Ticket oder kein Ticket – das ist hier die Fra­ge

Wie unter ande­rem der Prinz-Blog berich­tet, zieht das Cha­os rund um die Orga­ni­sa­ti­on des Euro­vi­si­on Song Con­test 2017 in Kiew immer grö­ße­re Krei­se. Nach­dem ges­tern mit nur sehr kur­zer zeit­li­cher Vor­war­nung der Ver­kauf der Ein­tritts­kar­ten für das Event star­te­te, bangt der­zeit ein Groß­teil der weni­gen ver­meint­lich Glück­li­chen, die es schaff­ten, beim ukrai­ni­schen Anbie­ter Concert.ua ein Ticket zu ergat­tern, wei­ter­hin. Grund: mas­sen­haf­te Pro­ble­me bei der Abwick­lung der Kre­dit­kar­ten­zah­lung. Rei­hen­wei­se beka­men west­eu­ro­päi­sche Bestel­ler die Mit­tei­lung, dass die Zah­lung stor­niert wor­den sei – nun tap­pen die Betrof­fe­nen im Dun­keln, ob sie sich im Besitz eines gül­ti­gen Tickets befin­den oder nicht. Zumal die beauf­trag­te Agen­tur die Kar­ten, anders als zuvor ange­kün­digt, in ein­zel­nen Raten ein­stellt und der Ver­kauf mun­ter wei­ter­geht, so dass zu befürch­ten steht, dass die stor­nier­ten Tickets ein zwei­tes Mal über den vir­tu­el­len Tre­sen gehen. Gleich­zei­tig gilt bei den Fan­club-Kon­tin­gen­ten “raus aus die Kar­tof­feln, rin in die Kar­tof­feln”: hieß es am Mon­tag noch, dass die OGAE dies­mal leer aus­ge­he, weil die stren­gen Anti­kor­rup­ti­ons­re­geln in der Ukrai­ne kei­nen rabat­tier­ten Ver­kauf zulie­ßen, so beka­men die orga­ni­sier­ten Euro­vi­sio­nis­tas nach inten­si­ven Nach­ver­hand­lun­gen nun doch noch eine Zusa­ge über ins­ge­samt 1.000 eigens reser­vier­te Plät­ze in der Euro­vi­si­on Mosh Pit (die Steh­plät­ze direkt vor der Büh­ne) und 850 Sitz­plät­ze, aller­dings bis­lang nur münd­lich. Klar ist nur, dass es kei­ne der bis­lang übli­chen All-in-One-Pake­te für sämt­li­che Pro­ben plus den Live­shows geben soll. Auch in Sachen Fan-Akkre­di­tie­run­gen und der hart umkämpf­ten Play­list im Euro­club scheint das letz­te Wort noch nicht gespro­chen, nach­dem sich die EBU in die Ver­hand­lun­gen ein­ge­schal­tet hat. Nun soll­te man eigent­lich mei­nen, dass die Ukrai­ne 2005 beim letz­ten Con­test in Kiew genü­gend Erfah­run­gen mit beschäf­ti­gungs­lo­sen Ani­mier­da­men in der offi­zi­el­len Par­ty-Loca­ti­on sam­mel­te, um zu wis­sen, was für ein Publi­kum da kommt und wel­che Art von Musik es hören will. Und dass Club wie Tanz­flä­che leer blei­ben, wenn dort statt Mel­lo-Mucke aktu­el­le Dance-Charts-Kra­cher lau­fen. Aber es scheint gewis­se Lern­re­sis­ten­zen zu geben. Ich bin jeden­falls froh, mich von vor­ne­her­ein ent­schei­den zu haben, nicht in die Ukrai­ne zu fah­ren, drü­cke aber allen Betrof­fe­nen natür­lich fest die Dau­men, dass sich alles doch noch zum Guten auf­klärt.

Wel­che Musik läuft in Kiew nur in dem Club, dem Club, oh-oh?

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