Jahr: 2017

Geor­gi­en wan­delt 2018 auf Sal­va­dors Pfaden

Salvador Sobrals Eurovisionssieg und seine Folgen: unter diesem Rubrum muss man wohl die Meldung verbuchen, die das georgische Fernsehen mit wirklich unnachahmlichem Gefühl fürs Timing am Silvesterabend 2018, nur wenige Stunden vor Mitternacht, in die Welt setzte. In Tiflis besinnt man sich nämlich angesichts des Durchmarschs von "echter Musik" beim ESC 2017 auf seine eigenen Wurzeln zurück, verfügt das Kaukasusland mit der dort praktizierten polyphonen Gesangstechnik des Chakrulo doch über eine von der UNESCO zum Weltkulturerbe gezählte Tradition, von welcher man erst in diesem Jahr eine Aufnahme zu Nachlasszwecken ins Weltall entsandte. Als "dreiteiliges Trinklied zur Vorbereitung auf die Schlacht,…
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Unser Lied für Lis­sa­bon: das sind die deut­schen Super Sechs

Die Bild weiß es halt doch immer am besten: bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag ließ das Boulevardblatt die Namen der vermutlichen sechs Finalist/innen von Unser Lied für Lissabon durchsickern. Der NDR dementierte umgehend: man warte noch auf die Rückmeldungen der von einer hundertköpfigen deutschen Fanjury und internationalen Eurovisions-Juror/innen Auserwählten, daher sei die Liste schlichtweg "falsch". Heute bestätigte man in Hamburg offiziell den Teilnehmer/innenkreis des deutschen Eurovisionsvorentscheids. Und siehe da: bis auf die von Bild genannte vierköpfige Bonner Band Steal A Taxi, an deren Stelle nun der bayerische Singer-Songwriter Xavier Darcy antritt (wie mutig vom NDR, nach dem Naidoo-Gate erneut auf einen Xavier…
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<span class="caps">AL</span> 2018: Sce­nes from a Mall

AL 2018: Sce­nes from a Mall

Recht früh in der Nacht zum Heiligen Abend fiel in Albanien die Entscheidung, und sie fiel passend: wie als Nachwehe zum bis nur wenige Stunden zuvor noch europaweit vorherrschenden weihnachtlichen Geschenkebeschaffungsstress handelt der von einer Jury ausgewählte Siegersong des 56. Festivali i Këngës (FiK) von einer der typischen Einkaufsstätten für die Gaben an die Lieben, der 'Mall' nämlich. Ein drogendürres Männchen mit dunklen Knopfaugen und dem fantastischen Namen Eugent Bushpepa singt das schon spektakulär unspektakuläre Midtempo-Softrock-Stück, das in Wahrheit natürlich kein schnödes Shoppingcenter, sondern die 'Sehnsucht' thematisiert und welches auch bei den Zuschauer/innen im Kongresspalast zu Tirana den langanhaltendsten Saalapplaus ernten…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: The Histo­ry Book on the Shelf

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: The Histo­ry Book on the Shelf

Eine Schneise der Verwüstung, anders lässt es sich nicht bezeichnen, schlug die allein entscheidungsberechtigte Jury gestern mitten in der Nacht in den albanischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2018. Seit Donnerstag laufen, wie wohlinformierte Eurovisionistas wissen, im Kongresspalast zu Tirana die beiden Vorrunden des Festivali i Këngës, das traditionell die Saison eröffnet und heute Abend mit dem Finale sein Ende findet. 22 Acts traten in den beiden Semis an und stellten 22 Lieder vor, von denen selbst der leidensbereiteste Grand-Prix-Fan tatsächlich nicht ein einziges zwingend ein zweites Mal hören müsste. Wahnsinnig zähe, schmerzhaft dissonant gekrischene Balladen und unerträglich dröge Midtempo-Softrockstücke…
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Unser Lied für Lis­sa­bon kommt aus Berlin

