel Zeit und Geld lie­ße sich spa­ren, ver­zich­te­te der Sen­der, der sei­nen Zuschau­ern so offen­sicht­lich nicht traut, auf die­se unnüt­ze Far­ce. Schlim­mer als das Unver­mö­gen zur Ein­hal­tung demo­kra­ti­scher Min­dest­stan­dards wiegt aber die Wahl, wel­che die Juro­ren tra­fen. Es befan­den sich im gest­ri­gen EMA-Line-up ohne­hin nur zwei leid­lich brauch­ba­re Schla­ger zwei­er erfah­re­ner Grand-Prix-Diven. Näm­lich das nach einem mal­te­si­schen Vor­ent­schei­dungs­bei­trag der Nul­ler Jah­re – also himm­lisch – klin­gen­de ‘Tip Top’ von Cou­gar Nuša Deren­da (SI 2001), wel­cher die Prä­senz ihrer gött­li­chen, jugend­li­chen Tän­zer ver­ständ­li­cher­wei­se die Stim­me ver­schlug. Sowie das arg quä­kig vor­ge­tra­ge­ne und bis auf den Refrain ziem­lich zähe ‘Ali­ve in every Way’ der in ihrem lus­ti­gen, halb­är­me­li­gen Schmet­ter­lings-Trick­kleid und unter ihrem halb­run­den Koch­topf­po­ny etwas geis­tes­ge­stört her­vor­bli­cken­den Regi­na Kogoj (SI 1996).

Die Refrain­zei­le soll­te wirk­lich “Ali­ve in every Way / The Rich­ness comes when you’re gay” hei­ßen: Regi­na (SI)

Tobi­as Sam­met (Avan­ta­sia, ULFS 2016) hat ange­ru­fen und will sei­ne Zir­kus­di­rek­to­ren­uni­form zurück: Manu­El­la (SI)

Doch als viel geis­tes­ge­stör­ter zeig­te sich die slo­we­ni­sche Jury, die sich anstel­le die­ser bei­den Lie­der für zwei völ­lig ande­re, völ­lig inak­zep­ta­ble Songs ent­schied. Näm­lich das nicht wei­ter erwäh­nens­wer­te ‘Črno bel’ von Rai­ven und das letzt­lich sieg­rei­che, faden­schei­ni­ge Coun­try­nüm­mer­chen ‘Blue and red’ von Manu­El­la Breč­ko, die es 2012 bei der groß ange­leg­ten Euro­vi­si­ons-Cas­ting­show Misi­ja Evro­vi­zi­ja bis in die vor­letz­te Run­de schaff­te. Ihr Bei­trag, der, wie Leser SamTex in den Kom­men­ta­ren fest­stellt (dan­ke für den Hin­weis!), dem Titel ‘Some­thing in the Water’ von Car­rie Under­wood musi­ka­lisch doch in erstaun­li­cher Wei­se gleicht, macht nun wirk­lich alles falsch, was beim Song Con­test falsch machen kann und bet­telt gera­de­zu um den letz­ten Platz in sei­nem Semi­fi­na­le: er kommt als Coun­try-Song daher, wie wir nicht erst seit Texas Light­ning (DE 2006) wis­sen, gera­de im Osten ein siche­res Rezept für den Punk­te­tod; er plät­schert win­se­lig vor sich hin, statt in die Ohr­mu­scheln zu knal­len; und die ver­knif­fen vor sich hin bli­cken­de Sän­ge­rin trägt eine schlim­me Phan­ta­sie-Uni­form, die sich nicht zwi­schen Lift­boy, Tam­bou­rin­ma­jo­ret­te und Zir­kus­di­rek­to­rin ent­schei­den kann. Ein Trau­er­spiel. Aber, wie schon bei der Wür­di­gung des mol­da­wi­schen Wett­be­werbs­ti­tels fest­ge­stellt: jemand muss ja im Semi aus­schei­den, war­um dann also nicht gleich frei­wil­lig?

Die Inspi­ra­ti­on für Manu­El­las Song­schrei­ber?

