Mon­te­ne­gro 2017: Let’s get hap­py and let’s be gay

Oh! Mein! Gott! Der bereits seit Ende letz­ten Jah­res als Reprä­sen­tant Mon­te­ne­gros beim Euro­vi­si­on Song Con­test 2017 in Kiew benann­te  Slav­ko Kale­zić ver­öf­fent­lich­te heu­te Abend sei­nen Wett­be­werbs­bei­trag ‘Space’, ein rund­her­aus fut­ti­ger, fabel­haft bil­li­ger Gay-Club-CSD-Dis­co-Schla­ger, der sowohl musi­ka­lisch als auch optisch sowie lyrisch an die nied­rigs­ten Instink­te der tra­gisch ver­an­lag­ten Tei­le der Fan­schaft (also sol­che wie mich) appel­liert. Zwar ver­steht man selbst in der Stu­dio­fas­sung dank Slav­kos mise­ra­bler Aus­spra­che nur die Hälf­te, aber wenn von “wet Dreams” und “drun­ken Love” die Rede ist und der aus­schließ­lich mit nack­tem, durch­trai­nier­tem Ober­kör­per in einer Traum­schiff-Sur­pri­se-wür­di­gen Fel­sen­land­schaft her­um­vogu­en­de und las­ziv sei­nen Kunst­haar-Zopf schwin­gen­de Prot­ago­nist von offen­sicht­li­cher Not­geil­heit getrie­be­ne Sug­ges­tio­nen abson­dert wie “the Space­ship is ready to blow” oder “come into me from with­hin”, dann dürf­te das selbst einem Deen (→ BA 2004, 2016) die Scha­mes­rö­te ins Gesicht trei­ben. Auf die recht unsub­ti­le Ein­füh­rung ins Sujet von Slav­kos Erzäh­lung folgt als­bald ein saft­strot­zen­der, bis in die ster­nen­um­ne­bel­te Unend­lich­keit wie­der­hol­ter Refrain, an dem allen­falls aus­zu­set­zen wäre, dass ihm eine → Rückung fehlt. Die kan­ti­ge Andro­gy­nie des Sän­gers, der gele­gent­lich an eine unter Crys­tal Meth ste­hen­de, auf ihrem ange­kün­dig­ten Pfad der schritt­wei­sen Defe­mi­ni­sie­rung bereits im Schnell­ver­fah­ren wei­ter­ge­kom­me­ne Con­chi­ta Wurst (→ AT 2014) erin­nert, sowie der durch­drin­gen­de Blick aus sei­nen kal­ten, berech­nen­den Augen las­sen dem Zuschau­er je nach Ver­an­la­gung das Blut ent­we­der in den Adern gefrie­ren oder in tie­fer gele­ge­ne Kör­per­re­gio­nen abwan­dern. Der Mon­te­ne­gri­ner gibt dem Prä­di­kat “camp” eine neue, ober­fläch­li­che Tie­fe und bie­tet mit sei­ner abso­lut fan­tas­ti­schen Num­mer zudem ein hoch­gra­dig span­nen­des Car-Crash-Poten­ti­al. End­lich weiß ich wie­der, für was ich den Euro­vi­si­on Song Con­test so sehr lie­be!

Da steht eine Zen­taur-Nixe aufm Flur (ME)

Fina­le für Mon­te­ne­gro 2017?

  • Auf jeden Fall! Das macht der­ma­ßen Spaß und ist so fabel­haft, das MUSS ins Fina­le! (55%, 116 Votes)
  • Nie­mals! So ein bil­li­ger Müll hat beim ESC nix ver­lo­ren, das MUSS und wird schei­tern. (28%, 58 Votes)
  • Das MÜSS­TE ins Fina­le. Wird es aber nicht, da sind die Spaß­brem­sen von der Jury vor. Lei­der. (17%, 36 Votes)

Total Voters: 210

Loading ... Loa­ding …

4 Gedanken zu “Mon­te­ne­gro 2017: Let’s get hap­py and let’s be gay

  1. Man ver­steht wirk­lich über­haupt nichts vom text aber ich den­ke, noch nie war ein text unwich­ti­ger als bei die­ser num­mer. das ist ja der­art schwul, da war con­chi­ta seiner/ihrerzeit nach noch ein aus­bund an femi­nis­mus dage­gen…
    jeden­falls wer­den die zuschau­er nach den gan­zen schnarch­bal­la­den hier mal gründ­lich auf­ge­weckt und voten hof­fent­lich dafür

  2. Tol­ler Song, tol­les Video und sicher eine tol­le Show. Hof­fent­lich kommt Mon­te­ne­gro wei­ter. Lei­der wer­den die Jurys mit ihrer Hete­ro­nor­ma­ti­vi­tät die­sen Bei­trag has­sen und abschies­sen.

  3. Auweia. Ich hof­fe, er kommt damit nicht wei­ter. Das hat beim ESC nichts ver­lo­ren, das kann man eher in Strip­clubs oder ähn­li­chen Eta­blissments auf­füh­ren. Und gut gesun­gen ist es lei­der auch nicht, passt alles null zusam­men und schaut ein­fach nur pein­lich aus. Und das hat mit Hete­ro­nor­ma­ti­vi­tät nichts zu tun… es ist ein­fach grot­ten­schlecht.

Oder was denkst Du?