Von Wölfen und Lumpensäcken: die Proben zum ersten Semi 2016

In Stockholm gingen heute die ersten Probendurchgänge für die beiden Qualifikationsrunden zu Ende. Seit Montag üben die Teilnehmer/innen aller 42 Nationen ihre Auftritte erstmals auf der echten Eurovisionsbühne. Noch nicht immer im späteren Bühnenoutfit und oftmals mit stimmlich angezogener Handbremse – in der ersten Runde geht es hauptsächlich um die richtigen Kamerapositionen und Bühnenhintergründe und ums letzte Feilen an den Choreografien. Die von den internationalen Bloggern vor Ort natürlich schon fleißig verbreiteten ersten Eindrücke sind daher mit Vorsicht zu genießen, zumal es für zu Hause Gebliebene wie mich nur kurze Dreißigsekünder zu sehen und zu beurteilen gibt. Dennoch will, ja muss ich mich an eine erste Beurteilung wagen. In diesem Posting nun zuerst alle Acts des ersten Semifinales. Auf die Minute pünktlich los ging es am Montag mit der ersten Probe von Sandhja Kuivalainen. Die Finnin trat in einem enganliegenden, offen gesagt wenig vorteilhaften, schulterfreien Einteiler auf, umrahmt von fünf schwarzgekleideten, weiblichen Backings, die sie alle um Haupteslänge überragten. Was optisch leichte Reminiszenzen an Marija Šerifović (RS 2007) und die Beauty Queens hervorrief. Musikalisch eher nicht: ‚Sing it away‘ ist ein netter, flotter Popsong, fällt live allerdings deutlich zur Studioversion ab. So wie wohl auch die Finalchancen der Finnen.

Das Proll-Outfit tauschen die Griechen sicher noch gegen etwas Passenderes

Als ganz anderes Kaliber entpuppt sich da der diesjährige hellenische Beitrag ‚Utopian Land‘ von Argo. Nicht nur die griechischen und pontischen Strophen sowie die hart an der Grenze zur Ohrenfolter entlangschrammenden Dudelsack-Töne geben Kunde von der griechischen Herkunft des Beitrags, sondern auch die dargebotene Choreografie mit jeder Menge landestypischem Tanz. Wobei der in seiner Melange aus händchenhaltendem Linedance und teilweise an Monty Phytons Ministry of Silly Walks erinnerdem Beingewedel stellenweise eher wirkt, als hätten die Schüler aus der Serie Glee den bekannten irischen Riverdance neu interpretiert. Nach Bloggerberichten fiel im Pressezentrum während der kompletten Probe von Argo der Ton aus, dem von eurovision.tv bereitgestellten Clip nach zu urteilen hat’s mit dem Singen aber geklappt. Nach wie vor mein Lieblingstitel des ersten Semis, und dank der Choreografie vermutlich mit etwas gestiegenen Chancen, könnte es mit der Qualifikation für die Griechen aber zum ersten Mal knapp werden. Lidia Isac aus Moldawien, die zwischenzeitlich bei einer Pressekonferenz eine Art musikalischer Gedenkminute für den geschassten Beitrag aus dem rumänischen Bruderland einlegte, erschien am Montag in einem zum Kleid umgearbeiteten Kartoffelsack auf der Bühne. Was aber nicht weiter auffiel, da alle Augen auf ihrem hochgradig gut aussehenden Tänzer ruhten, der in einem schwarzen Taucheroutfit eine hochgradig artistische Weiterentwicklung von Loreens (SE 2012) lustigem Krabbentanz vorführte. Sehr unterhaltsam, rettet den hoffnungslos beliebigen Song aber auch nicht mehr.