Noch nicht ein­mal für anstän­di­ge Perü­cken reicht es mehr im Schla­ger­ge­schäft: Lin­da Bengt­zing (SE)

Ach, und dann war da ja noch etwas an die­sem Sams­tag der vier Ver­zweif­lung ver­ur­sa­chen­den Fehl­ent­schei­dun­gen und des einen akzep­ta­blen Euro­vi­si­ons­bei­trags! Nein, ich rede nicht von Litau­en, dort pas­sier­te nichts Nen­nens­wer­tes, es flo­gen nur zwei wei­te­re über­flüs­si­ge Titel raus. Son­dern: die vier­te und letz­te regu­lä­re Vor­run­de des Melo­di­fes­ti­va­len. Dort tru­gen die Anruf­be­rech­tig­ten zunächst ein­mal mit der glän­zend auf­ge­leg­ten Lin­da Bengt­zing die letz­te Auf­rech­te des amt­li­chen Schwe­den­schla­gers zu Gra­be. Noch nicht ein­mal für die Andra Chan­sen reich­te es für unser ‘Kil­ler­girl’ mit der ras­pel­kur­zen Kampf­les­ben­fri­sur und den beein­dru­cken­den Ober­arm­mus­keln. Dunk­le Zei­ten bre­chen gera­de an in Euro­pa, nicht nur für die vor dem Krieg flüch­ten­den Men­schen, son­dern auch für die Fans mit­singba­rer Melo­di­en und extro­ver­tier­ter Syn­chron­tän­ze! Auch die drei Hupf­doh­len von Dol­ly Style, der Kin­der­fa­schings­va­ri­an­te die­ser über­le­bens­wich­ti­gen Musik­rich­tung, erreich­ten ledig­lich die Zwei­te-Chan­ce-Run­de. Das ist tat­säch­lich ein ‘Rol­ler­co­as­ter’, aber einer, auf dem es nur noch steil berg­ab geht!

Im Schul­mäd­chen­pop aber anschei­nend schon: Dol­ly Style (SE)

Fast noch trau­ri­ger als das schon lan­ge befürch­te­te, nicht mehr zu über­se­hen­de Ende der Schla­ger-Ära beim Euro­vi­si­on Song Con­test stimmt mich die Begeis­te­rung etli­cher Fans für die im gest­ri­gen Melo­di­fes­ti­va­len wei­ter­ge­wähl­ten Titel. Allen vor­an der von Frans Jepps­son Wall, bei dem ich durch­aus nach­voll­zie­hen kann, war­um vie­le ‘I I were sor­ry’ für den aus­sichts­reichs­ten Kan­di­da­ten um den erneu­ten Auf­tritt auf hei­mi­schem Grund im Mai 2016 hal­ten, und dem ich – man möge mir mei­ne schlech­te Lau­ne bit­te nach­se­hen – doch nur unent­wegt in sei­ne schlei­mi­ge Back­pfei­fen­fres­se hau­en möch­te. Nicht wirk­lich natür­lich: wer mich kennt, weiß um mei­ne Fried­fer­tig­keit und dass ich kei­ner Flie­ge etwas zuleid tun könn­te. Es ist nur der Frust dar­über, dass auch Schwe­den, wie bereits mein Hei­mat­land, und wie bis­lang fast alle der mit­ma­chen­den Natio­nen, vor­aus­sicht­lich ein Lied zu mei­nem eins­ti­gen Lieb­lingsevent bei­steu­ern wer­den, dem ich nicht wirk­lich irgend­et­was vor­wer­fen kann. Und mit dem ich gleich­zei­tig nicht wirk­lich irgend­et­was anfan­gen kann. Aber was bekla­ge ich mich: mein Glück liegt halt nicht mehr beim eigent­lich Song Con­test, son­dern auf den Spiel­wie­sen der natio­na­len Vor­ent­schei­de, die sicher­lich auch in nächs­ter Zukunft die wah­ren Schät­ze beinhal­ten wer­den.

Tut mir leid, damit kann ich nicht warm wer­den: Fan-Favo­rit Frans (SE)

15 Gedanken zu “Vier Todes­fäl­le und eine Hoch­zeit: der schlim­me Super­sams­tag

  1. Als ich ges­tern Abend nach dem unga­ri­schen High­light (ich hät­te zwar Petrus­ka bevor­zugt, kann aber mit Fred­die gut leben) und dem fin­ni­schen Mega­crash nach Nor­we­gen wech­sel­te, sah ich als ers­tes den “Ice­brea­ker” vom Turm stei­gen und dach­te bei mir: wie gru­se­lig, hof­fent­lich neh­men die das nicht !!! Als dann sel­bi­ger Eis­bre­cher ins Fina­le kam, schwan­te mir schon ungu­tes und nach der ers­ten Punk­te­ver­kün­di­gung aus der Pro­vinz hat­te ich den Glau­ben ans Gute kom­plett ver­lo­ren. Höhe­punkt der Frech­heit: kurz vor dem Voting noch ein­mal den gran­dio­sen Mons­ter­song vom letz­ten Jahr per­for­men zu las­sen.… Fazit: nor­we­gi­scher Total­ab­sturz

  2. Wenn die­ser Jahr­gang so wei­ter­geht, soll­te der NDR schon mal anfan­gen zu spa­ren. So chan­cen­los ist Jamie-Lee dann näm­lich auch nicht.