Irgendwie mag man den in früheren Jahren in Sachen Informationspolitik beim deutschen Eurovisionsvorentscheid tendenziell eher öffentlichkeitsscheuen NDR, der uns bereits Anfang November 2017 mit seiner hochinformativen und herzblutreichen Roadshow zum generalüberholten Auswahlverfahren angenehm überraschte, kaum wiedererkennen: nicht nur, dass die Prinz-Blogger vergangene Woche von den Vorentscheidungs-Workshops in Köln berichten durften, bei denen die von einem jungen Fan-Panel vorausgewählten knapp 20 potentiellen deutschen ESC-Kandidat/innen Bewerbungsclips für die internationale Jury produzierten, welche dieser Tage gemeinsam mit den Fan-Panel die finalen Fünf für den Vorentscheid auswählt, und so bereits die ersten Namen verlautbart werden konnten. Heute, pünktlich zum traditionellen Start der Vorentscheidungssaison 2018 mit…
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Don­nawed­da: VoXX­club unter den ESC-Kandidaten!

Seit wenigen Tagen läuft in Köln das Bootcamp mit den 20 von einem Fan-Panel ausgewählten engeren Anwärter/innen für den deutschen Eurovisions-Vorentscheid 2018, von denen es am Ende bekanntlich nur fünf in die Sendung schaffen werden. Seit gestern berichten die Prinz-Blogger aus dem Trainingslager, und so dringen mittlerweile auch die ersten Namen nach draußen. Sammelten sich am Freitag dort vor allem die The Voice-Castingshow-Hasbeens  (mit der Erststaffelsiegerin Ivi Quainoo als prominentestem Exemplar), so begann der heutige Band-Tag mit einer echten Sensation in Form der Neue-Volksmusik-Boyband VoXXclub. Die ursprünglich mal sechs, mittlerweile aber nur noch fünf gestandenen Burschen rollen seit ihrer Gründung…
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Ave, Cesár: Öster­reich setzt 2018 auf Erfahrung

Ebenfalls noch nachzureichen ist die mittlerweile leider schone eine Woche alte Meldung (sorry, Winterdepression!) über unser sympathisches kleines Nachbarland Österreich. Das hat es sich im Gegensatz zum NDR in Eurovisionsdingen heuer mal wieder leicht gemacht und seinen Repräsentanten intern bestimmt. Und warum auch nicht? Der vom ORF damit beauftragte Talentescout Eberhard Forcher wählte nämlich offensichtlich klug und entschied sich für den 34jährigen Songschreiber, Produzenten und Sänger Cesár Sampson als Vertreter des Alpenstaates in Lissabon. Und auch, wenn dessen Namen bis dahin sicherlich die wenigsten Österreicher kannten, lag seine Nominierung auf der Hand: kann der großgewachsene, schmuck anzuschauende Bariton, der laut ORF schon Teil…
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Ein Herz kann man nicht reparier’n: ein Spen­der­or­gan für Sal­va­dor Sobral

Seit September bangten Fans um den diesjährigen Gewinner des Eurovision Song Contest, den Portugiesen Salvador Sobral. Seither lag der an einer chronischen Herzinsuffizienz leidende Hippie-Schlumpf, der im Mai 2017 einen ganzen Kontinent mit seiner verträumten Ballade 'Amar pelos dois' verzaubern konnte, auf der Intensivstation eines Lissabonner Krankenhauses. Am vergangenen Freitag transplantierten ihm die Ärzte nun ein Spenderorgan. Nach Mitteilung des Krankenhauses sei "der Eingriff gut verlaufen", der Patient wohlauf, wie unter anderem das Hamburger Abendblatt meldete. Dennoch ist die kritische Phase noch nicht überwunden: bis zu zwei Wochen nach der Operation können noch Infektionen oder Abstossreaktionen auftreten. Sollte alles gut…
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AU 2018: Mau­boy, Mau­boy, you can call her Mauboy

