River­dance-Macher tanzt für Donald Trump

1994 setz­te Micha­el Flate­ly mit dem von ihm cho­reo­gra­phier­ten River­dance Maß­stä­be für die Pau­sen­un­ter­hal­tung beim Euro­vi­si­on Song Con­test: die fünf­mi­nü­ti­ge, gran­dio­se Stepp­tanz-Ein­la­ge über­strahl­te sämt­li­che offi­zi­el­len Lied­bei­trä­ge die­ses – aller­dings auch beson­ders graus­li­gen – Jahr­gangs und gilt bis dato als kul­tu­rel­les Aus­hän­ge­schild Irlands. Eine hohe media­le Beach­tung dürf­te auch Flat­leys heu­ti­ger Gig erfah­ren: der gebür­ti­ge Chi­ca­go­er mit iri­schen Wur­zeln tritt mit sei­ner aktu­el­len Tanz­trup­pe beim Amts­ein­füh­rungs­ball des hoch­gra­dig umstrit­te­nen, neu gewähl­ten US-ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten Donald Trump auf – ein Gala-Event, für das ansons­ten so ziem­lich jeder gro­ße Name im Show­busi­ness absag­te, dar­un­ter die 1988er Grand-Prix-Gewin­ne­rin Céli­ne Dion. Flat­ley, der sei­ne Kar­rie­re eigent­lich 2015 aus gesund­heit­li­chen Grün­den been­de­te, wird nach einem Bericht der Irish Times den Auf­tritt den Showact haupt­säch­lich anmo­de­rie­ren und die Haupt­ar­beit sei­nen Tän­zern über­las­sen, die nun gemein­sam mit einem Coun­try­sän­ger, einer Süd­staa­ten-Rock­band und einer Cas­ting­show-Teil­neh­me­rin etwas Glanz in die Par­ty zur Amts­über­nah­me brin­gen sol­len. Wenn das dann mal nicht der Tanz auf dem Vul­kan wird – ange­sichts der Tat­sa­che, dass ein der­ma­ßen unem­pa­thi­scher Nar­ziss wie Trump dem­nächst die Abschuss­codes der ame­ri­ka­ni­schen Atom­ra­ke­ten in der Hand hält, kann einem schon ein wenig Ban­ge wer­den…

Erfreu­en wir uns noch mal am River­dance, solan­ge wir es noch kön­nen…

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