Irland 2017: Uschi, mach kein Quatsch!

Müssen wir uns ernsthafte Sorgen machen? ‚Trying to die‘ heißt der offensichtlich suizidale irische Beitrag für den Eurovision Song Contest 2017 in Kiew, mit dem der Sender RTÉ heute Nachmittag einen musikalischen Hilfeschrei… Wie bitte? Falsch herum? Oha, entschuldigen Sie bitte! Ich höre gerade, ich muss mich korrigieren: ‚Dying to try‘ ist der korrekte Titel, so wie ihn der bereits vor Monaten ausgesuchte Castingshowbube Brendan Murray mit knabenhaft heller Stimme im eigens an der irischen Küste abgedrehten Strandvideo (das in einem hübschen ironischen Twist mit deutlich besserem Wetter aufwarten kann als der vor ähnlicher Kulisse spielende Clip zum spanischen Beitrag 2017) intoniert. Wie zu erwarten, handelt es sich um eine sehr klassische, im letzten Refrain unter Einsatz eines Gospelchors (mal schauen, wie das in Kiew klappen soll) dramatisch aufgeföhnte Eurovisionballade, welche in dieser Form schon 1992 hätte für die Grüne Insel antreten können. Durch die elfenhaft hohe Stimme des Sängers hebt sie sich allerdings ein wenig heraus aus dem diesjährigen Balladenmeer: falls Brendan das live nicht vergeigt und sich seine danaesk (→ IE 1970) katholisch-unschuldige Anmutung bewahrt, dürften ihm die Jurystimmen sicher sein, plus die der weiblichen Generation 60+.

Get Points or die tryin‘: der Brendan mit den arabischen Augenbrauen (IE)

Kommt der "irische Harry Potter" (danke, Peter Edelweiß) ins Finale oder stirbt er beim Versuch?

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1 Gedanke zu “Irland 2017: Uschi, mach kein Quatsch!

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