Serbien 2017: Birds are falling from the Skies

Nachzureichen gibt es noch ein paar gestern bzw. sogar schon am Freitag vorgestellte Beiträge vom Balkan, wo man sich durch die Bank für intern ausgewählte Repräsentant/innen entschieden hatte. So wie in Serbien, wo Tijana Bogićević, ihres Zeichens ehemalige Chorsängerin bei Nina (→ RS 2011), den Beitrag des recht erfolgreichen Eurovisionslandes singt. Der heißt, wie wir nun wissen, ‚In too Deep‘, ist eine schwediserbische Koproduktion, dessen Team auch schon für Poli Genovas ‚If Love was a Crime‘ (→ BG 2016) verantwortlich zeichnete und erweist sich im Gegensatz zu diesem Titel leider als recht belanglos vor sich hin plätschernder Uptempo-Albumtrack ohne jeglichen musikalischen oder gesanglichen Höhepunkt. Tijanas per Autotune glattgebügelte, austauschbare Stimme schwebt süßlich über der in Ansätzen sphärischen Nummer, zu der man sanft mitwippen kann, die aber keinerlei Begeisterungsstürme auszulösen vermag. Im dazugehörigen Videoclip, von dem vor allem der athletische, wie aus Stein gemeißelte Körper des halbnackten Tänzers in Erinnerung bleibt, präsentiert sich die blass bleibende Sängerin als in einem Vogelreif sitzender, trauriger Papagei im PVC-Body. Das ist alles ganz nett, zieht sich aber dennoch gefühlt deutlich länger als drei Minuten dahin und reicht ganz sicher nicht für den vom serbischen Sender bereits herbeiphantasierten erneuten Eurovisionssieg.

Einmal von der Vogel-Stange: Tijana (RS)

Kommt Serbien mit Tijana ins Finale?

  • Selbstredend, weil Serbien. Der Song hätte es aber nicht verdient. (44%, 33 Votes)
  • Nein, das ist einfach zu lahm und glanzlos. (37%, 28 Votes)
  • Natürlich, und zu Recht. Das ist ein moderner, gut gemachter Popsong. (19%, 14 Votes)

Total Voters: 75

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2 Gedanken zu “Serbien 2017: Birds are falling from the Skies

  1. was? so viele voten negativ zu diesem Song?! Euer diesjähriger Beitrag is wirklich mehr als schlecht

  2. Ist er, ohne Frage. Und der serbische Beitrag ist fraglos besser als der deutsche. Das ändert nichts dran, dass Tijanas Song – jedenfalls für meinen Geschmack – nicht wirklich gut ist. Auch nicht wirklich schlecht, aber halt so… durchschnittlich.

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