Lidias Outfit straft ihren Songtitel Lügen (MD)

Nichts Spektakuläres gibt es über die ungarische Darbietung zu berichten. Sexy Freddie steht im zeitgemäß interpretierten James-Dean-Outfit recht regungslos auf der Bühne und singt, begleitet von drei männlichen Backings, die sich in synchronen Bewegungen üben, und einem völlig überflüssigen Schautrommler, den Suzy (PL 2014) wohl seinerzeit aus Kostengründen in Kopenhagen zurückließ und der sich zwischenzeitlich bis Stockholm durchschlug. Für den Finaleinzug von ‚Pioneer‘ zählt aber nur die Frage, ob es Freddie gelingt, ein paar düster-geheimnisvolle Blicke in die richtige Kamera zu schicken, und da hege ich wenig Bedenken. Zuflucht zu einem optischen Gimmick nahm unterdessen die Kroatin Nina Kraljić – und tat sich damit keinen Gefallen. Sie steckt zunächst in einem mit „gigantisch“ nur unzureichend beschriebenen, zeltartigen Fummel, der zwar von einem Baum inspiriert sein soll, aber eher an ein Schleppnetz von einem Fischkutter erinnert, in dem sich die Abfälle einer Glitterfabrik gesammelt haben. Sobald sich die Zuschauer von diesem optischen Schock erholt haben, rupfen ihre Backings ihr das Teil dann auch herunter: der Rest ist Langeweile. An dem auch ihre zwei hübschen männlichen Chorsänger nichts ändern können, die sich in der Probe beinahe im liegen gelassenen Schleppnetz verfangen hätten.

Stromausfall im Leuchtturm: so lässt sich das Desaster wohl zusammenfassen (HR)

Douwe Bob aus den Niederlanden, der sich von einer zum Playback auf den Instrumenten mimenden, „authentischen“ Band begleiten lässt und im blauen Anzug sehr überzeugend die Tom-Dice-Karte (BE 2010) spielt, ließ bei der Probe für die Dauer eines Refrains den Ton abdrehen – scheinbar plant er, dass die Fans in der Halle an dieser Stelle acapella mitsingen sollen. Könnte einen großen TV-Moment geben, wenn das klappt (und ihm den Finaleinzug sichern), oder furchtbar in die Hose gehen. Ich hoffe natürlich auf Letzteres, weil ich ‚Slow Down‘ noch mehr hasse als weiland ‚Me and my Guitar‘. Womit klar ist, dass der kalte holländische Kaffee unter den ersten Fünf landet. Wie man ein Ostblockflittchen-Outfit trägt, ohne dabei nuttig zu wirken, zeigt uns die Armenierin Iveta Mukuchyan: Beine, die alleine schon länger wirken als Eva Rivas (AM 2010) von Kopf bis Fuß (und die maß über 2 Meter!), ein schwarzer Badeanzug und ein Superheldinnencape sowie wenig Bewegung. Iveta überzeugt durch Präsenz und stimmliches Können. Sowie Hologrammen von ihr, mit denen sie sich während ihres Auftrittes selbst Gesellschaft leistet, während ihre Backings hinter der Bühne bleiben müssen. Als Gesamtpaket beeindruckend und sicher im Finale.

Nur am falschen Lachen muss sie noch arbeiten: Iveta (AM)