Beim Eurovision Song Contest 2014 trat sie als Pausenact im zweiten Semifinale auf und warb damit um die Teilnahme Down Unders an den europäischen Gesangsfestspielen. Und das offensichtlich mit Erfolg: seit 2015 darf Australien jedes Jahr "als Gast" auf Einladung der EBU starten, das Thema der von den Aussies angestrebten Dauerteilnahme steht laut ESC-Chef Jan Ola Sand aktuell erneut auf der Agenda. Wohl auch, um die Ernsthaftigkeit ihres Anliegens zu unterstreichen, schickt die Mates nun ihre damalige singende Botschafterin nach Lissabon: die wie alle ihre Vorgänger/innen intern bestimmte Jessica Mauboy wird den ozeanischen Kontinent beim Grand Prix 2018 vertreten. Die 26jährige…
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Never mind the Bol­locks: singt der Sex-Pis­tols-Front­mann für Irland?

Schon seit einiger Zeit kursiert das Gerücht, der ehemalige Frontmann der britischen Punkband The Sex Pistols ('Anarchy in the UK', 'God save the Queen'), Johnny Rotten, zeige Interesse, die altehrwürdige Grüne Nachbarinsel beim Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon zu vertreten. Der irische Ableger des Revolverblattes The Sun konkretisierte das heute: danach habe sich der heimische Komponist Niall Mooney, unter anderem beteiligt an dem Eurovisionsbeitrag 'It's for you' von Niamh Kavanagh (→ IE 2010), mit einem von ihm verfassten Song namens 'Pleased to meet you' beim Sender RTÉ für den Grand-Prix-Vorentscheid beworben. Mooney beschreibt die Stilrichtung seines Liedes als "Cowpunk", einen…
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Jung, part­y­af­fin und tole­rant”: der NDR auf ESC-Roadshow

Seit anderthalb Wochen kennen wir erste Details über den deutschen Vorentscheid 2018, und seit diesem Dienstag zieht der deutsche Eurovisionsverantwortliche Thomas Schreiber vom NDR gemeinsam mit dem neuen Delegationsleiter Christoph Pellander sowie den für den aufwändigen statistisch-technischen Part des neuen Vorauswahlverfahrens Zuständigen Daniel Korany (Simon-Kucher & Partners) und Werner Klötsch (digame) durch die Lande, um interessierten Eurovisionistas das recht komplizierte Verfahren zu erläutern, vor allem aber um die zuletzt auch unter den einheimischen Fans ziemlich schlechte Stimmung umzudrehen. Und so standen beim gestrigen Termin im Lesbisch-Schwulen Kulturhaus (LSKH) zu Frankfurt am Main - in welches die Roadshow auswich, weil beim…
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Die Nie­der­lan­de schi­cken den wascha­ver­sen Waylon

Mit einem auf dem sendereigenen Youtube-Kanal eingestellten Teaservideo streute das niederländische Fernsehen heute früh Hinweise auf den erneut intern bestimmten Vertreter des Landes beim Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon. Der aus der Ich-Perspektive gefilmte Clip verfolgt einen tätowierten Mann, der nach einer offensichtlich rauschenden Partynacht langsam zu sich kommt und sich seinen Weg durch einen wüsten Haufen noch immer weggetretener, hauptsächlich weiblicher Schönheiten und leerer Schnapsflaschen in Richtung Toilette und Küche bahnt. Dabei schafft es der anonym bleibende Hauptdarsteller, sich innerhalb von nur zwei Minuten gleich dreifach auf unverzeihliche Weise unsympathisch darzustellen: erst wäscht er nach dem Kacken nicht…
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Aser­bai­dschan avi­siert die anmu­ti­ge Ambient-Aisel

