Wegen Schulden: EBU schließt Rumänien vom Contest aus

Wie die EBU soeben in einer Pressemitteilung verkündete, wird das rumänische Fernsehen TVR mit sofortiger Wirkung von allen Dienstleistungen des Europäischen Senderbundes ausgeschlossen und darf damit auch nicht am Eurovision Song Contest 2016 teilnehmen. Grund hierfür sind offene Forderungen der EBU gegenüber dem rumänischen Sender in Höhe von rund 10 Millionen Euro, die sich seit 2007 ansammelten. Mehrere Versuche, einen „zufriedenstellenden Rückzahlungsplan“ aufzustellen, scheiterten. Zuletzt hatte die EBU eine Frist bis zum 21. April gesetzt, um einen Teil der Forderung zu begleichen und eine Bankbürgschaft für den Rest aufzubringen. Die EBU-Generaldirektorin Ingrid Deltenre sagte: „Wir bedauern es sehr, dass wir zu diesem Schritt gezwungen sind. Wir sind enttäuscht, dass alle Versuche, die Angelegenheit zu regeln, von der rumänischen Regierung blockiert wurden“. Der Sender des Balkanlandes ist seit jeher chronisch unterfinanziert, zuletzt bestanden seitens des rumänischen Finanzministeriums Überlegungen, TVR in die Planinsolvenz gehen zu lassen. Leidtragender der Geschichte ist nun Ovidiu Anton, der nach mehreren Anläufen dieses Jahr die rumänische Vorentscheidung gewinnen konnte und in Stockholm seinen Hardrock-Musical-‚Moment of Silence‘ zelebrieren wollte.

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