Der für San Marino singende Türke Serhat gibt uns den orientalischen Pascha und murmelt zu ‚I didn’t know‘ felsenfest in der Bühnenmitte stehend seine Textzeilen, während seine weiblichen Begleitsängerinnen und -tänzerinnen die Knochenarbeit erledigen. Das Highlight: anstelle der doppelten Handklatscher hauen sie sich stattdessen auf die Schenkel – das wirkt sexy und akzentuiert dieses akustische Qualitätsmerkmal des Titels. Bei der Probe trugen sie nicht aufeinander abgestimmte Alltagsklamotten, so dass man (auch angesichts des Siebzigerjahre-Discosounds) beinahe meinen konnte, dass Ralph Siegel doch noch den Beitrag für die Kleinstrepublik liefere. Aber das hier ist ja nicht Lou & Band (DE 2003): für den Semifinal-Auftritt schmeißen sie sich sicher in was Schickereres. Dann folgte die Probe, auf die alle schon warteten: Russland, der – ich muss es leider sagen – sichere Sieger 2016. Sergey bedient sich für seine spektakuläre Show bei Elementen von Koldun (BY 2007), Ani Lorak (UA 2008), Conchita Wurst (AT 2014), Måns Zelmerlöw (SE 2015) und Greta Salomé (IS 2016). Letzteres ist besonders bitter für die Isländerin, die im selben Semi startet, aber erst später, so dass es so wirkt, als habe sie die grafischen Schattenspiele beim Russen abgekupfert und nicht umgekehrt. Lazarev spielt die visuelle Karte perfekt und zieht tricktechnisch alle Register: er lässt sich Flügel wachsen; klettert auf unsichtbare Trittstufen in der Leinwand hinter ihm, was aussieht, als schwebe er; und legt sich sogar in zwei Meter Höhe hin, wodurch die Dimensionen endgültig verschmelzen. Dazu liefern er und seine fünf Backings stimmlich auf den Punkt ab. Ich sehe nicht, wer ihm die Krone noch wegnehmen sollte.

Fly on the Wings of Homophobia: 2017 geht’s wohl nach Putinland (RU)

‚I stand‘ (‚Ich stehe‘) heißt der tschechische Song. Und genau das macht Gabriela Gunčíková auch, volle drei Minuten lang. Wie festgenagelt. Passt aber zu ihrer festlichen Eurovisionsballade, genau so wie das weiße Prinzessinnenkleid und der gigantische Halsschmuck. Erst kurz vor Schluss kommt noch mal etwas Bewegung in die Nummer, als sie ihr Haar löst und im Sturm der Windmaschine wehen lässt. Dazwischen übernehmen die Kameramänner und die grafischen Spielereien im Hintergrund die Hauptarbeit. Wirkt gerade im Kontrast zum russischen Spektakel davor sehr zurückgenommen und edel und könnte damit erstmals fürs Finale reichen. Der nächste harte Kontrast naht mit der zyprischen Band Alter Ego. Vier der fünf Rocker sind in Käfigen gefangen (oder auch nicht, bei allen fehlen Seitenwände), nur der Leadsänger Francois steht frei. Es gibt, dem Vernehmen nach, visuell wahnsinnig anstrengende Kamerafahrten und Spezialeffekte, auch ein gemorphter Wolf (scheint 2016 ein Leitthema zu sein) wird eingeblendet, der mit Francois zu einer Einheit verschmilzt. Die testosteronstrotzende Show lenkt erfolgreich davon ab, dass es sich bei ‚Alter Ego‘ um ein Schlagerschaf im Wolfspelz handelt. Der Schwachpunkt bleibt allerdings der Livegesang, der die Qualifikation doch noch verhindern könnte.

Carolin Reiber hat angerufen und will ihr Kleid zurück (AT)

Da muss es wohl Probleme mit dem Zoll gegeben haben: Zoë, die dem Hörensagen nach seit ihrem Sieg in der österreichischen Vorentscheidung Tag und Nacht auf dem Laufband probte, muss bei ihrem Eurovisionsauftritt auf das Requisit verzichten. Schade! Auch hier sorgt die blumenbunte Grafik, eine geschickte Kameraarbeit und die Windmaschine, die ihr apricotfarbenes (‚It was acceptable in the 80s‘, wie Calvin Harris sagen würde) Chiffonkleid lustig flattern lässt, aber dafür, dass die Nummer nicht statisch wirkt. Beim ersten, hier mitgefilmten, Durchgang noch etwas verhalten singend, soll sich Frau Straub stimmlich in den nächsten Proberunden jedoch gesteigert haben. Ich fürchte zwar einerseits immer noch, dass Zoë mit ‚Loin d’ici‘ den Kate-Ryan-Award (BE 2006) für den überraschend gescheiterten Fan-Favoriten abräumen könnte. Andererseits: so viel wirklich bessere Konkurrenz gibt es nicht, so dass ich dann doch mal auf den Finaleinzug tippe. In Taschenspielertricks versucht sich dagegen Jüri Pootsmann. Er zieht während seiner Performance allerlei Spielkarten aus den Taschen seines Casino-Jacketts (und natürlich ein As aus dem Ärmel) und schnickt sie ins Publikum. ‚Play‘ halt. Auch die Grafik greift das Thema auf. Bei der Probe am Montag trug Jüri Brille, anders als noch in der Eesti Laul. Schon beim estnischen Vorentscheid wirkte der Sänger auf mich ein wenig schnöselig, geradezu korpsstudentenhaft – ein Eindruck, der sich leider verstärkte. Könnte daher tatsächlich knapp werden.