Wie der Prinz-Blog heute Mittag unter Bezug auf eine äußerst dürre Pressemitteilung des aserbaidschanischen Senders Ictimai rapportierte, wird die 28jährige Jazzinterpretin Aisel das Land des Feuers in Lissabon vertreten. Und nein, es handelt sich hierbei nicht etwa um die Wiederkehr von Aysel Teymurzadə, die im Jahre 2009 als eine Hälfte des aserbaidschanischen Alliterations-Duos AySel & Arash mit dem Titel 'Always' nach A-Benotungen fischte. Mitnichten! Die diesjährige Aysel (augenscheinlich am Kaspischen Meer ein ebenso häufig vorkommender Frauenname wie Sopho in Georgien) hört auf den Nachnamen Məmmədovadır und führt, um alle etwaigen Verwechslungen auszuschließen, im Künstlernamen das "I" anstelle des "Y". Ist also doch…
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Offi­zi­ell: 42 Län­der sind 2018 an Bord, Maze­do­ni­en ist raus

In einer Pressemitteilung stellte die EBU heute Nachmittag das offizielle Contest-Logo für den Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon vor, das aus einer stilisierten Muschel besteht, ergänzt um 11 weitere maritime Motive, die vom nährenden Plankton bis zur bissigen Qualle alles abbilden, was im Meer so vorkommt (schwimmender Plastikmüll gehört allerdings nicht dazu). Für das Motto ließ man sich offensichtlich vom Neunzigerjahre-Megahit 'Last Train to Transcentral' des britischen Musikprojekts The KLF inspirieren: es lautet 'All abord' ('Alle an Bord'). Es soll laut EBU-Prosa für "Kernbotschaften wie Diversität, Respekt und Toleranz" stehen. Der Kreativ-Chef des gastgebenden portugiesischen Senders, Gonçalo Madaíl, äußert sich…
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Saa­ra Aal­to fix für Finnland

Wie das finnische Fernsehen YLE heute überraschend bekanntgab, ist die dreißigjährige Sängerin und Songschreiberin Saara Aalto als Repräsentantin ihres Landes beim Eurovision Song Contest 2017 in Lissabon gesetzt. Das skandinavische Land, das bislang seine/n Vertreter/in stets über einen öffentlichen Vorentscheid bestimmte, bricht damit mit seiner Tradition. Nur für Saaras Beitrag bleibt es bei der Publikumsbeteiligung: am 3. März 2018 sollen die Zuschauer/innen bei der zur reinen Liedauswahl reduzierten Uuden Musiikin Kilpailu (UMK) entscheiden, mit welchen von drei speziell für sie komponierten Songs sie ihre Heimat vertritt. Die, wie die Prinzen vermerken, offen lesbische Doppel-Aa-Sängerin versuchte es bereits dreimal ohne Erfolg beim finnischen Vorentscheid,…
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Vor­ent­scheid 2018: das “Euro­pa-Panel” wird deutsch

Der NDR rudert in Sachen internationaler Mitbestimmung bei der Künstlerauswahl für die deutsche Eurovisions-Vorentscheidung 2018 ein Stückchen zurück: nachdem eine Pressemeldung am Freitag, wonach ein hundertköpfiges, über die sozialen Medien rekrutiertes Fan-Panel mit der ersten Vorauswahl potentieller Grand-Prix-Vertreter/innen beauftragt werden soll, für fehlgeleitete Schlagzeilen wie "Die ARD traut den Deutschen nicht mehr" sorgte, präzisierte der NDR-Unterhaltungschef und deutsche Eurovisionsverantwortliche Thomas Schreiber in einem umfangreichen Exklusiv-Interview mit den Kollegen vom Prinz-Blog heute, dass das sogenannte "Europa-Panel" ausschließlich aus einheimischen Zuschauer/innen gebildet werde. Schreiber: "Wenn man das Abstimmungsverhalten der Fernsehzuschauer in allen teilnehmenden Ländern in den letzten Jahren analysiert, kommt man zu einem…
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Ein radi­ka­ler Neu­an­fang”: der NDR gene­ral­über­holt den Vorentscheid

"Die ARD traut den Deutschen nicht mehr": so herrlich pointiert wie sachlich falsch betitelt der (von mir sonst sehr geschätzte) Mediendienst DWDL seine Meldung über die heute Nachmittag frisch verkündete Neuausrichtung des heimischen Vorentscheidungsverfahrens, mit welcher der NDR nach den durchgängig hinteren und hintersten Plätzen der letzten Jahre beim europäischen Wettsingen das Ruder herumreißen möchte. Wahr ist: der für den deutschen Eurovisionsbeitrag verantwortliche Sender holt sich endlich externen Sachverstand mit an Boot und folgt damit ein Stück weit den Ratschlägen heimischer Eurovisionsblogs. Bei der Auswahl der Kandidat/innen für den Vorentscheid und bei unserem Lied für Lissabon entscheidet künftig ein einhundertköpfiges sogenanntes…
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Wegen Schul­den: pullt Maze­do­ni­en einen Ovidiu?

