Lus­ti­ge Idee: Rob­bie Wil­liams für Russ­land beim ESC?

In der aktu­el­len Dis­kus­si­on über einen mög­li­chen Boy­kott des Euro­vi­si­on Song Con­test 2017 in der Ukrai­ne durch den Kriegs­geg­ner Russ­land mach­te Andrej Mala­kow, der Mode­ra­tor der Semi­fi­na­le des Grand Prix 2009 in Mos­kau, heu­te den Vor­schlag, Rob­bie Wil­liams als rus­si­schen Reprä­sen­tan­ten zu ent­sen­den, wie escK­AZ berich­tet. Mala­kow, der am kom­men­den Don­ners­tag auf dem Sen­der Kanal 1 eine Talk­show zu dem The­ma lei­tet, bei der auch der rechts­ge­rich­te­te Par­la­ments­ab­ge­ord­ne­te Vita­ly Milo­n­ov ein­ge­la­den ist, der vehe­ment einen Boy­kott for­dert, ver­such­te in sei­ner wöchent­li­chen Kolum­ne in dem Klatsch­blätt­chen Star Hit, die Dis­kus­si­on in Rich­tung eines fried­li­chen Mit­ein­an­ders zu len­ken: “Wel­cher unse­rer Künst­ler wäre geeig­net, die Frie­dens­tau­be zu spie­len und das Publi­kum in Kiew zu rau­schen­dem Applaus zu ani­mie­ren, so wie die ukrai­ni­sche Song-Con­test-Sie­ge­rin Jama­la das letz­tes Jahr ver­moch­te”? Dafür schlug Mala­kow zunächst eini­ge in der Ukrai­ne gebo­re­ne rus­si­sche Sän­ge­rin­nen wie Nata­scha Kor­o­ly­o­va, Sofia Rotaru und Vera Brezhne­va vor und zog anschlie­ßend noch ein “As aus dem Ärmel”: so habe der bri­ti­sche Super­star Rob­bie Wil­liams, in Mos­kau nicht zuletzt durch sei­nen Hit ‘Par­ty like a Rus­si­an’ bekannt und beliebt, ihm gegen­über unlängst in einem Inter­view ange­deu­tet, er lie­be das Land und sei bereit, bei der Euro­vi­si­on unter rus­si­scher Flag­ge anzu­tre­ten. “Könnt Ihr Euch vor­stel­len, was in der Hal­le pas­siert, wenn unse­re Frie­dens­tau­be ihre bri­ti­schen Flü­gel spreizt und die Büh­ne in Kiew betritt?”, so Mala­kow in sei­ner Kolum­ne. Nun ja, kann ich: die meis­ten unter drei­ßig­jäh­ri­gen Fans wür­den sich ver­mut­lich ver­wun­dert fra­gen, wer die­ser komi­sche, schwit­zen­de alte Mann mit der brü­chi­gen Stim­me ist, wäh­rend die Älte­ren wohl dar­über sin­nier­ten, war­um der ehe­ma­li­ge Take-That-Star Zeit sei­ner sich lang­sam dem Ende ent­ge­gen nei­gen­den Kar­rie­re nie­mals für sein Hei­mat­land Groß­bri­tan­ni­en beim euro­päi­schen Wett­sin­gen antrat und jetzt aus­ge­rech­net für Russ­land den Engel­bert Hum­per­dinck (→ UK 2012) geben möch­te. Doch ange­sichts der rapi­de nahen­den Dead­line für das Ein­rei­chen der Bei­trä­ge am 13. März 2017 ist die­se wil­de Spe­ku­la­ti­on auf­grund eines aller Wahr­schein­lich­keit nach halb­her­zig dahin­ge­sag­ten Kom­pli­men­tes eines altern­den Künst­lers, der sich einen gro­ßen poten­ti­el­len Markt erhal­ten möch­te, ohne­hin müs­sig. Aber unter­halt­sam, wes­we­gen ich sie mei­nen Leser/innen nicht vor­ent­hal­ten woll­te.

Ein Clou wär’s schon, wenn in Kiew der slo­we­ni­sche und der ech­te Rob­bie Wil­liams auf­ein­an­der­trä­fen. Aber das wird nicht gesche­hen (Reper­toire­bei­spiel).

2 Gedanken zu “Lus­ti­ge Idee: Rob­bie Wil­liams für Russ­land beim ESC?

  1. Na ja, die Drei-Minu­ten-Gren­ze wäre bei “Par­ty like a Rus­si­an” jeden­falls schon mal erfüllt…

  2. Und lie­ber mit Rob­bie als gar nicht. Das wäre näm­lich ein ver­hee­ren­des Zei­chen, egal wie man zu Rah­scha und sei­nen Bei­trä­gen steht.

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