Gleichzeitig grinsen und sprechen kann Samra. Singen eher nicht so (AZ)

„Gonna take a Miracle to save us now“ lautet eine Textzeile des aserbaidschanischen Beitrags, und die könnte sich als seherisch erweisen. Die erste Probe setzte Samra nämlich schon mal komplett in den Sand. Erkältung? Stimmbandzerrung? Nervenflattern? Oder einfach nur mangelndes Talent? Ihre schwedischen Backings lieferten dagegen perfekt ab, trotz Hochleistungschoreografie. Ein virtuelles und reales Bühnen-Feuerwerk gab’s zum Schluss auch noch. Doch das haben wir in dieser Art alles schon tausend mal gesehen und gehört. Falls Fräulein Rəhimli bis zum Dienstag ihre Stimme nicht wiederfindet, könnte der ewige Qualifikant vom Kaspischen Meer gar erstmals scheitern. Keine Sorgen müssen sich darob die Jungs von Highway aus Montenegro machen: die haben ohnehin keine Chance. Auch bei ihrem Auftritt muss die BBC wieder eine Epilepsiewarnung einblenden: totales Strobo-Overkill. Interessanterweise wirken sie im Vergleich zu den zyprischen Kollegen eher wie Poser, obwohl sie den authentischeren Rocksong im Gepäck haben. Liegt es an der mitgebrachten Tänzerin, die klassische rhythmische Sportgymnastik betreibt, während die Kerle ihre Instrumente schänden?

MC Hammer hat angerufen und will seine Hose zurück (BA)

Wenig überraschend übernimmt Greta Salomé ihre SöngvakeppninPerformance (inklusive des Fransenfummels) eins zu eins für Stockholm. Glücklicherweise scheint man im Globen mehr Geld für die Ausleuchtung der Künstler/innen zu haben als in Island – diesmal sieht man sie sogar in Person und nicht nur ihren Schattenriss. Beim ersten Durchgang stimmten die Positionen hinten und vorne nicht, so dass die visuellen Effekte (beispielsweise die toxischen Verdauungsgase, die ihr in einer Art Verpuffung aus der Bauchhöhle brechen) völlig ins Leere liefen. Das klappte später dann aber besser. Ein wenig schien ihr der Stress auch auf die Stimme zu schlagen, aber das findet sich sicher noch. Die spannende Frage bleibt, ob die Zuschauer ihren Auftritt – ungerechter Weise – als Abklatsch der russischen Darbietung wahrnehmen und Greta dafür abstrafen. Das bosnische Quartett greift in seiner Bühnenshow das schändliche Umgehen Europas mit den Flüchtlingen auf: Deen und Dalal singen sich durch einen Stacheldrahtzaun an, und die Cellistin Ana Rucner, die zwischenzeitlich gar einen weiteren Bogen ihres Geigengerippes verkaufen musste, um die Schleuser zu bezahlen, sitzt zunächst von einer silbernen Rettungsdecke umhüllt auf der Bühne, als habe sie Frontex gerade aus dem Mittelmeer gefischt und wolle sie nun vor dem Erfrierungstod bewahren. Untendrunter trägt sie aber ein schickes Kleines Schwarzes. Interessanterweise bringt erst ISIS-Rapper Jala alle zusammen, spielt also hier den Good Guy. Ob die europäischen Zuschauer diese Sichtweise goutieren? Ich mag’s sehr!