    Ande­rer­seits soll­te man sich ins Gedächt­nis­ru­fen, dass wir ja gera­de mal Halb­zeit haben. DA kann – und muss! – noch eini­ges pas­sie­ren.

  3. Ich glau­be, bezüg­lich Slo­we­ni­en kannst Du ganz ent­spannt sein, die­ses Lied wird bestimmt nicht teil­neh­men. Zwar gibt es bei jedem zwei­ten Lied Pla­gi­ats­vor­wür­fe, aber so was Dreis­tes hab ich noch nie gehört – man ver­glei­che mal Car­rie Under­wood – Some­thing in the Water – gib es hier auf der Tube: https://www.youtube.com/watch?v=s_HLIOnfJNs

  4. Ich traue es mich kaum zu sagen, aber ich glau­be “If I Were Sor­ry” könn­te den gan­zen ESC gewin­nen. Das ist musi­ka­lisch so dicht am aktu­el­len Zeit­geist. Mehr als Måns letz­tes Jahr. Und die Ähn­lich­keit zu “Catch & Release” ist gerin­ger als die von “Heroes” zu “Lovers On The Sun”, also wird das auch kei­nen stö­ren. Und es könn­te Jury und Zuschau­er über­zeu­gen.

  5. Wer­de mich spä­ter noch aus­führ­li­cher zu Wort mel­den, jetzt auf die Schnel­le nur ein wenig Klug­scheis­se­rei: 16 heißt auf rumä­nisch șai­spre­ze­ce.

  6. Also schlecht fand ich Frans auch nicht. Ein­fach ein schlich­tes klei­nes Lied­chen ohne Schnick Schnack, dicken Brüs­ten und ne auf­ge­bläh­te Büh­nen­show! Mei­nen Anruf hät­te er sicher im Fina­le

  7. So, Tat­ort ist rum, Zeit also, nun auch mei­nen Senf los­zu­wer­den …

    Ins­ge­samt fand ich die­sen Sams­tag wesent­lich weni­ger stres­sig als den ver­gan­ge­nen. Die­se Woche gab es zwar mehr FINAL­run­den, aber die Anzahl der Ver­an­stal­tun­gen ins­ge­samt war doch klei­ner. Trotz­dem habe ich immer noch nicht genü­gend Com­pu­ter (und Bild­schir­me), um alles par­al­lel ver­fol­gen zu kön­nen (immer den Ton hoch­dre­hen, wenn es aus­sieht, als wenn es inter­es­sant wird). Da muss­te ich Abstri­che machen und eini­ges für spä­ter auf­he­ben.

    MD: Die waren zum Glück so früh dran, dass man das fast unge­stört anse­hen konn­te. Nach­dem ich mir die Ergeb­nis­se der Semi­fi­nals ange­se­hen hat­te, schwan­te mir bereits Schlim­mes, ins­be­son­de­re hin­sicht­lich des Tel­e­vo­tings, etwa dass Maxim Zavi­da (schau­der; Tel­e­vo­ting-Sie­ger SF1) oder Valen­tin Uzun (grau­en; Tele SF1 10 Punk­te; zum Glück Jury 0). Dage­gen fand ich Jury­fa­vo­rit SF2 Big Flash Sound (0 Punk­te däm­li­ches Publi­kum) gar nicht so übel.
    Mei­ne per­sön­li­chen Faves wären übri­gens DoRe­DoS und vor allem Che-MD gewe­sen (da lie­gen wir gar nicht so weit aus­ein­an­der).
    Doi­ni­ta hat zwar mei­ne Sym­pa­thie, aber die­ses Jahr defi­ni­tiv ihren bis­lang schwächs­ten Song.
    Das letzt­li­che End­ergeb­nis gefällt mir zwar nicht beson­ders, ich bin aber erleich­tert, dass es nicht noch schlim­mer kam.

    H: habe nur den Anfang gese­hen, muss ich noch nach­ho­len. Mein Fave war ein­deu­tig Mus­hu, aber der ist dann ja lei­der nicht ins Super­fi­na­le gekom­men. Unter den Ver­blei­ben­den wären mir Kal­lay Saun­ders oder Petrus­ka durch­aus noch recht gewe­sen. Den tat­säch­li­chen Sie­ger fin­de ich falsch.

    FIN: Die Fin­nen fand ich die­ses Jahr mit am stärks­ten. Und eini­ge der in mei­nen Ohren bes­ten Acts blie­ben sogar bis zum Schluss dabei. Ich konn­te mich nicht ent­schei­den zwi­schen Saa­ra Aal­to, Stel­la Chris­ti­ne, Bar­be-Q-Bar­bies und Sandhja, hät­te jeder von ihnen den Sieg gegönnt. Und bis auf Stel­la kamen ja alle recht weit. Bin sehr zufrie­den mit dem Sie­ger!
    (Cris­tal Snow fand ich übri­gens grau­en­haft).