So langsam scheint es zur unverzichtbaren Folklore zu gehören, dass uns jedes Jahr kurz vor der offiziellen Verkündung der Teilnehmerliste für den Eurovision Song Contest durch die EBU noch ein Land verloren geht: nach der Aussperrung Rumäniens 2016 wegen offener Forderungen in Millionenhöhe und dem strategisch herbeigeführten Ausschluss Russlands infolge geschickt inszenierter Verstöße gegen ukrainische Gesetze in diesem Jahr droht die EBU nun dem mazedonischen Fernsehen MKRTV aufgrund unbezahlter Rechnungen mit schmerzhaften Sanktionen: "Leider hat das mazedonische Fernsehen keinen Zugriff auf unsere Dienste, bis die Schulden bezahlt worden sind," so zitieren escxtra und eurofire die EBU-Pressesprecherin Claire Rainford. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll ein Betrag von…
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Bizarr: Euro­vi­si­ons­fans im Visier des digi­ta­len Info-Krieges?

Wie das Heise-Online-Magazin Telepolis unter Bezugnahme auf eine Meldung der britischen Tageszeitung Guardian berichtet, soll die britische Regierung die PR-Agentur Saatchi beauftragt haben, mit gezielten Kampagnen in den sozialen Medien das Ansehen der Ukraine bei Fans des Eurovision Song Contest positiv zu beeinflussen. Dies sei Teil einer großangelegten Offensive, mit welcher die Regierung des Inselstaates im sogenannten Info-Krieg zwischen Russland und dem Ausrichterland der europäischen Gesangsfestspiele von 2017 der Ukraine beistehen will. Die Firma Saatchi, die zuletzt Wahlkampagnen für die konservativen Torys gefahren habe, soll nach Angaben des Guardian hierfür rund 100.000 £ bekommen (was natürlich die Frage aufwirft, ob…
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Click me with your Mou­se: San Mari­no sucht im Internet

Bis vor Kurzem stand eine weitere Beteiligung des innerhalb Italiens liegenden Mikrostaates San Marino beim Eurovision Song Contest noch völlig in den Sternen: zu verärgert schien man beim dortigen Sender SMTV über das angeblich ungerechte Votingverfahren beim europäischen Wettsingen, und zu ernüchternd fiel die Bilanz für das von Fans angesichts der kompositorischen Dauerpräsenz einer gewissen Münchener Grand-Prix-Legende bereits in "San Siegelino" umgetaufte Mini-Land aus, das bei bislang insgesamt acht Eurovisionsteilnahmen ganze sieben Mal im Semi scheiterte, zuletzt spektakulär mit nur einem armseligen Midleidspünktchen für Valentina Monettas Disco-Versuch 'Spirit of the Night'. Doch heute verkündete SMTV auf einer Pressekonferenz nicht nur, dass die…
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Das Fräu­lein­wun­der vom Amt: kommt unser Star für Lis­sa­bon vom Jobcenter?

Wie der Prinz-Blog unter Bezugnahme auf den deutschen Fanclub OGAE berichtet, soll sich der NDR aktuell erneut auf der Suche nach Teilnehmer/innen für den heimischen Vorentscheid 2018 befinden. Und zwar unter Einschaltung der Künstlervermittlung der Bundesagentur für Arbeit, wie die OGAE aus einer ihr zugespielten E-Mail erfahren haben will. Danach habe der Hamburger Sender eine Musical-Agentur mit dem Finden von Nachwuchstalenten beauftragt, die wiederum den Ausschreibungsservice der staatlichen Fachvermittlung in Anspruch genommen habe. Gesucht werde ein "einzigartiger Künstler, ein Mensch, der sein Ding durchzieht und mit großer Leidenschaft Musik macht". Erfreulich: heuer scheint der Wettbewerb sogar für Duos und Bands…
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Ein Kunst­herz für Sal­va­dor Sobral?