Als nächstes verwandelt sie Wasser in Wein: Ira Losco (MT)

Im Gegensatz zu ‚Walk on Water‘. Ira Losco erscheint uns zunächst in Form einer Projektion, die dann auf den Rücken eines Tänzers wandert, bevor Ihre Heiligkeit geruht, doch noch selbst auf der Bühne zu erscheinen. In einem Trickkleid, mit dem sie sich ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen mit Nina Kraljić um den diesjährigen Barbara-Dex-Award liefern dürfte. Iras Tänzer wirbelt dazu in einem offensichtlich aus Lumpen zusammengenähten Gewand in wilden Zuckungen über die Fläche, als sei er besessen. Kein Wunder, dass die vier Backing-Sängerinnen, darunter die Schwedin Molly Pettersson Hammar, sich lieber hinter der Bühne verstecken. Wie auch Iras Song will diese Darbietung zu krampfhaft zu viel und scheitert daran. Damit ist das Feld der Teilnehmer/innen des ersten Semifinales am kommenden Dienstag komplettiert, meine aktualisierten Einschätzungen finden sich in der untenstehenden Tabelle: unter „a:Tipp“ meine Vorhersage für das Ergebnis (die ersten zehn tippe ich somit fürs Finale am Samstag) und unter „a:Platz“ meine persönlichen Lieblingslieder. Daneben probte vorgestern auch der schwedische Frans, der als Repräsentant des Gastgeberlandes direkt für das Finale gesetzt ist. Seine Darbietung unterschied sich allerdings nur in Nuancen vom Mello – er nutzt die Satellitenbühne für eine Strophe, das war’s aber auch. Die Einschätzungen fürs zweite Semi stehen hier.

aufrechtgehn.de-Wertung und Vorhersage für das 1. Semifinale 2016

Eurovision Song Contest 2016 - Erstes Semifinale. Dienstag, 10. Mai 2016, aus dem Globen in Stockholm, Schweden. 18 Teilnehmer, Moderation: Petra Mede + Måns Zelmerlöw. (Stand der Vorhersage: 05.05.2016)
#LandInterpretTitela: Platza: TippErgebnis
01FISandhja KuivalainenSing it away111515
02GRArgoUtopian Land010916
03MDLidia IsacFalling Stars131717
04HUFreddiePioneer050304
05HRNina KraljićLighthouse151110
06NLDouwe Bob PosthumaSlow down180805
07AMIveta MukuchyanLoveWave140202
08SMSerhat HacıpaşalıoğluI didn't know041612
09RUSergey LazarevYou are the only One020101
10CZGabriela GunčíkováI stand080409
11CYMinus OneAlter Ego070508
12ATZoë StraubLoin d'ici060707
13EEJüri PootsmannPlay091418
14AZSəmra RəhimliMiracle161006
15MEHighwayThe real Thing121813
16ISGreta Salóme StefánsdóttirHear them calling101314
17BADeen + Dalal Midhat TalakićLjubav je030611
18MTIra LoscoWalk on Water171203

6 Kommentare zu „Von Wölfen und Lumpensäcken: die Proben zum ersten Semi 2016

  1. Na was den nun? Erst steht im Text Zoe´ wird sicherlich die Kate beerben und dann kommt unten in deiner persönlichen Wertung ihr Finaleinzug (was ich auch glaube).Wenn du aber befürchtest, das sie es nicht schafft – solltet du es doch auch so tippen. Oder?
    Der ganze Kate Trubel kam ja durch ihre damalige Präsenz und internationale Bekanntheit – die Ihr dann bekanntlich nichts nützte.
    Sollte es Zoe` wieder Erwartens doch nicht schaffen ,wird es in den deutschen Foren wohl nur für Unverständnis sorgen.
    In Belgien ,Frankreich ,Schweiz wohl weniger …
    Zu Sergay – Ich persönlich weiß jetzt schon, das ich im nächsten Jahr nicht nach Russland fahren werde ich befürchte es nicht mal
    – ich glaube an Paris :-)) Beste Grüße