    N: Die bes­te Show bis­lang. Allein schon das Intro war gran­di­os. Mein Sie­ger wäre ein­deu­tig Lai­la Samu­els mit After­glow gewe­sen, und eine Wei­le blieb die Hoff­nung noch leben­dig. Rich­tig ent­täuscht war ich aber über den Sieg von Agne­te auch nicht. Zwar fin­de ich den Song auch nicht den Brül­ler (nein, bestimmt NICHT wegen des Tem­po­wech­sels, der ist noch eines der bes­ten Ele­men­te des Stü­ckes; ich mag Tem­po­wech­sel, wie alles, das Songs untanz­bar macht), aber Agne­te gön­ne ich einen Sieg schon seit ihrem ers­ten mir bekann­ten Auf­tritt mit dem Song vom klei­nen dicken Hund (oro jas­ka, beana), hät­te sie natür­lich lie­ber mit einem Rock-Titel gese­hen.
    Übri­gens: Lai­ka fand ich auch nicht übel!

    SLO: Habe ich noch nicht gese­hen. Aus den Vor­schau­vi­de­os waren mei­ne Favo­ri­ten Anja Kotar und Nusa Deren­da. Die Sie­ge­rin hat­te ich gar nicht auf dem Plan. Nach­dem ich aber ihren Live­auf­tritt gese­hen habe (nur die­sen; nicht den Rest der Show), war ich posi­tiv über­rascht.

    S: Same pro­ce­du­re as always … Obwohl dies in mei­nen Ohren das stärks­te der 4 Semis war, pas­sier­te, was in Schwe­den immer pas­siert: die bes­ten 3 Titel (mein Fave war natür­lich Eclip­se; Lin­da Bengt­zing war auch ganz ok). Was irgend jemand an die­sem Frans fin­det, kann ich nicht nach­voll­zie­hen.
    Unter den ver­blei­ben­den Titeln gefällt mir noch der von Mol­ly P-H am bes­ten, aber das ist ja in der AS. Und im Fina­le gefal­len
    mir eigent­lich nur noch ihre Namens­vet­te­rin Mol­ly San­dén und Wik­to­ria. Aber die sind ver­mut­lich chan­cen­los, also brau­che ich mir das Fina­le bes­ser gar nicht anschau­en.

    Fazit: 4 Todes­fäl­le und 1 Hoch­zeit könn­te ich fast unter­schrei­ben, aber ich sehe die Hoch­zeit natür­lich in Finn­land. Und ganz so tot ist Slo­we­ni­en auch nicht.

  8. Kor­rek­tur zu mei­nem vor­he­ri­gen Pos­ting: im Absatz zu Schwe­den fehlt ein hal­ber Satz: “die bes­ten 3 Titel (…)” muss wei­rer­ge­hen mit “fal­len natür­lich raus”.

  9. Oh my god: Das mol­da­wi­sche Lied ist so abge­nu­delt, dass es fast schon wie­der mutig ist, sowas zu schi­cken. Und Schwe­den macht es eigent­lich rich­tig: Sie schi­cken ihre B-, C- und D-Ware in die euro­päi­schen Vor­ent­schei­dun­gen, um dann selbst mit den bes­se­ren Songs für Schwe­den its­elf abzu­räu­men. Klu­ge Tak­tik.

  10. Frans, der kann’s.…. Wenn nicht ein Wun­der geschieht ( gesche­hen immer wie­der), dann sehen wir uns 2017 schon wie­der in Schwe­den (read my lips bzw Blog­ein­trag) Ich kann das Nie­der­ma­chen des Melo nicht mehr hören… Selbst krie­gen wir kei­nen ver­nünf­ti­gen Vor­ent­scheid hin: Müs­sen uns zwi­schen Pest und Cho­le­ra ent­schei­den, dass was die Musik­in­dus­trie noch ‘mal,recyceln oder irgend­wie an den Mann brin­gen will. In Schwe­den sind die Hal­len voll und das Inter­es­se rie­sig. Hier schickt man eine Voice-Gewin­ne­rin ( zuge­ge­ben das kleins­te Übel des Abends) mit einem Lied, das im Sep­tem­ber schon kei­ner hören woll­te und fei­ert sich ob der gro­ßen Viel­falt, die zur Aus­wahl stand. Es ist zum Schau­dern. Ich drü­cke dem Frans die Dau­men und gut ist!! ( Grum­mel)

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