Kin­der­bo­nus: Kris­ti­an Kostovs Krim-Kon­zert bleibt ohne Kon­se­quenz

Ein Krim-Auf­tritt des dies­jäh­ri­gen bul­ga­ri­schen Euro­vi­si­ons­re­prä­sen­tan­ten Kris­ti­an Kostov bleibt für den knapp sieb­zehn­jäh­ri­gen Sän­ger sank­ti­ons­los, wie Euro­voix heu­te unter Bezug­nah­me auf ukrai­ni­sche Online-Por­ta­le rap­por­tiert. Am gest­ri­gen Abend – nur einen Tag vor dem geplan­ten Auf­tritt in der heu­ti­gen zwei­ten Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de des Euro­vi­si­on Song Con­test 2017 – mach­ten Gerüch­te die Run­de, dass der in Mos­kau als Kind bul­ga­risch-kasa­chi­scher Eltern gebo­re­ne Kostov, eben­so wie die hier­für von Sei­ten der ukrai­ni­schen Sicher­heits­be­hör­den mit einem drei­jäh­ri­gen Ein­rei­se­ver­bot beleg­te ursprüng­li­che rus­si­sche Par­ti­zi­pan­tin Julia Samo­yl­o­va, nach der Anne­xi­on der Krim durch Russ­land im Febru­ar 2014 auf der Halb­in­sel auf­ge­tre­ten sein soll. Dies bestä­tig­te sich heu­te: die rus­si­sche Aus­ga­be der Cas­ting­show The Voice Kids, an wel­cher er sei­ner­zeit unter der Paten­schaft von ESC-Sie­ger Dima Bilan (→ RU 2006, 2008) teil­nahm, gas­tier­te im Juni 2014 in der völ­ker­recht­lich umstrit­te­nen Regi­on. Anders als bei der 28jährigen Julia zieht dies aber für ihn kei­ne wei­te­ren Fol­gen nach sich: wie der ukrai­ni­sche Geheim­dienst nach Prü­fung der Ange­le­gen­heit heu­te bekannt gab, habe das besag­te Gesetz zum Zeit­punkt sei­nes Auf­trit­tes noch kei­ne Rechts­kraft erlangt. Zudem pro­fi­tiert er vom Kin­der­bo­nus: bei sei­ner The-Voice-Teil­nah­me war Kris­ti­an noch 14 Jah­re alt und sei damit nach ukrai­ni­schem Recht noch nicht straf­mün­dig. Der nach wie vor höchs­tens wie 14 aus­se­hen­de Kna­be mit der mar­kan­ten Zahn­lü­cke kann daher heu­te Abend unbe­hel­ligt im zwei­ten Semi­fi­na­le auf­tre­ten.

Die Unschuld der Jugend: Kris­ti­an Kostov (BG)

3 Gedanken zu “Kin­der­bo­nus: Kris­ti­an Kostovs Krim-Kon­zert bleibt ohne Kon­se­quenz

  1. Hat der Bub ja noch mal Glück gehabt 😉
    Da Lob ich mir die Aze­ri-Geset­ze, ein­fach allen Arme­ni­ern und Leu­ten arme­ni­scher Abstim­mung die Ein­rei­se gleich ganz zu ver­bie­ten, da brauchts auch kei­ne kom­pli­zier­ten Strich­lis­terl und Rechen­küns­te mehr…

    Wünsch dem Milch­ge­sicht alles Gute bei sei­nem heu­ti­gen Auf­tritt!
    Und ich drü­cke Nathan fest die Dau­men damit er das Fina­le schafft, soviel Patrio­tis­mus muss dann doch sein!

  2. Stimmt nicht! Das Gesetz wur­de vor­her erlas­sen und in der Ukrai­ne sind Kin­der bis 14 nicht straf­tä­tig, der war über 14 zu dem Zeit­punkt. Also alles nur Poli­tik. Dem Milch­ge­sicht wünsch ich auch viel Erfolg.

  3. So schlimm wiee in die­sem Semi gin­gen mein per­sön­li­cher Geschmack und der der All­ge­mein­heit wohl noch nie aus­ein­an­der, auch wenn da immer eine gro­ße Dis­kre­panz herrscht. So hat es fast all mei­ne Hel­den geschrägt, ins­be­son­de­re mei­ne Plät­ze 1 und 2 (Geor­gi­en und Alba­ni­en), wobei Lin­di­ta tat­säch­lich schlech­ter gesun­gen hat als gewohnt, und auf der ande­ren Sei­te kam mein abso­lu­ter Hass­ti­tel (Schwe­den) wei­ter. Ich ver­ste­he wirk­lich nicht, wie sich irgend­je­mand für eine der­ar­ti­ge Null-acht-fünf­zehn Luft­num­mer erwär­men kann.
    Aber über­rascht hat mich bei­des natür­lich nicht wirk­lich, ich weiß ja, wie im all­ge­mei­nen der Trend tickt.
    Ver­mis­sen wer­de ich auch Finn­land, Tsche­chi­en, Lett­land und Island. Polen hat­te ich zwar auch noch auf dem Zet­tel, aber auf Platz 10.
    Wenigs­tens sind mir Por­tu­gal und Arme­ni­en (mei­ne (ehe­ma­li­gen) Plät­ze 4 und 5 in der Gesamt­wer­tung aller 43) geblie­ben. Das war das ein­zi­ge Licht­blick an der Aus­wahl der 10.
    So wer­de ich im Fina­le nun auch alle Dau­men für Fran­ces­co drü­cken, hät­te aber auch nichts gegen Sal­va­dor ein­zu­wen­den. Nur Robin B. wür­de mich echt ent­set­zen, das grenzt dann schon an mein Trau­ma mit Dima Bilan (damals mein letz­ter Platz und tat­säch­li­cher Sie­ger; schau­der).

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