Es ist nicht ohne eine gewisse, bittere Ironie: in seiner Siegeransprache beim Eurovision Song Contest 2017 in Kiew teilte der sympathisch verschrobene Portugiese Salvador Sobral noch gegen artifizielle "Plastikmusik" aus - nun muss er sich unter Umständen ein künstliches Herz einpflanzen lassen, wie esctoday am Donnerstag unter Bezug auf einen Artikel des französischen Portals Voici berichtete. Danach habe sich der Zustand des 27jährigen, der zuletzt in der Intensivstation eines Lissabonner Krankenhauses ums Überleben kämpfte, zwar zwischenzeitlich leicht verbessert, sei aber nach wie vor kritisch. Er stehe zwar ganz oben auf der Liste für ein Spenderorgan, das er laut dem Pressebericht…
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Bekommt Mann­heim die Joy-Fleming-Brücke?

Mit dem mundartlich dargebotenen 'Neckarbrückenblues' immortalisierte die gebürtige Pfälzerin Joy Fleming im Jahre 1971 das verbindende Bauwerk zwischen dem südlichen und dem nördlichen Teil Mannheims. Auch, als sie Deutschland vier Jahre später beim Eurovision Song Contest in Stockholm vertrat, blieb sie dem Thema des über trennende Gewässer gespannten Verbindungsweges treu: 'Ein Lied kann eine Brücke sein' fasste wie vielleicht kein zweiter Beitrag den Grundgedanken des Grand Prix als ein die Menschen vereinendes Event mit der Musik als gemeinsamer Sprache zusammen. Nach ihrem viel zu frühen Tod vor wenigen Tagen fordern nun, wie die Süddeutsche heute berichtet, prominente Künstler wie der…
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BE 2018: Sen­nek singt kein Shalalie

Die Eurovisionssaison startet diesmal wirklich langsam: beinahe ist es schon Anfang Oktober, und jetzt erst steht die erste Teilnehmerin des Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon fest. Es handelt sich, wie heute Abend in einer TV-Show bekannt gegeben, um die vom flämischen Fernsehen intern ausgewählte und bislang nicht allzu bekannte Belgierin Laura Groeseneken. Die erzählt im Kurzinterview mit eurovision.tv denn sympathischerweise auch gleich mal, dass sie hauptberuflich bei IKEA arbeitet. Und tatsächlich führt der erste Link bei der Google-Suche auf ihr LinkedIn-Profil, das exakt diese Profession angibt, neben ihren Tätigkeiten als Vocal Coach und Komponistin. Über Bühnenerfahrung verfügt die 27jährige dennoch…
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Kein Koso­vo in Lis­sa­bon – und wohl auch kein Siegel

Wie esctoday heute berichtet, wird - entgegen aller Fan-Spekulationen - das Kosovo 2018 nicht beim Eurovision Song Contest debütieren. Der Sender der abtrünnigen ehemals serbischen Republik, RTK, erfülle nicht die Voraussetzungen einer Voll- oder assoziierten Mitgliedschaft bei der Europäischen Rundfunkunion (EBU) und könne daher nicht am gemeinsamen Gesangswettbewerb teilnehmen, wie die Genfer Organisation auf Nachfrage sagte. RTK hatte sich hingegen Hoffnungen gemacht: "Letztes Jahr stellte uns die Reference Group in Aussicht, dass das Kosovo am ESC teilnehmen könne, wenn das Gastgeberland die Unabhängigkeit des Kosovos anerkennt," behauptet der Generaldirektor des von den Genfern bei seinem Aufbau technisch und mit Know-How…
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