  2. Du hast Recht, Felix, das war nicht ganz stimmig. Ich hab den Text jetzt nachgearbeitet.
    Ich würde mich natürlich freuen wie ein Keks, wenn der sweete Amir gewinnen sollte anstatt Sergey. Nicht nur, weil ich ihn und sein Lied sehr, sehr, sehr mag und es persönlich dem russischen Beitrag auch vorziehe, sondern natürlich auch, weil es mich bei der Vorstellung graust, dass es wieder nach Moskau / Petersburg geht. Ich fürchte nur, Amir wird bestenfalls Zweiter. Zum einen, weil Frankreich als Big-Five-Land seit jeher tendenziell unterbewertet wird (schließlich hätte auch die Kaas siegen müssen, wenn es Gerechtigkeit gäbe), zum anderen, weil ich glaube, dass das im Osten nicht ganz so prall ankommt wie bei den Fans hierzulande. Und der russische Beitrag zieht halt einfach alle Register und wird vermutlich überall einsammeln. Vielleicht verfehlen aber auch beide das Ziel und wir haben wie 2011 wieder einen Verlegenheitssieger. Armenien zum Beispiel oder Australien.
    Schauen wir mal, ich bin ja eh schlecht im Vorhersagen und fände es natürlich klasse, wenn ihr Recht behaltet und ich mich täusche.

  3. Russland und Aserbaidschan sind die Länder, die jedes Jahr auf Teufel komm raus todproduzieren. Ich muss gestehen, dass es immer wieder Songs gibt, denen ich mich dann doch nicht entziehen kann, obwohl ich das zutiefst unsympathisch finde. Es funktioniert ja jedes Jahr mit Top-Platzierungen. In dem meisten Fällen (so auch dieses Jahr) fehlt den Songs jedoch einfach Herzblut, Kante, ein bisschen Imperfektion. Unverdienterweise hat es tatsächlich für RUS und AZB je einmal geklappt mit dem Sieg. Mangels Alternativen. Dieses Jahr sieht das anders aus. Neben Frankreich (DER gewinnt, seufzzz) sollte man mindestens auch Lettland nicht ausser Acht lassen. Fern von den „Wer gewinnt“-Diskussionen bin ich echt enttäuscht, dass Montenegro so wenig Zuspruch bekommt. Das Ding ist saugeil und fest in meiner persönlichen TOP 3. Die hat allerdings noch nie zu Prognosen gereicht. Ich darf noch nicht mal dafür meine Telefonrechnung explodieren lassen. Falsches Semi – Schade

  4. Oliver, entschiedener Widerspruch. Amir hat, was den Instant Appeal angeht, unglaublich viel von dem, was auch Lena hatte. Den sehen und liebhaben ist eins. Dazu kommt der Song: Sicherlich nicht die Riesenkompositionskunst, aber unglaublich catchy, fröhlich und macht ansteckend gute Laune. Wenn Amir auf der Bühne nicht versagt, ist das eigentlich nicht zu schlagen. Ich gehe sogar fest davon aus, dass das ein Omnipointer wird (= Punkte von allen Ländern).

  5. „‚I stand‘ (‚Ich stehe‘)“ hmm… heißt das nicht „ich bleibe“? Kam bei ihrem Auftritt ja auf das Gleiche (wenn nicht sogar Selbe) raus – wobei natürlich Deine Pointe besser ist. Ich bin nochmal über des Bloggers Semi1-Prognose gegangen und weil ich mich so doll über das Finale für Tschechien (und Österreich) freue, bin ich an dem Text hängen geblieben.

Oder was denkst Du?